Sevulon hat geschrieben:GoreFutzy hat geschrieben:Quantität statt Qualität ist heute wohl mehr im Kommen.
Lieber habe ich solche Spiele wie Fable, als solche wie Oblivion.
Was du lieber spielst, ist natürlich frei dir überlassen. Allerdings mit der Bemerkung, dass Oblivion nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ überlegen ist.
Für mich war Oblivion eine einzige Tortur. Die Laufwege, die Umgebung....
Tot, leer, karg, trocken.
Ach. Und Fallout 3 war da anders? Bei Fallout 3 ist das natürlich mit dem Atomkrieg begründet.. aber wenn in einer Welt, wie in Oblivion, dauernd Monsterinvasoren aus Portalen springen, ergeht es der Welt und seinen Handelsrouten auch nicht unbedingt besser.
Oblivion war wirklich nicht mein Fall. Ich hatte vorher Fallout 3 durchgespielt und war wohl besseres gewohnt.
Fallout 3 ist ja auch deutlich jünger und damit neuzeitlicher. Ansonsten bassiert es aber auf der Oblivion-Engine und ist letztlich eine weiterentwicklung.
Vorweg eines: Computerspiele sind nunmal auch Geschmackssache - und über Geschmack lässt sich bekanntlich ja nicht streiten
Aber: Oblivion hatte doch einige SEHR grobe (qualitative) Mängel:
Katastrophales Skillsystem:
Ohne Debug/Konsole, Elendslangen Forenbeiträge und mathematischer Auseinandersetzung mit dem Thema (und einhergehend den Austausch von "Spielspass" mit "Steuererklärung Online") konnte man seinen Character nur verskillen.
Katastrophales Balancing:
In keinem Spiel wurde dir so DIREKT gesagt, dass alles was du machst eigentlich vollkommen sinnlos ist und nur dem Zeittotschlagen dient.
Die Monster leveln unbegrenzt mit dem Spieler mit - das heisst egal wie sehr ich meinen Char ausbilde... es ist eh Wurst, da alles um einen herum mitlevelt.
Und wenn dir dann jeder Bettler und Bandit mit voller Glasrüstung (die InGame "ein Vermögen" Wert ist) gegenüberstehen ist es an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Das war im Vorgänger weit besser gelöst.
Katastrophale Atmosphäre:
Das Spiel hat auch überaus wirksam gezeigt, wie schwer es ist bei dieser Größe atmosphäre aufzubauen. Was bringen Quadratkilometer an Spielfläche, wenn nirgendwas irgendwas passiert?. Es gab fast ausschließlich genereische Dungeons, in denen Random-Monster herumliefen - einen Grund warum die da unten sind, warum man die schlachtet und überhaupt alles andere musste man sich schon selbst ausdenken.
Natürlich - die frei begehbare Welt (mit der grafischen Qualität) war seinerzeit ein Meilenstein. Aber Fallout 3 (obwohl für mich qualitiatv noch immer weit hinter Fallout 1 + 2 anzusiedeln) wurden diese Punkte zumindest teilweise ausgebessert.
Fable hat einfach einen anderen Ansatz im Rollenspiel verfolgt. Ich bin dankbar, dass es unterschiedliche Richtungen gibt, in denen sich Rollenspiele entwickeln - und Entwickler eben auch unterschiedliche Richtungen verfolgen. Mir ist und war Fable auch immer zu "simpel" für ein RPG - hat mir aber (aufgrund der oben angeführten Kritikpunkte) deutlich mehr Spass gemacht als Obilivion.