Crewmate hat geschrieben:Wulgaru hat geschrieben:Dumm nur, dass diese Liste eher Filmspiele enthält. Stichwort Bourne, HDR und HP. Alles Filmspiele. Klar haben diese Filme eine Printvorlage, aber daran haben sich die Entwickler nicht orientiert.
Übrigens fehlt mir bei Lovecraft Eternal Darkness das noch auf dem Grab aller erwähnten Spiele tanzt. :wink:
Auf welchen Lovecraft Geschichten beruht Eternal Darkness eigentlich?
Innsmouth wird doch mit keinem Wort erwähnt?
Und wtf hat dann E. A. Poe am Anfang zu suchen.
"Deep into that Darkness" o_o
Es beruht auf keiner speziellen Geschichte, da es glaube ich Lizenzprobleme gab. Ist ja noch innerhalb dieser 75 (?) Jahres Grenze entwickelt worden.
Allerdings ist die Erzählstruktur merklich inspiriert.
Lovecraft kann man in zwei Hälften trennen. Einmal die Traumgeschichten die eher Fantasy sind und eben der Alten/Cthullu Zyklus an dem sich ED orientiert.
Fast alle Geschichten handeln von einer in sich gefestigten Person die mit dem Übernatürlichen konfrontiert wird und daran entweder zerbricht oder nicht.
Auch die Erzählweise die ja in vielen Kapiteln angewandt wird, dass Charaktere Tagebücher und Briefe finden, mit denen sie Geheimnissen auf die Spur kommen ist Lovecraft at it´s best. Villa- und Wüstensetting sind auch typische Schauplätze, alte Nekropolen ebenfalls.
Und zuletzt die großen Alten. Charttugha ist glaube ich anders geschrieben direkt übernommen wurden, ansonsten besitzen sie Eigenschaften die auch in Geschichten wie Call of Cthullu oder Grauen von Dunwich beschrieben werden. Zuletzt die Geheimbünde die diesen Alten dienen und eine bestimmte Konstellation abwarten.
Zudem ist eben die Episodenhafte Erzählweise merklich dem Lovecraftschen Kurzgeschichtenpantheon angelehnt.
Allerdings hat Lovecraft abgesehen von den Bergen des Wahnsinns und Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath niemals versucht sein Universum als einheitliche Geschichte zu erzählen, das ist in erster Linie durch seine Nachlassverwaltung von August Derleth (der da auch ein Gut/Böse Schema reinbrachte) und Fans passiert.
Was Eternal Darkness rausfiltert ist der Hang zum Rassismus, bei Lovecraft sind diese Geheimbünde und Diener der alten immer äußerst primitiv und eben nicht weiß, was in sich unlogisch und eben rassistisch ist.
Dafür schafft es das Spiel nicht auf Gewalt zu verzichten, was Lovecraft immer gut hingekriegt hat.
Trotz allem ist es die beste Hommage an sein Universum die man finden kann.
Poe gilt ja immer als geistiger Vorreiter zu Lovecraft, insofern passt er Zitatmäßig auch ganz gut rein. Zumal mich der Roivas Sitz immer an die Ushervilla erinnert hat. Maximillian hat auch etwas von diesem einsamen Mann aus dem Rabengedicht.