US-Bericht: Raubkopien schlecht schätzbar

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Levi 
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Beitrag von Levi  »

Das_Noobi hat geschrieben: Ja ist klar bei Handhelds wäre das auch ne Katastrophe da sollte du vielleicht realistisch bleiben, schau dir mal den PC Sektor an was es da für unfertige Spiele gibt, auch auf Konsolen muss mittlerweile öfters nachgepatcht werden seit die Internetfähig sind kann man da die Qualität schleifen lassen.

Videothek? Soso ich habe das Gefühl von der Materie verstehst du nicht viel ist nicht böse gemeint, schonmal versucht AC II, Sielder 7, SH5 und viele anderen aus zu leihen? Nee geht ja auch nicht wegen dem KS werden die an Videotheken nicht ausgegeben, können ja nur einmal genutzt werden.

Und Raupkopien gibts ja nicht erst seit Heute, die gibts seit man Software entwickelt. Wenn es ja ein ach so großen Schaden dadurch geben würde warum machen die Publisher/Entwickler doich Plus bzw. warum gibts die dann noch? Da find ich von denen so lächerlich das die immer Raupkopierer für alles verantwortlich machen, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen und Fehler ein zu gestehen, bestes Beispiel Ubi Soft momentan. Schau dir mal die Foren an dann weiß du der ehrliche Käufer ist der gearschte. Und da soll man munter und blind sein Geld ausgeben? Ich kann einige verstehen die es nicht machen. Zu mal jeder irgendwann sei es ne MP3, Programme, Spiel, Filme auf VHS was auch immer mal als Kopie hatte. Glaube kaum das es jemand gibt der niemals auch nur irgend etwas nicht als Kopie bekommen hat.
beim besten willen, so mies die spiele auch sind, und soviele bugs sie enthalten: sie sind trotzdem über das Alphastadium hinaus! ich kann mit Behauptungen: "frühe Beta" oder ähnliches Leben ... aber pre alpha ist einfach daneben.


zu den Games, die aufgrund irgend einer Restriktierung nicht im Verleih erhältlich sind:
(ich bin mir sehr wohl bewußt, dass es auch solche gibt ;) und wahrscheinlich auch immer mehr geben wird ... ich bin glaub ich teilweise besser informiert als manch Redakteur :D)
ne Videothek in meinen Heimat"dorf" hats so gemacht: einfach nen account angelegt, und die zugehörigen Daten bekommt man dann mitgeliefert. Sollte irgendwer dann Schindluder mit diesen daten treiben, verhält es sich so, wie wenn man Schindluder mit einer DVD treibt ;)
und was soll ich sagen: es klappt wunderbar. mit vielen Videotheken lässt sich reden, bringt doch mal ähnliche Vorschläge bei euch :)

und zum Rest ... naja ... nix neues halt, darüber ist man sich einig, dass die Publisher einfach daneben sind.
Apropos (allgemein gesprochen): bitte verflucht nicht die bösen "Entwickler" ... die können in den meisten Fällen am wenigsten für einen dämlichen Kopierschutz. Kopierschutzentscheidungen fallen meist auf Publisherebene

@Kajetan
Warum?
du hast ne grandiose Idee ... ich klau sie dir ohne dein einverständnis... fändest das toll? das ist moralisch verwerflich und somit doch wohl falsch!
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sYntiq
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Beitrag von sYntiq »

-Levi- hat geschrieben:@Kajetan
Warum?
du hast ne grandiose Idee ... ich klau sie dir ohne dein einverständnis... fändest das toll? das ist moralisch verwerflich und somit doch wohl falsch!
Bei Raubkopien wäre es eher ein "Du hast eine grandiose Idee die du für 32167863434Euro verkaufen willst. Kajetan kauft deine Idee, Ich übernehme deine Idee kostenlos (beim "Klauen" hättest du die Idee anschliessend nicht mehr) und benutze sie nur für mich privat zu Hause. Da ich keine 32167863434Euro habe, würde ich mir deine Idee nicht kaufen können. Ob ich die Idee jetzt für mich kostenlos privat übernehme oder gar nicht erst nutze und auch nicht kaufe: Wo ist da jetzt der entstandene Schaden für dich?

Ja, es gibt auch Leute die sich Spiele raubkopieren obwohl sie sie sich leisten könnten und auch kaufen würden wenn es keine Kopie geben würde. Aber nicht JEDER Raubkopierer könnte das. Die Industrie rechnet aber genau so als ob jeder der das Spiel kopiert, sich auch das Original holen würde wenn er nicht kopieren könnte. und das ist einfach falsch.

Und nein, das ist KEINE Rechtfertigung für Raubkopien. Raubkopien sind Pfui. Die derzeitige "Schadensberechnung" allerdings ebenso.
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Onekles
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Beitrag von Onekles »

Nein, nicht jeder will mehr Spiele als er sich leisten kann. Ich hock seit nem Monat an FF13. Ich hab dank Vollzeit Arbeit gar keine Zeit für mehr als 1-2 Spiele im Monat. Und die kann ich mir auch locker leisten.
Ich hab aber auch gar keine Zeit und wenig Lust, mich mit Raubkopien auseinanderzusetzen. Konsole modden und PiPaPo. Keine ahnung, wie das geht. Um das zu erfahren müsste ich wertvolle Freizeit investieren. Mag ich nich.

Beim Bund damals sah's noch anders aus. Da hatte ich alle Zeit der Welt und keine Kohle. Und da hab ich dann auch fröhlich die Homebrew-Funktionen genutzt. *g*
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

-Levi- hat geschrieben: Warum?
du hast ne grandiose Idee ... ich klau sie dir ohne dein einverständnis... fändest das toll? das ist moralisch verwerflich und somit doch wohl falsch!
Entsteht mir dadurch ein Schaden? Wenn nein, bleibt mir nur, in beleidigtes Leberwurstverhalten zu verfallen und wie ein kleines Kind rumzuheulen. Wenn ja, muss ich nachweisen, dass mir ein Schaden entstanden ist, anstatt einfach zu behaupten, dass mir dadurch ein Schaden entstanden ist.

Ein Beispiel:
Du nimmst diesen meinen Text hier und veröffentlichst ihn ohne mein Einverständnis irgendwo anders. Muss mir nicht gefallen, kann ich aber nicht viel gegen tun, ausser mit dem Urheberrecht zu wedeln und versuchen das Gericht davon zu überzeugen, dass mein Text genügend Schöpfungshöhe enthält. Als Folge davon würde das Gericht allerhöchstens sagen, dass Du den Text nicht mehr ohne mein EInverständnis veröffentlichen darfst. Ich selbst hätte davon also nur die Genugtuung "Recht" bekommen zu haben und ansonsten viel Zeit und Nerven an unwichtigem Scheissdreck verplempert.

Verkaufst Du den Text jedoch, kann ich klar und eindeutig einen Schaden beziffern und diesen vor Gericht einklagen, sofern mir es gelingt meine Urheberschaft eindeutig nachzuweisen.

Sprich, wenn die Industrie behauptet, dass ihr durch das Schwarzkopieren entsprechender Schaden entsteht, dann soll sie gefälligst dies auch zweifelsfrei nachweisen können. Wenn nicht, soll sie sich ihre Ansprüche in den Allerwertesten stecken.

Und was dem einen moralisch verwerflich ist, mag für den anderen keinen weiteren Gedanken mehr wert sein, weil diese Handlung in seinem moralischen Wertegefüge eben nicht negativ belastet ist. Grundlage für ein Rechtsverfahren ist das jedoch nicht.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

sYntiq hat geschrieben:[....]
touche ... ne mal ehrlich:

es ging mir bei dem Beispiel dann doch eher ums prinzip:
Jeder sollte das Recht haben mit seinen Ideen Geld zu machen, wenn er es denn will. dementsprechend wäre es auch falsch zu sagen:

Die haben genug, da macht das eine doch auch nichts mehr aus.
(auch wenns verdammt verführerisch ist :twisted: )

World of Goo kram ich dafür immer gerne raus: wer sich beim Kopieren dieses Spiels nicht mies fühlt, gehört in die Hölle :P ... (wenn sie denn existiert)

öhm ... worauf wollte ich damit eigentlich hinaus??? .. ach egal, ich lass das mal hier stehen, weils so ist XD

Entsteht mir dadurch ein Schaden? Wenn nein, bleibt mir nur, in beleidigtes Leberwurstverhalten zu verfallen und wie ein kleines Kind rumzuheulen. Wenn ja, muss ich nachweisen, dass mir ein Schaden entstanden ist, anstatt einfach zu behaupten, dass mir dadurch ein Schaden entstanden ist.
gratuliere, du bist ein Fall für Creative Common Licensen :) ... aber findest du nicht auch, dass man zumindest das Recht haben sollte, sich auch für seine ideen/verwirklichung der idee) bezahlen zu lassen??
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

-Levi- hat geschrieben:gratuliere, du bist ein Fall für Creative Common Licensen :)
Ich weiss :)
... aber findest du nicht auch, dass man zumindest das Recht haben sollte, sich auch für seine ideen/verwirklichung der idee) bezahlen zu lassen??
Ich habe allenfalls das Recht, mich für eine Idee bezahlen lassen zu WOLLEN. Ich kann das so gerne wollen, wenn ich das so will. Einen entsprechenden finanziellen und gerichtlich durchsetzbaren Anspruch muss ich erst nachweisen.

Selbst wenn ich die Idee umsetze und diese Umsetzung zum Kauf anbiete, habe ich allerhöchstens das Recht dafür einen Preis zu verlangen. Ich habe aber keinen Anspruch auf Umsatz. Wenn der Markt nicht möchte, ist das einzig und alleine mein Problem. Und wenn die Marktbedingungen so sind, dass man durch die leichte Kopierbarkeit digitaler Informationen herkömmliche Vertriebs- und Einkommenstrukturen obsolet geworden sind, dann muss ICH mich diesen Marktbedingungen anpassen und neue (!) Wege finden Umsatz zu erzielen. Aber zu versuchen, diese Marktbedingungen einfach als unmoralisch zu definieren und mir daraus einen wie auch immer gearteten Anspruch zu basteln ... nein, so funktioniert das nicht :)

Will damit sagen: Wenn ich heute mein Geld mit dem Verkauf/Vertrieb/Herstellung digitaler Informationen/Inhalte machen möchte, muss (!) ich es hinnehmen, dass eine bestimmte Anzahl von Leuten diese Inhalte nutzen können, ohne dass ich von diesen Leuten jemals Geld sehe. Die einzige Möglichkeit, diese unberechtigte NUtzung zu verhindern, besteht darin keine digitalen Inhalte zu veröffentlichen und zB. Schreiner oder Bauarbeiter zu werden. Will ich aber meine Brötchen mit der Herstellung/Vertrieb digitaler Inhalte verdienen, muss ich mein Angebot so gestalten, dass viele Leute mir freiwillig (!) Geld geben, obwohl sie diese Inhalte doch auch kostenlos beziehen können. Es bleibt mir nichts weiter übrig, als mit "Kostenlos" zu konkurrieren und Wege zu finden, den Kunden davon zu überzeugen, dass meine Inhalte eine monetäre Ausgabe wert sind. Aber zu versuchen den Kunden zu etwas zu zwingen, in dem ich mit dem Gesetzbuch wedele und/oder alle Kunden prohylaktisch als Diebe behandele ... sorry, aber das einzige, was ich damit erreiche, ist diese Kunden genau dorthin zu treiben, wo ich sie nicht sehen möchte.

Ich empfehle hierzu die Lektüre von "Free!" von Chris Anderson:
http://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Ande ... rnalist%29

Dort beschreibt der gute Mann recht eindrucksvoll Wege und Möglichkeiten, wie man künftig Geld verdienen kann, obwohl doch alles auch "für umme" zu erhalten ist. Aber nur rumheulen und "Das ist aber böse!" zu sagen ... führt zu nix. Die Wirklichkeit verändert sich dadurch kein bisschen. Es wird weiterhin kopiert und geshared und schlaue Menschen finden neue Verdienstmöglichkeiten und machen viel Geld, während die Realitätsverweigerer schmollend in ihrem Loch sitzen und irgendwann keine Rolle mehr spielen, weil die Zeit sie einfach übergangen hat.
Tomstar234
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Beitrag von Tomstar234 »

gratuliere, du bist ein Fall für Creative Common Licensen Smile ... aber findest du nicht auch, dass man zumindest das Recht haben sollte, sich auch für seine ideen/verwirklichung der idee) bezahlen zu lassen??
Aber es ist Wunschdenken Geld für eine Idee zu bekommen, für die es gar keine Kaufkraft gibt. Wie entsteht außerdem Recht, bzw was ist Recht? Recht basiert theroretisch auf der Summe der subjektiven Einschätzungen der Mehrheit darüber, was sein darf und was nicht sein darf. Diese subjektiven Einschätzungen basieren wieder zu weiten Teilen auf Moral und Erfahrungen. Dabei treten zwei Probleme auf: Die Vorstellungen über Raub oder Diebstahl lasssen sich so gar nicht auf Lizenznutzungsrechte (Spiele, Filme, Musik) anwenden, weil kein Schaden eintritt. Haben wir ja schon ausführlich diskutiert. Aber ich gehe auch noch einen Schritt weiter: Bestimmt hier eigentlich die Mehrheit, was Recht ist und was nicht? Wenn dem so wäre, müsste es ja mehr Musiker, Regisseure, Schauspieler und Programmierer als Endnutzer geben. Das ist natürlich offenkundig nicht der Fall. Diese Personengruppen haben aber ein starkes wirtschaftliches Interesse und korrumpiern durch ihre Lobbyarbeit unser Rechtssystem. Dabei kommen dann so Wunderwaffen wie 3 Strikes out oder ähnlich haarsträubende Sanktionen heraus. "Das Volk" hat aber doch schon zu Zeiten des Tonbandgerätes entschieden was Recht ist und was nicht: Eine private Kopie zur unkommerziellen Nutzung ist absolut legitim. Alles andere ist nur Gerede der angesprochenen Industriezweige um mehr finanzielle Mittel in ihre Kanäle zu lenken.
Abschließend wollte ich euch noch sagen, dass ich es echt sehr cool finde, das man hier so anständig diskutieren kann! Bis jetzt keine Trolle und jeder ist in der Lage sich vernünftig zu äußern... :)
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tschief
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Beitrag von tschief »

Kajetan hat geschrieben: Will damit sagen: Wenn ich heute mein Geld mit dem Verkauf/Vertrieb/Herstellung digitaler Informationen/Inhalte machen möchte, muss (!) ich es hinnehmen, dass eine bestimmte Anzahl von Leuten diese Inhalte nutzen können, ohne dass ich von diesen Leuten jemals Geld sehe. Die einzige Möglichkeit, diese unberechtigte NUtzung zu verhindern, besteht darin keine digitalen Inhalte zu veröffentlichen und zB. Schreiner oder Bauarbeiter zu werden. Will ich aber meine Brötchen mit der Herstellung/Vertrieb digitaler Inhalte verdienen, muss ich mein Angebot so gestalten, dass viele Leute mir freiwillig (!) Geld geben, obwohl sie diese Inhalte doch auch kostenlos beziehen können. Es bleibt mir nichts weiter übrig, als mit "Kostenlos" zu konkurrieren und Wege zu finden, den Kunden davon zu überzeugen, dass meine Inhalte eine monetäre Ausgabe wert sind. Aber zu versuchen den Kunden zu etwas zu zwingen, in dem ich mit dem Gesetzbuch wedele und/oder alle Kunden prohylaktisch als Diebe behandele ... sorry, aber das einzige, was ich damit erreiche, ist diese Kunden genau dorthin zu treiben, wo ich sie nicht sehen möchte.
Dieser Abschnitt ist göttlich :D
Danke Kajetan ;).. Das einfachste Beispiel was man hierzu geben kann sind Onlinezeitungen ->
Es gibt welche, die muss man bezahlen, um sie online lesen zu können. Und doch haben sie eine sehr grosse Kundschaft, wieso das? Einfacher Grund: Sie bieten Qualität, im Gegensatz zu "Gratiszeitungen" (Online wohlgemerkt, nicht Print) wie zum Beispiel die Bildzeitung (Niveau? Qualität? Ne, nur Polemik)...

Also liebe Publisher und Entwickler: Bringt Qualität! Die Raubkopien werden dann zwar auch steigen, aber ihr werdet so viele Exemplare verkaufen dass Ihr das nicht mal merkt (siehe MW2)
-Levi- hat geschrieben:@Kajetan
Warum?
du hast ne grandiose Idee ... ich klau sie dir ohne dein einverständnis... fändest das toll? das ist moralisch verwerflich und somit doch wohl falsch!
Ganz ehrlich, wenn ich mit meiner.. "Idee" nebenher Milliarden verdienen würde (*hust* Activision* hust*), wären mir die paar Millionen die ich angeblich "verloren" habe egal... Und zwar sowas von ;)..
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Chibiterasu
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Beitrag von Chibiterasu »

Ich geb ja beinahe jeden Cent der mir im Monat übrig bleibt für Videospiele aus :?
daher könnt ich wirklich sagen, wenn ich raubkopiere, dann nur noch Spiele zusätzlich die ich mir so nie kaufen würde (also auch kein Verlust...).

Aber es gibt ja nicht die EINE Videospielindustrie die gemeinsam an einem Strang zieht.
Es sind dann meist die kleinen Entwickler die großen Verlierer bei dem Ganzen (obwohl die großen am meisten Jammern).

Denn bei einem begrenzten Budget greifen die meisten dann eben doch zu einem Diablo 3 (da weiß man was man hat und das der Support gut sein wird) als zu einem Experiment-Titel. Das Experiment wird dann eben gratis "getestet". Der Entwickler geht pleite.

Oder man gibt das Geld nur für die Spiele aus wo es sein "muss" (WoW, Multiplayer-Shooter, Online-Zwang) - ja es gibt überall Cracks aber irgendwann übersteigt der Aufwand sicher auch den Nutzen.


Also genauso wie die Rechnung "Das Spiel wurde 2 Millionen Mal illegal runtergeladen = 100 Mill. Dollar Verlust" nicht stimmt,
gibt es aber sicher auch Leute die sich das Geld für Spiele mittlerweile komplett sparen und lieber in Kino, Saufen, Kleidung etc. investieren.
Das ist wohl die größte Problemgruppe.
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Harlekiin
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Beitrag von Harlekiin »

Ich sehe das Problem eher darin, dass die Industrie versucht eine ganze Generation zu kriminalisieren. Sich eine Kopie zu ziehen ist für einen 14jährigen heute etwas absolut selbstverständliches. Dank Rapidshare & co und Breitbandinternetanschlüssen ist es auch komfortabel, schnell und spielend einfach. Was bringt es jugendliche abzumahnen oder, im amerikanischen Fall, bis aufs letzte Hemd auszuziehen? Das Problem ist doch, dass sich das ursprüngliche Urheberrecht nur schwer auf digitale Inhalte anwenden lässt gerade deshalb weil man niemanden wirklich etwas wegnimmt.

Tatsächlich halte ich den Volkswirtschaftlichen Schaden, der durch diese Zielgruppe entsteht eher für gering. Sie können eh nicht viel Geld aufbringen und das bischen investieren sie wahrscheinlich trotz Kopien in Videospiele oder Hardware.

Wenn ich daran denke, wie ich mit 16 drauf war. Ich hab keinen müden Euro für Filme, Musik oder Spiele ausgegeben und alles über eMule & co. gezogen en masse. Heute hab ich 'nen guten Job und verdien Geld und kauf mir die Inhalte.

Warum hab ich das damals nicht getan?
1. Kaum Geld
2. Kaum attraktive Distributionsplattformen. Heute gibt es iTunes, Steam usw. und es ist einfach bequemer sich bei iTunes ein Album zu kaufen, welches ein Cover und ordentliche ID-Tags hat als stundenlang das Web nach einer geeigneten Kopie zu durchsuchen
3. Mehr Aufwand zur Beschaffung der Inhalte hat mich nicht abgeschreckt. heute hab ich weniger Zeit und auch weniger Lust mich mit dem ganzen Hack, Crack, P2P Scheiss zu beschäftigen

Das entstehen von attraktiven Distributionsplattformen, auf das Internet zugeschnittene Angebote (ein Album bei iTunes kostet mich 7 - 10 Euro, im MM 17Euro) und der steigende Wohlstand haben also bei mir dazu geführt, dass ich bereit bin Geld, auch mal etwas mehr, für meine Hobbies auszugeben. Das haben die Industriefuzzies in der Anfangszeit einfach verplant. Sobald Napster damals seine Pforten öffnete hätte eigentlich schon eine alternative der Musikindustrie im Netz verfügbar sein müssen. Statt dessen gab es jahrelang Stillstand dahingehend und die wenigen Angebote waren / sind DRM verseucht ohne Ende.

Ich hab mir im Nachhinein viele Sachen, wie Filme oder Musikalben nochmal im orginal nachgekauft, einfach weil sie es mir Wert waren.



Ich muss dazu sagen, ich verachte Leute die sich durchs Leben schnorren. Ich kenne genug Leute, die Geld verdienen und trotzdem nur Kopien ziehen und ich kann es nicht verstehen. Ich kenne Leute die 2 Rapidshare accounts haben und sich seit JAHREN keinen einzigen Film oder MP3 orginal gekauft haben. Ich verachte sie.

Andererseits halte ich Kopien, wenn man es in einem gewissen Maße betreibt, teilweise sogar für förderlich. Kleines Beispiel. Ich hab mir vor kurzem für die PSP eine Kopie von God of War geben lassen. Ich war so begeistert von dem Spiel dass ich mir sofort die GoW 1,2,3 fü die PS3 gekauft habe. Klasse Spiel! Ich werde auch weiterhin jeden GoW Titel ohne Test zu lesen kaufen.

So mein Senf

Grüße
Harle
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The SPARTA
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Beitrag von The SPARTA »

Ubisoft macht mir einen Gefallen, denn dies kann ich machen: Ich gehe zur Videothek (die wissen weniger Sachen um solche Dinge wie Kopierschutz) und schreibe eine Wunschkarte, das z.b. Die Siedler 7 in der Videothek erhältlich sein wird, sobald diese denn Wunsch angenommen haben(bei uns hier war jeder meiner Ausleihwünsche machbar) werde ich natürlich das Spiel als erster ausleihen können und danach die Seriennummer mit einem neu erstellten Account verknüpfen um das Spiel nachher ohne DVD spielen zu können. So hab ich es bei 1-2 anderen Spielen probiert. Es funktioniert 100% solange man der erste Ausleiher ist.
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crackajack
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Re: .

Beitrag von crackajack »

Kajetan hat geschrieben:Du argumentierst auf rein moralischer Ebene.
Naja.
Mal angenommen ganz zufällig haben alle Interessierten von sündteurem Überhypegame SoUndSo kein Geld zur Verfügung wenn es rauskommt. Es kopieren also einfach mal alle, entsteht ja schließlich kein Schaden, ist ja nur eine Kopie und sie haben ja gerade kein Geld.
Glaubst du der Entwickler kann so überleben? Das die Millionen die reingepumpt wurden schon irgendwie aus dem Boden wachsen? Das da kein Schaden auftreten würde?
Kopieren geht doch nur weil es eben noch genug gibt die für ihre Dienstleistungen bezahlen wie beim Frisör, beim Partyclown, beim Hochzeitsmusikant...
hmm.. wie beim Musikant. Einer zahlt ihn damit die Gesellschaft was davon hat. Ich habe aber keine Lust für die anderen Spieler zu zahlen.
Sobald jeder meint er habe dafür kein Geld bricht das System zusammen. Das ist natürlich ein Schaden.

Geld machen kann man auch nur solange wie man Leute findet die eben so ehrlich sind und dessen Produkt unterstützen. Das hat also gar nichts mit Moral zu tun sondern einfach das Geld unsere Gesellschaft am Laufen hält. Sobald alle Kunden aufhören zu zahlen steht alles. Nur logisch das Kunden die schon jetzt nicht zahlen den Fluss behindern.
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sYntiq
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Beitrag von sYntiq »

The SPARTA hat geschrieben:...und danach die Seriennummer mit einem neu erstellten Account verknüpfen um das Spiel nachher ohne DVD spielen zu können. So hab ich es bei 1-2 anderen Spielen probiert. Es funktioniert 100% solange man der erste Ausleiher ist.
...und somit eine Schwarzkopie zu spielen.
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Beitrag von SingendeElch »

Leute die argumentieren die Ersetzungsquote würde bei 1:0 liegen, argumentieren genauso polemisch wie die Branche die 1:1 einsetzt.

Rein rechtlich argumentiert die Branche aber richtig.
Schadensersatz bei einer Lizenzverletzung kann man nach verschiedenen Formeln berechnen.
Eine ist die fiktive Lizenzgebühr. Diese wäre hier eben genau der Preis der Kopie.

Über den tatsächlichen Schaden lässt sicher aber weniger sagen.
Gefühlt würde ich sagen, dass jedes 5te Raubkopierte Spiel auch wirklich gekauft worden wäre. Das ist so die Meinung, die ich aus meinem Freundeskreis höre.

Letzlich schaden Raubkopien auch dem Low-Price Markt.
Irgendwann bekommt man die meisten Spiele für 19€ in der Softwarepyramiede oder über Steam. Die werden von Leuten , die damals kein Geld hatten und sich deshalb das Spiel runtergeladen haben dann nicht mehr gekauft, obwohl das Geld nun eigentlich vorhanden wäre.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

The SPARTA hat geschrieben:Ubisoft macht mir einen Gefallen, denn dies kann ich machen: Ich gehe zur Videothek (die wissen weniger Sachen um solche Dinge wie Kopierschutz) und schreibe eine Wunschkarte, das z.b. Die Siedler 7 in der Videothek erhältlich sein wird, sobald diese denn Wunsch angenommen haben(bei uns hier war jeder meiner Ausleihwünsche machbar) werde ich natürlich das Spiel als erster ausleihen können und danach die Seriennummer mit einem neu erstellten Account verknüpfen um das Spiel nachher ohne DVD spielen zu können. So hab ich es bei 1-2 anderen Spielen probiert. Es funktioniert 100% solange man der erste Ausleiher ist.

möge ich dafür eine Verwarnung bekommen egal, aber das muss jetzt raus:

Gratuliere, sie sind ein ausgewiesenes Arschloch! .....