US-Bericht: Raubkopien schlecht schätzbar

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Mindflare
Beiträge: 3744
Registriert: 26.09.2008 10:13
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Mindflare »

Kajetan hat geschrieben:
crackajack hat geschrieben:Allein die absurde Logik das, eben weil man das Geld nicht hat, gerade darum kein Schaden entstehen würde.
Das ist keine "absurde Logik".

Das ist Fakt! :)
Geld ist ja nie weg, es hat imme rnur jemand anderes. Der Weg, Kopien dadurch zu rechtfertigen, dass kein Geld da ist, ist natürlich einfach und auf den ersten Blick nachvollziehbar.
Allerdings wird es in der Realität wohl anders sein: In dem Wissen, dass Spiele ja kopierbar sind, gibt die Person ihr Geld für andere Luxusdinge aus und rechtfertigt sich dann am ende damit, dass ja kien Geld mehr für das Spiel da ist.

Überhaupt sollten die die kopierer mal darüber im Klaren sein, dass sie nicht (ausschließlich) dem Publisher schaden, sondern den ehrlichen Käufern. Irgendwer muss ja die Spiele finanzieren, an denen sie sich gratis bedienen.

Dazu kommt noch das Argument, dass sich gute Spiele ja besser verkaufen. Das wäre aber nur gültig, wenn jemand nachweist, dass es auch weniger Kopiert wird. Ansonsten ist die Feststellung nur für den Beweis gut, dass bei den ehrlichen Käufern ein Prüfen (Bewerten) der Qualität durchgeführt wird. Etwas, dass Kopierer per se ja nicht nötig haben, da es für sie keine Fehlinvestitionen gibt.
Oberdepp
Beiträge: 2159
Registriert: 14.04.2005 13:55
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Oberdepp »

dcc hat geschrieben:Das ist eh alles Quark. Folgende Annahme:

Ein 14 jähriger kopiert sich 20 Spiele in 3 Monaten.
Er selbst bekommt 50€ Taschengeld pro Monat.

Welcher Schaden ist für das Kopieren von 20 Spielen wirklich entstanden?
Maximal 150€, wenn man davon ausgeht dass er alles für games verbraten hätte, was sehr unwahrscheinlich ist.
Meistens kaufen die auch noch 2 games, z.B. Bad Company um online zu zocken - damit wäre das Limit schon ausgereizt, der Verlust = 0. Wie viele Kunden sind nun Schüler und Studenten mit ~100€ Limit im Monat?

Kommt mir vor wie eine Textaufgabe in Mathe für die 3te Klasse.
Aber keiner versteht sie. Schlussfolgernd muss man Dummheit unterstellen oder andere Ziele - z.B. die Austrocknung des Gebrauchtmarktes.

Fazit:
Alles ein Vorwand für größere Ziele.
Deine Argumentation ist genau so eine Milchmädchenrechnung. Man muss Raubkopien immer in Relation zu Verkaufszahlen sehen. Ich möchte damit mal dezent den Fokus auf CoD6 richten. So herrscht eine drastische Diskrepanz zwischen Verkaufszahlen und Raubkopien auf unterschiedlichen Systemen. Der Verdacht, dass auf dem einen oder anderen System die Raubkopien die Verkaufszahlen sinken kommt also nicht von ungefähr.

Das beste Beispiel ist die Musik-Szene. Denn anders als in der Game-Szene sinken dort die Einnahmen jährlich, sprich Verkäufe bleiben aus bei starkbleibendem Musik-Konsum. Bei der Gamer-Szene sieht man das noch nicht so, weil sie ja stetig am wachsen ist.

Außerdem ist deine Argumentation vorne und hinten nicht logisch. Selbst wenn wir nach deiner Milchmädchenrechnung davon ausgehen würden, dass er von seinen 150€ eben nicht zig Spiele finanzieren könnte, dann hat er noch immer nicht das Recht sich die Spiele zu ziehen. Wer nicht bereit ist, für etwas zu zahlen, soll es auch nicht genießen dürfen. Videospiele sind noch immer ein "Luxusgut" und gehören noch lange nicht zur Grundversorgung.

Desweteren, wenn er von den 150€ sich nur ein Spiel legal im Laden kaufen würde, dann wäre der Schaden wesentlich kleiner. Denn du muss das auf die millionenen Raubkopien hochrechnen. Aber auch diese Milchmädchenrechnung wird nicht ganz aufgehen, daher gehe ich da nicht weiter drauf ein.

Prinzipiell ist aber die Argumentation, dass Raubkopien kein echten Schaden verursachen falsch. Denn am Ende ist es noch immer so, dass deifnitiv weniger Geld für Spiele ausgegeben werden, wenn man sie sich illegal ausm Netz zieht. Der Schaden ist also in Form von weniger Geld für Produzenten und Entwickler definitiv vorhanden.
Benutzeravatar
sYntiq
Beiträge: 2729
Registriert: 02.12.2008 08:18
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von sYntiq »

Oberdepp hat geschrieben:Wer nicht bereit ist, für etwas zu zahlen, soll es auch nicht genießen dürfen.
Wer kopiert weil er nicht zahlen WILL, der verursacht auch Schaden. Aber da behauptet auch niemand hier das Gegenteil. Wer aber nicht zahlen KANN, der verursacht durch das Kopieren genau so viel "Schaden" wie durch das nicht kaufen. Nämlich gar keinen.

Und wenn du jetzt sagst "Wer nicht zahlen kann, der soll auch nicht geniessen": auch das ist, denke ich, hier in gewisser Weise klar. Wer es sich nicht leisten kann spart halt drauf, oder kauft es sich wenn es günstiger wird. (Werden zB. PC-Spiele ja rel. schnell). "Ich hab kein Geld" ist keine verständliche Begründung fürs Schwarzkopieren.

Aaaber: Die Ansicht der Publisher dass jede Schwarzkopie dem Verlust eines unverkauften Spieles entspricht, stimmt einfach nicht. Wer es sich nicht leisten kann, kauft das Spiel auch nicht, wenn es keine Kopie geben würde. Schwarzkopien schaden der Industrie: Ja. Aber die 1:1 Rechnung ist einfach völlig schwachsinnig.
Prinzipiell ist aber die Argumentation, dass Raubkopien kein echten Schaden verursachen falsch.
Ja. So wie ich das sehe hat hier auch niemand behauptet dass Schwarzkopien keinen Schaden verursachen würden. Es ging nur um einen Teil der Kopien.

Ich pers. kannte sogar mal Leute bei denen einfach nur der Sammeltrieb überhand nahmen. sie haben sich alles an Software kopiert was möglich war. Tausende gebrannte CDs zu Hause. Aber: Sie haben nicht einmal Software davon genutzt. Was genutzt wurde, wurde auch legal gekauft. Gäbe es keine Kopien, hätten sie die Software die da auf den CDs auf "Halde" liegt auch nie gekauft.
Der Schaden für die Industrie ist in diesem Fall jetzt genau wie hoch?
Benutzeravatar
Boesor
Beiträge: 7853
Registriert: 09.12.2009 18:49
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Boesor »

sYntiq hat geschrieben:
Oberdepp hat geschrieben:Wer nicht bereit ist, für etwas zu zahlen, soll es auch nicht genießen dürfen.
Wer kopiert weil er nicht zahlen WILL, der verursacht auch Schaden. Aber da behauptet auch niemand hier das Gegenteil. Wer aber nicht zahlen KANN, der verursacht durch das Kopieren genau so viel "Schaden" wie durch das nicht kaufen. Nämlich gar keinen.
Die Frage ist nur, wieviele "können" auch wirklich nicht zahlen?
Ich denke es ist nur logisch, dass diese Zahl bei einem unknackbaren KS (ja, in der Theorie) deutlich sinken würde.
Benutzeravatar
sYntiq
Beiträge: 2729
Registriert: 02.12.2008 08:18
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von sYntiq »

Boesor hat geschrieben:Die Frage ist nur, wieviele "können" auch wirklich nicht zahlen?
Eben das ist die Frage: Wieviel Schaden verursachen Schwarzkopien wirklich? Da dies sehr schwer zu beantwortenist, bleibt die Industrie halt lieber bei ihrer "Jede Kopie schadet"-Lüge.
Benutzeravatar
Boesor
Beiträge: 7853
Registriert: 09.12.2009 18:49
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Boesor »

sYntiq hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Die Frage ist nur, wieviele "können" auch wirklich nicht zahlen?
Eben das ist die Frage: Wieviel Schaden verursachen Schwarzkopien wirklich? Da dies sehr schwer zu beantwortenist, bleibt die Industrie halt lieber bei ihrer "Jede Kopie schadet"-Lüge.
Und die Raubkopierer bei der "kein schaden" Lüge
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Kajetan »

Oberdepp hat geschrieben: Prinzipiell ist aber die Argumentation, dass Raubkopien kein echten Schaden verursachen falsch.
Warum? Kannst Du das belegen?
Denn am Ende ist es noch immer so, dass deifnitiv weniger Geld für Spiele ausgegeben werden, wenn man sie sich illegal ausm Netz zieht.
Von was für Geld redest Du hier? Ziehe ich mir eine Kopie, dann mache ich das, weil es so einfach möglich ist. Kaufe ich mir zB. ein Spiel, dann tue ich das, weil ich a) das Geld dazu habe (ganz wichtig) und b) mir das Spiel die Ausgabe wert ist. Was du hier betreibst, ist nichts weiter als das übliche "Ich kann es nicht beweisen, aber es ist bestimmt so, weil ich mir das so vorstelle und/oder es so haben möchte" der Industrie.

Du HAST KEINEN Beweis für die Behauptung, dass Kopien schädlich sind. Null, nada, niente!
Der Schaden ist also in Form von weniger Geld für Produzenten und Entwickler definitiv vorhanden.
Ich verweise auf oben. Beweise das bitte!
Benutzeravatar
Mindflare
Beiträge: 3744
Registriert: 26.09.2008 10:13
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Mindflare »

sYntiq hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Die Frage ist nur, wieviele "können" auch wirklich nicht zahlen?
Eben das ist die Frage: Wieviel Schaden verursachen Schwarzkopien wirklich? Da dies sehr schwer zu beantwortenist, bleibt die Industrie halt lieber bei ihrer "Jede Kopie schadet"-Lüge.
Und die Kopierer bei ihrer "ich hätte es sonst nicht gekauft" Illusion!

EDIT: @Kajetan
Ich habe oben schon was dazu geschrieben. Was hältst du davon, dass oft das Geld nicht vorhanden ist, weil es mit dem Wissen für anderen Luxus ausgegeben wurde, dass ja Kopien möglich sind?
Zuletzt geändert von Mindflare am 15.04.2010 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Levi 
Beiträge: 44988
Registriert: 18.03.2009 15:38
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Levi  »

Boesor hat geschrieben:
sYntiq hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:Die Frage ist nur, wieviele "können" auch wirklich nicht zahlen?
Eben das ist die Frage: Wieviel Schaden verursachen Schwarzkopien wirklich? Da dies sehr schwer zu beantwortenist, bleibt die Industrie halt lieber bei ihrer "Jede Kopie schadet"-Lüge.
Und die Raubkopierer bei der "kein schaden" Lüge
und die wahrheit liegt irgendwo dazwischen ... aber soweit waren wir doch eigentlich schon :)
Benutzeravatar
sYntiq
Beiträge: 2729
Registriert: 02.12.2008 08:18
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von sYntiq »

-Levi- hat geschrieben:und die wahrheit liegt irgendwo dazwischen ... aber soweit waren wir doch eigentlich schon :)
Ja, ich hab mich auch gerade gewundert ob einige hier überhaupt lesen was vorher so geschrieben wurde...
Benutzeravatar
Boesor
Beiträge: 7853
Registriert: 09.12.2009 18:49
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von Boesor »

-Levi- hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:
sYntiq hat geschrieben: Eben das ist die Frage: Wieviel Schaden verursachen Schwarzkopien wirklich? Da dies sehr schwer zu beantwortenist, bleibt die Industrie halt lieber bei ihrer "Jede Kopie schadet"-Lüge.
Und die Raubkopierer bei der "kein schaden" Lüge
und die wahrheit liegt irgendwo dazwischen ... aber soweit waren wir doch eigentlich schon :)
Wenn ich etwas in den jahren in Foren gelernt habe, dann das man elementare Dinge mehr als einmal oder zweimal sagen muss.
Benutzeravatar
Sevulon
Beiträge: 3839
Registriert: 01.09.2008 18:58
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sevulon »

Annahme 1: Eine Person namens Fritz hat 50 € im Monat an Taschengeld zur Verfügung.
Annahme 2: Ein Spiel kostet genau 50 €, egal welches.

Fritz kann sich von den 50 € nun genau ein Spiel kaufen. Er ist an zwei Spielen interessiert. Problem: Er kann sich nicht beide kaufen.

Optionen:
1. Er setzt Prioritäten und kauft sich diesen Monat ein Spiel [und im nächsten Monat eventuell das andere.] Die legale Methode. Es entsteht kein Schade.
2. Er kauft sich ein Spiel und zieht das zweite Spiel illegal im Internet. Es entsteht diesen Monat theoretisch kein Schaden. Allerdings im nächsten Monat, wenn er seine 50 € nicht nutzt um sich das andere Spiel dann legal zu kaufen.
3. Er findet beide Online, kauft sich keines davon und gibt sein Geld lieber für etwas anderes aus, bzw. spart es sich. Es entsteht ein Schaden.

Interpretation: Im Zweifelsfall wird Fritz sich das Spiel kaufen, dass er Online illegal nicht kriegt und die anderen ziehen um sein Geld zu sparen.
Folgen: Zunahme des Kopierschutzes wie im Falle Ubisoft.

==> Wer hat behauptet, es entstünde kein Schaden, eh?
Benutzeravatar
crackajack
Beiträge: 657
Registriert: 09.12.2009 09:36
Persönliche Nachricht:

Re: .

Beitrag von crackajack »

Kajetan hat geschrieben:Du HAST KEINEN Beweis für die Behauptung, dass Kopien schädlich sind. Null, nada, niente!
Die Logik erklärt eig. warum Schaden (weniger Gewinn! sofern man überhaupt die Gewinnzone erreicht. weggenommen kann natürlich nie was werden. falls du irgendwie auf dem Dampfer unterwegs bist) entsteht, aber du forderst weiterhin sowas ähnliches wie einen Gottesbeweis, konkret greifbare Zahlen?

Um das zu beweisen müssten wir die Erde komplett "klonen", auf der Erd-Kopie den Menschen illegale Downloads "ausreden", alle anderen Variablen belassen und gucken was dort im Vergleich zum Original passiert.

"Was wäre wenn" existiert in der Realität aber nicht, von daher kannst du das vergessen und solltest logische Beispiele wie das von Sevulon verstehen anfangen.
Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sir Richfield »

Sevulon hat geschrieben:Annahme 1: Eine Person namens Fritz hat 50 € im Monat an Taschengeld zur Verfügung.
Annahme 2: Ein Spiel kostet genau 50 €, egal welches.
Da fehlt was!

In einem Monat kommen zwei Spiele raus, Fritz kann sich nur eines leisten.
1) Fritz kauft ein Spiel - ein Publisher gewinnt, der andere nicht.
2) Fritz kauft sich kein Spiel - beide Publisher bekommen nix.
3) Fritz kauft sich ein Spiel diesen Monat, ein Spiel den nächsten - beide Publisher gewinnen.

4) Fritz kauft sich ein Spiel und zieht sich ein Spiel. Eurer "Rechnung" nach gewinnt ein Publisher und ein anderer hat einen Verlust.
5) Fritz zieht beide Spiele - Euer Meinung nach haben beide Publisher Verlust.

Jetzt kommt!!!
6) Fritz kauft sich ein Spiel und im nächsten Monat eine Neuerscheinung - er zieht das andere Spiel vom Vormonat allerdings nichts.

Fritz hat sich legal verhalten, aber Publisher 2 gewinnt trotzdem nichts. Eurer "eine Kopie ist ein Schaden" Rechnung zufolge hat Publisher 2 jetzt auch einen Schaden, oder?

Vielleicht müssen wir das anders aufzäumen...
Wenn jemand sich ein Spiel zieht, dann macht der Publisher keinen Verlust, er macht nur keinen Gewinn! Das ist richtiger, nervt die Jungs aber genauso.
Verlust würde er haben, wenn ich dem dazu noch die 50,- klauen würde.
Benutzeravatar
sYntiq
Beiträge: 2729
Registriert: 02.12.2008 08:18
Persönliche Nachricht:

Beitrag von sYntiq »

Sevulon hat geschrieben:Annahme 1: Eine Person namens Fritz hat 50 € im Monat an Taschengeld zur Verfügung.
Annahme 2: Ein Spiel kostet genau 50 €, egal welches.

Fritz kann sich von den 50 € nun genau ein Spiel kaufen. Er ist an zwei Spielen interessiert. Problem: Er kann sich nicht beide kaufen.

Optionen:
1. Er setzt Prioritäten und kauft sich diesen Monat ein Spiel [und im nächsten Monat eventuell das andere.] Die legale Methode. Es entsteht kein Schade.
2. Er kauft sich ein Spiel und zieht das zweite Spiel illegal im Internet. Es entsteht diesen Monat theoretisch kein Schaden. Allerdings im nächsten Monat, wenn er seine 50 € nicht nutzt um sich das andere Spiel dann legal zu kaufen.
3. Er findet beide Online, kauft sich keines davon und gibt sein Geld lieber für etwas anderes aus, bzw. spart es sich. Es entsteht ein Schaden.

Interpretation: Im Zweifelsfall wird Fritz sich das Spiel kaufen, dass er Online illegal nicht kriegt und die anderen ziehen um sein Geld zu sparen.
Folgen: Zunahme des Kopierschutzes wie im Falle Ubisoft.

==> Wer hat behauptet, es entstünde kein Schaden, eh?
Zu deinem Beispiel: Wie sieht es aus, wenn nöchsten Monat wieder ein Spiel herauskommt welches ihn interessiert und auch 50Euro kostet. Und den Monat darauf und darauf und....uswuswusw... Es gibt dann sozusagen IMMEr ein spiel für das er kein Geld ausgeben kann. Ob er es nun einfach im Laden stehen lässt (moralisch richtig!) oder zieht (moralisch falsch) wäre für den Publisher/Entwickler hier im Grunde völlig egal. Geld bekommt er so oder so nicht von Fritz. Schaden wo?

----------------------------------

Annahme1: Es erscheint ein Spiel, zu dem es keine Demo gibt.
Annahme2: Fritz ist sich nicht sicher ob er die 50Euro in das Spiel investieren soll oder nicht.

Möglichkeit 1: Fritz geht zur Videothek, leiht sich das Spiel aus, es liegt ihm nicht, er investiert seine 50Euro woanders.
Möglichkeit 2: Er holt sich eine Schwarzkopie, spielt diese an und löscht sie, weil das spiel ihm nicht gefällt.

Interpretation: Solange Fritz die Möglichkeit hat das Spiel vor Kauf zu testen, stellt er hier fest dass er sich das Spiel NICHT kaufen würde.

Der Schaden durch die Schwarzkopie entsteht hier wo? Und welcher Schaden? Und wenn Schaden entsteht: Entsteht dieser nicht auch, wenn Fritz sich das Spiel legal aus der Videothek ausleiht?

-----------------------------------------

Anderes Szenario: Jemand zieht sich das Spiel nur weil er es kann. Nicht weil er es unbedingt haben will. Er spielt es nicht und würde es sich auch nie kaufen. Dennoch existiert da jetzt eine Schwarzkopie.

Der Schaden durch die Schwarzkopie entsteht hier wo? Und welcher Schaden? Wie hoch?

---------------------------------

Und um das alles zu verkomplizieren, mal ein völlig anderes Szenario:

Fritz bekommt auf dem Schulhof eine Schwarzkopie eines aktuellen Spieles zugesteckt. Es ist ein Spiel bei dem er sich im Vorfeld, dank Testberichten etc, entschieden hat es sich nicht zu kaufen,w eil es ihn nciht interessiert. Auf Grund von Empfehlungen des Freundes spielt er diese Schwarzkopie jedoch an und stellt fest: "Woah. Das Spiel ist ja mal doch so richtig geil" am nächsten Tag geht er los und gibt seine 50Euro doch für das Spiel aus.

Welchen Schaden hat die Schwarzkopie jetzt hier für die Industrie verursacht?

Auch wenn ich mich wiederhole, aber: "Jede Schwarzkopie verursacht Schaden" ist genau so falsch wie "Schwarzkopien verursachen keinen Schaden". Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Es wäre schön wenn hier bei der Schadensdiskussion mal alle Schwarzkopie-Varianten berücksichtigt werden. "Will nicht bezahlen", "kann nicht bezahlen" und "bezahlt letzten Endes doch"

Btw: Ich will hier das Schwarzkopieren nicht rechtfertigen. Wer es sich nicht leisten kann, sollte halt einfach verzichten. aber dieses strikte Schwarzweissdenken hier kotzt mich echt an.