Der 4P-Kommentar: Call of Blutbad

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freda
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Beitrag von freda »

RosaElfe hat geschrieben: Also ich sehe schon einen Unterschied darin, wenn z.B. ein Soldat, der von seiner Regierung in ein Land geschickt wird (was natürlich falsch sein kann, ohne Frage) und dort unter Beschuss gerät und zurückfeuert und einem Menschen, der für 50.000 Flocken auf einen Flughafen geht und dort mit seinem Sturmgewehr ein paar Hundert Zivilisten über den Haufen ballert.
Wenn der Marine natürlich auf einen Flughafen ginge, um da wahllos um sich zu ballern, wäre das dasselbe, auf jeden Fall. Aber prinzipiell ist der Auftrag, der Soldaten gegeben wird, zumindest nicht "töte die größtmögliche Zahl an Zivilisten" sondern eher "patrouilliere dieses Gebiet, wenn dort feindliche Soldaten sind, dann eröffne den Kampf".
Das ist kaum zu toppen. Nur weil man eine Schippe einen Spaten nennt ists ein Unterschied? Weil ich eine schicke Uniform an habe bin ich im Recht? Wow...
Auch nicht schön, und der Grund, warum gegen diese Leute Kampf geführt werden soll, kann natürlich falsch sein. Aber der Grundauftrag ist ein himmelweiter Unterschied zu Makarovs Grundauftrag.
Der Auftrag ist: Vernichte den Feind. Ob der Feind jetzt aus Taliban oder zivilisten besteht ist vollkommen irrelevant. Ich habe die Story nicht wirklich beachtet, meine mich zu erinnern, dass der Anschlag inszeniert wurde, damit die Russen einen Grund haben, die Staaten anzugreifen.

Du, dem Hussein haben sie nicht vorhandene Massenvernichtungswaffen untergelogen, damit sie in einem Aufwasch auch gleich den Irak mitnehmen können. Logistisch gesehen gute Sache, wenn man die Truppen eh schon vor Ort hat.

Es ist ein gänzlich anderes Szenario, da in einem regulären Krieg zumindest heutzutage darauf geachtet wird, nach Möglichkeit wenige Unbeteiligte zu verletzen, während besagte russische Terroristen es gerade darauf anlegen.
Du glaubst echt, was die im Fernsehn zeigen oder? Also, bislang ist keiner der Insassen in Guantanamo verurteilt worden. Das sind Zivilisten (bis das gegenteil bewiesen ist, dumme Sache im Rechtsstaat).
Die Zielsetzung ist eine andere, von einigen Kriegsverbrechern abgesehen. Diese werden dafür aber nicht belohnt sondern bestraft, wenn der Fall bekannt wird. Es wurden erst letztens zu Recht einige Urteile mit lebenslanger Haft ausgesprochen gegen US-Soldaten, die eine Familie erschossen hatten, nachdem sie sich an der Tochter vergangen hatten.
Jap, ich warte auf den Tag, wo man W. Bush vor Gericht sieht.
Was die Soldaten in einem anderen Land suchen, dass sie nicht gerufen hat, ist eine andere Frage. Ich denke auch, dass die Soldaten besser zuhause geblieben wären und dieses ganze Debakel besser nicht stattgefunden hätte. Ich behaupte mal, das fänden sogar die Soldaten selber um einiges besser, genauso wie die Ottonormal-Bevölkerung des jetzt völlig destabilisierten Landes.

Meiner Meinung nach hinkt der Vergleich und wird der sehr komplizierten Wirklichkeit nicht gerecht.
Wer sich verpflichtet, der muss damit rechnen, dass er auch eingesetzt wird. Bei unserer Pippi Bande ist das sogar auf Freiwilligen-Basis. Wer sich verpflichtet und dann sagt: Ey, hier kann mir ja was passieren sollte mal einen Reality-Check machen. Ich kann nicht soldat werden und hoffen, mir nicht die Finger schmutzig zu machen. Und wie die Soldaten das finden ist mir schnurz, dafür sind sie da und Soldaten geworden.


Nein er hinkt nicht. Du stellst dich hin und behauptest, die Zivilisten seien unschuldig. Das kannst du nur sagen, wenn du dich bereits für eine Seite entschieden hast. Schuld oder Unschuld sind keine Attribute, die in einem Krieg relevant sind. Feind / Nicht Feind, daraus wird ein Schuh.

Die moralischen Aspekte, die jemand dazu bewegen, sich für eine seite zu entscheiden haben hiermit rein gar nichts zu tun.

EDITH: Die Amis schmeißen eine Atom-Bombe auf die eigene Hauptstadt und gehen von 30.000 - 50.000 Casualties aus. Auf dem FLughafen warens vielleicht 500.

Aber hey, die Amis sind im Recht.
RosaElfe
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Beitrag von RosaElfe »

freda hat geschrieben: Das ist kaum zu toppen. Nur weil man eine Schippe einen Spaten nennt ists ein Unterschied? Weil ich eine schicke Uniform an habe bin ich im Recht? Wow...
Nö, lies halt ganze Sätze. Das die schicke Uniform einen nicht als "im Recht" ausweist, habe ich selber oft genug geschrieben.

Ich habe auch an mehreren Stellen geschrieben, wie ich zu der ganzen Sache stehe, nämlich, dass die Aufenthalte in den entsprechenden Ländern im nahen Osten überflüssig sind und eigentlich allen Seiten schaden. Wir wären besser dran, wenn darauf verzichtet worden wäre und es gäbe nicht die Opferzahlen, die jetzt zu beklagen sind.
freda hat geschrieben: Der Auftrag ist: Vernichte den Feind. Ob der Feind jetzt aus Taliban oder zivilisten besteht ist vollkommen irrelevant.
Das meinst du hoffentlich nicht ernst. Zivilisten sind nicht "der Feind". Für einen Soldaten ist der Feind im Normalfall der gegnerische Soldat. In heutigen asymetrischen Konflikten ist der Feind der mit der Knarre und der RPG. Etwas unübersichtlich heutzutage.
freda hat geschrieben: Nein er hinkt nicht. Du stellst dich hin und behauptest, die Zivilisten seien unschuldig. Das kannst du nur sagen, wenn du dich bereits für eine Seite entschieden hast. Schuld oder Unschuld sind keine Attribute, die in einem Krieg relevant sind. Feind / Nicht Feind, daraus wird ein Schuh.
Vielleicht nicht unschuldig im religiösen Sinn, aber Zivilisten sind nunmal per Definition keine Kriegsteilnehmer und sollten damit nicht im Fokus des Angriffs stehen.

Wie sieht denn deiner Meinung nach der Auftrag einer modernen Armee aus? "Jungs, geht in Land x und legt möglichst viele Leute um. Wen ihr umlegt, ist egal, hauptsache es sind viele!" ?!?
freda hat geschrieben: Aber hey, die Amis sind im Recht.
Wer hat das denn irgendwo gesagt?
Und was haben deine sonstigen Einwürfe mit der Thematik zu tun?
freda
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Beitrag von freda »

RosaElfe hat geschrieben: Nö, lies halt ganze Sätze. Das die schicke Uniform einen nicht als "im Recht" ausweist, habe ich selber oft genug geschrieben.

Ich habe auch an mehreren Stellen geschrieben, wie ich zu der ganzen Sache stehe, nämlich, dass die Aufenthalte in den entsprechenden Ländern im nahen Osten überflüssig sind und eigentlich allen Seiten schaden. Wir wären besser dran, wenn darauf verzichtet worden wäre und es gäbe nicht die Opferzahlen, die jetzt zu beklagen sind.
Was du findest und was nicht hat aber keinen Einfluss. Jemand anders, der selbigen hat findet es wohl doch sinnvoll, sonst wären sie nicht dort. Und als reale Situation: Georgien. Jeder, der etwas gegen den Besatzer unternimmt, egal ob Zivilist oder Soldat, ist der Feind.
Das meinst du hoffentlich nicht ernst. Zivilisten sind nicht "der Feind". Für einen Soldaten ist der Feind im Normalfall der gegnerische Soldat. In heutigen asymetrischen Konflikten ist der Feind der mit der Knarre und der RPG. Etwas unübersichtlich heutzutage.
Natürlich meine ich das ernst. Es kommt darauf an, auf welcher Seite du stehst. Für Terroristen ist die Zivilbevölkerung der Feind bzw. Mittel zum Zweck: Ich terrorisiere Zivilisten, damit die Regierung tut, was ich will. IRA oder ähnliche Vereinigungen nehmen auch Opfer in Kauf, um die Engländer aus Irland zu vertreiben. Das nennt man dann Freiheitskämpfer, das klingt nicht so negativ.

Glaubt man radikalen Gläubigen ist jeder Christ der Feind. Da gibt es also auch keine Zivilisten.
Vielleicht nicht unschuldig im religiösen Sinn, aber Zivilisten sind nunmal per Definition keine Kriegsteilnehmer und sollten damit nicht im Fokus des Angriffs stehen.
Per unserer Definition, die nicht automatisch richtig sein muss, weil es unsere ist. Wenn die Oma am Hindukusch eine AK47 hinterm Ofen stehen hat, weil sie nicht will, dass die Amis ihr Land besetzen und die AK verwendet ist sie keine Zivilistin mehr. Aber auch kein Soldat.
Wie sieht denn deiner Meinung nach der Auftrag einer modernen Armee aus? "Jungs, geht in Land x und legt möglichst viele Leute um. Wen ihr umlegt, ist egal, hauptsache es sind viele!" ?!?
Und wieder scherst du alles über einen Kamm. UNSER Auftrag mag ein anderer sein, bei anderen sieht das wieder anders aus. Es kommt auch immer auf die Absicht an. Wenn ich Krieg führe, um mein Territorium zu erweitern macht es Sinn, schließlich besteht bei mir Platzmangel, also muss irgendwo Platz geschaffen werden.
Wer hat das denn irgendwo gesagt?
Und was haben deine sonstigen Einwürfe mit der Thematik zu tun?
Ich sehe dich hier nur wegen der Flughafenszene bashen. Dass man als Ami mal eben 30-50.000 Zivilisten umnietet scheint dich nicht zu stören. Und dass sie eine russische Bombe nehmen ist prinzipiell exakt das gleiche Vorgehen, wie beim Flughafen. Nur da muss man sich eben selbst die Hände schmutzig machen, bei einer Bombe drückt man nur das Knöpfchen und kann das Ganze von der ISS aus ansehen...medienfreundlich.

Mittel zum Zweck > Rest.
-Therion-
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Beitrag von -Therion- »

Die Atomrakete im MW 2 diente nicht um die Invasoren zu töten sondern um den EMP auszulösen dazu wurde sie in der Atmosphäre gezündet. Denn keine Atomexplosion auf der Erde killt eine Raumstation.
freda
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Beitrag von freda »

Wie gesagt, ich war mir nicht sicher, macht aber auch keinen Unterschied bei den zivilen Verlusten oder?

Und wozu brauchten sie den EMP, um nicht Invasoren zu töten?
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Linden
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Beitrag von Linden »

freda hat geschrieben:Wie gesagt, ich war mir nicht sicher, macht aber auch keinen Unterschied bei den zivilen Verlusten oder?

Und wozu brauchten sie den EMP, um nicht Invasoren zu töten?
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetischer_Puls
RosaElfe
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Beitrag von RosaElfe »

freda hat geschrieben: Was du findest und was nicht hat aber keinen Einfluss. Jemand anders, der selbigen hat findet es wohl doch sinnvoll, sonst wären sie nicht dort.
Wieso, eben war es doch noch wichtig was ich finde, da du das kritisiert hast. Dann habe ichs nochmal klarer herausgestellt, und jetzt ist es irrelevant?
freda hat geschrieben: Natürlich meine ich das ernst. Es kommt darauf an, auf welcher Seite du stehst. Für Terroristen ist die Zivilbevölkerung der Feind bzw. Mittel zum Zweck: Ich terrorisiere Zivilisten, damit die Regierung tut, was ich will. IRA oder ähnliche Vereinigungen nehmen auch Opfer in Kauf, um die Engländer aus Irland zu vertreiben. Das nennt man dann Freiheitskämpfer, das klingt nicht so negativ.
Ich habe aber auch Moralvorstellungen, die ich anlege, und die sagen nunmal dass das planmäßige Dahinmetzeln von Zivilisten falsch und zu verurteilen ist. Wenn andere das anders sehen, dann sind sie in meinen Augen nunmal schlechte Menschen.
freda hat geschrieben: Per unserer Definition, die nicht automatisch richtig sein muss, weil es unsere ist.
Damit kann man jedes Gräuel, das je auf der Erde verübt wurde, rechtfertigen. Nichts dürfte man verurteilen.
freda hat geschrieben: Und wieder scherst du alles über einen Kamm. UNSER Auftrag mag ein anderer sein, bei anderen sieht das wieder anders aus. Es kommt auch immer auf die Absicht an. Wenn ich Krieg führe, um mein Territorium zu erweitern macht es Sinn, schließlich besteht bei mir Platzmangel, also muss irgendwo Platz geschaffen werden.
Ja, aber da nehme ich mir heraus das mal moralisch als fragwürdig zu bezeichnen. Aus eben dem Grund würde ich solche russischen Terroristen auch verurteilen für ihre Verhalten.
freda hat geschrieben: Ich sehe dich hier nur wegen der Flughafenszene bashen. Dass man als Ami mal eben 30-50.000 Zivilisten umnietet scheint dich nicht zu stören. Und dass sie eine russische Bombe nehmen ist prinzipiell exakt das gleiche Vorgehen, wie beim Flughafen. Nur da muss man sich eben selbst die Hände schmutzig machen, bei einer Bombe drückt man nur das Knöpfchen und kann das Ganze von der ISS aus ansehen...medienfreundlich.
Ich rede nur darüber, weil das die Szene ist die ich kenne. Nach dem Ansehen habe ich mich dagegen entschieden, das Spiel zu spielen.

Wohlgemerkt würde ich mich genauso entscheiden, wenn die Nationalitäten ausgetauscht würden und das Ganze in einem anderen Land oder einer anderen Zeit spielt, wo man als Missionsziel Zivilisten in Massen ermordet.
-Therion-
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Beitrag von -Therion- »

freda hat geschrieben:Wie gesagt, ich war mir nicht sicher, macht aber auch keinen Unterschied bei den zivilen Verlusten oder?

Und wozu brauchten sie den EMP, um nicht Invasoren zu töten?
Nein einen Unterschied gibts nicht. Das EMP lässt alle dicken Lufttransporter der Russen runterknallen somit können diese erstmal keinen Nachsschub ranführen. Während die US-Soldaten nur marschieren müssen und alles vorort haben. Man verzögert die Invasion um den Überraschungsmoment abzuschwächen und eine Abwehr aufzubauen oder vielleicht wieder in die Offensive zu gehen.
freda
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Beitrag von freda »

@ Linden:

Ich weiß, was ein EMP ist, das war auch nicht die Frage. Die Frage war, was sie mit dem EMP bezwecken und dabei 30-50k Tote in Kauf nehmen.
RosaElfe hat geschrieben: Wieso, eben war es doch noch wichtig was ich finde, da du das kritisiert hast. Dann habe ichs nochmal klarer herausgestellt, und jetzt ist es irrelevant?
Es ging um Deine Meinung zu den aktuellen Konflikten.
Ich habe aber auch Moralvorstellungen, die ich anlege, und die sagen nunmal dass das planmäßige Dahinmetzeln von Zivilisten falsch und zu verurteilen ist. Wenn andere das anders sehen, dann sind sie in meinen Augen nunmal schlechte Menschen.
Moral und Krieg passen aber nicht zusammen, wenn man effektiv sein will. Auch nicht, wenn uns das die mediale Aufbereitung glauben macht. Simpel ausgedrückt kann man kein Omelett machen ohne Eier zu zerschlagen.
Damit kann man jedes Gräuel, das je auf der Erde verübt wurde, rechtfertigen. Nichts dürfte man verurteilen.
Du musst es aus mehreren Perspektiven sehen, zumal unsere Moral eine anerzogene Sache ist. Für uns wäre eine Sache moralisch völlig verwerflich, während sie in anderen Kulturen absolut legitim ist. Die Schnittmenge aus nicht akzeptablen Dingen wäre dann zu verurteilen. Ich glaube Kindsmord ist überall verwerflich.

Wobei, wenn jemand Adolf als kleines Kind umgebracht hätte...wären wir ihm wirklich böse?
Ja, aber da nehme ich mir heraus das mal moralisch als fragwürdig zu bezeichnen. Aus eben dem Grund würde ich solche russischen Terroristen auch verurteilen für ihre Verhalten.
siehe oben.
Ich rede nur darüber, weil das die Szene ist die ich kenne. Nach dem Ansehen habe ich mich dagegen entschieden, das Spiel zu spielen. Wohlgemerkt würde ich mich genauso entscheiden, wenn die Nationalitäten ausgetauscht würden und das Ganze in einem anderen Land oder einer anderen Zeit spielt, wo man als Missionsziel Zivilisten in Massen ermordet.
Achso, du redest die Ganze Zeit über etwas, was du nicht mal selbst gespielt hast, das macht natürlich Sinn ;) Nein, Spaß beiseite, die Szene muss man nicht gespielt haben. Ich finde es nur interessant, dass du die einen bedenkenlos abknallen kannst, die anderen aber nicht.

Das heißt ja dann, dass du z.B. Command & Conquer Generals nie gespielt hast bzw. niemals die Arabische Seite oder?
freda
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Beitrag von freda »

-Therion- hat geschrieben:Die Atomrakete im MW 2 diente nicht um die Invasoren zu töten sondern um den EMP auszulösen dazu wurde sie in der Atmosphäre gezündet. Denn keine Atomexplosion auf der Erde killt eine Raumstation.
Und der EMP sollte was bezwecken? Dass die Flieger/Hubschrauber runterknallen, da sitzt niemand drin ne? Und die 30-50.000 Verluste, die sind auch ganz okay. Aber sich über die paar Tote im Flughafen aufregen...ich fasse es nicht.
RosaElfe
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Beitrag von RosaElfe »

freda hat geschrieben: Es ging um Deine Meinung zu den aktuellen Konflikten.
Aber die hattest du doch kritisiert und ich habe das nochmal spezifiziert (von daher relevant!), was ich dazu denke. und im Prinzip sind wir uns da einig. Oder worum geht es dir sonst?
freda hat geschrieben: Moral und Krieg passen aber nicht zusammen, wenn man effektiv sein will. Auch nicht, wenn uns das die mediale Aufbereitung glauben macht. Simpel ausgedrückt kann man kein Omelett machen ohne Eier zu zerschlagen.
Darum geht es mir nicht. Es ist ein Unterschied, ob man versucht zivile Opfer zu vermeiden und das nicht zu 100% schafft oder ob man gerade als Ziel die Zivilbevölkerung aussucht.

Oder meinst du wenn Krieg geführt wird, sollte der moderne Mensch jede Moral fahren lassen? ("erst gar keinen Krieg führen" mag zwar richtig sein, aber das bringt uns zu keinem Ergebnis).
freda hat geschrieben: Du musst es aus mehreren Perspektiven sehen, zumal unsere Moral eine anerzogene Sache ist. Für uns wäre eine Sache moralisch völlig verwerflich, während sie in anderen Kulturen absolut legitim ist. Die Schnittmenge aus nicht akzeptablen Dingen wäre dann zu verurteilen. Ich glaube Kindsmord ist überall verwerflich.
Es gibt eigentlich nichts, was nicht irgendwo zu irgendeiner Zeit akzeptiert war.
Und es ist mir egal ehrlich gesagt.

Damit kannst du jedes Gräuel, jeden Völkermord ("waren ja nur Untermenschen") rechtfertigen, da ja Leute meinten das sei richtig und gut. Was sagst du dazu? IMHO windest du dich da um eine Antwort.

Hier findet nämlich "das ganze relativ sehen" eine nötige Grenze.
freda hat geschrieben: Achso, du redest die Ganze Zeit über etwas, was du nicht mal selbst gespielt hast, das macht natürlich Sinn ;) Nein, Spaß beiseite, die Szene muss man nicht gespielt haben. Ich finde es nur interessant, dass du die einen bedenkenlos abknallen kannst, die anderen aber nicht.
Ja, ich sehe da große Unterschiede. Ich habe kein Problem damit, auf die Combine zu feuern. Oder auf Zombies. Oder wenn entsprechende Halsabschneider beim Witcher oder Gothic es auf deinen Hals abgesehen hatten.
Ich habe aber Probleme damit, im Spiel russische Flughafenbesucher zu massakrieren. Ebensowenig will ich ein Konzentrationslager verwalten, auf arabische (oder sonstwelche) Kinder feuern oder andere Greueltaten begehen. Auch nicht virtuell.

Ich kann auch im Prinzip ein Mitglied der irakischen republikanischen Garden spielen, sofern das nicht bedeutet, irgendwelche Dörfer in einer Grenzregion zu überfallen. Bietet sich natürlich für eine Standardstory nicht gerade an, da der Spieler ja "gewinnen" soll.

Es geht nicht darum, wen man spielt und ob derjenige weiße, gelbe, schwarze oder grüne Hautfarbe hat. Es geht darum, was der Protagonist tut und wie er sich verhält. Und wenn ich im Spiel zum menschlichen Monster mutieren soll, um weiterzukommen, dann lehne ich das nunmal ab.
freda hat geschrieben: Das heißt ja dann, dass du z.B. Command & Conquer Generals nie gespielt hast bzw. niemals die Arabische Seite oder?
Nein ich habe es nicht gespielt. Mein PC war damals zu veraltet und ich habe das Spiel so ziemlich "verpasst" und mich auch nicht weitergehend damit beschäftigt.

Ob die Seite arabisch ist oder nicht, ist mir "furzegal". Es geht um die Handlungen, die ich als Spieler ausführen soll.
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

freda hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:
@freda
ich habe nicht gesagt, daß das verwerflich ist, sonst würde ich es ja selber nicht spielen. ich frage nur warum werden ausgerechnet gewaltspiele soviel gezockt? es ist nunmal ein fakt, daß spiele, wo man menschen oder menschenähnliche figuren abschiesst weltweit die meiste nettospielzeit aufweisen können.
warum ist das so? warum ausgerechnet dieser gewaltakt?
Lies meine Antwort, steht in den ersten 5 Zeilen.
du ziehst dort aber strategische brettspiele zum vergleich heran. wo ist denn da die gewalt? die wird doch nur angedeutet.
wenn dies das entscheidende prinzip wäre, würde man heutzutage doch lieber strategiespiele, statt ballerspiele zocken. oder man bräuchte zumindest keine ballerspiele mit solchen gewaltdarstellungen.
die frage richtet sich also weiterhin, warum diese grafischen darstellungen von gewalt braucht?
ZappesBPD hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:ich frage nur warum werden ausgerechnet gewaltspiele soviel gezockt? es ist nunmal ein fakt, daß spiele, wo man menschen oder menschenähnliche figuren abschiesst weltweit die meiste nettospielzeit aufweisen können.
warum ist das so? warum ausgerechnet dieser gewaltakt?
Meine Theorie dazu wäre, dass Spannung im Spiel am besten zu erzeugen ist, wenn es um Leben und Tod geht - höher kann der Einsatz kaum werden. Bei Singleplayer-Spielen funktioniert das auch ganz gut, ohne dass die Gegner Menschlich sein müssen, aber spätestens im Multiplayer-Spiel wollen sich beide Seiten mit ihrer Spielfigur identifizieren, so dass Menschen oder zumindest sehr menschenähnliche Wesen auf beiden Seiten nötig sind.
wieso identifikation? man sieht doch fast nie wie man aussieht und was man spielt. also gerade im multiplayer komme ich mir weniger vor, wie ein mensch, sondern eher wie ein bewegendes etwas mit ner knarre vor der fresse. ich sehe keinen grund oder beweis dafür, daß man sich im multiplayer mit einer spielfigur identifiziert.

wenn das prinzip leben & tod so entscheidend wäre, müssten dann nicht schwierige spiele eher im trend liegen? lieber eine packende militär-simulation, wo man bei dem kleinsten fehler von vorne anfangen muss, als massenvernichtungs gespraye ala call of duty?
alsi ich sehe im mainstream wenig leben sondern eher tot. aufregend und spannend ist call of duty im gameplay überhaupt nicht, weil man sowieso weiß das man es schaffen wird und im falle eines ablebens fast überhaupt nicht bestraft wird.

was bleibt also noch, was an dem spiel reizt? action und gewalt.
-Therion-
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Beitrag von -Therion- »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: aufregend und spannend ist call of duty im gameplay überhaupt nicht, weil man sowieso weiß das man es schaffen wird und im falle eines ablebens fast überhaupt nicht bestraft wird.

was bleibt also noch, was an dem spiel reizt? action und gewalt.
Oh man du scheinst es echt zu haben mit deinen Militärshootern. Biste der große ArmA Missionar?
Was glaubst du warum unrealistische Actionfilme wie Rambo oder Stirb Langsam so erfolgreich und für viele spannend sind, man weiß ja eh das der Held überlebt. Also wozu sollte ich ihn mir anschauen? Warum nicht eine Doku übern 2ten Weltkrieg anschauen?
Ich spiele beide Arten von Shootern und schaue Filme und Dokus, nur lauf ich nicht rum und zwänge anderen meine Weltsicht auf das Militärsimulationen das non plus ultra sind.
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Jesterdance
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Beitrag von Jesterdance »

Irgendwie finde ich es ziemlich verwunderlich und stellenweise sehr merkwürdig, was hier aus der Schublade gewühlt wird für diese kleine Szene. Alles in Allem ist es doch so, wie es Jörg Luibl und wie später auch die Gamestar gleichermaßen sagen:
  • Diese Szene ist in Hinsicht auf ihren Nutzen den Schrecken des modernen Terrorismus in Szene zu setzen einfach schlecht.
  • Die Regie ist schlecht, es gibt keinerlei "dramaturgische Qualität" (Zitat Jörg), keine Emotionalen Regungen des eigenen Charakters, es gibt einfach absolut nichts was den Spieler wahrhaftig zu moralischen Reflexion mit dieser Situation, diesem Terror, bringen könnte. Es ist so als hätte IW in dieser Szene die Leitung zum gespielten Charakter gekappt.
  • Es gibt viele dramatisch, emotionale Szenen und Momente in diesem Spiel aber dieses Flughafenlevel ist keine davon. Wie Jörg sagt: "Wenn man böse wäre, könnte man meinen, dass man ihn noch mal schnell zusammen geschustert hat. Der Doppelagent zeigt nämlich keinerlei Reaktion und marschiert wie ein Roboter mit. Es gibt kein moralisches Feedback, keinerlei Regung der Spielfigur."
  • Es ist einfach nur ein 3 Minuten Shootout auf dutzende unbewaffnete, virtuelle Zivilisten und wenige Flughafenpolizisten. Emotionslos, Steril, Primitiv.
  • Es ist die Ideale Munition für alle Videospiele-Gegner. Diese Szene ist so wie sie ist drin in einem Spiel, das extrem hohe Verkaufszahlen erreicht hat. Es muss nichts gestellt oder nachbearbeitet werden, tatsächlich ist die einzige Aufgabe in dieser Mission: Erschieße unschuldige Zivilisten, um die Story voranzutreiben.
    Und sie kann nicht durch das Gegenargument einer moralischen Reflexion aufgefangen werden, weil diese (wie schon betont) NICHT vorhanden ist.
Und wie es die Gamestar so schön gesagt hat: "ein Tritt ins Gesicht all derjeniger, die bisher in Deutschland arbeit für das Kulturgut Videospiel geleistet haben."

Sowohl Jörg als auch die Gamestar (und ich auch) haben nichts dagegen, dass eine solches Thema in einem Spiel angerissen werden soll/darf.. aber wenn schon, dann richtig und nicht, wie es Infinity Wards hier produziert hat. Und dieser Schnitt für die deutsche Version sowie die Möglichkeit die Szene zu skippen klingt so, als ob sich Activision und Infinity Wards selbst nicht sicher waren, ob das was sie dort im Petto haben wirklich so eine gute Idee ist. Naivität?

Wie schon gesagt kann ich eine solch Schwache Szene einfach nicht verstehen, weil IW mit der "Nuclear Fallout" Szene, in der man eigentlich nurnoch die letzten Momente eines Soldaten nach einem Atomschlag mit ansehen darf, gute Arbeit geleistet hat. Als ich die Szene begonnen habe, hatte ich echt noch Hoffnung das Blatt für meine Spielfigur zum guten wenden zu können: irgendwo in der Ferne rauschte ein Funkgerät, schnell raus aus dem Wrack aber alles ist tot und verwüstet, ein Blick in die Ferne, ins Auge des Sturms, lässt jegliche Hoffnung fahren. Kurz, Kommentarlos aber sehr Effektiv, die Bilder sprechen für sich. Verschwommene Sicht, Keuchen, Schmerzenverzerrtes Stöhnen und Husten, das Kinstern und Krachsen der Funkgeräte rattert wie ein Geigerzähler durch die Strahlung .. das ist was gemacht werden soll.

Wobei ich die Lockheed AC-130H Mission auch schon hart an der Grenze fand.
Zuletzt geändert von Jesterdance am 16.11.2009 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

na toll resete doch einfach die diskussion zum nullpunkt ^^

wenn es dir nicht gefällt, daß es auch tiefgründiger gehen kann, dann musst du dich ja nicht daran beteiligen. ich finde es schon wichtig auch mal ein paar hintergründe zu beleuchten und alternative gedanken dazu zusammenzutragen.

das ist die vorbereitung auf den kommenden krieg gegen die jugendschützer und zensurfaschisten, bei dem wir erstmal nur hoffen können, daß er ausbleibt.
-Therion- hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: aufregend und spannend ist call of duty im gameplay überhaupt nicht, weil man sowieso weiß das man es schaffen wird und im falle eines ablebens fast überhaupt nicht bestraft wird.

was bleibt also noch, was an dem spiel reizt? action und gewalt.
Oh man du scheinst es echt zu haben mit deinen Militärshootern. Biste der große ArmA Missionar?
Was glaubst du warum unrealistische Actionfilme wie Rambo oder Stirb Langsam so erfolgreich und für viele spannend sind, man weiß ja eh das der Held überlebt. Also wozu sollte ich ihn mir anschauen? Warum nicht eine Doku übern 2ten Weltkrieg anschauen?
Ich spiele beide Arten von Shootern und schaue Filme und Dokus, nur lauf ich nicht rum und zwänge anderen meine Weltsicht auf das Militärsimulationen das non plus ultra sind.
och kindchen darum gehts hier doch überhaupt garnicht. das hier ist ein thema, das deinen horizont übersteigt wie das himalaya.

warum sollte ich für arma missionieren? ich habe das spiel nicht mal. ich hols mir vllt im sommer, wenn es nix anderes gibt. seh ein, daß dir cod aufgrund deines beschränkten verstandes, den du hier vorzüglich demonstrierst, gefällt und hör auf zu nerven, fanboy.