Ubisoft: DRM-System im Blick

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Doml
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Beitrag von Doml »

Zwei Dinge:

1) http://www.gameswelt.de/news/44047-Ubisoft.html

"Aber wir planen definitiv nicht, die Server abzuschalten", so der Ubisoft-Sprecher abschließend."

Wie sagt man so schön? "Wer's glaubt, wird selig." Wollen die mir etwa erzählen, dass die in 15 - 20 Jahren immer noch die Server laufen haben? Das produziert doch nur überflüssige Kosten! (prognostizierte Sicht von Ubisoft) Nach der Zeit sind etliche andere Knüller rausgekommen, womöglich auch von Ubisoft, sodass es für Ubisoft wegen vorübergehend 10 Spielern absolut unrentabel ist, die Server für AC 2 laufen zu lassen. Man stelle sich mal vor alte DOS-Spiele hätten dieses System!!! Keiner könnte mehr DOS-Spiele spielen, da Ubisoft garantiert keine Server mehr laufen hätte. :cry:

Fazit: Diese Aussage finde ich absolut hochnäsig und überzogen.

2) An die, die meinen, dass das System gut ist, damit Ubisoft und die Publisher mehr Umsatz machen und die Verluste durch Raubkopien einschränken können:

Die Publisher sollen sich nicht solchen Dreck einfallen lassen, sondern viel eher absolut geniale Spiel produzieren, wo es sich lohnt diese auch zu kaufen; Knüller eben (Modern Warfare 1 und 2 (auch wenn es Steam hat).

Wenn ich mir den letzen Splinter Cell Teil angucke: Das Spiel hat echt keinen Spaß gemacht, weil es ständig abstürzte (vor allem in Kinshasa, beim Laden des Spiels). Für sowas bezahl ich keine 50 - 60 €!!! Bei solchen "Fehlern" ist es kein Wunder, dass kaum Gewinne entstehen.
Und solche "Fehler" häufen sich leider in letzter Zeit immer mehr, und nicht nur bei Ubisoft.

Im Allgemeinen sollen die Entwickler halt wieder geniale und vor allem fertige Spiele rausbringen, wo es sich lohnt die auch zu spielen. Wenn Spiele gut/genial sind, dann gibt es viele Gamer, die auch den vollen Preis für das Spiel bezahlen.

Zum Glück gibt es noch kleine Entwickler, die nicht allzu viel Geld haben für derartige Abartigkeiten von KS-Systemen. (Two Worlds II soll ganz gut werden)
Gryfid1
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Beitrag von Gryfid1 »

Wenn man ein Spiel kauft besitzt man wircklich auch das Spiel? oder Besitzt man nur eine Lizenzs an dem Spiel...

Jemand schreibt ein Buch... ich verändere etwas und verschenke das buch weiter da meine Auffaussung ist das bestimmte Teile des Buches nicht passen... ähnlich ist es als würde man ein Spiel Cracken und dann weitergeben...

Dürfte sich somit der Autor nicht aufregen?

Vielleicht wäre es sinnvoll eine Einheitliche Lizensbestimmung zu erarbeiten die eben wo die Rechte des Kunden aber genauso die Rechte des Publisher verankert sind...

Das Problem ist leider nur auf der Seite des Publishers und er kann man was er will ( ob gut oder schlecht)

In MW2 gibt es keine decided server mehr gibt... vielleicht sollte z.b. der Beitrag für decided server schon am Kauf des spieles in der lizensbestimmung verankert sein... um einen support vertraglich festzulegen....

Warum sollten patches für jedermann zugänglich sein... ich könnte ebensogut mit einer gestohlenen ware zum Media Markt gehen und mein Recht zum eintauschen zur geltung machen ^^

Mit dem Weg das Ubisoft geht bin ich auch nicht wircklich erfreut, sicher haben sie Recht.... aber das heisst nicht das es einen gefallen muss.

Eine Kolumne wäre doch sehr Interessant, aber wichtig ist es dabei beide Parteien darin zu erfassen und nicht nur aus der Sicht des "armen Spielers" der sich betrogen fühlt....
Mizzy
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Beitrag von Mizzy »

Gryfid1 hat geschrieben: Eine Kolumne wäre doch sehr Interessant, aber wichtig ist es dabei beide Parteien darin zu erfassen und nicht nur aus der Sicht des "armen Spielers" der sich betrogen fühlt....
Betrogen fühlt??? Betrogen WIRD!!!
dcc
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Beitrag von dcc »

Krass. Auf einmal sind die Käufer die Bösewichte weil sie einen noch größeren Bösewicht bei kriminellen Dingen unterstützen - der Beraubung der Rechte an erworbenem Eigentum, sowie der persönlichen Freiheit und dem Datenschutz.
Diese Rechte werden immer weiter limitiert - erst einer, dann sagt der Rest musst es ja nicht kaufen, dann ziehen die anderen nach und schon hat man den Dreck. Nagt hart am Grundgesetzbuch...
Zuletzt geändert von dcc am 21.02.2010 11:29, insgesamt 5-mal geändert.
D!Zzl3
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Beitrag von D!Zzl3 »

Ich muss es einmal gesagt haben:
Ubisoft schaufelt sich sein eigenes Grab!

Sie können einen noch so "guten" Kopierschutz machen, es dauert maximal eine Woche bis dieser durch einen Crack beseitigt wird... und dann sind es die Raubkopierer, die das Spiel in vollen Zügen genießen und die ehrlichen Käufer die, die blöd sind! Ubisoft kann wie jeder andere Publisher auch, die Raubkopiererszene nicht "stoppen", ja, sie können sie nicht mal ansatzweise ins stoppen bringen... da hilft auch die Ausrede nicht, "Wir wollen nur die Anzahl der Raubkopien senken"- den Fakt ist, das sich immer mehr Leute, Raubkopien saugen anstatt Spiele zu kaufen und der Grund ist nicht unbedingt das sie kein Geld für das Spiel ausgeben wollen! Der Grund ist die dreistigkeit der Publisher, der Frust der ehrlichen Käufer und die Tatsache das Raubkopien einen immer besseren Kompfort zum Original bieten.
Für mich ist diese Online-Plattform sowieso größter Bullshit, die wollen doch nur die Daten ihrer Kunden fangen und denen mehr solcher schwachen Dienstleistungen andrehen...

Also Ubisoft: Wenn jemand seinen Umsatz diese Saison in roten Zahlen sieht ist er selbst schuld!
Aus protest hab ich übrigens alle Vorbestellungen seitens Ubisoft-Produkte storniert, das kann einfach nicht so weiter gehen!
Gryfid1
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Beitrag von Gryfid1 »

dcc hat geschrieben:Krass. Auf einmal sind die Käufer die Bösewichte weil sie einen noch größeren Bösewicht bei kriminellen Dingen unterstützen - die Beraubung der Rechte an erworbenem Eigentum.

Meiner Meinung nach nagt dieser Kopierschutzwahn schon an Besitz Grundrecht.
Interessant.... Was ist der Besitz nun wenn ich ein Videospiel kaufe...

wäre mal wircklich neugierig wie du das definieren würdest...

@Mizzy

Warum wird der Kunde nun betrogen bzw. steht das irgendwo geschrieben das der Publisher das und jenes erfüllen muss?
Denke eher sagen könnte der Kundenservice ist schlecht und deshalb haben die Leute auch das Recht unzufrieden zu sein ergo ist wird wahrscheinlich nicht gekauft...

Wer will schon die Katze im Sack kaufen oder?
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

naja vorher müsste man hier zwischen Besitz und Eigentum unterscheiden ;)

was einige bedenken müssen ist noch, dass nichts (aber mal auch rein gar nichts) ewig hält.

Ihr werdet eure NES, SNES usw. Spiele nicht ewig spielen können, weil die Konsolen iwann einfach kaputt gehen werden.
(So wie alles im Leben)

Die einzige Möglichkeit wäre wechselnde Hardware für ein auf Servern basierendes System.

Also äähm sowas wie: steam?!

Man sollte sich lieber damit abfinden, dass auch die älteste Software mal verfällt oder inkompatibel wird.
Und wenn halt mal Server für ein X Jahre altes Spiel abgeschaltet werden. Dann stört es im Normalfall vllt noch 10 Leute. So ist das halt =)
RyanairPoppovic
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Beitrag von RyanairPoppovic »

Ich stelle mir die ernsthafte Frage:

"Was macht es für einen Sinn, einem ehrlichen Käufer das Spielerlebnis zu erschweren"?

Diese Kopierschutzmaßnahmen machen üüüüüüüüüüüberhaupt keinen Sinn.

Die, die sich die Spiele eh nie kaufen, kaufen die Spiele durch einen schärferen Kopierschutz erst recht nicht und die, die sich die Spiele immer kaufen, greifen eher zu Raubkopien oder spielen gar nicht.

Da muss man echt kein Genie sein, um das zu merken...
Ulul
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Beitrag von Ulul »

Also wenn "ehrliche Käufer" nicht Unwort des Jahres wird, weiß ich auch nicht.
Wie kann man "unehrlich" kaufen? Man kauft ein Spiel oder man lädt es sich runter/holt es sich von einem Bekannten. Ende. Käufer und Raubkopierer.
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Ulul hat geschrieben:Also wenn "ehrliche Käufer" nicht Unwort des Jahres wird, weiß ich auch nicht.
Wie kann man "unehrlich" kaufen?
Da hast du irgendwie nicht ganz Unrecht.

Und zum Thema: Das Spiel muss schon verdammt gut sein, welches mich bei diesem Kopierschutz vom kauf überzeugt.

Muss ich halt Verzeicht üben.
Gryfid1
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Beitrag von Gryfid1 »

Ich denke Führerschein und ein Videospiel sind sich sehr ähnlich....

*ironie*
Ich habe meinen Führerschein für meinen PKW ehrlich erworben und würde den Führerschein an meinen Freund weitergeben damit er fahren kann....

Ich habe ja den Führerschein rechtmässig erworben.... Sollte es da nicht auch mein Grundrechtsein das ich diesen Besitz mit anderen teilen darf?
*ironie*

oder wenn ich mein Auto tunen würde... verliere ich da auch nicht meinen Anspruch auf Gewährleistung nur weil ich eben nicht zufrieden bin mit der Leistung meines Pkws
Help
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Beitrag von Help »

roker002 hat geschrieben:Geld regiert die Welt und wer kein geld hat oder zu wenig, hat auch nichts zu sagen. So sieht es nähmlich aus.
Es ist sogar noch schlimmer: Frei sind nur diejenigen, die es sich leisten können!
roker002 hat geschrieben:Wenn es zu sowas kommt verlange ich dass mir DIE UBISOFT INTERNETANBINDUNG meiner WAHL zahlt!
Bzgl. dem Zwangsinternet: Kann man da nicht den Verbraucherschutz einschalten? Das wäre ja so, als würde man für einen Kinobesuch die Mitgliedschaft in einem Kinoverein verlangen, der monatlich Gebühren einnimmt!

Mir ist aufgefallen, dass kein Onlinemagazin jemals den Kopierschutz in Kolumnen thematisiert hat... man findet nur etwas über Technik, aber nichts über die Gängelung der Kunden... man äußert kaum eine eigene Meinung, sondern gibt nur PR-Statements wieder. Schreibt die Presse nun im Interesse Ihrer Leser oder im Interesse Ihrer Anzeigenschalter? Das Thema wird von der schreibenden Zunft einfach ignoriert.

Und so Kommentare alla
4P|Zierfish hat geschrieben:So ist das halt =)
kann ich ja mal gar nicht leiden! :evil:
4P|Zierfish hat geschrieben:Man sollte sich lieber damit abfinden, dass auch die älteste Software mal verfällt oder inkompatibel wird.
Jo, dank der Indyszene gibbet DosBox und Emus... deine Gedanke ist so alt, er passt nicht mehr in die heutige Zeit. Bspw. ist die Software der Mondlandung heute nicht mehr interpretierbar... das gilt aber nicht für Games der letzten 20 Jahre... die laufen unter Win7... und wenn man einen Mac hat, emuliert man halt Win7. Älter Software verfällt nicht und bleibt kompatibel, es sei denn jemand zieht den Stecker eines Lizenzservers. :x
Korun
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Beitrag von Korun »

""Aber wir planen definitiv nicht, die Server abzuschalten", so der Ubisoft-Sprecher abschließend."

Ich muss bei dem Zitat an eine andere Aussage denken:
"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten"

;)
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Sir_pillepalle
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Beitrag von Sir_pillepalle »

Gryfid1 hat geschrieben:Ich denke Führerschein und ein Videospiel sind sich sehr ähnlich....

*ironie*
Ich habe meinen Führerschein für meinen PKW ehrlich erworben und würde den Führerschein an meinen Freund weitergeben damit er fahren kann....

Ich habe ja den Führerschein rechtmässig erworben.... Sollte es da nicht auch mein Grundrechtsein das ich diesen Besitz mit anderen teilen darf?
*ironie*

oder wenn ich mein Auto tunen würde... verliere ich da auch nicht meinen Anspruch auf Gewährleistung nur weil ich eben nicht zufrieden bin mit der Leistung meines Pkws

Die Vergleiche Hinken etwas. Wenn ich für das Spiel ebenfalls meine persönlichen Daten abgeben müsste und anschließend mein Name drauf stünde könnte man das Ansatzweise vergleichen - es müsste halt ein nur für mich erstelltes Gut sein, für dass ich vorher eine Prüfung ablegen musste. Wie ein Führerschein eben. Da das nicht so ist, und ich auch mein Haus weiterverkaufen darf, wenn ich es nicht mehr haben möchte, genauso wie alles andere was mir gehört, liegt halt der Schluss nahe, dass ich auch ein Spiel welches ich in einem Geschäft erworben habe weiter verkaufen darf.


Das mit dem Auto ist auch quatsch. Wenn ich mir ein Auto in Deutschland kaufe, dann hat das 3 Jahre TÜV und ich kann, sofern ich eine Fahrerlaubnis besitze, es angemeldet ist und versichter direkt los düsen. So sollte es auch mit einem Spiel sein.
Wenn ich Ubisofts Methode auf ein Auto übertrage käme das dem Zwang gleich, permanent mit dem Verkäufer via Handy telefonieren zu müssen - und sobald ich auflege oder in ein Funkloch gerate wird der Motor abgeschaltet.

Btw. ist Autotuning ja nicht grundsätzlich verboten, es muss nur überprüft werden, ob eine Gefahr für Dritte durch mein Tuning entsteht. Wenn dem so ist, darf ich das Fahrzeug nicht in Betrieb nehmen. Das ist so, weil es dafür Gesetze gibt. Für Computerspiele und das Internet gibt es aber - bisher- keine Gesetze, wobei da wohl auch nicht mehr Lang auf sich warten lässt, bis ich den virtuellen Ausweis besitzen muss und auch im Cyberspace auf Schritt und Tritt überwacht werde. Und wenn das so weit ist, dann sind wohl auch die Spielehersteller zufrieden, wenn sie und wirklich anzeigen können weil wir Cracken, Modden oder whatever.
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HPM Renegade
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Beitrag von HPM Renegade »

Ich war so scharf auf SplinterCell, wenn es dieses DRM enthalten wird, werd ichs mir auf keinen Fall kaufen. Verzichte schon auf Steam da machts mir auch nix aus auf DRM zu verzichten.