Keita Takahashi: "Spiele-Zukunft sieht trüb aus"

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R_eQuiEm
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Beitrag von R_eQuiEm »

Mann, mann, mann. Wie hier manche auf diese Billig-Kritik einsteigen ist echt peinlich. Kommt mal wieder runter. Die Welt ist nicht schwarz/weiß. Es hat sich viel verändert. Vieles verbessert, vieles verschlechtert. Das Marktverhalten hat sich weder im Vergleich zu PS1, noch zu PS2 Zeiten geändert! its still about the money! Als ob früher Entwickler von der Liebe gelebt haben....


aja und das hier:
Interessant wie ihr das alles wieder auf Bewegungssteuerung und 3D abwetzt.
Takahashi geht es um wesentlich mehr, um progressive Spiele,
Vielfalt in den Genres und bessere Geschichten und neue Szenarios.

Ihr habt euch in der letzten Generation dagegen entschieden.
Indem ihr alle euch auf Call of Duty, Halo, Killzone, God of War, Resident Evil und Final Fantasy fixiert habt.
Neue Ideen in Sachen Szenario, Geschichte und Gameplay Innovation (Gameplay =/= Steuerung)
haben bei Typen wie euch doch keine Chance

Wer von euch hat denn einen Katamari Teil im Regal stehen?
Wer von euch hat Beyond Good&Evil, ICO, Shadow of the Collosus, Psychonauts?

Die Studios haben sich auf euch eingestellt.
Große Produktionen mit neuen Gameplay Ideen gibt es nicht mehr.
Das wird komplett dem Indi Bereich überlassen, die ihr Zeug über die Download Plattformen Liebhabern zum Kauf anbieten. Ihr braucht scheinbar nicht mehr als euer jährliches Update Fifa, Modern Warfare und Mario. Die kreative Energie wird jetzt eben in neue Hardware wie Bewegungssteuerung und 3D, statt in Spiele mit einer guten Story und interessantem Gameplay.
Ihr habt euch die Suppe durch eure Kaufentscheidungen selbst eingebrockt.
Das reiht sich vom Niveau der Kritik her nahtlos an die der news an. So sinnlos. Eine eindimensionale Diagnose die nur auf eins Schließen lässt. Einner immens ausgeprägten populistischen Neigung. Punkt!
Minando
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Beitrag von Minando »

Am Anfang war alles neu und damit praktisch alles revolutionär, das waren die sogenannten "guten alten Zeiten" (grusel). Heute sind viele Ideen verbraucht und ausgelutscht, die Spieler abgestumpft von der schieren Masse der neuen Spiele (und den endlosen Variationen der selben Ideen).

DAS ist das Problem, wenn man von einem Problem sprechen will.
Wir sind heute so verwöhnt und übersättigt dass wir uns gern an die Zeit zurückerinnern als alles neu war.

Dazu kommt dass wir immer anspruchsvoller werden, was es wirklich neuen Ideen sehr schwer macht wenn sie nicht hervorragend präsentiert werden.

Und so gehen viele Spieleschmieden den Weg des geringsten Widerstandes, indem sie Altbewährtes immer besser und immer neu präsentieren.

Eins stimmt allerdings: technisch treten Spiele schon eine Weile auf der Stelle. Zwar wird die Grafik immer weiter verbessert, aber das wars auch schon.
Zuletzt geändert von Minando am 16.08.2010 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
Manwiththegum
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Beitrag von Manwiththegum »

ganz unrecht hat der gute junge nicht! manche spiele fesseln einfach, da ist egal wie die grafik ist!
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Gelegentlich frage ich mich, ob man Entwickler einfach gar nicht mehr interviewn sollte, es sei denn, man befragt sie konkret zu den Spielen, die sie gerade entwickeln.
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Vanquish00X
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Beitrag von Vanquish00X »

Mich beängstigt seine Aussage ein wenig.Er weiss was die großen 3 fordern und gibt sein Statement ab.Sony und MS werden sich in nächster Zeit sicher intensiv dem cusalmarkt widmen wollen.Da bleibt für Coregamer nicht viel übrig.
Das Problem ist das momentan gar nicht so viele Coregames/Innovatives gewünscht sind.
Endweder Shooter oder vor dem Fernseher rumhampeln scheint die Gegenwart zu sein und anscheinend hat der Markt noch genug Luft nach oben :(
Ich denke das aber trotzdem immer mal wieder vernünftige Spiele kommen werden und auch die Corefraktion gefüttert wird.

Kenne Takahashi nicht und habe auch keines seiner Games, wenn von ihm "Shadow of Collosus" ist, ist dann "The Last Guardian" bestimmt auch von ihm? Dann hab ich noch größeres Vertrauen das das ein hammergeiler Titel wird :D
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Takahashi hat doch nicht Colossus entwickelt sondern Katamari.
Und wenn es hier wieder mit Core und Casual losgeht.
Leichter zugänglicher und "casualiger" als Katamari ist kaum ein Spiel, dass ist ja gerade das interessante daran. Dauerspaß hat es eigentlich überhaupt nicht (finde ich).

Das habe ich schon einmal am Anfang des Threads kritisiert:
Wenn man nur die Aussage liest, denkt man an Games wie Ico und Co und ist versucht ihm Recht zu geben. Der gute Mann selbst, hat ein solches Spiel aber noch nie entwickelt. Daher finde ich seine Kritik irgendwie....seltsam bis arrogant.
Naja, sieht man zumindest wie wenige hier wieder Katamari gespielt haben. :wink:
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Vanquish00X
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Beitrag von Vanquish00X »

Aso, dann bin falsch informiert. ;)
So sieht die Sache schon ein wenig anders aus.Wie gesagt, kannte ihn bisher nicht.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Vanquish00X hat geschrieben:Aso, dann bin falsch informiert. ;)
So sieht die Sache schon ein wenig anders aus.Wie gesagt, kannte ihn bisher nicht.
Ich auch nicht, aber es steht ja in der News was für Spiele er gemacht hat und die kenne ich zufällig. :D
Minando
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Beitrag von Minando »

8492nd hat geschrieben:(...)Innovationsnote für LBP also ungenügend.
Meinst du das wirklich ernst ?! Wow. Mit deinen Anforderungen solltest du Literaturkritiker werden.
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Sylver001
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Beitrag von Sylver001 »

Manwiththegum hat geschrieben:ganz unrecht hat der gute junge nicht! manche spiele fesseln einfach, da ist egal wie die grafik ist!
Ich sage nur Puzzle Quest die komplette Serie. Is natürlich subjektiv, aber bei mir ging das Konzept komplett auf. Ich habe bis auf PQ2 (noch fleißig dabei) JEDES einzelne der Macher mit Begeisterung durchtgekaut.

Auch Ubis Clash of Heroes M & M fand ich total super nur n bissle karg vom Inhalt, da nach der Kampagne nur noch Einzelduelle folgen und ich diese selbst auf höhstem Schwierigkeitsgrad im Schlaf beherrsche. Da wäre n Online Multiplayer net verkehrt.
Peccator
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Beitrag von Peccator »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Varothen hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Und was ist, wenn eines dieser Spiele wirklich gut ist?
Vielleicht hat sich ein neues Team an eine alte Serie gesetzt und die mal so richtig schön verändert? Das entgeht dir dann völlig und zwar nur weil du Vorurteile hast. :wink:
eben, ich denke er ist einfach partout gegen jegliche fortsetzungen, auch wenn es top games sind und mag für jede art von spiel ständig neue von anderen entwicklerstudios... zumindest kommt es so rüber.
Bei mir persönlich ist es aber nicht anders.... ich will nicht ins Kino gehen um Transformers 15 zu sehen... ich will nicht das neuste Album von Band X was sich anhört wie die letzten 3 Alben und ebenso will ich nicht den Nachfolger eines Nachfolgers spielen der mir genau das Selbe bietet wie schon die Teile zuvor.
Dann aber als Avatar das Cover von Black Ice haben :roll:
johndoe776539
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Beitrag von johndoe776539 »

also man sollte aber festhalten, dass Katamari & NobyNoby Boy auch eher trübe waren und sind ...
Spur17
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Beitrag von Spur17 »

Ich kann mich nur anschließen und bin der Meinung, dass er nicht ganz unrecht hat.
Das alte leidige Thema, dass die Welt immer nur nach der neuesten Technologie lechzt, die Optimierung einer Technologie, aber leider kaum
in Erwägung gezogen wird.
Was nützt mir ein Hampel-Spiel, wenn es keinerlei Tiefgang bietet und es mich nach 2 Stunden langweilt.

Ich weise hier gerne auf die alten Zeiten des C-64 hin (auch wenn sich daran wohl kaum jemand erinnert geschweige denn schon geboren ist).
Das ging damals sogar so weit, dass das Diskettenlaufwerk Musik von den Ärzten und Madonna spielen konnte. Zwar nur kurze Auszüge und blechernd, aber für damalige Verhältnisse ziemlich Klasse.

Bevor was neues auf den Markt kommt sollte das alte bis zum Anschlag ausgenutzt worden sein. Im kreativen, wie auch im technischen Bereichen.
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

marktheshark87 hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Wer hat sich denn damals:
Ico, Killer 7, Eternal Darkness, Okami, Beyond Good and Evil, Psychonauts oder dergleichen gekauft? Genau, so gut wie niemand.
Und ist das nicht genau der traurige Part der Geschichte? Mangelhaftes Marketing, voreingenommene Endkunden. Es ist doch geradezu Ironisch, dass einige der besten Videospiele aller Zeiten nur "Nischenprodukte" waren.
Das ist gelogen. Beyond Good & Evil hatte sogar TV-Spots zb bei MTV zur besten Sendezeit
(damals lief auch noch richtige Musik) und auf RTL2 zur Anime Zeit.
Das Spiel ist vom Gameplay-Design her kein Nischentitel. Es ist ein Open World Game mit linearer Geschichte,
aber viel drum rum wie Hovercraft rennen, Jagd nach Perlen, Fotowettbewerbe etc.
Was BGE fehlt war ein Space-Marine oder überhaubt Weißer, männlicher Hauptcharakter.
Palace-of-Wisdom hat geschrieben:Manche Leute lassen sich über Rennspiele aus, weil alle nur GT,NFS oder Mario Kart kopieren. Hallo? Wenn eine Firma ein realistisches Rennspiel entwickelt, dann gehts es um REALISMUS... um die SIMULATION eines Autorennen. Soll irgendwer ein Spiel machen, in dem alle Autos rückwärts fahren und der langsamste gewinnt? Ist das dann kreativ?
NUFF SAID!
Nein. Wie wäre es denn mit einem Rennspiel, indem es wirklich nicht das Ziel ist IMMER erster zu werden.
Ein Rennspiel, das sich voll um manipulierte Rennen dreht.
Erinnerst du dich zB an den Skandal um Flavio Briatore, der seinem Fahrer einen Unfall provozieren ließ?
Es wäre eine spannende Abwechslung wenn sich ein Spiel um solche manipulierten Rennen drehen würde.
Der Fahrer bekommt den Auftrag, das jemand bestimmtes das Rennen gewinnen muss, weil seine Wettquote bei den Buchmachern besonders hoch ist. So muss man diesem Fahrer gezielt WIndschatten spenden, oder andere Fahrer rausdrängeln. Dazu werden einem bestimmte Fahrmanöver erklärt und das Spiel braucht eine entsprechende KI. In einem Rennen bemerkt der Fahrer, das jemand die Bremsen sabotiert hat und das er den Wagen kaum noch steuern kann. Oder man wird unwissentlich unter Drogen gesetzt und fährt das ganze Rennen über auf LSD durch, weil man keinen Skandal verurssachen will. In einem anderen Rennen schafft man es zu gewinnen, allerdings wird der Sieg einem anderen Fahrer zugesprochen, weil dessen Team die Richter bestochen hat. Übt man Rache aus, oder spielt man als Spieler nach den Regeln? Natürlich würde es auch normale Rennen geben. Aber immer wieder im Laufe der Saison gibt es solche Happenings. Je nachdem wie man fährt, die Aufträge erfüllt oder jdes Rennen gewinnt, verändert sich die Geschichte, DeusEx Style.
Es wäre die Fortsetzung der "Simulation"

Das ist nicht abwegig. Ein Spiel das auf den Michelle Vaillant Cartoons beruht würde als Vorlage reichen.
Die alten DTM Teile boten schon Geschichten in Rennspielen und sind bei Spielern wie Kritikern gut weggekommen.
So neu ist das Konzept also nicht. Es ist ausbaubar und sollte wiederbelebt werden.
Zuletzt geändert von crewmate am 16.08.2010 12:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Crewmate hat geschrieben:
marktheshark87 hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Wer hat sich denn damals:
Ico, Killer 7, Eternal Darkness, Okami, Beyond Good and Evil, Psychonauts oder dergleichen gekauft? Genau, so gut wie niemand.
Und ist das nicht genau der traurige Part der Geschichte? Mangelhaftes Marketing, voreingenommene Endkunden. Es ist doch geradezu Ironisch, dass einige der besten Videospiele aller Zeiten nur "Nischenprodukte" waren.
Das ist gelogen. Beyond Good & Evil hatte sogar TV-Spots bei MTV zur besten Sendezeit (damals lief auch noch richtige Musik) und auf RTL2 zur Anime Zeit.
Das Spiel ist vom Gameplay-Design her kein Nischentitel. Es ist ein Open World Game mit linearer Geschichte,
aber viel drum rum wie Hovercraft rennen, Jagd nach Perlen, Fotowettbewerbe etc.
Was BGE fehlt war ein Space-Marine oder überhaubt Weißer, männlicher Hauptcharakter.
Und wie Beyond ein Nischentitel war. SF-Welt mit Tieren, weiblicher Hauptchara ohne Sexbomenattitüde, Zelda-Genremix, eigenwilliger Art-Style usw. usw.
Es scheint für Videospiele die sich an Zelda orientieren einfach typisch zu sein, dass sie floppen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Spielprinzip zu ungewöhnlich ist. Würde heute Zelda als neuartiges Franchise erscheinen, würde es sich niemand kaufen.

Und nun ja, für die anderen genannten Titel trifft wieder zu was ich gesagt habe:
Keiner kannte sie und wer sie kannte hielt sie für Nischentitel.
Und so verhält es sich mit den Nischentiteln auch heute.
Die Wii-Besitzer die Fragile Dreams oder A Boy and his Blob besitzen oder überhaupt wissen was mit den Titeln gemeint ist, kann man an einer Hand abzählen.
Aber vielleicht ist Nische auch das falsche Wort, die Spiele von denen wir reden, passen einfach in keine übliche Genrevorstellung hinein und werden daher gemieden. Die Allgemeinheit mag eben keine "anderen" Sachen. :wink: