Ubisoft - Mögliche DRM-Weiterentwicklung

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

Vandyre hat geschrieben:Das wollte ich damit sicherlich nicht unterstellen. Aber der Denkansatz, den du bringst, gleicht ziemlich dem der Publisher. Ich verweise nunmal auf einen anderen Denkansatz hinzuweisen, der dem etwas entgegen steht.
natürlich, ich unterstelle dem Publisher durchaus dreist, dass er sich etwas bei seinem Verhalten denkt. Und da ein Forum nicht repräsentativ für den Rest der Welt steht. Ist es die hier herrschende Meinung auch nicht.
Da wäre ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Mein BWL-Prof sagte damals mal in einer Vorlesung, dass viele Unternehmen auf die absurdesten Züge aufspringen, weil sie befürchten, einen wichtigen Trend verpassen zu können. Da wird nicht großartig analysiert, was das bewirken kann, sondern da wird gesagt: die machen das auch, da müssen wir auch hin.
Ja das ist sicherlich richtig, was man sehr gut am Thema Tablet PCs sieht, welche jetzt wie Pilze aus dem Boden schießen, selbst wenn sie nicht das Gelbe vom Ei sind. Warum glauben die Leute eigentlich hat sich Apple damit so arg viel Zeit gelassen?! (was sie haben) um ein Produkt auf den Markt zu bringen, welches Spitzenklasse und quasi konkurrenzlos ist.

Und sind wir mal ehrlich... Android, WebOS und Windows Mobile träumen jetzt noch feucht davon sich mit dem iPhone messen zu können.
(ja ich weiß, dass HTC viel stärkere Hardware verbaut, nichtsdestotrotz ist der softwaresupport von Android Handys absolut erbärmlich und das UI im direkten vergleich häßlich)
- hatte ein HTC Legend für ein paar Monate

Also dein BWL-Prof hatte damit sicherlich recht und viele müssen so schnell in den Markt stolpern, dass sie vllt sogar mit schlechter Hardware einen Imageschaden riskieren nur um noch etwas vom Kuchen abhaben zu können.

Ein anderer Dozent von mir hat allerdings zu mir gesagt, dass man grade vor Investoren (und die Leute dort sind nicht so naiv und ahnungslos wie hier viele unterstellen wollen) und hohen Tieren eine sehr hieb und stichfeste Argumentation hinlegen muss. Das ist sicher von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, aber Ubisoft hat vllt den Hang zur Realität verloren, als sie der Ehrgeiz und die Wut gepackt hat Raubkopierer zu besiegen. Damit könnten sie klar über das Ziel hinaus schießen. Und ich denke genau das wird auch intern sehr heiß diskutiert.
Aber auch Steve Ballmer war früher dafür bekannt auf den Tisch zu haun und zu sagen: "wir machen das jetzt so, weil ich das so gesagt hab"
Und dann war das Thema durch.... wer weiß schon wie die Machtstrukturen bei Ubisoft verteilt sind?!
1. Ich habe sehr früh in meiner kaufmännischen Ausbildung gelernt, dass es günstiger ist, Kunden zu halten als Neukunden zu gewinnen. Nun muss man nur auf den Handy-, Telefon-, Internetmarkt schauen. Die Unternehmen unterbieten sich permanent mit Angeboten, Stammkunden sind die Gelackmeierten, weil sie die besseren Konditionen nicht bekommen. Die sind nämlich nur für Neukunden. Das die sich damit die Stammkunden vergraulen ist doch wohl logisch. Vielleicht liege ich auch falsch, aber meine Logik sagt zu dem Verhalten: das kann wirtschaftlich nicht gesund sein.
Das ist lustig, muss ich doch hier an O2 denken, welche mir 10€ für mein Internetpaket abknöpfen und den Neukunden nur 8€
Da fragt man sich doch als Bestandskunde inwiefern "Treue" hier überhaupt belohnt wird. Die wissen vllt auch noch nicht, dass ein vergraulter Kunde teurer ist als ein neuer. Aber das hat sich in vielen Marketingabteilungen wohl auch noch nicht rumgesprochen.
Opel ist an diesem Phänomen quasi zu Grunde gegangen!
2. Der Trend, immer mehr in günstigen Ländern zu produzieren, sollte jedem bekannt sein. Ich habe schon in einem Unternehmen gearbeitet, die genau so gehandelt haben. Ein Großkunde drängte sogar darauf, die Produktion nach Asien auszulagern, weil dort günstiger produziert werden kann. Das Problem: die Arbeitskräfte sind nicht dementsprechend geschult, die Produktionsanlagen entsprechen oft nicht den Standards oder müssen gar neu gekauft und aufgebaut werden. Dies wird natürlich gemacht, aber daraus entstehen horrende Kosten. Facharbeiter, die in D gebraucht werden, werden zu Schulungszwecken in die ausländischen Produktionsanlagen geschickt. Weitere Kosten entstehen. Das beste kommt aber noch: Trotz der Schulungen und trotz der Produktionsalnagen wird massenweise Ausschuß produziert. Es gibt "tonnenweise" (etwas übertrieben) Reklamationen. Kunden beschweren sich etc.
Es hat sogar dazu geführt, dass einige Konzerne (uch glaube Siemens war einer) ihre Anlagen in Asien wieder geschlossen haben, weil sie sich nicht rentiert haben.
Tja die Frage ist doch auch, warum sollte ein hoch qualifizierter Arbeiter in Asien weniger verlangen als er hier verlangen könnte? Wenn er genau weiß er könnte auch ins Ausland gehen und dort viel Geld verdienen.
Ich glaube auch nicht oft daran, dass eine Standortverlagerung das einzig wahre ist. Man muss da einfach auch immer die ganzen Konsequenzen berücksichtigen. Und doch zeigt das BMW und Porsche Werk bei Leipzig, dass der Standort Deutschland vllt doch nicht so schlecht ist. (Natürlich nur, weil der Staat anständig gezahlt hat ;))

3. Es werden billigere Materialien genommen in der Hoffnung, dass es der Kunde nicht merkt. Damit werden vielleicht Kosten gespart, aber dadurch sinkt häufig auch die Qualität. Der Imageverlust oder der wirtschaftliche Schaden kann dadurch aber enorm werden. Siehe z.B. Toyota. Auch ein ICE-Unglück (war es Eschede?) soll, soweit ich das richtig im Kopf habe, konnte darauf zurückgeführt werden, das qualitativ schlechtes Material eingesetzt wurde, in der Hoffnung, dass schon nichts passieren wird.
Oh ja da hast du auch vollkommen Recht.
BWM hat im X1 einen unglaublichen Bock geschossen und in der Nähe des Fußraums einen, für den Preis, absolut unwürdigen Kunststoff verwendet. Das werden sie bald sicherlich ausmerzen, aber der Schrecken vieler BMW-Fans (inklusive mir) sitzt tief! :D
EDIT hat noch ein Beispiel parat: Ein Großhandelsbetrieb für u. a. LKW-Teile hatte Unternehmensberater im Haus, die Vorschläge zur Umsatzsteigerung unterbreiten sollten. Sie kamen zur folgenden Maßnahme: stellt gutaussehende Frauen als Auslieferfahrer ein, um den Kunden einen Kaufanreiz zu bieten. Nun möchte ich mal sehen, wie diese (wahrscheinlich zierlichen) Frauen mit >30Kg-Produkten zurecht kommen, die sie irgendwie zum Kunden bringen müssen.
Entscheidungen können sicherlich gut begründet sein und oft sind sie es auch. Die Kunden müssen ja von den Maßnahmen überzeugt werden.
An sich eine gute Idee, nur wie so oft zu kurz gedacht.
Schlicht symptomatisch für unsere heutige Zeit.

Und dabei beschäftigen wir uns in einer Vorlesung mit riesigen Szenarioanalysen die einem suggerieren, dass in Unternehmen soetwas bedacht wird.
Nun wieder zum Kopierschutz: ich habe in meinem letzten Post bereits ein wenig dazu erwähnt. Es entstehen zusätzliche Kosten, die durch die Verkäufe nicht zwangsläufig wieder aufgefangen werden können. Das mag hier und da klappen, aber da halte ich einfach mal dagegen, dass es auch ohne Kopierschutz blendende Verkäufe gegeben hätte. Gute Qualität verkauft sich nunmal blendend.
also gut b2t :)

klar ist der KS ein Kostenfaktor, der nicht zwangsläufig aufgefangen wird.
Der Preis des KS wird sich mit Sicherheit auch an der prognostizierten Gewinnsteigerung orientieren. Immerhin wird darüber diskutiert werden (kommt drauf an, ob der inhouse gemacht wird, oder outgesourced ist)
ob die Kosten sich rentieren. Wo wir auch zum nächsten Punkt kommen

Ein weiterer Grund ist, das ist zumindest meine Meinung bei Onlineaktivierungen, das Daten übertragen werden, für die die Publisher viel Geld hätten investieren müssen (z. B. durch beauftragte Marktanalysen). Das ist natürlich Spekulation und ich meine nicht zwangsläufig persönliche Daten. Siehe z. B. Steam, die in regelmäßigen Abständen Statistiken über Hardware der Spieler veröffentlichen. Und Ubi wird auch nicht nur aus Gründen des Kopierschutzes permanentes Online-Sein verpflichtend gemacht haben.
Das dient auch m.E. nur dazu die Kunden zu verstehen und die Produkte auf sie anzupassen. Im Grunde ein win/win
der Publisher kann mit den Daten erkennen was der Kunde will, wie er ein Produkt nutzt, was ihm gefällt, was ihm nicht gefällt und seine nächsten Produkte anpassen. Bei Anonymer Datenerhebung ist das m.E. sogar wünschenswert. Ubi könnte natürlich auch vorher fragen, ob sie gesammelte Daten, einer Umfrage nicht unähnlich, zur Produktverbesserung nutzen dürfen. Dies tun sie ja durch Bestätigung der ABGs auch (ja, man darf ein "s" hinter AGB setzen, kein scheiss ;))

Im Grunde sind diese Datenerhebungen versteckte und indirekte Umfragen...

aber genau das ist doch der Punkt:

wenn der Publisher so eine Menge an Daten bekommt, die wir gar nicht überblicken können. Was bemächtigt uns mit dem sehr beschränkten Hintergrundwissen über Ubisoft zu urteilen und ihr Verhalten in Frage zu stellen. Zumindest rein wirtschaftlich betrachtet.

Aus der Sicht des Kunden ist ein KS immer nur eine nervige Fußfessel der man sich am liebsten entledigen würde. Allerdings ist diese Fußfessel scheinbar nötig (auch ich kenne die Bedeutung des Wortes ;))

So gilt auch weiterhin "lupus est homo homini"
und die Gier des Menschen treibt dazu sich vor ihm selbst schützen zu müssen.

Unser ganzes Rechtssystem basiert darauf, dass die Gesellschaft sich mit Regeln und Normen vor den Folgen einer Anarchie schützen muss.

Diese Logik auf Computerspiele angewandt sind die "Hindernisse", also namentlich Gesetze zum Urheberschutz sowie der KS als solches
die einzigen Gründe die uns davon abhalten wild zu kopieren.

Warum sonst ist der Mensch so geil auf jedes Schnäppchen und will am liebsten für alles nichts zahlen? Und beschwert sich, dass alles immer teurer wird? Wenn ihr 2 Produkte habt, beide legal, beide leicht zu beschaffen... wer bezahlt da schon...
da unterscheidet uns nur noch das Gewissen von den Tieren...
Zuletzt geändert von Zierfish am 05.05.2010 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sir Richfield »

*Augenreib* Ein BWL Opfer mit gesundem Menschenverstand? Dass ich das noch erleben darf. Leider fürchte ich, dass Dich keiner haben will oder Du Dich irgendwann anpasst. ;)
Vandyre hat geschrieben:Da wäre ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Mein BWL-Prof sagte damals mal in einer Vorlesung, dass viele Unternehmen auf die absurdesten Züge aufspringen, weil sie befürchten, einen wichtigen Trend verpassen zu können. Da wird nicht großartig analysiert, was das bewirken kann, sondern da wird gesagt: die machen das auch, da müssen wir auch hin.
Siehe Vodafail oder "Da gibt es was im Internet, das wollen wir auch!!11!".
1. Ich habe sehr früh in meiner kaufmännischen Ausbildung gelernt, dass es günstiger ist, Kunden zu halten als Neukunden zu gewinnen. [...]Vielleicht liege ich auch falsch, aber meine Logik sagt zu dem Verhalten: das kann wirtschaftlich nicht gesund sein.
Isses langfristig wahrscheinlich auch nicht. Die drücken sich gegenseitig ihre Preise runter und die Kunden wechseln immer hin und her, im Bewußtsein, dass sie bei der Konkurrenz eigentlich genauso verarscht werden.
Blöderweise scheint es da aber keinen "echten" Markt zu geben, so dass sich kein (kleiner) Anbieter mit Qualität durchsetzen kann. (Der Großteil des Netzes gehört der Telekom und die Mobilfunkfrequenzen sind auch aufgeteilt..)
Aber langfristig wird schon länger nicht mehr gedacht.
2. Der Trend, immer mehr in günstigen Ländern zu produzieren, sollte jedem bekannt sein. Ich habe schon in einem Unternehmen gearbeitet, die genau so gehandelt haben. [...]Trotz der Schulungen und trotz der Produktionsalnagen wird massenweise Ausschuß produziert. Es gibt "tonnenweise" (etwas übertrieben) Reklamationen. Kunden beschweren sich etc.
Und da sind wir noch nicht bei dem Drama, dass sich gerade im Asiatischen Markt die Firmen einen Ast freuen, wenn man denen das Knowhow gibt. Ich kenne da einen Hersteller von Textilmaschinen, der hat auch nach China ausgelagert. Kein Jahr später hat er sich gewundert, dass kaum ein Kunde Ersatzteile kauft. Dann hat er einen Katalog gefunden, in dem seine Ersatzteile als Bootlegs angeboten wurden.
.
.
.
NATÜRLICH war das von den Kunden zu kurz gedacht. Denn ohne die QA des großen Betriebs haben die nur Ausschuss produziert, also sind die Maschinen kaputter gegangen als vorher. Und der Hersteller hat dann schön gesagt: "Tja, PECH! Keine Original Ersatzteile, keine Garantie. Eine Reperatur kostet dann..."
Es hat sogar dazu geführt, dass einige Konzerne (uch glaube Siemens war einer) ihre Anlagen in Asien wieder geschlossen haben, weil sie sich nicht rentiert haben.
Die sog. "Geiz ist Geil" Mentalität und ihre Auswüchse ist etwas, worüber man eigene Doktorarbeiten schreiben kann. Ich hätte sonst "Qualität muss ihren Preis einfach wert sein" geschrieben, aber das greift wesentlich zu kurz.
Nun wieder zum Kopierschutz: ich habe in meinem letzten Post bereits ein wenig dazu erwähnt. Es entstehen zusätzliche Kosten, die durch die Verkäufe nicht zwangsläufig wieder aufgefangen werden können. Das mag hier und da klappen, aber da halte ich einfach mal dagegen, dass es auch ohne Kopierschutz blendende Verkäufe gegeben hätte. Gute Qualität verkauft sich nunmal blendend.
Willst Du nicht doch eine Firma gründen? Ich würde Dich mit Kauf unterstützen. ;)
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

wenigstens sind die Trolle zu faul so lange Texte zu lesen und man kann endlich sachlich über ein Thema diskutieren...

ich bin zu Tränen gerührt, dass ich das noch erleben darf ^^
Benutzeravatar
Zulustar
Beiträge: 1652
Registriert: 13.01.2009 15:30
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zulustar »

4P|Zierfish hat geschrieben:wenigstens sind die Trolle zu faul so lange Texte zu lesen und man kann endlich sachlich über ein Thema diskutieren...

ich bin zu Tränen gerührt, dass ich das noch erleben darf ^^
geht mir ähnlich 1. das sinnvoll diskutiert wird uns 2. BWL Opfer die wie Richfield richtig bemerkte gesunden Menschenverstand besitzen :twisted: :twisted:

Was mich bei dem KS wirklich interessieren würde, wieviel hat Ubi der KS wirklich gekostet, in meinen Augen kann es soviel nicht gewesen sein die Techniken sind alle alt, nichts neues nur 2 techniken mit einander verbunden, das kann nicht soviel kosten, das programmieren halwegs gescheite Anwendungsentwickler und Integratoren innerhalb von 1 Woche, incl des Feldtests.
Denn wenn die den DRM verschärfen, müssen die zwangsbedingt ihren Serverpark aufstocken, die Kosten einen Server am Leben zu halten sind sicher höher als viele denken. Die wollen ganze Codeteile serverseitig ausführen lassen, d.h. die brauchen den Serverload für den KS, der Ubisoft MP server ist fast sogut wie dauerhaft down. Spätestens wenn die an einen Anwalt als Endkomsumenten kommen, haben die ne Sammelklage an der Backe, wo sie sich nicht mit schicken gratis DLC's, die nen wert eines feuchten Furzes nicht überschreiten, aus der Affaire retten können.
Sogar Sony musste zurückrudern und das OtherOS feature wieder einbauen, ein dauerhafter Zwang online auf nem Server eingeloggt zu sein, der aber nur ausfällt, oder besser der oft ausfällt, bringt auf Dauer keine zufriedenen Kunden auf die Jahresendabrechnung.
Benutzeravatar
Metal777
Beiträge: 200
Registriert: 19.04.2009 15:12
Persönliche Nachricht:

Verstehe Vandyre irgendwie nicht.

Beitrag von Metal777 »

Ich bin die ganze Zeit am überlegen,

warum es so schwer ist, Vandyre zu verstehen. Komme aber nicht wirklich
drauf. Aber eine Sache sollte mal deutlich geklärt werden.
Wo stehst du Vandyre? Auf der Seite der Leute die sich den Kopierschutz
nicht antun oder die sich dann doch lieber das Original und dann halt in
den Apfel beissen, in der Hoffnung das man nicht drauf geht?

Zu den anderen Klientel von Lee Ermey gehörst du ja schon mal nicht.

Dann diese Diskussion mit 4P|Zierfisch. Die hätten sich die Sache
ausgerechnet. Aber ganz sicher nicht. Denn dann liegen die ja schon jetzt
sowas von daneben. Von daher kann auch ich aus Erfahrung sagen, das
man einfach mal was eingeführt hat. Oder wurde der Kopierschutz von
den Leuten so gewollt? Doch wohl kaum. Von daher weder klüger und
ganz sicher an der falschen Stelle. Aber über Zahlen reden wo keine sind
macht jetzt keinen Sinn. Warten wir ab was letztendlich Ubisoft veröffentlicht.
Dann ziehen wir mal 50% (Rückgabe) ab. Dann sehen wir weiter. Und
einer der grössten Investoren ist EA und der Staat Frankreich.

Dann schreibst du Kaufanreize. Also doch Fraktion Apfelesser?
Seit Jahren wird in diese Richtung schon der Gamer mit miesen Produkten
zur Kasse gebeten. Sage nur Beta-Tester und Patchpolitik. Oder Handbuch
braucht man nicht. Von dieser Seite aus wird da nichts passieren.

Die Abmahnwelle hat sehr wohl was gebracht. Das Thema ist nun jeden
Tag im Fernsehen und bald checkt auch der grösste Ignorant, das sich
was in der Szene tun wird. Denn Abschrecken ist schon mal ein Anfang.

Und noch einer Frage an die Hartgesottenen: Bei DRM und Internet weg
steigt man aus dem Spiel aus. Auch dann, wenn ich den Stecker ziehe
und wieder innerhalb dieses Zeitfenster (5 Sek.) einstecke? Oder wird
darüber hinweggesehen?

PS:
Vestehe ich ... versteh ich nicht.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sir Richfield »

Zulustar hat geschrieben:Was mich bei dem KS wirklich interessieren würde, wieviel hat Ubi der KS wirklich gekostet, in meinen Augen kann es soviel nicht gewesen sein[...]
Ich fürchte, Du unterschätzt ein wenig den Aufwand eines KS, der dermaßen tief in das Programm eingreift.
Sogar Sony musste zurückrudern und das OtherOS feature wieder einbauen, ein dauerhafter Zwang online auf nem Server eingeloggt zu sein, der aber nur ausfällt, oder besser der oft ausfällt, bringt auf Dauer keine zufriedenen Kunden auf die Jahresendabrechnung.
Hab ich was verpasst @ Sony?
Wen interessiert denn die Jahresendabrechnung? Quartale, Junge, Quartale. Jahresende ist noch so weit weg, bis dahin haben wir das schöngerechnet.

Wie Vandyre sagte, es scheint nur die Neukundengewinnung zu zählen, auch im Videospielbereich. Ein positives Image durch Produktpflege scheint kein Publisher mehr als Ziel zu haben.
Kurzfristig geht diese Rechnung auch auf. (So werden sich genug Deppen CoD 7 vorbestellen, obschon AC/B deutlich gezeigt hat, dass ihnen der Kern der Wiederspielbarkeit, der MP, völlig egal ist. Bots, Glitches, Bugs, Cheater - egal, holt Euch das nächste CoD, dann habt ihr eine Woche Ruhe vor denen...).
Brauchen sie ja auch nicht, denn die Gesetze sind auf ihrer Seite. Verbraucherschutz wird gerade im Softwarebereich sehr klein geschrieben.
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

@metal777

er hat keinen Standort zu den Thema.
Er gehört m.E. zu den wenigen Leuten die verstanden haben, dass schwarz/weiß nicht existiert.

und es sinnlos ist sich auf eine "Seite" zu begeben, da diese nur von Leuten bevölkert sind, welche es nicht schaffen den Gesamtkontext zu erfassen.

zumindest unterstelle ich ihm das jetzt dreist ;)
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Vandyre »

Wie ich sehe, sind wir prinzipiell einer Meinung. 8)
4P|Zierfish hat geschrieben: An sich eine gute Idee, nur wie so oft zu kurz gedacht.
Schlicht symptomatisch für unsere heutige Zeit.

Und dabei beschäftigen wir uns in einer Vorlesung mit riesigen Szenarioanalysen die einem suggerieren, dass in Unternehmen soetwas bedacht wird.
Das ist in meinen Augen das größte Problem in der heutigen Zeit: es wird nur kurzfristig gedacht, ohne zu viele Gedanken an mögliche Folgen oder Konsequenzen zu verschwenden. Das Gemecker ist aber hinterher riesig, wenn der Schuss nach hinten losgeht. Vor allem: die Schuld wird immer bei den anderen gesucht. Man selber hat ja alles richtig gemacht. :roll:
Das dient auch m.E. nur dazu die Kunden zu verstehen und die Produkte auf sie anzupassen. Im Grunde ein win/win
der Publisher kann mit den Daten erkennen was der Kunde will, wie er ein Produkt nutzt, was ihm gefällt, was ihm nicht gefällt und seine nächsten Produkte anpassen. Bei Anonymer Datenerhebung ist das m.E. sogar wünschenswert. Ubi könnte natürlich auch vorher fragen, ob sie gesammelte Daten, einer Umfrage nicht unähnlich, zur Produktverbesserung nutzen dürfen. Dies tun sie ja durch Bestätigung der ABGs auch (ja, man darf ein "s" hinter AGB setzen, kein scheiss ;))
Ich stimme dir zu, dass es mehr oder weniger auf eine win/win-Situation hinausläuft. Aber mir persönlich gefällt der Preis nicht, den ich dafür zu zahlen habe.
Im Grunde sind diese Datenerhebungen versteckte und indirekte Umfragen...

aber genau das ist doch der Punkt:

wenn der Publisher so eine Menge an Daten bekommt, die wir gar nicht überblicken können. Was bemächtigt uns mit dem sehr beschränkten Hintergrundwissen über Ubisoft zu urteilen und ihr Verhalten in Frage zu stellen. Zumindest rein wirtschaftlich betrachtet.
Hier kommt der springende Punkt. Ich möchte selber darüber entscheiden können, ob ich denen meine Daten zur Verfügung stelle oder nicht. Wenn ich jedoch gezwungen werde (du kannst das Spiel nur spielen, wenn du uns deine Daten gibst), hat das einen faden Beigeschmack. Also widersetze ich mich dem, indem ich auf einen Kauf verzichte und damit andeute: den Scheiß könnt ihr behalten. Werdet erstmal wieder kundenfreundlich!
In meinen Augen haben es Bioware/EA richtig gemacht: sie haben es den Kunden nicht vorgeschrieben, sondern ihnen die Wahl gelassen. Um sie davon zu überzeugen, die Daten freiwillig rauszurücken, haben sie einen Anreiz geschaffen. So lasse ich mir das gefallen.
Aus der Sicht des Kunden ist ein KS immer nur eine nervige Fußfessel der man sich am liebsten entledigen würde. Allerdings ist diese Fußfessel scheinbar nötig (auch ich kenne die Bedeutung des Wortes ;))

So gilt auch weiterhin "lupus est homo homini"
und die Gier des Menschen treibt dazu sich vor ihm selbst schützen zu müssen.

Unser ganzes Rechtssystem basiert darauf, dass die Gesellschaft sich mit Regeln und Normen vor den Folgen einer Anarchie schützen muss.

Diese Logik auf Computerspiele angewandt sind die "Hindernisse", also namentlich Gesetze zum Urheberschutz sowie der KS als solches
die einzigen Gründe die uns davon abhalten wild zu kopieren.
Und wer schützt die Kunden vor den geldgierigen Firmenbossen? 8O Jetzt mal ernsthaft: wo ist denn ein vernünftiger Verbraucherschutz gesetzlich festgelegt? Hier und da gibt es sicherlich einige Gesetze, aber die bieten größtenteils Schlupflöcher. Ich bin kein Rechtsexperte, aber vom Gefühl her würde ich sagen: die Unternehmen werden mehr geschützt als der Verbraucher. Der Staat sollte aber dem Volk dienen, und nicht den Unternehmen, Konzernen und Wirtschaftsbossen.
Aber ich glaube, ich schweife gerade leicht ab. :wink:
Warum sonst ist der Mensch so geil auf jedes Schnäppchen und will am liebsten für alles nichts zahlen? Und beschwert sich, dass alles immer teurer wird? Wenn ihr 2 Produkte habt, beide legal, beide leicht zu beschaffen... wer bezahlt da schon...
da unterscheidet uns nur noch das Gewissen von den Tieren...
Das habe ich weiter oben schonmal angesprochen. Diese Haltung wird doch von oben vorgelebt. Warum sollte sich ein Teil der Masse anders verhalten. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf die Fresse zu bekommen und dann noch die andere Wange hinzuhalten. Es ist nämlich frustrierend, wenn diese Methode nur in eine Richtung durchgeführt wird.
ir Richfield hat geschrieben:*Augenreib* Ein BWL Opfer mit gesundem Menschenverstand? Dass ich das noch erleben darf. Leider fürchte ich, dass Dich keiner haben will oder Du Dich irgendwann anpasst. Wink
Falls du mich damit meinst, muss ich dich enttäuschen. :wink: In unserem Studiengang ist Ökonomie aber ein Zweig, den wir belegen müssen.
Willst Du nicht doch eine Firma gründen? Ich würde Dich mit Kauf unterstützen. Wink
Würde ich gerne. Aber mit meiner Einstellung bekomme ich wahrscheinlich keine Geldgeber. :lol: Sollte ich es dennoch schaffen, melde ich mich gerne bei dir. 8)
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Verstehe Vandyre irgendwie nicht.

Beitrag von Sir Richfield »

Metal777 hat geschrieben:Die Abmahnwelle hat sehr wohl was gebracht. Das Thema ist nun jeden Tag im Fernsehen und bald checkt auch der grösste Ignorant, das sich was in der Szene tun wird. Denn Abschrecken ist schon mal ein Anfang.
Hmm, also eine große Berichterstattung in den Medien muss an mir vorbeigegangen sein. Abschreckung? Welche Abschreckung? Höchstens eine Verlagerung von den P2P Netzwerken weg findet statt.
Zudem hilft mehr Berichterstattung den abkassierern der Masche nicht, denn dann kommt ans Licht, dass die selber lange in keiner Grauzone mehr sind. Die haben bereits dafür gesorgt, dass man eigentlich keine Abmahnung mit hohen Summen mehr schreiben darf und "schon" zwei Jahre nach Verabschiedung dieses Gesetzes hat ein Abgemahnter sich erfolgreich darauf berufen. Da war nix mit "Turn piracy into profit". Die Abmahner werden sich langfristig auch selbst auffressen.
Und noch einer Frage an die Hartgesottenen: Bei DRM und Internet weg steigt man aus dem Spiel aus. Auch dann, wenn ich den Stecker ziehe
und wieder innerhalb dieses Zeitfenster (5 Sek.) einstecke? Oder wird
darüber hinweggesehen?
Soweit mir bekannt, steigt der KS doch jetzt schon sofort aus. Die Frage wird sein, wie schnell bekommt Deine Netzwerkkarte mit, dass ein Verbindungsabbruch bestanden hat? Hast Du eine feste IP zwischen PC und Router? Hast Du überhaupt einen Router oder gehst Du direkt ins Netz, müsstest also nach dem Abbruch eine neue IP bekommen...

Und die wichtigste Frage überhaupt: Willst Du es wirklich drauf ankommen lassen und nicht besser Deine Nerven mit einem anderen Spiel schonen? *g*
Benutzeravatar
Mindflare
Beiträge: 3744
Registriert: 26.09.2008 10:13
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Mindflare »

Sir Richfield hat geschrieben: Wie Vandyre sagte, es scheint nur die Neukundengewinnung zu zählen, auch im Videospielbereich. Ein positives Image durch Produktpflege scheint kein Publisher mehr als Ziel zu haben.
Ich finde den Vergleich etwas komisch. Ich zumindest habe keinerlei Abo-Vertrag mit den Spielefirmen. Die DRM Bindung geht vielleicht ganz grob in die Richtung, allerdings bin ich nicht gezwungen weiteres Geld in den Laden zu investieren. im Gegensatz zu den Konsolen besteht zudem ja eine relative Unabhängigkeit der Hardware. Man kann sich also in dem Maße anpassen, wie man möchte, ohne dass Zwang besteht.

Vielleicht meint ihr "Neukunden" auch in diesem zusammenhang anders?

RL Tipp: Einfach die laufenden Verträge kündigen, auch wenn ihr bleiben wollt. Im Großteil der Fälle ruft die nette hotline an. Wenn ihr denen dann erklärt, dass ihr nur zu Neukunden-Konditionen bleibt, geht das auch klar. Ausnahme sind natürlich die riesiegen Lockangebote. Bei Monatstarifen ging es bei mir bis jetzt immer.
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

Vandyre hat geschrieben:Und wer schützt die Kunden vor den geldgierigen Firmenbossen? Jetzt mal ernsthaft: wo ist denn ein vernünftiger Verbraucherschutz gesetzlich festgelegt? Hier und da gibt es sicherlich einige Gesetze, aber die bieten größtenteils Schlupflöcher. Ich bin kein Rechtsexperte, aber vom Gefühl her würde ich sagen: die Unternehmen werden mehr geschützt als der Verbraucher. Der Staat sollte aber dem Volk dienen, und nicht den Unternehmen, Konzernen und Wirtschaftsbossen.
Aber ich glaube, ich schweife gerade leicht ab.
Wenn du dir jetzt überlegst, wer genau die Wahlkämpfe finanziert und woher die Politiker nebenberuflich Geld bekommen ist doch klar, dass der Kunde nicht König ist.

Der Mensch ist dumm, vergisst viel zu schnell und lässt sich mit Lügen ködern.

Das habe ich weiter oben schonmal angesprochen. Diese Haltung wird doch von oben vorgelebt. Warum sollte sich ein Teil der Masse anders verhalten. Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf die Fresse zu bekommen und dann noch die andere Wange hinzuhalten. Es ist nämlich frustrierend, wenn diese Methode nur in eine Richtung durchgeführt wird
Ich bin da ganz bei dir.... jeder Mensch ist so und ich verlange auch von keinem sich dahingehend zu ändern. Ich verurteile auch keinen Kopierer...
Es gibt ja auch niemanden der keine Kopien hat glaub ich =)
Zumal die Werbung uns erst darauf trimmt so viel konsumieren zu müssen wie wir nur können .... also tun wir das auch
und zwar genau so wie wir es uns leisten können und wollen.
Im Grunde sind Raubkopien eine Wohlstandsmaximierende Angelegenheit ;)
Zuletzt geändert von Zierfish am 05.05.2010 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sir Richfield »

Mindflare hat geschrieben:Vielleicht meint ihr "Neukunden" auch in diesem zusammenhang anders?
Halb-halb denke ich mal. Klar, abgesehen von MMOs gibt es keine Abos. (Bei MMOs passt der TelKo Vergleich eigentlich recht gut.)
Was ich meinte ist, dass die Publisher anscheinend gerne hätten, dass man sich nach dem "Genuss" eines Spieles selbst Blitzdingst und das Nächste kauft. Früher hätte ich das mal Markentreue genannt, aber so kommt mir das nicht mehr vor.
Nehmen wir mal ein erfolgreiches Beispiel: Nintendo und seine Franchises. Da weiß man seit jeher, was man hat und Nintendo legt sich ins Zeug, damit das auch bleibt. Sprich, wenn Du ein Mario Jump 'n' Run kaufst, dann erwartet Dich ein Mario Jump 'n' Run. Es wird funktionieren und innerhalb Deiner Erwartung Spaß machen. Ebenso Metroid und Zelda.
Das ist so eine Art Produktpflege und sorgt für Kundenbindung.
Ich sage eine Art, weil es in der Natur von Nintendos Konsolen liegt, dass die ein einzelnes Spiel nicht ernsthaft pflegen können.
Mischform: Spiele mit starkem MP Anteil, also so ziemlich alle Shooter der letzten Zeit.
Da kann man was pflegen, man kann für stabile Server sorgen, Schutz gegen Cheater pflegen, Bugs fixen, Balance anpassen, Maps machen.. So ziemlich alles tun, damit die Spieler weiterhin diesen Egoshooter spielen und nicht den der Konkurrenz. Was langfristig dafür sorgen sollte, dass eben diese Spieler Werbung machen und ihre Freunde dazu bringen, auch diesen Shooter zu kaufen.
Das IST anstrengend, das KOSTET Geld, aber es sollte sich lohnen, denn damit gewinnt man eine ehrliche Fanbasis, die vom Produkt (und damit auch dem Entwickler) überzeugt ist, was sie auch gerne nach aussen trägt.
Diesen Gedanken vermisse ich und CoD ist gerade mal das krasseste Beispiel dafür. Features werden von mal zu mal weggelassen und an dem Produkt wird auch nix getan - ausser dass man einem Maps für 15,- € verkaufen will. Im selben Atemzug wird dann CoD 7 angekündigt.
Hoffnung von AC/B: Die Leute hören auf, CoD 6 zu spielen (und sich über die Bugs, Glitches und Balancingprobleme zu beschweren) und kaufen sich alle CoD 7.
Keine Kundenpflege, mehr Neukundengewinnung.
Das klappt erst mal und EA macht seit Jahren mit den Sportspielen vor, dass das auch länger klappen kann.
Aber langfristig sehe ich da keine Erfolge mit. Wenn man austauschbare Ware produziert, muss man sich nicht wundern, wenn man selber austauschbar geworden ist.
EA merkt sowas dann auch ab und an mal. Mit all den Forzas, GTs, Race Drivers und Dirts wurde die Luft für NFS extrem eng, da die Spieler gemerkt haben, dass sie da im Wesentlichen exakt das gleiche Spiel gekauft haben, dass zudem von der Qualität immer schlechter wurde.
Und siehe, die Serie erfindet sich neu, bekommen einen Grid ähnlichen Ableger, einen bunten Arcade Racer für die Wii und ein RennMMO (Das in der Beta schon den einfachen Spaß macht, für den NFS mal bekannt war, btw!
Es dauert sicher nicht lange (aufgrund AC/Bs Erfolg mit MW2), bis jeder und seine Omma einen generischen Shooter macht. Dann laufen die sich gegenseitig den Rang ab und alle verlieren.
(Siehe auch "Warum man den zweiten Weltkrieg einfach nicht mehr sehen kann" und "Warum es weniger WW2 Spiele gibt".)
Die Schuld geben die dann alle wieder nicht ihrer Einfallslosigkeit oder dem mangelnden Interesse des Kunden am Publisher/Entwickler, sondern den Kopierern, denen das nun vorher schon alles egal war. Firmen oder Markentreue haben die noch nie besessen.
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Re: Verstehe Vandyre irgendwie nicht.

Beitrag von Vandyre »

Metal777 hat geschrieben:Ich bin die ganze Zeit am überlegen,

warum es so schwer ist, Vandyre zu verstehen. Komme aber nicht wirklich
drauf. Aber eine Sache sollte mal deutlich geklärt werden.
Wo stehst du Vandyre? Auf der Seite der Leute die sich den Kopierschutz
nicht antun oder die sich dann doch lieber das Original und dann halt in
den Apfel beissen, in der Hoffnung das man nicht drauf geht?

Zu den anderen Klientel von Lee Ermey gehörst du ja schon mal nicht.
Wie Zierfish schon bemerkt hat, stehe ich auf keiner der beiden Seiten. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich aber die Argumente beider Seiten nachvollziehen, teile und/oder unterstütze sie jedoch nicht.
Wer richtig/falsch handelt, gut/böse ist liegt im Auge des Betrachters (Ich rede hier von Einstellungen, nicht Gesetzeslage). Sicherlich haben Publisher das Recht, ihre Produkte zu schützen. Aber nicht um jeden Preis. Das Beschneiden von Kundenrechten ist aber schon harter Tobak. Die Art dagegen zu protestieren ist jedem selbst überlassen. Die einen verzichten, die anderen konsumieren illegal. Beides eine Form dagegen angehen zu wollen: eine Seite sollte sich aber nicht erwischen lassen. :wink:

Worin verstehst du mich denn nicht? Meine Argumentation oder meine Einstellung? Bei Bedarf können wir über PN weiter darüber diskutieren.
Die Abmahnwelle hat sehr wohl was gebracht. Das Thema ist nun jeden
Tag im Fernsehen und bald checkt auch der grösste Ignorant, das sich
was in der Szene tun wird. Denn Abschrecken ist schon mal ein Anfang.
So oft ist das nun auch nicht in den Medien vertreten. Und wie Richfield geschrieben hat: das einzige, was sich in der Szene tun wird ist, dass sie sich verschieben wird. Ich kenne mich zu wenig mit der Materie aus (außerdem bin ich ein Engelchen 8) ), aber ich meine über Torrentseiten wird mehr denn je gesaugt, weil man bei P2P zu schnell erwischt werden kann.
4P|Zierfish hat geschrieben:Wenn du dir jetzt überlegst, wer genau die Wahlkämpfe finanziert und woher die Politiker nebenberuflich Geld bekommen ist doch klar, dass der Kunde nicht König ist.

Der Mensch ist dumm, vergisst viel zu schnell und lässt sich mit Lügen ködern.
Ok, über beide Sätze könnten wir jetzt sehr lange diskutieren. :wink: Meine Posts würden noch länger und dann wär der letzte Troll eingeschlafen. :lol:
Ich würde ja sagen, es liegt an uns das zu ändern. Aber um mal Volker Pispers zu zitieren: Der Mehrheit geht es einfach noch zu gut bzw. nicht schlecht genug.
Mindflare hat geschrieben:Vielleicht meint ihr "Neukunden" auch in diesem zusammenhang anders?
Richfield hat es zum Teil ja schon angesprochen: zwar gibt es bei SP-Spielen keine Gebühren, aber es wird alles dafür getan, dass ein Produkt (Spiel X) gekauft wird. Die Marketingmaschine wird angeworfen, um genau das eine Produkt möglichst oft zu verkaufen. Ob das nun wirklich so gut ist, ist erstmal zweitrangig. Sie müssen ja nur vermitteln, dass es so wäre. Ob die Kunden dann nun zufrieden sind oder nicht ist zweitrangig. Es wird hier und da ein wenig gepatcht, damit der eine oder andere sich wieder beruhigt, vergisst und beim nächsten Spiel der Serie oder des Publishers wieder fleißig in die Tasche greift. Da sich einige nicht voneinander unterscheiden ist es eine Wahl zwischen Pest und Cholera, um es mal so auszudrücken. Wie in der Politik: da beinahe alles Mist ist, wählen einige das geringere Übel.
Es ist sicher nicht überall so, aber manche Publisher meinen sie könnten alles mit ihren Kunden veranstalten. Falls es dann doch nicht so hinhaut ist das Geheule groß. Jowood ist für mich ein fantastisches Beispiel: die Verkäufe bleiben ob der schlechten Qualität aus, und dann wird rumgeheult dass die Quartalszahlen nicht passen. Die Schuld trifft aber immer die anderen. "Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, liegt es an der Badehose."
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Re: Verstehe Vandyre irgendwie nicht.

Beitrag von Sir Richfield »

Vandyre hat geschrieben:So oft ist das nun auch nicht in den Medien vertreten. Und wie Richfield geschrieben hat: das einzige, was sich in der Szene tun wird ist, dass sie sich verschieben wird. Ich kenne mich zu wenig mit der Materie aus (außerdem bin ich ein Engelchen 8) ), aber ich meine über Torrentseiten wird mehr denn je gesaugt, weil man bei P2P zu schnell erwischt werden kann.
Sauber durchbewiesen, dass Du Dich mit der Materie nicht auskennst. ;)
Torrent *ist* ein p2p Protokoll (Bei dem man erwischt wird, nicht zu knapp, aber an jedem Morgen steht ein Dummer auf).
Nein, ist kein Vorwurf. Du sollst Dich jetzt auch nicht intensiv damit beschäftigen. War nur eine Anmerkung!
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Re: Verstehe Vandyre irgendwie nicht.

Beitrag von Vandyre »

Sir Richfield hat geschrieben: Sauber durchbewiesen, dass Du Dich mit der Materie nicht auskennst. ;)
Torrent *ist* ein p2p Protokoll (Bei dem man erwischt wird, nicht zu knapp, aber an jedem Morgen steht ein Dummer auf).
Nein, ist kein Vorwurf. Du sollst Dich jetzt auch nicht intensiv damit beschäftigen. War nur eine Anmerkung!
Natürlich alles nur Tarnung, damit keiner mitbekommt, dass ich eigentlich voll in der Szene drinstecke (Achtung: Ironie!)
Aber im Ernst: wieder was gelernt. Ich werde mich beizeiten mal damit beschäftigen. Natürlich nur aus (rein wissenschaftlichem) Interesse. 8) Man kann schließlich nie genug wissen. Was ist denn dann die Alternative zu p2p?