Der 4P-Kommentar: Call of Blutbad

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The-Super-Mario
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Beitrag von The-Super-Mario »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:achso, und wenn man die leute doch selber entscheiden lassen sollte, warum muss man sie dann noch als hirnzermatschte bezeichnen? ist das nicht etwa eine klare diskriminierung?
wohl nicht ordentlich nachgedacht :p
Das ist meine "Meinung" und wenn es manchen "diskriminierend" erscheinen sollte, sollte glaube ich derjenige selbst darüber nachdenken warum?

Meine Meinung = Wenn es dir Spaß macht (auch wenn nur virtuell, dafür SEHR Realistisch) auf wehrlose Zivilisten zu schießen, bist du für mich als "zivilisierter" Mensch einen Dreck Wert.

(Das geht nicht "persönlich" an dich, sondern an ALLE die so denken)
Z101
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Beitrag von Z101 »

Man sollte mal ganz klar die Fakten sehen: MW2 ist ein Spiel für die Zielgruppen pubertierende Bengel und kriegslüsterne US-Republikaner. Jedem halbwegs reifen Erwachsenen schmilzt beim spielen dieses Machwerks das Hirn weg. Es ist einfach stupide und dämlich.

Zudem ist MW2 so durchgescriptet, so geradlinig und bietet so wenig Freiheiten wie ein Rail Shooter (allerdings ist da ein echter Rail-Shooter wie Dead Space: Extraction besser). Der Solo-Modus ist nach 4-5 Stunden durchgespielt, der MP so 0815 wie er nur sein kann.

Publikationen für Erwachsene berichten auch eher distanziert über das Spiel:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 59522.html

Das so ein Spiel Verkaufserfolge feiert und sich Käufer desselben als "Hardcore-Spieler" brüsten, wirft ein schräges Licht auf die Videospielszene. Und Videospielpublikationen wie 4players vergeben Gefälligkeitshöchstwertungen und Awards.

Käme so etwas wie MW2 als Film heraus würden die Filmkritiker es zurecht als Kriegsproganda der schlimmsten Sorte bezeichnen. Und was machen Videospieltester? Vergeben Awards, weil die Grafik ja so detailliert ist, die Animation so hübsch und die Physiknutzung "cool". Kein Wunder das Videospieler und Videospielpublikationen (und -Redakteure) von der Allgemeinheit nicht ernst genommen werden können.

Das das Spiel bei kriegslüsternen US-Republikanern Begeisterung auslöst war zu erwarten, aber alle anderen sollten doch, auch wenn sie einige Vorzüge wie den MP loben können, trotzdem den Mut haben auf die vielen unhaltbar schlechten Eigenschaften des Spiels hinzuweisen.

Schade das auch 4players keinen Mut bewiesen hat und das schlechte Gewissen über die gute Wertung mit so einem Kommentar zu beruhigen versucht. Auch wenn 4players sich die junge naive Kundschaft nicht vergraulen will, hätte man zumindestens versuchweise zwei Tests machen können. Einen unreflektierten Jubeltest wie den vorliegenden und einen nachdenklicheren.
Zuletzt geändert von Z101 am 17.11.2009 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Zappes
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Beitrag von Zappes »

Z101 hat geschrieben:Man sollte mal ganz klar die Fakten sehen: MW2 ist ein Spiel für die Zielgruppen pubertierende Bengel und kriegslüsterne US-Republikaner. Jedem halbwegs reifen Erwachsenen schmelzt beim spielen dieses Machwerks das Hirn weg. Es ist einfach stupide und dämlich.
Da ich der Pubertät nachweislich entwachsen bin, kein US-Republikaner bin und sich an meinem Hirnzustand bisher nichts geändert hat, bleibt nur noch die Annahme, dass ich (im Gegensatz zu Dir) kein "halbwegs reifer Erwachsener" bin. Oder, dass Du ein unter Horizontverengung leidender Schmalspurpsychologe bist, aber das würde ich Dir natürlich nicht unterstellen wollen.
Z101
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Beitrag von Z101 »

ZappesBPD hat geschrieben: dass Du ein unter Horizontverengung leidender Schmalspurpsychologe bist, aber das würde ich Dir natürlich nicht unterstellen wollen.
Darfst mir ruhig unterstellen was du willst, wir leben in einem freien Land und ich sehe das nicht so eng. :D Schade nur, dass das alles ist, was du dazu sagen kannst.

Was mein von dir zitierter Satz allerdings mit Psychologie oder ihrer Unterkategorie der "Schmalspurpsychologie" zu tun hat bleibt wohl ein Rätsel. Das das Spiel offensichtlich für die o.g. Zielgruppen entwickelt wurde, heisst ja nicht, dass auch andere, nicht beabsichtigte Zielgruppen es "unterhaltsam" finden können. Mir würde da spontan noch die Gruppen der "Kaufe alles was gehypt wird", "Kaufe alles mit MP-Modus, egal wie stupide" oder "Kaufe alle Shooter, egal wie dumm" einfallen :lol:
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

RosaElfe hat geschrieben: Schwierig. Allerdings habe ich das Gefühl, das führt langsam etwas weit ins hypothetische...

Nichtsdestotrotz.
Bei dem von dir beschriebenen Szenario wären die Begleitumstände wirklich entscheidend.
Welches Ziel verfolgt die Spielfigur in den Missionen? Welches Ziel die entsprechenden Gegner?
Im Prinzip sind Kindersoldaten nicht gerade unschuldige Zivilisten. Es sind missbrauchte Kinder, die allerdings oft selber zu Bestien geworden sind (entsprechende Berichte kann man nachlesen...), daher würde ich das nicht als "Gegner" in einem shooter ausschließen. Da das ein ziemlich wackeliges Terrain ist, hinge wie gesagt sehr viel vom Drumherum ab. Zusätzlich empfände ich eine Reaktion des Protagonisten auf die Situation wünschenswert, da das auch für einen abgebrühten Elitesoldaten einiges zum Grübeln aufwirft und garantiert nicht spurlos an einem vorbeigeht. Es wäre ein Tabubruch, das ist sicher. Aber einer mit dem ich klarkäme, intelligente Umsetzung vorrausgesetzt. Ob ich es spielen wollen würde, weiß ich im Vorraus nicht.

Wie steht es bei dir?
Bei dem, was hier schon an Spielszenarien gepostet wurde, macht eine Idee mehr oder weniger auch nichts mehr aus. :wink:

Ich sehe dabei auch den Konflikt, dass Kinder ja eigentlich unschuldig sind, andererseits durch die Waffe eine Bedrohung darstellen. Meine Meinung ist, dass das Spiel irgendwie erklären sollte, wie es dazu gekommen ist (wie du so schön schreibst, wie sie zu Bestien wurden). Die Reaktion der Spielfigur würde ich mir auch wünschen, vielleicht in der Form von Max Payne.

Viel mehr Zeit hab ich jetzt gerade nicht, aber es war auch eine mehr oder minder fixe Idee, um aufzuzeigen, dass ich nicht unbedingt gegen den Tabubruch bin. Es ist eher entscheident, wie es umgesetzt wird. Ob ich es selber spielen würde, weiß ich aber auch nicht.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

naja viel zu bereden gibt es sowieso nicht mehr.
The-Super-Mario hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:achso, und wenn man die leute doch selber entscheiden lassen sollte, warum muss man sie dann noch als hirnzermatschte bezeichnen? ist das nicht etwa eine klare diskriminierung?
wohl nicht ordentlich nachgedacht :p
Das ist meine "Meinung" und wenn es manchen "diskriminierend" erscheinen sollte, sollte glaube ich derjenige selbst darüber nachdenken warum?

Meine Meinung = Wenn es dir Spaß macht (auch wenn nur virtuell, dafür SEHR Realistisch) auf wehrlose Zivilisten zu schießen, bist du für mich als "zivilisierter" Mensch einen Dreck Wert.

(Das geht nicht "persönlich" an dich, sondern an ALLE die so denken)
na gut, dann ist halt meine meinung, daß jeder, der so denkt wie du, noch blöder ist als ein hirnzermatschter. wahrscheinlich war bei euch nicht einmal etwas vorhanden, was man zermatschen konnte. ihr seid so intelligent, wie das was ich alltäglich durch meinen schliessmuskel presse.
ist halt meine meinung :D

btw sollte jemand, der so haltlos diffamiert, nicht auch noch für sich beanspruchen zivilisiert zu sein. das ist wirklich lachhaft :)
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: demzufolge zählt also auch dazu, daß die gewalt einen gewissen realismus darstellen muss, um zu gefallen. man kann es natürlich auch künstlerischer darstellen, allerdings mündet das oft eher in einer übertreibung, statt einer alternativen darstellung. würden jetzt schmetterlinge statt blut aus dem körper treten, wäre das schon wieder verachtenswert (gut, beschissenes beispiel, aber mir fällt um die zeit nichts besseres mehr ein ^^), dahingegen würden riesige blutfontänen bei vielen spielern wieder das interesse wecken.
ich kenne counterstrike server die haben mods drauf, wo wirklich bei jedem treffer erstmal 10 liter blut aus den körpern spritzen. ich habe allerdings noch nie einen mod erlebt, der es auf eine alternative weise darstellt oder das blut weglässt.
Da fällt mir die Präsentation von dem Remedy-Typen bei der diesjährigen GDC ein. Er sagte, dass es schon ordentlich *bling bling* machen muss und das zuviel Realismus auch doof ist.
Mit den riesigen Blutfontänen hätte ich dir bis vor kurzem zugestimmt. Seit der Diskussion über die Blutdarstellung in Dragon Age denke ich ein bisschen anders darüber. Eventuell ist zu übertrieben auch nicht gut. Vielleicht liegt es auch daran, dass es kein Shooter, sondern ein RPG ist. Aber da gibt es, wie fast üerall, solche und solche.
Ich denke auch, dass alternative Darstellungen wie Schmetterlinge statt Blut oder dass sich der Erschossene in einem Meer aus Blumen ergießt nicht für den Großteil der Spieler geeignet ist. Aber es wäre sicher mal interessant, so ein Spiel zu sehen. :D
ok selbst auf einem public server ist ein gewisser sportlicher aspekt vorhanden, aber das man dort vorran kommt stimmt ja auch wieder nicht. man kann doch sicher sagen, daß 50% auf einem online server als verlierer des spiels zu verstehen sind. da sehe ich nicht, wo die vorrankommen, außer das sie halt dazulernen. aber du kannst mir nicht erzählen, daß jeder spieler diesen aspekt so verinnerlicht hat, daß er sich mit diesem immer bewusst motivieren kann. trotzdem verlassen diese spieler nicht den server und spielen weiter.
sie könnten ja auch was anderes spielen. es steht halt an erster stelle immer noch, daß das spiel an sich ihnen spaß bereitet. da sind die anderen motivationsgründe erstmal egal.
Spaß am Spiel ist in meinen Augen die Grundvoraussetzung für das Spielen. Wer keinen Spaß beim spielen hat, wird in der Regel damit aufhören. Da können andere Reize noch so groß sein. Ich bin selber kein Onlinezocker, deswegen kann ich nichtmal von mir ausgehen. Zählt man auch wie oft man erwischt wurde oder wird nur die eigene Quote gezählt? Wenn dem so wäre, würde mal sich ja erstmal weniger als Verlierer sehen.
Ich würde sogar behaupten, dass der Wettbewerb eine unbewusste Motivation darstellt und das eine bewusste Motivation vielleicht gar nicht nötig ist. Ist natürlich eine wage Vermutung und wie stark das ausgeprägt ist, ist sicherlich verschieden.
sehe ich ein. das simulieren von töten ist ja an sich auch garnicht so einfach.
überhaupt dürfte es im echten leben jemanden viel schwerer jemanden wirklich bewusst umzubringen. prügeleien gibt es immer schnell, aber gezielt töten tut ja fast niemand. ich glaube die meisten von uns würden auch kotzen bei dem akt, selbst wenn es relativ harmlos aussähe, ohne dabei blut zu vergiessen.
aber jemanden richtig sterben zu sehen dürfte fast jedem an die nieren gehen und so etwas will man dann auch im spiel nicht wirklich immer haben. dann würde es nämlich schon schwieriger werden zwischen blutigem pixelmännchen und echtem menschen zu unterscheiden.
Das "So tun als ob", was du auch schonmal angesprochen hast (glaube ich), ist natürlich auch ein entscheidener Faktor. Egal wie detailgetreu die Darstellung ist, ich würde sagen, der Spieler weiß immer dass das Geschehen im Spiel nicht real ist und keine relane Konsequenzen gibt.

das muss man aber auch wieder etwas differenzierter sehen. eine wirtschaftliche übernahme passiert ja meist aus sicht der bosse, die ungefähr so eine distanz zu den geschehen haben, wie ein staatschef der einen krieg führt.
das ist in beiden fällen immer noch ein gewaltiger unterschied, zu dem normalen soldaten, aber als ersatz beschäftigung zu gewaltakten kann man es schon sehen. ich denke mal sich so mächtig zu fühlen, erfüllt einen menschen schon ziemlich. da ist man dann auch einfach zu sehr mit beschäftigt, um an richtige gewalt zu denken.
Mein Wirtschaftsbeispiel war sicherlich überspitzt und zu kurz gedacht. Natürlich muss man das ganze differenzierter sehen. Aber wenn du die Wirtschaftsbosse als Generäle betrachtest ist eine gewisse Ählichkeit vorhanden. Besonders krass finde ich die Heuschrecken in der Wirtschaft, die ein Unternehmen übernehmen, ausbluten und dann die Reste wegschmeißen.
Ich kenne mich mit der Geschichte nicht so aus, aber waren die Könige, die Krieg geführt haben, immer mit auf dem Schlachtfeld oder haben die die Drecksarbeit von ihren Lakaien machen lassen? Aber aus Sicht des Soldaten bzw. des Arbeiters stellt sich das Ganze sicherlich anders dar. Außer in dem Punkt, dass sie alle Schachfiguren sind, die mehr oder weniger nach Willend er Bosse bewegt werden.
zu glauben, daß der mensch friedlich wäre ist nicht nur kurzsichtig, sondern sogar gefährlich. gewalttätigen menschen aufzuzwingen friedlich zu sein und sie ihren trieb nicht ausleben zu lassen ist noch nie gut gegangen. ich frag mich, wann die allgemeinheit, daß endlich kapieren wird?
das heisst natürlich nicht, daß man jetzt jeden gewähren lassen soll, aber der sinn einer gesellschaft sollte es doch sein, solche personen nicht auszugrenzen, sondern ihnen zu helfen und ihnen entgegen zu kommen, ihnen alternativen anzubieten, statt sie zu ächten.
Sehe ich ähnlich. Aggressionen oder andere Emotionen zu unterdrücken und zu verdrängen kann nicht gut sein. Es gibt natürlich Möglichkeiten seine "Gewalttriebe" auszuleben, aber nicht jeder nimmt diese Möglichkeiten wahr. Und manche From wird nicht oder nur selten anerkannt.
Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn dein unterer Abschnitt Realität werden würde. Aber ich glaube der Großteil der Menschen ist zu beschränkt, um andere Menschengruppen als das Anzusehen, was sie sind. Es ist alles immer irgendwie mit einer Wertung versehen: Was? Der kann seine Emotionen nicht kontrollieren? Der ist ja dann schon ein wenig krank. Andere Religionen sind einem ja auch oft suspekt. Da kennt man sich einfach zu wenig aus. Es ist zu fremd. Und dem Fremden steht man immer ein wenig feindselig gegenüber.
gewalt tritt ja auch nicht zufällig auf. in unserer gesellschaft sind gewalttätige eher solche, die keine ablenkung dazu finden. die arm sind und perspektivlos, die sich dann langweilen und nichts besseres zu tuen haben. das muss doch eigentlich dafür sprechen, daß jeder mensch unter bestimmten umständen zu der gewalt neigen könnte. aber die meisten verstehen diese zusammenhänge nicht. die sagen dann einfach, diese menschen seien dumm, obwohl sie es ja dann eigentlich selber auch sind.
dilemma :)
Da stimme ich dir in Teilen zu. Die Verzweifelung in unteren Schichten ist sicherlich größer was auch zu einer höheren Gewaltbereitschaft führen kann. Aber die lassen in den Schlägereien Luft raus. Eigentlich müsste man sich die zum Vorbild nehmen. :D Die heftigen Gewaltsxplosionen (Amokläufe z. B. (und damit meine ich nicht die Winnendens, Columbines etc., sondern auch die, wo der Vater seine Familie umbringt)) scheinen aber mehr in der Mittelschicht aufzutreten. Aber das ist auch eher eine wage Vermutung. Kann auch ein falscher Eindruck sein
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

ja, aber es gibt ja mehr straßenräuber, vergewaltiger und schläger, selbst einzeln genommen, in unserer gesellschaft, als amokläufer.
das sind nur radikale ausnahmen. verzweifelt sind sie aber dennoch. gewalt haben sie ja auch meistens erfahren, nur ging diese bis dahin nicht von ihnen aus, sondern wendete sich eher gegen sie.
ein mobbing opfer erlebt jeden tag, wie sehr gewalt doch spaß machen kann, ohne selber an diesem spaß teilzuhaben.
dabei muss es sich ja nicht nur um schüler handeln.
Mit den riesigen Blutfontänen hätte ich dir bis vor kurzem zugestimmt. Seit der Diskussion über die Blutdarstellung in Dragon Age denke ich ein bisschen anders darüber. Eventuell ist zu übertrieben auch nicht gut.
bei dragon age finde ich das aber bislang nicht so schlimm. nach einem harten kampf noch ein paar blutspuren im gesicht zu sehen finde ich sogar recht authentisch. übertrieben finde ich das nicht.
aber es sind ja auch nicht nur blutdarstellungen. wichtig ist auch, daß sich die gegner, die man umbringt, menschlich verhalten. ordentliche resonanz auf kugeln und verletzungen geben und ihre körper realistisch in sich zusammensacken.
aber gut, ich glaube ich fühle mich auch durch solche gewaltdarstellungen auch schon eher unterhalten als die meisten anderen.
geschmack variiert ja auch in dieser hinsicht.

Spaß am Spiel ist in meinen Augen die Grundvoraussetzung für das Spielen. Wer keinen Spaß beim spielen hat, wird in der Regel damit aufhören. Da können andere Reize noch so groß sein. Ich bin selber kein Onlinezocker, deswegen kann ich nichtmal von mir ausgehen. Zählt man auch wie oft man erwischt wurde oder wird nur die eigene Quote gezählt?
also eigentlich sieht man bei jedem spiel was man getötet hat und wie oft man selbst getötet wurde.
in meiner zeit als cs spieler gab es immer wieder solche irren mit stats von 0:20 oder sowas. das muss man sich mal auch vom gameplay her vorstellen: du tötest die ganze zeit überhaupt nichts. kriegst nichtmal punkte, weil du missionsziele erfüllst, darfst aber nach jedem sterben trotzdem erstmal 1-2 minuten warten, bis du wieder spielen kannst.
wenn ich die server statistiken von eigenen leuten gesehen habe, hat mich fast der schlag getroffen. da gab es leute, die sind für ein dutzend kills hunderte male gestorben.
was hat die noch motiviert? hoffnung? ^^
Ich kenne mich mit der Geschichte nicht so aus, aber waren die Könige, die Krieg geführt haben, immer mit auf dem Schlachtfeld oder haben die die Drecksarbeit von ihren Lakaien machen lassen? Aber aus Sicht des Soldaten bzw. des Arbeiters stellt sich das Ganze sicherlich anders dar. Außer in dem Punkt, dass sie alle Schachfiguren sind, die mehr oder weniger nach Willend er Bosse bewegt werden.
hmm das kam auf die kulturen an. genau kenn ich mich da auch nicht aus.
hier in europa zumindest war es vor dem mittelalter noch so, daß jeder herrscher fast ausnahmslos mitgekämpft hat. das hat dann irgendwann abgenommen, als man für herrscher auch noch andere qualitäten entdeckte, als bloss ein großer kämpfer zu sein. einen guten verwalter und ökonom wollte man sicher nicht mehr in einem krieg verschwenden.
mit napoleon ist die sitte dann ganz gestorben, weil ein genialer taktiker einen krieg nunmal eher entscheiden kann, als ein einzelner überkämpfer.
Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn dein unterer Abschnitt Realität werden würde. Aber ich glaube der Großteil der Menschen ist zu beschränkt, um andere Menschengruppen als das Anzusehen, was sie sind. Es ist alles immer irgendwie mit einer Wertung versehen: Was? Der kann seine Emotionen nicht kontrollieren? Der ist ja dann schon ein wenig krank. Andere Religionen sind einem ja auch oft suspekt. Da kennt man sich einfach zu wenig aus. Es ist zu fremd. Und dem Fremden steht man immer ein wenig feindselig gegenüber.
irgendwelche lösungen? vielleicht welche, die nicht gegen die verfassung verstoßen? ^^

das ist an alle gerichtet!
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:ja, aber es gibt ja mehr straßenräuber, vergewaltiger und schläger, selbst einzeln genommen, in unserer gesellschaft, als amokläufer.
das sind nur radikale ausnahmen. verzweifelt sind sie aber dennoch. gewalt haben sie ja auch meistens erfahren, nur ging diese bis dahin nicht von ihnen aus, sondern wendete sich eher gegen sie.
ein mobbing opfer erlebt jeden tag, wie sehr gewalt doch spaß machen kann, ohne selber an diesem spaß teilzuhaben.
dabei muss es sich ja nicht nur um schüler handeln.
Klar, du hast recht. Ich wollte nur die Trennung vornehmen. Das scheint zu zeigen, dass die untere Schicht vielleicht häufiger ausrastet, die anderen dafür aber heftiger. Die sind noch nicht so sehr darauf gedrillt, dass sie sich unter Kontrolle zu halten haben, um es mal so zu formulieren. Sie scheinen ihren Trieben eher nachzugeben.
bei dragon age finde ich das aber bislang nicht so schlimm. nach einem harten kampf noch ein paar blutspuren im gesicht zu sehen finde ich sogar recht authentisch. übertrieben finde ich das nicht.
aber es sind ja auch nicht nur blutdarstellungen. wichtig ist auch, daß sich die gegner, die man umbringt, menschlich verhalten. ordentliche resonanz auf kugeln und verletzungen geben und ihre körper realistisch in sich zusammensacken.
aber gut, ich glaube ich fühle mich auch durch solche gewaltdarstellungen auch schon eher unterhalten als die meisten anderen.
geschmack variiert ja auch in dieser hinsicht.
Dragon Age hatte ich angesprochen, da es im Vorfeld doch relativ viele gab, die die Blutdarstellung als zu übertrieben empfunden haben. Das hat mich dann doch etwas stutzig gemacht was die These "je mehr Blut, desto besser" angeht. Nachdem ich das Spiel jetzt ein wenig gespielt habe, muss ich aber auch sagen, dass es mich nicht so sehr stört. Teilweise finde ich es auch authentischer. Die anderen Aspekte, die du ansprichst, sind natürlich auch wichtig.
also eigentlich sieht man bei jedem spiel was man getötet hat und wie oft man selbst getötet wurde.
in meiner zeit als cs spieler gab es immer wieder solche irren mit stats von 0:20 oder sowas. das muss man sich mal auch vom gameplay her vorstellen: du tötest die ganze zeit überhaupt nichts. kriegst nichtmal punkte, weil du missionsziele erfüllst, darfst aber nach jedem sterben trotzdem erstmal 1-2 minuten warten, bis du wieder spielen kannst.
wenn ich die server statistiken von eigenen leuten gesehen habe, hat mich fast der schlag getroffen. da gab es leute, die sind für ein dutzend kills hunderte male gestorben.
was hat die noch motiviert? hoffnung? ^^
Hm, sind dann wohl Masochisten. :wink: Und die Hoffnung stirbt ja sowieso zuletzt. Vielleicht gehen sie ja auch nur nach dem Prinzip "Viel Feind, viel ehr" vor. Wäre sicher mal interessant, in der Richtung zu forschen.
hmm das kam auf die kulturen an. genau kenn ich mich da auch nicht aus.
hier in europa zumindest war es vor dem mittelalter noch so, daß jeder herrscher fast ausnahmslos mitgekämpft hat. das hat dann irgendwann abgenommen, als man für herrscher auch noch andere qualitäten entdeckte, als bloss ein großer kämpfer zu sein. einen guten verwalter und ökonom wollte man sicher nicht mehr in einem krieg verschwenden.
mit napoleon ist die sitte dann ganz gestorben, weil ein genialer taktiker einen krieg nunmal eher entscheiden kann, als ein einzelner überkämpfer.
Es scheint aber auch keine Ausnahme gewesen zu sein, dass ein Krieg durch einen Zweikampf entschieden wurde. Die stärksten Krieger kämpften gegeneinander und der Sieger hatte den Krieg gewonnen.
Ich hätte es jetzt ähnlich wie du gesehen, dass der Herrscher in der Zeit bis vor dem Mittelalter immer vorne mit dabei war bzw. zumindest immer mit den Truppen mitgezogen und sicher auch mitgekämpft hat. Der Kampf, und die daraus zu gewinnende Ehre schien einen wichtigeren Stellenwert zu haben als der Sieg. Das hat sich ja kräftigst gewandelt. Heutzutage ist das abschießen einer Rakete nur noch ein Knopfdruck. Man kann dem Soldaten ja nicht mehr zumuten, seinem Gegner direkt ins Auge zu schauen.
Es wäre zu schön um wahr zu sein, wenn dein unterer Abschnitt Realität werden würde. Aber ich glaube der Großteil der Menschen ist zu beschränkt, um andere Menschengruppen als das Anzusehen, was sie sind. Es ist alles immer irgendwie mit einer Wertung versehen: Was? Der kann seine Emotionen nicht kontrollieren? Der ist ja dann schon ein wenig krank. Andere Religionen sind einem ja auch oft suspekt. Da kennt man sich einfach zu wenig aus. Es ist zu fremd. Und dem Fremden steht man immer ein wenig feindselig gegenüber.
irgendwelche lösungen? vielleicht welche, die nicht gegen die verfassung verstoßen? ^^

das ist an alle gerichtet![/quote]

Um das zu ändern, müsstest du den Menschen ändern. Und das geht nicht, ohne gegen die Verfassung zu verstoßen. :P
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

ich stehe weiterhin als diktator der welt zur wahl. ihr müsst mich nur unterstützen.
ich werde jeden erwachsenen und psychisch gesunden menschen auf mündigkeit und selbstüberschätzung testen lassen. wer beide tests nicht besteht wird auf der stelle erschlagen. dann sind zwar 90% der menschheit tot, aber wenigstens behindern die den rest nicht mehr und stellen keine stolpersteine dar auf dem weg zur optimierten menschheit. radikal heisst schnell :)
Es scheint aber auch keine Ausnahme gewesen zu sein, dass ein Krieg durch einen Zweikampf entschieden wurde. Die stärksten Krieger kämpften gegeneinander und der Sieger hatte den Krieg gewonnen.
ich glaube weniger, daß es so war. so wie es im film troja oder auch anderen griechischen mythologien geschildert wurde, halte ich für ein gerücht.
stell dir mal vor du bist ein könig und ziehst in den krieg. du gibst einen haufen asche dafür aus um deine armee mobil zu machen und wenn du dann vor der entscheidenden schlacht stehst heißt es dann, daß nur die jeweils besten krieger gegeneinander antreten sollen.
würdest du dieses risiko wirklich eingehen? vorallem würdest du bei einer niederlage deines kämpfers dann wirklich deine armee zurückziehen und kapitulieren? könntest du das selbst von deinem gegner erwarten?
ich denke das ist eine legende :)
freda
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Beitrag von freda »

RosaElfe hat geschrieben: Damit kannst du jedes Gräuel, jeden Völkermord ("waren ja nur Untermenschen") rechtfertigen, da ja Leute meinten das sei richtig und gut. Was sagst du dazu? IMHO windest du dich da um eine Antwort.

Hier findet nämlich "das ganze relativ sehen" eine nötige Grenze.
Nein, ich winde mich nicht um eine Antwort, ich lasse mich von dir nur nicht als Völkermordbefürworter hinstellen weil es nicht um Völkermord geht, auch wenn du krampfhaft versuchst, mich in diese Ecke zu drängen.

Du hast übrigens noch mit keiner Silbe beantwortet, wieso es schlimm ist ein paar Zivilisten umzunieten, die A-Bombe auf die eigenen Leute (30-50.000 Tote laut Spiel) völlig ok ist.
Ja, ich sehe da große Unterschiede. Ich habe kein Problem damit, auf die Combine zu feuern. Oder auf Zombies. Oder wenn entsprechende Halsabschneider beim Witcher oder Gothic es auf deinen Hals abgesehen hatten.
Ich habe aber Probleme damit, im Spiel russische Flughafenbesucher zu massakrieren. Ebensowenig will ich ein Konzentrationslager verwalten, auf arabische (oder sonstwelche) Kinder feuern oder andere Greueltaten begehen. Auch nicht virtuell.
Dann hast du ein wirkliches Problem, weil du nicht zwischen Fikition und realer Moral unterscheiden kannst. Auch ein Combine hat Kinder zu Hause, Frau, Verwandte und so weiter.
Ich kann auch im Prinzip ein Mitglied der irakischen republikanischen Garden spielen, sofern das nicht bedeutet, irgendwelche Dörfer in einer Grenzregion zu überfallen. Bietet sich natürlich für eine Standardstory nicht gerade an, da der Spieler ja "gewinnen" soll.

Es geht nicht darum, wen man spielt und ob derjenige weiße, gelbe, schwarze oder grüne Hautfarbe hat. Es geht darum, was der Protagonist tut und wie er sich verhält. Und wenn ich im Spiel zum menschlichen Monster mutieren soll, um weiterzukommen, dann lehne ich das nunmal ab.
Übersetzung: Ich kann alles und jeden töten, solange er eine Uniform an hat. Junge junge, das ist mal eine Doppelmoral erster Güte.
Ob die Seite arabisch ist oder nicht, ist mir "furzegal". Es geht um die Handlungen, die ich als Spieler ausführen soll.
Nein, genau das tut es nicht. Du versuchst deine moralischen Vorstellungen damit zu beruhigen, ob jemand eine Uniform trägt oder nicht.
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Zulustar
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Beitrag von Zulustar »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:ich stehe weiterhin als diktator der welt zur wahl. ihr müsst mich nur unterstützen.
ich werde jeden erwachsenen und psychisch gesunden menschen auf mündigkeit und selbstüberschätzung testen lassen. wer beide tests nicht besteht wird auf der stelle erschlagen. dann sind zwar 90% der menschheit tot, aber wenigstens behindern die den rest nicht mehr und stellen keine stolpersteine dar auf dem weg zur optimierten menschheit. radikal heisst schnell :)
Es scheint aber auch keine Ausnahme gewesen zu sein, dass ein Krieg durch einen Zweikampf entschieden wurde. Die stärksten Krieger kämpften gegeneinander und der Sieger hatte den Krieg gewonnen.
ich glaube weniger, daß es so war. so wie es im film troja oder auch anderen griechischen mythologien geschildert wurde, halte ich für ein gerücht.
stell dir mal vor du bist ein könig und ziehst in den krieg. du gibst einen haufen asche dafür aus um deine armee mobil zu machen und wenn du dann vor der entscheidenden schlacht stehst heißt es dann, daß nur die jeweils besten krieger gegeneinander antreten sollen.
würdest du dieses risiko wirklich eingehen? vorallem würdest du bei einer niederlage deines kämpfers dann wirklich deine armee zurückziehen und kapitulieren? könntest du das selbst von deinem gegner erwarten?
ich denke das ist eine legende :)
Das was du sagst stimmt schon, die sache mit dem besten Krieger, wurde aber von den Spartanern vorgeschlagen und die hatten Achilles, dieser stellte sich dannach vor die Gegner und hat sie gefragt ob noch jemand da ist der ihn herausfordern würde. Denn die Spartaner haben angegriffen und der unterlegene Gegner konnte so eine Menge seiner Soldaten kampflos retten.

Wie es dann aber zum Krieg kam, Athen konnte Troja solange nicht angreifen, solange die im Frieden mit seinem spartanischen Bruder waren, nachdem die Trojaner so dumm waren Helena zu entführen, war das der entscheidende Faktor in der Niederlagenhistorie. Was mir aber nicht in den Sinn will, das beides waren Brüder, wenn der eine dem anderen gersagt hätte komm wir holen uns Troja was hätte sie daran abhalten können? Warum warten bis ein Trojaner den Frieden bricht? König Menelaus hätte sogar zur Tarnung ein Fest mit den Trojanern veranstatten lassen bei dem alle grössten Kämpfer eingeladen worden wären, bei nacht hätten die dann genauso Troja überrennen. Hector war im Grunde kein Überkämpfer einem Achilles war er nicht gewachsen. Es hätte noch viel übler für die Trojaner ausgehen können, das was ihnen passiert ist noch milde gewesen.
RosaElfe
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Beitrag von RosaElfe »

freda hat geschrieben: Nein, ich winde mich nicht um eine Antwort, ich lasse mich von dir nur nicht als Völkermordbefürworter hinstellen weil es nicht um Völkermord geht, auch wenn du krampfhaft versuchst, mich in diese Ecke zu drängen.

Du hast übrigens noch mit keiner Silbe beantwortet, wieso es schlimm ist ein paar Zivilisten umzunieten, die A-Bombe auf die eigenen Leute (30-50.000 Tote laut Spiel) völlig ok ist.
Das du mit der Begründung jede noch so abartige Handlugn entschudigen kannst, bleibt bestehen, auch wenn du dich dagegen sträubst.

Die Atombombenszene habe ich nie als okay bezeichnet. Allerdings kenne ich die Szene nicht einmal, wieso sollte ich mich also über diese äußern?
freda hat geschrieben: Dann hast du ein wirkliches Problem, weil du nicht zwischen Fikition und realer Moral unterscheiden kannst. Auch ein Combine hat Kinder zu Hause, Frau, Verwandte und so weiter.
Ich kann da sehr gut unterscheiden ;-) nur behaupte ich, dass man als Mensch mit bestimmten moralischen Überzeugungen auch auf das Spielen von manchen Inhalten verzichten kann und ich es nicht geistig gesund finde, bei manchen Arten von Handlungen, seien sie virtuell, Spaß zu empfinden.

Ob der Combinetyp Kinder zuhause hat ist unerheblich, wenn du dieses Regime bekämpfst und er sich mit der Waffe in der Hand gegen dich stellt (und sowohl Regime als auch die einzelnen Soldaten sich vorallem durch Terror und Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung hervorgetan haben).
freda hat geschrieben: Übersetzung: Ich kann alles und jeden töten, solange er eine Uniform an hat. Junge junge, das ist mal eine Doppelmoral erster Güte.

Nein, genau das tut es nicht. Du versuchst deine moralischen Vorstellungen damit zu beruhigen, ob jemand eine Uniform trägt oder nicht.
Nicht die Uniform ist das Problem, sondern für was die Gegner stehen, wie sie sich verhalten und was sie ereichen wollen.

Die Terroristen im COD-Video tragen auch keine Uniform. Sie wollen allerdings einfach ein paar Hundert Zivilisten töten, weil sie sich dafür bezahlen lassen um ein bisschen Luxusleben zu genießen. Finde ich höchst verachtenswert, ich hätte also auch kein Problem diese als Gegner zu bekämpfen. Auch wenn die Terroristen möglicherweise Frau und Kind haben und zuhause den netten Familienvater raushängen lassen.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

Zulustar hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:ich stehe weiterhin als diktator der welt zur wahl. ihr müsst mich nur unterstützen.
ich werde jeden erwachsenen und psychisch gesunden menschen auf mündigkeit und selbstüberschätzung testen lassen. wer beide tests nicht besteht wird auf der stelle erschlagen. dann sind zwar 90% der menschheit tot, aber wenigstens behindern die den rest nicht mehr und stellen keine stolpersteine dar auf dem weg zur optimierten menschheit. radikal heisst schnell :)
Es scheint aber auch keine Ausnahme gewesen zu sein, dass ein Krieg durch einen Zweikampf entschieden wurde. Die stärksten Krieger kämpften gegeneinander und der Sieger hatte den Krieg gewonnen.
ich glaube weniger, daß es so war. so wie es im film troja oder auch anderen griechischen mythologien geschildert wurde, halte ich für ein gerücht.
stell dir mal vor du bist ein könig und ziehst in den krieg. du gibst einen haufen asche dafür aus um deine armee mobil zu machen und wenn du dann vor der entscheidenden schlacht stehst heißt es dann, daß nur die jeweils besten krieger gegeneinander antreten sollen.
würdest du dieses risiko wirklich eingehen? vorallem würdest du bei einer niederlage deines kämpfers dann wirklich deine armee zurückziehen und kapitulieren? könntest du das selbst von deinem gegner erwarten?
ich denke das ist eine legende :)
Das was du sagst stimmt schon, die sache mit dem besten Krieger, wurde aber von den Spartanern vorgeschlagen und die hatten Achilles, dieser stellte sich dannach vor die Gegner und hat sie gefragt ob noch jemand da ist der ihn herausfordern würde. Denn die Spartaner haben angegriffen und der unterlegene Gegner konnte so eine Menge seiner Soldaten kampflos retten.

Wie es dann aber zum Krieg kam, Athen konnte Troja solange nicht angreifen, solange die im Frieden mit seinem spartanischen Bruder waren, nachdem die Trojaner so dumm waren Helena zu entführen, war das der entscheidende Faktor in der Niederlagenhistorie. Was mir aber nicht in den Sinn will, das beides waren Brüder, wenn der eine dem anderen gersagt hätte komm wir holen uns Troja was hätte sie daran abhalten können? Warum warten bis ein Trojaner den Frieden bricht? König Menelaus hätte sogar zur Tarnung ein Fest mit den Trojanern veranstatten lassen bei dem alle grössten Kämpfer eingeladen worden wären, bei nacht hätten die dann genauso Troja überrennen. Hector war im Grunde kein Überkämpfer einem Achilles war er nicht gewachsen. Es hätte noch viel übler für die Trojaner ausgehen können, das was ihnen passiert ist noch milde gewesen.
ist das denn, was du hier schreibst auch einigermaßen historisch erwiesen, oder erzählst du hier nur was auch homer geschrieben hat?

afaik hat man doch gar keine beweise für die entführung der helena oder das es überhaupt so einen krieg gab, oder?
auch das achilles letztendlich durch einen pfeilschuss in die ferse starb, halte ich für ziemlich weit hergeholt ^^

würde also schon gerne wissen, was davon nun wenigstens erwiesen ist und was nicht.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: ich glaube weniger, daß es so war. so wie es im film troja oder auch anderen griechischen mythologien geschildert wurde, halte ich für ein gerücht.
stell dir mal vor du bist ein könig und ziehst in den krieg. du gibst einen haufen asche dafür aus um deine armee mobil zu machen und wenn du dann vor der entscheidenden schlacht stehst heißt es dann, daß nur die jeweils besten krieger gegeneinander antreten sollen.
würdest du dieses risiko wirklich eingehen? vorallem würdest du bei einer niederlage deines kämpfers dann wirklich deine armee zurückziehen und kapitulieren? könntest du das selbst von deinem gegner erwarten?
ich denke das ist eine legende :)
Ich glaube das Problem ist, dass du den historischen Kontext nicht mitdenkst. Ich kann es mir auch nicht leicht vorstellen, aber die Leute hatten damals ein ganz anderes empfinden und eine ganz andere Einstellung zu vielen Sachen im Gegensatz zu heute.
Ich hab das jetzt nicht nur an Homer bzw. der Troja-Szene ausgemacht, auch wenn einem die sofort in den Kopf kommt. In einem Buch eines Historikers habe ich gelesen, dass der Zweikampf zum einen als Orakel für eine Schlacht diente, oder eben auch den Kampf entschieden hat (Zitat Huizinga, S.106: Als die Vandalen in Spanien mit den Alemannen Krieg führten, ließ man den Streit durch zwei einzelne Kämpfer entscheiden.). Der Sieger, so stehts weiter, hat sich als der Stärkere erwiesen und dass die Götter ihm gnädig sind. Und weiterhin steht dort, dass man so das Blutvergießen ersparen konnte.

Es scheint also wirklich kein Einzelfall gewesen zu sein, auch wenn wir uns das heute so gut wie nicht mehr vorstellen können.