EA kündigt Battlefield 2142 offiziell an

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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

gamer4ever hat geschrieben:an sich eine gute Sache, aber EA hätte zuerst ein Battlefieldspiel mit einem Szenario wie 2015 oder 2020 machen sollen!
Mit ein paar modernen Waffen wie Stealth Patrouillienbote, mehr Stealth Fighters, UAVs etc.
Das BF2142 hätten sie erst danach rausbringen sollen. So hat EA schon zuweit geplant!
Finde ich gar nicht. EA, besser gesagt: Dice, hat das Szenario in die Zukunft versetzt und dabei "rein zufällig" Quake Wars ähnliches in den Backofen gesteckt. In meinen Augen eine völlig frische und *nicht* ausgelutschte Spielmechanik, denn in der Masse der Shooter-Spiele gab es nicht sehr viele, die mit raketenbestückten und meterhohen Mechs glänzen konnten. Hier erwartet uns ein Team-Taktik Shooter, wie wir ihn kennen. Nur eben mit völlig frischen Einheiten. Ob er als MOD oder als Vollversion kommt, ist mir persönlich völlig egal. Der MOD wäre womöglich Gratis - das war's auch schon. Hier arbeiten die Macher höchstpersönlich an einem Kriegsschauplatz. Ist dies ein Grund zu meckern ? Ich denke, nein. Denn wer es besser kann, sollte ein glanzvolles MOD präsentieren. Dann wäre ihm/ihr/ihnen der Respekt garantiert und die Szene um eine nette Erfahrung reicher.
Zur Zeit beobachte ich die Entwicklung des "Empire" Mods für Half-Life 2, der höchstwahrscheinlich C&C:Renegade Qualität erreichen könnte. Doch solange es einfach nicht fertig ist und noch in der sehr frühen Betaphase steckt, kann ich nicht auf andere Shooter wechseln und bleibe eben noch beim "Original" von Anno Dazumal ;)
Zur Zeit sehe ich es im Battlefield Universum genauso. Man hat sich mit Vietnam, Piraten, dem 2. Weltkrieg, Star-Wars und nun mit Battlefield 2 den nahen Osten in's Visier genommen... wieso sollte dann ein Mech-Geballere im Commander-Team Modus denn ein Grund für's lästern sein ? Ich meine, es ist eine gute Sache. Warten wir doch einfach mal ab, wie "fertig" ihr Produkt bis dahin wird. Ich bin mir fast sicher, dass man wieder die Spieler als Betatester nehmen wird. Das ist im PC-Segment ja gang und gäbe. Aber auch in diesem Szenario wird es Spieler geben, die sich - vorsichtig ausgedrückt - sehr intensiv mit ihrem Clan und dem Game beschäftigen werden. Ausserdem ist es ja ein toller Grund für unsere Politiker, "Killerspiele" zu verbieten. Wie kann man bloss mit übergrosser Waffengewalt aus 15 Metern höhe auf arme kleine Fußtruppen mit Munitionsknappheit ballern. Das ist doch ungerecht :)
cilyon
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Beitrag von cilyon »

Ganz ehrlich, ich finde das einfach nur scheisse. Sie haben Battlefield 2 noch gar nicht fertig, da es so verbugt ist und dann machen sie ein Szenario mit Laserwaffen und Robotern? NEIN DANKE. Dann kann ich ja gleich Star Wars Battlefront spielen. EA is mal wieder nur auf Geld aus.
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

cilyon hat geschrieben:Ganz ehrlich, ich finde das einfach nur scheisse. Sie haben Battlefield 2 noch gar nicht fertig, da es so verbugt ist und dann machen sie ein Szenario mit Laserwaffen und Robotern? NEIN DANKE. Dann kann ich ja gleich Star Wars Battlefront spielen. EA is mal wieder nur auf Geld aus.
Cilyon, die Hoffnung, dass PC-Spiele (große und komplexe auch noch !) irgendwann mal bugfrei daherkommen, habe ich längst aufgegeben. Bin schon heilfroh, wenn ich nur 1-2 Patches benötige, um das Spiel in etwa so zu spielen wie es im Mag getestet wurde :P
Das Szenario ist das, was mich wirklich interessiert, und das Sci-Fi Szenario könnte Dice besser hinbekommen als LucasArts. "Könnte"... denn das Star-Wars Szenario ist ja ein ganz eigenes Kaliber ;)
Ich sehe BF2141 als Konkurrenten zum kommenden Quake Wars und als Zusatz zu den "alten" Mech-Games. Ich denke, die Komplexität der Battlemechs wird es wohl zu Gunsten der "Casual Gamers" nicht erreichen. Aber ein typischer rein-in-den-Mech-und-ballern Shooter wird es anscheinend dank Battlefield-Mechanik auch nicht. Es ist ein Mischmasch zwischen bekannter Team-Taktik und "etwas" großkalibrigen Waffen. Es hat ja niemand gesagt, dass du mit Laserwaffen und Raumschiffen auf Alienjagt gehst. Eher wirst Du das gleiche sehen wie z.Bsp. in Ghost Recon: Advance Warfighter... nur noch einen Tick futuristischer. Aber ich bezweifle, dass es ein Alien-Gemetzel werden wird. Das passt so nicht in das Kriegsszenario eines Battlefields. Diese Lücke wird dafür Quake Wars schliessen. Für die, die hemmungslos gegen Aliens ballern wollen, die werden mit Quake Wars und deren Mechs auf dem Mars genauso glücklich werden, wie die Teams, die mit ihrem Baby durch die Städte der Erde stampfen und trotzdem Luftunterstützung durch Hubschrauber erbeten.

Was die Bugs angeht, das ist ein anderes Kaliber und dafür solltest du die Programmierer von Dice in den Hintern treten. Wenn's um Bugs geht, sitzen wir Zocker leider im selben Boot. Ich kann es verstehen, wenn man aufgrund der Komplexität des Codes und der wahnsinnigen Auswahl an den verschiedensten Hardware-Komponenten und Treibern grundsätzlich niemals *alles* perfekt testen kann. Doch neben den bekannten Treiberproblemen, sollte man Bugs im Hauptcode zu allererst gründlichst bereinigen und im Betatest-Stadium durch Tester (Inhouse oder öffentlich) ausgemerzt werden. Ich bin ebenfalls der Meinung, das man dies den ehrlichen Käufern der Ware schon im Vorraus schuldig ist. Doch wie es in unserer kapitalistischen Ballerwelt am PC eben üblich ist... Man lechtzt nach dem Titel, kauft es sofort und kann eigentlich nur beten, dass es auf Anhieb klappt. Funktionierts, hat man einen heidenspass. Läuft ess schief, dann ist das Forum eben gefragt und man muss sich durch die Beschwerdepostings durchwühlen. Die QA einer Konsolenversion hat man am PC höchst seltenst. Zwar hat EA für einige Spieler höchst fragwürdige Methoden, doch diese "Taktik" ist leider bei den meisten (!) Herstellern tagtägliche Praxis. Egal ob ich mich bei EAs "Battle for Middle Earth 2" (Game.DAT Absturz) oder durch Silvers "X3: Reunion" (derbe Lockups im Menü) aufrege.
Ich kann's verstehen, dass man auch Geld verdienen möchte und deshalb auf Add-Ons und Nachfolgern des bekannten Titels setzt (Rekordhalter: Die Sims ?), aber die QA sollte nun in Zeiten von 4 GHz-Rechnern und nahezu fotorealistischen 3D-Grafiken nicht vernachlässigt werden. Da haben die Konsolen mit ihrer uniformen Architektur in diesem Bereich einen *wesentlichen* Vorteil :-)

Deshalb lass uns hoffen, dass das kommende BF2141 relativ bugfrei (*hüstl*) kommt und man sich gleich weiter an die Entwanzung des Vorgängers macht ;)

So, ich geh' mir nun erst was zu essen machen... mach's jutt...
amiga_md
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Beitrag von amiga_md »

Evin hat geschrieben:GEIL!

Endlich weg vom immergleichen Kriegsszenario! *freu*
hin zum "nächsten" kriegsszenario ???
krieg ist krieg und das szenario ist IMMER das selbe. es sterben menschen und aus die maus. du magst es also etwas bunter wenn menschen umgebracht werden. aha , was ein spast.
Evin
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Beitrag von Evin »

Wooohooo!
Spar dir deine Moralpredigt.
Im Gegensatz zu dir scheine ich den Unterschied zwischen Spiel und Realität zu begreifen.
johndoe-freename-93878
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Beitrag von johndoe-freename-93878 »

amiga_md hat geschrieben:[...]es sterben menschen und aus die maus[...]
:roll: ich bin ja sehr anfällig für solche Aussage.
Aber, nunja... wie auch immer... Evin hat's ja bereits kommentiert.

Aber zu BF2142:

Ich steh auch nich so auf futuristisches Rumgeballer, aber solange ich von Laserwaffen verschont bleibe gehts eigentlich.
Ich werds mir kaufen. Ich hoffe nur EA macht nicht wieder alles was die Community verlangt. Das hat BF2 erheblich spielspass gekostet.

Mir wäre es sogar lieber es ist ein Add-on. Die BF2 Engine ist doch supi! Die Grafik reicht doch vollkommen, mir zuminsdest. Und wäre es ein Mod, würden weniger Bugs auf uns zukommen und die Entwickler können sich mehr um den Spielspass kümmern.
Naja mal abwarten...
amiga_md
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Beitrag von amiga_md »

Evin hat geschrieben:Wooohooo!
Spar dir deine Moralpredigt.
Im Gegensatz zu dir scheine ich den Unterschied zwischen Spiel und Realität zu begreifen.
ok es ist NUR ein spiel, aber wo ist zwischen kriegsszenario und mechkriegsszenario der unterschied. weil es jetzt im schnee stattfindet, "ist alles so schön ""weiss"" hier !"". worum gehts in dem spiel ? schiess alles ab bis du selbst über den haufen geschossen wirst.... unterschied zum bestehenden spielprinzip ? kann beim besten willen keinen entdecken ! es ist nunmal so, wer das töten, egal in welcher form, täglich sieht (film, fernsehen) oder spielt (videospiele), ist definitiv schneller bereit, eine reale waffe in die hand zu nehmen, und was aus solchen künstlich verdummten steuerzahlern dann wird, führt uns ja amerika gerade nur zu schön vor augen. ich will doch nur das die leute wieder anfangen zu spielen, und das ewige töten (ingame und in realität) ein ende nimmt. zumindest besitze ich eine moral, und mache mir gedanken, anstatt zu meinen es sei nur ein spiel und peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng.
Evin
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Beitrag von Evin »

amiga_md hat geschrieben: ok es ist NUR ein spiel, aber wo ist zwischen kriegsszenario und mechkriegsszenario der unterschied. weil es jetzt im schnee stattfindet, "ist alles so schön ""weiss"" hier !"". worum gehts in dem spiel ? schiess alles ab bis du selbst über den haufen geschossen wirst.... unterschied zum bestehenden spielprinzip ? kann beim besten willen keinen entdecken !
Es geht mir darum dass ich mit den ewig gleichen Szenarien der diversen WW und Krisenherden der nähreren Vergangenheit (Irak, Afghanistan, Vietnam, usw) nix anfangen kann... ich habd 5 Shooter aus den Zeiten gezockt und es ödetmich an.
Die Verlegung in die Zukunft ist mal was neues. Außerdem bieten sich so neue Gameplayelemente an...wie bei Ghost Recon 3 zB.

Nachtsichtgeräte, Flashbangs, Aufklärungsdrohnen... allerleis technisches Spielzeug welches man in den WW-Szenarien nicht bringen kann.

DARUM gehts mir.
es ist nunmal so, wer das töten, egal in welcher form, täglich sieht (film, fernsehen) oder spielt (videospiele), ist definitiv schneller bereit, eine reale waffe in die hand zu nehmen, und was aus solchen künstlich verdummten steuerzahlern dann wird, führt uns ja amerika gerade nur zu schön vor augen. ich will doch nur das die leute wieder anfangen zu spielen, und das ewige töten (ingame und in realität) ein ende nimmt. zumindest besitze ich eine moral, und mache mir gedanken, anstatt zu meinen es sei nur ein spiel und peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng.
Schön dass DU die Gewissheit hast, wenn sich weltweit seit anbeginn dieser Problematik die Wissenschaftler uneinig sind... ;)
Wie gesagt... ich bin mit etwas Vernunft gesegnet und halbwegs klar im Kopf. Ich kann zwischen Ralität und Fiktion unterscheiden. Ich kann 24h am Stück den brutalsten Egoshooter zocken und danach noch 48h Blut-und-Beuschel-Filme kucken und werd trotzdem keine Verhaltensauffälligkeiten zeigen.

Wenn's dich tröstet... als Ausgleich zu den virtuelle getöteten Pixelmännchen rette ich in meiner Freiziet ehrenamtlich beim Roten Kreuz reale Leute.

Soviel dazu.
johndoe-freename-93878
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Beitrag von johndoe-freename-93878 »

amiga_md hat geschrieben:ok es ist NUR ein spiel, aber wo ist zwischen kriegsszenario und mechkriegsszenario der unterschied. weil es jetzt im schnee stattfindet, "ist alles so schön ""weiss"" hier !"". worum gehts in dem spiel ? schiess alles ab bis du selbst über den haufen geschossen wirst.... unterschied zum bestehenden spielprinzip ? kann beim besten willen keinen entdecken ! es ist nunmal so, wer das töten, egal in welcher form, täglich sieht (film, fernsehen) oder spielt (videospiele), ist definitiv schneller bereit, eine reale waffe in die hand zu nehmen, und was aus solchen künstlich verdummten steuerzahlern dann wird, führt uns ja amerika gerade nur zu schön vor augen. ich will doch nur das die leute wieder anfangen zu spielen, und das ewige töten (ingame und in realität) ein ende nimmt. zumindest besitze ich eine moral, und mache mir gedanken, anstatt zu meinen es sei nur ein spiel und peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng peng.
Solche Aussage erwarte ich eigentlich von irgendwelchen Pädagogen oder Politikern die keine Ahnung haben. Nich persönlich nehmen, so isses nicht gemeint.

Sicher haste recht mit dem Töten, aber ein Spiel ist nunmal ein Spiel. Und ich habe früher auch Cowboy und Indianer gespielt. Na und?
Auch solltest du nicht Ami-Land mit Deutschland vergleichen, sowas bringt garnichts.

Was machen denn die Leute die sowas zocken? Ammoklaufen? Nee!
Organisieren LAN Partys, richten riesige Communitys ein, chaten, Teamspeak, Modden sich das Hirn raus, ... bla bla bla. Es hat einen durchaus enormen Teamgeist.

Und es ist was anderes ob ich das töten im Fernseher sehe oder Spiele.
Beim Spiel weis man das es fiktion ist.
Aber der Fernseher läuft immer, man nimmt es nicht mehr wahr, weil man von solchen Nachrichten überflutet wird. Das ist einfach zu viel, da hat keiner mehr lust drüber nachzudenken (was traurig ist). Täglich sterben tausende und abertausende, soviel trauer verkraftet ein Mensch nunmal nicht. Sowas flacht einfach jeden ab.
Deswegen machen solche Einzelschicksals Storys, ja auch derzeit den großen reibach. Da man dort mitfühlen kann und ein Gesicht hat. Mit dem man sich identifizieren kann.
Guck dir mal die Nachrichten vor 20ig Jahren an.

Kriege enstehen nicht weil jemand zuviel gezockt hat. Kriege gabs immer und wirds immer geben. So ist der Mensch nunmal. Ist zwar traurig, aber man kann es leider nicht ändern.

Ich selber zocke auch BF2. Aber nicht weil man dort endlich mal einen abknallen kann. Sonder vielmehr weil einfach Spass macht mit meinen Kumpels am abend ne runde zu zocken. Zu Gewinnen, oben im Ranking tu stehen, und und und
Ich selbst habe Zivildienst gemacht, und bin auch ein absoluter Kriegsgegner, ich wär wahrscheinlich der erste der sich vor Angst in die Hosen macht wenn ich in den Krieg müsste.
Für mich gibts da keine kausalen Zusammenhang zwischen Videospielen und einer erhähten Gewaltbereitschaft. Da spielen andere, wesentlich wichtigere Faktoren eine Rolle.

grüße
Evin
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Beitrag von Evin »

Schön gesprochen.
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

Da kann ich ebenfalls nur Standing Ovations zu cyriz Kommentar dazu geben ;)

amiga_md, wir verstehen was du uns sagen möchtest. Nur darfst du dabei nicht vergessen, was ein Spiel von einer TV-Übertragung eines Kriegsgeschehens unterscheidet. Selbst wenn man einen Krieg als Text in einer Zeitung liest, ist und bleibt es ein Krieg der von Menschen geführt wird. Menschen, die sich über ein Thema uneinig sind und sich dann mit (roher) Waffengewalt als "Argumentationsverstärker" den Weg ebenen. Und dabei jeder gezielte Schuss aus einer Waffe ein reales Menschenleben kosten kann.

In einem Computerspiel geht es um gewinnen und verlieren. Entweder das Sprite hüpft innerhalb der Zeit über die Linie, oder es hat verloren. Um die Schwierigkeit zu erhöhen, werden ihm "lebende" Hindernisse in den Weg gestellt. Bei Mario sind es Schildkröten, bei Space Invaders die runterfallenden Schüssen und in Battlefield das gegnerische Team. Der Spieler versucht, das angestrebte Ziel zu erreichen. Entweder innerhalb der Zeit, mit möglichst wenig Lebensverlust oder im Team. Oder auch alles zusammen. Im Spiel werden gute Spieler mit Punkten belohnt und mit Punktabzug bestraft. Die reale Welt sieht dabei "etwas" anders aus und verhält sich nach anderen Regeln.
Im Game gibt es kein anderes Lebewesen auf der anderen Seite, der mit "Argumentationsverstärkern" dabei ist, deinen realen Mitbewohnern das Leben auszulöschen. Die "Gewalt" in einem Spiel verbleibt im Spiel und hat (im normalem Falle) keinen direkten Bezug zum alltäglichem Leben. Ein Spieler von C&C Generals wird im realem Leben wohl kaum beim Millitär zu finden sein und trainiert dort den Abschuss der Atombombe. Oder die Polizei... sie wird wohl ihre "Taktiken" wohl seltenst mit einer Partie Counter-Strike üben. Aber wenn es um "Spielspass" geht, der Flucht in eine fiktionalen Welt vor der Realität, kann ein Polizist sehr wohl ein guter Counter-Strike Spieler werden. Aber weniger weil er mit der Waffe auf dem Schiesstand einen besonderen Vorteil besitzt, sondern eher weil er mit seinem Team die Karte und die Wege zum Bombspot gut kennt und sie bewachen kann. Am Ende, wenn man den Computer ausschaltet, kann man getrost zum "Gegner" hinlaufen und mit ihm über Taktiken sprechen, lachen, trinken oder gar Sex haben. Das ist die "Macht" der virtuellen Realität :P

amiga_md, ich weiss nicht was du heute zum Frühstück hattest oder was du zuletzt erlebt hast. Glaubst du etwa, dass die Spieler (!) von heute, die sich in Clans organisieren und MODs schreiben, nicht anderes als hemmungslose Killer sind, die freudentaumelnd mit einer Waffe in der Hand im Regen rumtanzen ? ;) Ich kann dir versprechen, das der Großteil der Spieler wohl kaum eine Waffe angefasst haben oder gar die Intention besitzen, eine Waffe gegen einen Menschen zu richten und abzudrücken - völlig egal wie hoch der Frag-Status oder die Lobpreisung des Team-Leaders ist. Spiel bleibt Spiel und Krieg bleibt Krieg. Es sind zwei paar Schuhe und wohl kaum einer wird dies bestreiten wollen, oder ? ;)

Wer sich in einem Mech zum Gegner hin bewegt, der ist nicht definitiv schneller bereit, eine reale Waffe in die Hand zu nehmen. Und was in Amerika vorgeht, das kannst du nun wahrlich *nicht* auf die dort weit verbreitete Videospiel-Kultur und den Ego-Shootern schieben.
Du willst, das die Leute wieder spielen ? Gut, dann lasse sie doch auch spielen ;). Ich finde es lobenswert, dass du Leute dazu bringen willst, Spiele ohne Kriegsthematik zu spielen. Ist mir pers. viel lieber als jemand, der mit Headshots rumprahlt und cheatet. Doch ich werde es bezweifeln dürfen, dass du einen Quake Spieler, der sich gerade die Ladder hochgekämpft hat und im nächstem LAN eine Chance hat den Meistertitel zu erringen, zum sofortigem Abzug vom Spiel überreden kannst. Für ihn geht es nicht um das auslöschen von Menschenleben, sondern nur um den höheren High-Score. Ob nun mit Raketenwerfer, Plasmakanone oder Battlemecht das Ziel erreicht wird, ist einem normalen Spieler egal. Er hatte die freie Wahl, sich dem Autorennen, dem Fussball oder dem Tischtennis zu widmen. Tja, und da hat er sich entschlossen etwas zu tun, was er im realem Leben NICHT machen kann. Seine freie wahl ;)

Gestern hatte ich einigen einen Kopfschuss verpasst und wurde vom Panzer überrannt. Na und ? Keiner bekam einen Kratzer ab. Niemand war böse und am Ende hat immer die Mannschaft mit der besseren Taktik innerhalb des Zeitlimits gesiegt. Ich werde trotzdem keine Waffe anfassen und auf Menschen losgehen. Evin rettet gar Leben. Da haben wir wahrlich kein Problem damit ;)
amiga_md
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wollte nicht wirklich ne diskussion lostreten .....

Beitrag von amiga_md »

... aber wenn mann sich ein wenig mit der funktionsweise des menschlichen hirns beschäftigt kommt man zu GANZ anderen schlussfolgerungen. JEDER meint werbung geht ihm sowas von auf die eier, und fällt doch eh keiner drauf rein, so dumm ist doch keiner ..... ABSOLUT falsch, es würde nicht den ganzen tag medialer schwachsinn auf uns niedergehen, wenn dem so wäre ! genauso verhält es sich mit begriffsdefinitionen wie freiheit, terrorismus und demokratie, man muss es nur lang genug falsch behaften und der konsument glaubt an die neue definition und nicht an die sprachliche bindung. bring einem kind bei, die farbe rot wird grün genannt. der mensch wird im späteren leben nie wieder korrekt die farben definieren können. genauso verhält es sich auch mit dem eindruck des fiktiven tötens auf unser hirn. lasst euch nicht von eurem fiktiven ego beeindrucken. nicht ihr kontrolliert euer hirn, andersrum wird ein schuh draus. ist mir jetzt aber auch wirklich zu müssig. wie gesagt wollte keine diskussion lostreten. (komme nur einfach mit dem fakt nicht klar, das die hälfte der menscheit auf einem so simplen und gleichbleibenden spielprinzip "peng" klatschen bleibt, und das obwohl ich ja eben auch die hirnseite betrachte. hätte nur einfach, von einer rasse, welche sich intelligent schimpft, andere und vor allen dingen differenziertere verhaltensweisen erwartet, obwohl ich immernoch fest daran glaube, würden die publisher spiele herausgeben, würden diese auch gespielt, und eben nicht nur "peng"!)
macht euch keinen kopf.....
hab jetzt eh feierabend ....
Evin
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Beitrag von Evin »

Oh, ich wusste gar nicht dass es keine anderen Spielprinzipien gibt neben *peng*... :roll:
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

amiga_md hat geschrieben:... aber wenn mann sich ein wenig mit der funktionsweise des menschlichen hirns beschäftigt kommt man zu GANZ anderen schlussfolgerungen(..)
Bitte nicht böse sein, aber mit dieser Thematik werden wie absolut Off-Topic. Ich schlage vor, es genau in diesem Bereich des Forums zu verlegen, wenn du es möchtest ;)

Trotzdem juckt es mich in den Fingern und schreibe kurz was dazu, wenn es gestattet ist ;)
Zu allererst... bist du ein annerkannter Hirnforscher und Wissenschaftler ? Hast du tiefe einblicke in deine gemeinte Funktionsweise des Hirnes und kannst wissenschaftlich-fundierte Tatsachen dazu liefern ? Ich denke, du beziehst dich auf deine eigene Lebenserfahrung. Das ist aber kaum als generische wissenschafliche Tatsache geltbar ;)
JEDER meint werbung geht ihm sowas von auf die eier, und fällt doch eh keiner drauf rein, so dumm ist doch keiner ..... ABSOLUT falsch, es würde nicht den ganzen tag medialer schwachsinn auf uns niedergehen, wenn dem so wäre !
Werbung und "Begriffsdefinition", wie du es nennst, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Auf der einen Seite haben wir die Assoziazion einer Ware mit Musik, Bilder und Texten - damit der Käufer sich des Titels und der Thematik erinnert - und auf der anderen Seite die sogenannte Definition eines Begriffes wie Frieden, Terror und Krieg. DAS sind zwei paar Schuhe, und das kann die jegliche Universität und deren philosophischen Fakultäten auch bestätigen.
Mit den selben Argumenten kann ich ja auch nachfragen, WIESO wir soviele Koch-, Gerichts- und Talkshows im TV haben. Wenn es NIEMAND sieht und es NIEMANDEN interessiert, dann müssten die Produzenten ja sooooowas von Pleite sein. Aber...
Genauso verhält es sich mit begriffsdefinitionen wie freiheit, terrorismus und demokratie, man muss es nur lang genug falsch behaften und der konsument glaubt an die neue definition und nicht an die sprachliche bindung. bring einem kind bei, die farbe rot wird grün genannt. der mensch wird im späteren leben nie wieder korrekt die farben definieren können. genauso verhält es sich auch mit dem eindruck des fiktiven tötens auf unser hirn.
Kurz gesagt: Spiele nur lang genug ein Killerspiel, und du wirst den Eindruck gewinnen, das auslöschen von Leben sei "nicht so schlimm". Schliesslich steht die Figur in der nächsten Runde wieder auf - so haben wir es ja im Spiel "gelernt".
Nun ja, wenn du ein 4-jähriges kleines Mädchen an den Computer ankettest und es jahrelang Battlefield, Counter-Strike und Tekken spielen lässt - abgeschottet von der Aussenwelt und ohne weiteren medialen Einflüssen - dann wird daraus eine Kampfmaschine. REIN THEORETISCH. Doch Hand auf's Megaherz... wir lernen aus Medien und aus eigenen Erfahrungen, das der Tod keine "one credit left" Anzeige besitzt. Wenn die geliebte Oma stirbt, dann wird sie NICHT morgen wieder da sein. Wenn der Arbeitskollege bei einem Verkehrsunfall um's Leben kommt, dann wird er auch 3 Monate später nicht auferstehen und mit in's Kino kommen. Und wenn die Eltern an Krebs sterben, dann wird wohl kaum jemand einen atomaren Vergeltungsschlag gegen das Land Läukemie starten wollen. Ich denke, den Unterschied zwischen LEBEN und TOD - egal ob an Altersschwäche, Unfall oder gezieltes Töten durch Schusswaffen - müssten die Spieler wohl kennen. Guck dir mal die heutige Kids an. Noch spielen sie wie verrückt an Pokemon und Yu-Gi-Oh, morgen suchen die sich ein Mädel zum flirten und übermorgen sitzen sie in Unternehmen und lenken Geldflüsse, verteilen humanitäre Waren oder programmieren einen Ego-Shooter. Man kann nicht davon ausgehen, dass "dank den Medien" alle Welt verdummt. Das wäre eher in der Schublade von 1984 oder gar Clockwork Orange zu finden, aber wohl kaum in unserer Welt, wo wir Blogs aus aller Welt ungeniert und unzensiert lesen können. Der Mensch entwickelt sich aus der SUMME der Erfahrungen, nicht aus der alleinigen Erfahrungen eines Computerspieles. Deshalb sind ja auch einige Spieler erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Damit der Spieler vorher genug Erfahrung und Wissen ansammeln kann, um die fiktive (!) Welt im Spiel von der realen Welt draussen ohne Bedenken unterscheiden kann.
lasst euch nicht von eurem fiktiven ego beeindrucken. nicht ihr kontrolliert euer hirn, andersrum wird ein schuh draus.
Äh ? Wieso wird es ein Schuh, wenn ich es umdrehe ? Kann ich den Gedanken dann anziehen ? ;)
Wie das Hirn tatsächlich funktioniert, das "glaube" ich dir erst, wenn du mir einen Nachweis erbringen kann, das du dich mit nahmhaften Wissenschaftlern damit beruflich befasst. Ansonsten bleiben wir alle hier lieber bei unseren Pseudo-Wissenschaften ;) Das kognitive als auch das unbewusste, was das Gehirn tätigt, haben selbst die grössten Hirne unserer Erde noch lange nicht erfasst. Eine moralische "Gehirnwäsche" bekommt der normale Bürger sicherlich *nicht* durch Battlefield oder Terminator ;)
(..)wie gesagt wollte keine diskussion lostreten(..)
Too late ! Nun sitzt du tief im Treibsand :P
komme nur einfach mit dem fakt nicht klar, das die hälfte der menscheit auf einem so simplen und gleichbleibenden spielprinzip "peng" klatschen bleibt, und das obwohl ich ja eben auch die hirnseite betrachte.
Wie kann es bloss möglich sein, dass 22 Menschen, 11 pro Seite, hinter einer mit Luft gefüllten Schweinslederblase hinterherhechten und sie mit Füßen malträtieren ? Und das nur, um sie am Ende in ein, durch ein grobmaschiges Netz bespannten Rahmen zu befördern ? Wo ist denn da die Logik dahinter ? Und weshalb schreien sich diese sogenannten "Fans" die Lunge aus dem Hals, bemalen sich die Gesichter und hüpfen um die Wette ? Das verstehe ich genausowenig wie die Tatsache, das im Kreis fahrende Autos eine ähnliche Faszination ausüben. Andere Menschen nehmen sich einen Schläger und schlagen auf eine Filzkugel ein. Hin und her, immer wieder nur hin und her. Ihr Erdlinge seid echt merkwürdig :D
hätte nur einfach, von einer rasse, welche sich intelligent schimpft, andere und vor allen dingen differenziertere verhaltensweisen erwartet
Und deshalb existieren auch Bordells. Um den niederen Instinkten freien Lauf zu lassen :P
Es ist in meinen Augen *WESENTLICH INTELLIGENTER*, einen Krieg virtuell in einem Computer auszutragen. Den Streit mit hilfe von unlebendigen Elektronen möglicherweise zu beenden. Doch wenn kleine Kinder "lernen", dass sie mit Drohungen und Prügel problemloser an die neuen Turnschuhe des Klassenkammeraden rankommen, dann ist das wahrlich kaum ein moralischer Fehler des Publishers, oder ? GEWALT ist leider der schnellste (und schmerzvollste) Weg, seine Meinung zum Thema kund zu tun. "Das ist mein Fleisch", sagte sich mal ein Höhlenbewohner. Der andere schlug mit der Keule zu und das Mammutfleisch war sein's - ganz ohne grosse Diskussion oder Jagt nach dem Tier. Und so "schlug" er sich halt durch's Leben.
Doch in einem Computerspiel geht es nicht um das Land, die Ware oder die Meinung. Dort ist immer noch die Jagt nach dem High-Score gefragt. Immer noch ein dicker Unterschied zu den heutigen Kriegen.
obwohl ich immernoch fest daran glaube, würden die publisher spiele herausgeben, würden diese auch gespielt, und eben nicht nur "peng"!
Nun sage mir bitte nicht, du hast noch niemals "pazifistische" Spiele gesehen !! Und sage mir bitte nicht, du hast einen Spieler von Panzer: Phase One dabei beobachtet, wie er einen Sims Spieler zusammenschlägt und beschimpft, weil er seinen "binären Glauben" nicht teilt.
Wenn ein Schüler Amok läuft, in Irak ein Panzer einen Zivilisten "versehentlich" überrollt und woanders ein radikaler Führer eine atomare Nuklearwaffe für sein Land propagiert, dann würde ich *liebend* gerne einen wissenschaftlich korrekten Zusammenhang zwischen "kriegsverherrlichenden" Spielen wie Battlefield lesen.
Du wirst schnell feststellen, das *beide* Seiten irgendwie Recht haben. Die eine, die die Gewalt in den Spielen die Schuld geben. Als auch die andere, die die Erziehung in den Mittelpunkt rückt. Aber damit befinden wir uns wieder auf einem ganz anderen Zweig.

Mach dir einen schönen Feierabend.
Ich werde gleich noch in Mercenaries reintauchen und eine Spielkarte mehr aus dem Deck "entfernen". Und dabei werde ich weder die Lust verspüren, eine Waffe als positives Element einer Diskussion zu sehen, noch den Wert des menschlichen Lebens verlernen. Eher befasse ich mich damit, wie ich mit möglichst wenig Energieverlust den Level meistere :)
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

(..Doppelpost entfernt - Grund: Error in SQL-"IGNORE" Liste..)