Sehr traurig. Ich bin froh über die oft gute Diskussionsführung hier im Forum. Schade das dies nur bis zu einem bestimmten Punkt mit dir funktioniert.
Die Zeit sagt genau das aus: Wieviel Zeit man mit einem Spiel verbringt.Korun hat geschrieben:Darf man mal fragen, was die reine Spielzeit über ein Spiel aussagt?
Ich habe
~300h Bayonetta gespielt
~250h DevilMayCry4
ME ist kein Spiel was man wegen des Ballerns immer mal wieder anwirft. Daher sind RPGs oder solche Spiele mit Ansätzen davon, meist die, die man sehr intensiv nach Neuem und Übersehenem absucht.
Lange Spielzeiten sagen natürlich auch etwas darüber aus, wieviel Spass derjenige daran hatte.
Your point?
Und? Dennoch kann man diese Spiele auch nach 5-10h durch haben und in die Ecke legen. Genauso verhält es sich auch bei ME und allen anderen Spielen.
RPGs spiele ich deshalb gründlich, weil sie meist Dinge unter der Oberfläche und neben der Hauptstory bieten, die man entdecken kann.Was einen fesselt, fordert uvm, das spielt man bis zum Erbrechen, auch wenn das Spiel evt gar nicht soooviel bietet, kommt man auf viele Stunden Spielzeit.
Warum du das machst, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Es bleibt dir ungenommen, dass dir Oblivion nicht gefällt. Sucht man aber abseits der schwachen Hauptstory, hatte das Spiel viel zu bieten. Zunächst muss man wissen, dass ich Oblivion nur im englischen Original mit dem OOO-Mod gespielt habe.Oblivion konnte ich nach 30h nicht mehr sehen. Ich habe dann mit Tesafilm die Maus bearbeitet, dass meine Hauptskills nonstop gezaubert wurden und hab mich vor den TV geschmissen. Relevante Entscheidungen gab es kaum, gute Gegenstände ebenfalls nicht, das Kampfsystem war Hundsmieserabel. Auf hohem Schwierigkeitsgrad brauchte man teils 15 Pfeile für einen Gegner. Realismus? Fehlanzeige. Magie war übermächtig, am Ende konnte man eh alles, Rüstungen und Gesichter sahen scheußlich aus, Bugs gab es ohne Ende.
In den ganzen fast 600h ist mir das Spiel 3 mal abgestürzt.
Wenn du das learning by doing missbrauchst und damit cheatest, musst du dich nicht wundern, wenn es dir keinen Spass macht.
Abseits vom Mainplot hatte TES4 viel zu bieten. Tolle Gildenmissionsstränge, eigene Zauber entwerfen, die Landschaft erkunden, Gegenstände herstellen, Lore entdecken, interessante Geheimgesellschaften und NPCs treffen uvm.
Genau sowas, abseits vom Plot macht ein gutes RPG aus. Freiheit zu entscheiden, Freiheit viele mundane Sachen zu tun, Freiheit seinen eigenen Weg zu gehen.
Zunächst mal habe ich diese Minispiel nie benutzt, dafür gibt es viel bessere Zauber. Das Inventar ist ok, wenn man weiss, was man tut, und Gegenstände sind bei mir noch nie verschwunden.Mir ist ein Rätsel, wie man soviel Zeit mit so einem Schrott verbringen kann. Das Bestechen-Minispiel ist scheußlich, das Inventar ebenso. Gegenstände verschwinden ganz gerne aus dem eigenen Haus… und jemand, der viel Zeit mit Oblivion verbrachte, „wagt“ es, über ME2 zu meckern?!
Und ja, viel von dem was Oblivion auszeichnet fehlt bei ME2 ganz stark. Sicher hat Oblivion Fehler, sicher gibt es auch dort viel was man besser machen kann, oder was nicht sonderlich gut ist(z.B. die Gesichter oder die leeren Städte), aber deine Kritik entwertet dann gleich jedes RPG was du je gespielt hast.
In NWN läuft man auch rum kassiert 30 Pfeile und steht noch. Ist in keinen CRPG anders. Auch Magie ist in fast jedem CRPG stärker als der Klopper.
MW2 ist kein schlechtes Spiel, aber es gibt viel zu beanstanden. Vielleicht versteht man das wirklich nur, wenn man schon länger dabei ist, und spieltechnisch viel gesehen hat. Jemandem der PS:T nicht kennt klar zu machen, wie schwach und seicht heutige RPGs sind, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Messlatte jedes einzelnen ist eben nur so hoch, wie das Beste was ER kennt. Leute die ausser Transformers 2 nur schlechtere Filme kennen, für die muss Transformer 2 DER Knaller sein.Gegen die Macken und Schwächen von Oblivion ist ME2 DAS perfekte Spiel schlechthin, alleine schon, weil ME2 auch ohne Community-Patches (WTF!) gut spielbar ist….
PS:T hat die Latte extrem hoch gesetzt. Manchmal glaube ich, es wäre besser gewesen es hätte nie existiert..dann würde man den alten Veteranen bei jedem neuen RPG die grosse Entäuschung ersparen, dass das was es schonmal gab, nie wieder kommen wird, in Qualität, Inhalt, Detailverliebtheit und story-/gesprächstechnischer Genialität.
3 Mal in 600 Stunden? Bei mir lief es stabil. Da kenne ich wirklich schlimmeres.Außerdem ist das einzige, was bei Oblivion wirklich stabil funktioniert der Absturz.
