TRichter hat geschrieben:@ Zulu
Stimmt, früher sind sie einfach ohne jede Loyalität für den Spieler durch die Hölle gegangen und man konnte mit keinem Boss auch nur ein Wort wechseln, auch in RPGs.
Bis auf das von mir erwähnte Planescape Torment.
Gebe aber zu, dass dieses Spiel eine extreme Ausnahme ist! (Und von Black Isle Studios)
Für die, die es nicht gespielt haben, recht Spoilerfrei:
In Planescape kannst Du gegen den Boss "gewinnen", indem Du mit ihm redest!
Was Planescape mitunter zu einem Ausnahmespiel macht:
Wer bis dahin die AD&D Regeln kennt und Spiele auf Basis dieser Regeln (Badur's Gate, Icewind Dale, Champions of Krynn, etc.) gespielt hat, wird damit überrascht, dass nicht Stärke und Geschicklichkeit die dominierenden Charakterwerte sind, sondern Intelligenz und Weisheit.
Ohne hohe (Für Kenner: Man beginnt mit gottgleichen Werten (18 ) und steigert sich dann) Werte in diesen Bereichen sieht man in dem Spiel kaum Land.
Was man sagt und tut HAT Auswirkungen. Das geht soweit, dass man einen NPC alleine dadurch erschafft, dass man oft genug bei seinem Namen lügt.
DAS war noch ein CRPG ganz alter Schule.
Ich gebe allerdings zu, dass man sich vielleicht an eine neue Definition des Genres gewöhnen muss. Wenn eine simple Wahl (Bin ich jetzt ein Arsch oder ein Heiliger) auf dem Weg zum gleichen Ziel schon als "Eine Rolle spielen" gesehen wird, dann soll das halt so sein.
Ist für mich ja kein Problem, ME2 ist nach wie vor ein gutes Spiel und Radon Labs, die zuletzt mit der DSA Reihe versucht haben, klassische RPG zu machen, werden geschlossen.
Ich bin schon durch ganz andere Durststrecken gegangen, da werde ich auch ein de facto totes (westliches!) CRPG Genre aussitzen können.
(Adventures sind ein sehr aktuelles Beispiel für ein absolut totgesagtes Genre, dass plötzlich wieder sehr lebendig ist)