Der 4P-Kommentar: Die weiche Welle bricht?

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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

(wie immer) Genial geschrieben und ruft Erinnerungen wach an Zeiten, als Spielen am PC/der Konsole noch eine Herausforderung war.

Ich höre immer öfter, dass Demon Souls ein paradebeispiel von Schwierigkeitsgrad ist... Muss es wohl doch mal noch antesten...

Danke Jörg :D
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Caphalor
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Beitrag von Caphalor »

Irgendwie haben hier viele nicht den letzten Absatz gelesen oder?
Es geht nicht um höhere Schwierigkeitsgrade oder weniger Checkpoints als Erfolgsrezept, sondern um den wichtigen Moment der Spannung, der in zu vielen Spielen wegrationalisiert wurde. Wenn die weiche Welle der Komfortkompromisse im Bewusstsein der großen Studios bricht, ist vielleicht auch wieder Platz für frische Impulse.
Das kann ich absolut so unterschreiben. Ein hoher Schwierigkeitsgrad (zum Beispiel, indem man den gegnern massig hp gibt) allein macht noch keine Spannung.
Spürt man die auch, wenn man mit Shephard kämpft? Ich bin gespannt.
Ich auch!
johndoe797130
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Beitrag von johndoe797130 »

Xeral hat geschrieben:Ich sehe das anders denn meine Zeit ist mir zu kostbar als das ich sie damit verschwende an unfairen stellen andauernd zu sterben oder meilenweit an irgend ein Checkpoint wiederbelebt zu werden
Lesen 6, setzen und nochmal lesen :roll:.
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Suppression
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Beitrag von Suppression »

Sehr gut, ja.

Wohlgemerkt:

Es geht ja bei weitem nicht darum, dass Spiele unfair werden sollen - sie sollen einfach nur stärker fordern.

Mag sein, dass ich ein Nischenzocker bin, jemand, auf den die Industrie scheißt, aber ich kann einfach keinen Spaß bei Spielen empfinden, die mir alles abnehmen, wie eben das erwähnte PoP oder auch Assassins Creed.
Und ich übertreibe da nicht.

Es gibt nunmal die "Wir wollen gefordert werden" Spieler, diejenigen, die sich ihren Kick durch das Gejubel holen, wenn sie einen fetten Endboss nur durch Ihr "Können" umgehauen haben, oder eine 10 - Minütige Sprungsequenz abgeschlossen haben und wieder auf festem Boden stehen.
Die sich durch einen beinharten Dungeon arbeiten und sich dreifach über die Beute des erledigten Oberbösewichts freuen.

Und wir würden uns noch gewaltiger darüber freuen, wenn wir uns nicht beinahe komplett auf Indie Spiele beschränken müssten, um uns eben dieses Gefühl zu holen (und mit Indie mein ich jetzt nicht Demon's Souls - das ist eine der wenigen "professionellen" Ausnahmen).

Die im Kommentar erwähnte Option, gewisse Hilfestellungen zu deaktivieren, würde doch bereits eine Menge helfen, um Spieler wie mich glücklich zu machen.

Und damit wären die Spieler, die lieber entspannt zocken, doch auch glücklich, oder nicht?
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monotony
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Beitrag von monotony »

Jörg, der schlimme Finger hat geschrieben:[...] während die Spielwelt vorbei flimmert und sechs Sicherheitsleinen dafür sorgen, dass er vor Aufregung nicht noch pupsen muss.

ahahaha, das hat mir echt den rest gegeben :lach:
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W.Sobchak
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Beitrag von W.Sobchak »

Ich kann Wilgaru nur zustimmen.
Mir geht es nicht darum, dass ein Spiel schwer ist. Es geht darum, ob es Spaß macht.
Nun ist das sicherlich wieder Definitionssache. Für viele Gamer, ist es Spass sich an bockschweren Titeln die Zähne auszubeisen und dann enorme Befriedigung für einen geschafften Abschnitt zu erfahren. Für mich ist es Spass in einer atmosphärisch dichten Umwelt interessante Aufgaben zu erledigen und einer spannenden Story zu folgen.
Obwohl beides natürlich kein Widerspruch sein muss.

Wozu gibt dann überhaupt den einstellbaren Schwierigkeitrsgrad? Wenn jemandem ein Spiel zu leicht ist, sollte er es vielleicht erst einmal damit versuchen.

P.S. Spiele wie Stranglehold oder CoD, die mich nach dem Tot an einem 10 Minuten alten Speicherpunkt ansetzen, finde ich oft weder spannend noch motivierend sondern einfach nur nervig.
Und was ist mit den PC-Spielern, die immer frei speichern können?
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down182
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Beitrag von down182 »

Xeral hat geschrieben:Ich sehe das anders denn meine Zeit ist mir zu kostbar als das ich sie damit verschwende an unfairen stellen andauernd zu sterben oder meilenweit an irgend ein Checkpoint wiederbelebt zu werden
So soll und muss es auch nicht sein, wie aber eigentlich schon im Artikel selber beschrieben wurde.
Die Spiele sollen an Spannung zulegen und nicht unfair werden, indem man so etwas, wie du ansprichst anwendet. ZB kam beim aktuellen Prince of Persia meiner Meinung nach einfach kein Feeling/keine Spannung für das Spiel auf. Die ersten drei Teile hingegen (v.a. der Erste) waren hingegen an einigen Stellen echt schwer, aber sowas kann man über Hilfen und Schwierigskeitgrade steuern.
Oder ein anderes Beispiel: Mass Effect 2: Die Aussage, dass das Spiel "herausfordernd" werden soll sollte man so interpretieren, dass man nicht einfach jeden Gegner mit jeder Waffe und jedem Charakter platt machen kann sondern der richtige Einsatz der gerade beschriebenen Elemente wichtig ist um weiterzukommen. Das spricht "Core"-Gamer an und kann auch bei Casual-Spielern die Spannung steigern, da es dann einfach nicht so eintönig wird.

P.S.: Klasse Kommentar. Beleuchtet die Sachlage auf witzige Art und Weise völlig richtig
Zuletzt geändert von down182 am 04.12.2009 17:49, insgesamt 2-mal geändert.
SharinganEye
Beiträge: 243
Registriert: 25.10.2008 18:42
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Beitrag von SharinganEye »

Ich erinnere mich da an das erste stronghold, an die letzte mission wo man den Wolf töten musste..ich habs immer noch nciht geschafft :D
und natürlich super ghost n goblin
omg
^^
duder
Beiträge: 19
Registriert: 01.06.2009 23:20
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Re: Der 4P-Kommentar: Die weiche Welle bricht?

Beitrag von duder »

textchef hat geschrieben:Mit Demon's Souls und Bayonetta kommen zwei der eindrucksvollsten Abenteuer der letzten Zeit aus Japan. Sie werden keine Chartbreaker, aber könnten dennoch eine Signalwirkung haben, denn ihr Spieldesign setzt Zeichen und könnte wie ein Echo nachwirken.
Demon's Souls war doch auf Platz elf mit 150.000 verkauften Einheiten in der Oktober Auswertung des NPD. Sogar einen Platz vor der 360 Version von Brütal Legend, das bekanntlich zu Tode beworben wurde. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass DS eine Woche Vorsprung hatte. Aber trotzdem ein respektabler Erfolg.
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Knightmare
Beiträge: 55
Registriert: 13.09.2007 11:01
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Beitrag von Knightmare »

Ich fürchte, viele verwechseln hier Anspruch mit Schwierigkeitsgrad. Gerade Wulgaru und Sobchak scheinen aus der Forderung nach mehr Anspruch nur herauszulesen, dass das Spiel so hammerhart sein soll, dass nur noch irgendwelche Hardcoregamer es packen und kritisieren diesen Wunsch.

Das ist es aber nicht, was ich aus dem Kommentar gelesen habe. Es geht in meinen Augen darum, dass vom Spieler einfach etwas mehr Aufmerksamkeit und Einsatz verlangt werden soll als das simple Drücken eines Knopfes auf Kommando oder das automatisierte Überwinden verschiedener Passagen ohne jegliche Herausforderung an den eigenen Verstand, Kombinationsfähigkeit, Geschicklichkeit... was auch immer.

Um mal ein Beispiel zu nennen: Falls ihr schon mal Braid gespielt habt... dort gibt es keine Herausforderungen a la "Der Endboss hat 1893434 HP und haut mich mit 3 Schlägen weg" oder "Der nächste Checkpoint ist 5 Stunden entfernt, versau das nicht, Junge!".

Nein, vielmehr geht es um den Anspruch an die Hirnwindungen,
komplexere Zusammenhänge zu begreifen, die Situation zu erfassen und daraus schließlich den Lösungsweg zu schlußfolgern. Das Ganze wird ab und zu kombiniert mit ein paar Sprüngen, die man exakt timen muss, was aber kein Anspruch an die Geschicklichkeit des Spielers ist, der nur von Hardcorezockern im besten Alter erfüllt werden kann.

Wenn mal was schief geht, kann (und muss man sogar) man bei Braid jederzeit zurückspulen, aber davon wird das Spiel nicht auf absolutes Zombie-Niveau erleichtert, wie man es bei den meisten anderen Games der letzten Jahre gewohnt ist.

Und jetzt seid doch mal ehrlich zu euch selbst: Bei welchem neueren Spiel wurdet ihr das letzte Mal wirklich zu Eigenleistung gefordert? Die meisten Spiele sind doch mittlerweile nur etwas bessere interaktive Cutscenes mit Levelschläuchen, damit man sich nicht verläuft, vorgegebenen Problemlöser-Tasten und falls mal ein Part nicht auf Anhieb lösbar erscheint, blinkt spätestens nach 10 Sekunden der große rote leuchtende Pfeil auf den Schalter/die Tür/den Weg, der zum Erfolg führt, damit der Spieler bloß nicht sein Gehirn anschmeissen muss.

Was hier also bemängelt wird, sind die Fast-Food-Spiele, die den Spieler passiv mitspielen lassen, statt ihn einzubeziehen und ihn auch mal schwitzen oder grübeln zu lassen. Es geht nicht um übermächtige Hardcore-Bosse oder unfaire Stellen, die man in höheren Schwierigkeitsgraden bei den meisten Spielen einfach nur zu bewältigen hat.

Und vor allem geht es nicht darum, dass ein Spiel keinen Spass mehr machen kann, wenn's anspruchsvoller (wohlgemerkt: nicht schwerer!) wird, und nur Fast-Food-Spiele zum Feierabend leicht verdaulich sind.
Klar, ich glaube euch gern, dass auch total einfache, oberflächliche und anspruchslose Spiele viel Spass bereiten können. Aber das tun gute Hollywood-Filme auch (und da muss man ähnlich viel tun *g*). Und das heißt doch nicht, dass Konsumenten derartiger Produktionen mit allem, was darüber hinaus geht, gleich hoffnungslos überfordert wären, oder sich plötzlich erschrecken würden, wenn man im Spiel tatsächlich ein bisschen eigenen Einsatz von ihnen verlangt. ;)
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Knightmare hat geschrieben:Ich fürchte, viele verwechseln hier Anspruch mit Schwierigkeitsgrad. Gerade Wulgaru und Sobchak scheinen aus der Forderung nach mehr Anspruch nur herauszulesen, dass das Spiel so hammerhart sein soll, dass nur noch irgendwelche Hardcoregamer es packen und kritisieren diesen Wunsch.
Wer meine Posts kennt, weiß sicher das ich durchaus eine komplexe Vorstellung von Anspruch habe und Jörgs Kolumnen eigentlich ganz gerne mag.
Ich lese das was du sagst allerdings aus Jörgs Kommentar heraus. Er relativiert zwar an einigen Stellen...allerdings ist seine gesamte Argumentation auf den Schwierigkeitsgrad und auf den "Core"-Gehalt von Spielen gemünzt. Da für mich persönlich eine solche Unterscheidung von Core und Casual nicht existiert, zumindest nicht in diesen klaren Trennlinien, ist der ganze Kommentar für mich nicht richtig zu Ende gedacht. Das kann Jörg wirklich besser

Ich bin sicher keiner der basht, aber manchmal kann ich einfach nicht zustimmen
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@Vaedian

danke, dass du das klar gestellt hast =)
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MØnd©LØud
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Beitrag von MØnd©LØud »

Ponte hat geschrieben:Ich stimme zu! Hab Demon's Souls und Bayonetta daheim und muss sagen: Ein tolles Gefühl so richtig vernichtet zu werden. Endlich wieder Spannung und Emotion während dem Zocken, wie habe ich das vermisst! :wink:
bayonetta war doch nicht schwer,der schwer modus war ein bisschen herrausfordernd und der nonstop climax mode war viel zu einfach
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

Wulgaru hat geschrieben:
Knightmare hat geschrieben:Ich fürchte, viele verwechseln hier Anspruch mit Schwierigkeitsgrad. Gerade Wulgaru und Sobchak scheinen aus der Forderung nach mehr Anspruch nur herauszulesen, dass das Spiel so hammerhart sein soll, dass nur noch irgendwelche Hardcoregamer es packen und kritisieren diesen Wunsch.
Wer meine Posts kennt, weiß sicher das ich durchaus eine komplexe Vorstellung von Anspruch habe und Jörgs Kolumnen eigentlich ganz gerne mag.
Ich lese das was du sagst allerdings aus Jörgs Kommentar heraus. Er relativiert zwar an einigen Stellen...allerdings ist seine gesamte Argumentation auf den Schwierigkeitsgrad und auf den "Core"-Gehalt von Spielen gemünzt. Da für mich persönlich eine solche Unterscheidung von Core und Casual nicht existiert, zumindest nicht in diesen klaren Trennlinien, ist der ganze Kommentar für mich nicht richtig zu Ende gedacht. Das kann Jörg wirklich besser

Ich bin sicher keiner der basht, aber manchmal kann ich einfach nicht zustimmen
Wieso sollte man Core und Casual nicht mitreinander verweben können? Wozu gibt es denn den aufsteigenden Schwierigkeitsgrad? Kennt Ihr den noch? Ihr kennt das bestimmt. Ein Spiel das "leicht" beginnt und mit der Zeit an Herausforderung gewinnt. Ich finde der aufstegende Schwierigkeitsgrad ist das, was bei den Next- Gen- Entwicklungen zu großen Teilen nicht mit weiterentwickelt wurde. Statt dessen halten im laufe des Spiels die Gegner mehr aus, die Gegner verursachen mehr Schaden, mehr Gegner, höhere Werte die man überbieten muss. Das Gameplay selbst bleibt meist gleich anstatt sich fließend mitzuentwickeln und dem Spieler neue Möglichkeiten zu öffnen. Oder kurz: Die Innovation im Spiel bleibt auf der Strecke.

Klar, bei vielen Spielen merkt man das der Schwierigkeitsgrad zu "plump" erweitert wird, indem dir einfach mal etwas "sauschweres" vor die Füße geworfen wird. Das wird dann oft als unfair betrachtet weil es aus dem nichts kommt.

Wieder mal ein Kommentar der einem aus der Zockerseele spricht, danke Jörg :Daumenlinks:
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Cat Toaster
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Registriert: 07.08.2008 07:56
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Beitrag von Cat Toaster »

Wie man so etwas Schreiben kann und dann so niveau- wie inhaltsarmen Schrott wie Far Cry 2, Modern Warfare 2, L4D2 oder Dirt2 in den Wertungshimmel hievt geht mir nicht ganz in den Kopf.

Bei der Demo von Dirt2 habe ich fast gekotzt. Ja, ich habe Windows 7 und eine 5870 und kann es mit max. Details, 4xMSAA bei 1920x1200 flüssig spielen aber sooooo revolutionär sieht´s im Vergleich zu Grid aus selbem Haus nicht aus. Viel viel schlimmer ist die inhaltliche Leere. Grafik und Sound können nicht darüber hinweg täuschen dass mir Ansagen vor den Kurven fehlen, das scheinbar kein Event länger als fünf Minuten dauert und dann hat man noch ein halbes Dutzend dieser idiotischen Zurückspul-Joker. Ja, wo ist da die Spannung der Vorgänger geblieben, wo man eine halbe Stunde lang keinen Fehler machen durfte, wo sie Konsequenzen für die nächste Etappen hatten wenn das Fahrzeug zu sehr beschädigt war? Im wahrsten Sinne wohl auf der Strecke! In zwei Minuten kriegt ja nicht mal ein Vollhorst die Karre kaputt gefahren, dann hat er dafür noch Joker. Spannung kommt bei Dirt2 so nicht mehr auf. Was einst ein tolles, spannendes Spiel war ist zu Casual Einheitsbrei mit Blenderpräsentation mutiert.

Es wirkt nicht sehr glaubwürdig wenn man auf der einen Seite die Casual-Degeneration in der Spielelandschaft zurecht kritisiert, auf der anderen Seite für denselben Kram hohe Wertungen vergibt.