amiga_md hat geschrieben:... aber wenn mann sich ein wenig mit der funktionsweise des menschlichen hirns beschäftigt kommt man zu GANZ anderen schlussfolgerungen(..)
Bitte nicht böse sein, aber mit dieser Thematik werden wie absolut Off-Topic. Ich schlage vor, es genau in diesem Bereich des Forums zu verlegen, wenn du es möchtest
Trotzdem juckt es mich in den Fingern und schreibe kurz was dazu, wenn es gestattet ist

Zu allererst... bist du ein annerkannter Hirnforscher und Wissenschaftler ? Hast du tiefe einblicke in deine gemeinte Funktionsweise des Hirnes und kannst wissenschaftlich-fundierte Tatsachen dazu liefern ? Ich denke, du beziehst dich auf deine eigene Lebenserfahrung. Das ist aber kaum als generische wissenschafliche Tatsache geltbar
JEDER meint werbung geht ihm sowas von auf die eier, und fällt doch eh keiner drauf rein, so dumm ist doch keiner ..... ABSOLUT falsch, es würde nicht den ganzen tag medialer schwachsinn auf uns niedergehen, wenn dem so wäre !
Werbung und "Begriffsdefinition", wie du es nennst, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Auf der einen Seite haben wir die Assoziazion einer Ware mit Musik, Bilder und Texten - damit der Käufer sich des Titels und der Thematik erinnert - und auf der anderen Seite die sogenannte Definition eines Begriffes wie Frieden, Terror und Krieg. DAS sind zwei paar Schuhe, und das kann die jegliche Universität und deren philosophischen Fakultäten auch bestätigen.
Mit den selben Argumenten kann ich ja auch nachfragen, WIESO wir soviele Koch-, Gerichts- und Talkshows im TV haben. Wenn es NIEMAND sieht und es NIEMANDEN interessiert, dann müssten die Produzenten ja sooooowas von Pleite sein. Aber...
Genauso verhält es sich mit begriffsdefinitionen wie freiheit, terrorismus und demokratie, man muss es nur lang genug falsch behaften und der konsument glaubt an die neue definition und nicht an die sprachliche bindung. bring einem kind bei, die farbe rot wird grün genannt. der mensch wird im späteren leben nie wieder korrekt die farben definieren können. genauso verhält es sich auch mit dem eindruck des fiktiven tötens auf unser hirn.
Kurz gesagt: Spiele nur lang genug ein Killerspiel, und du wirst den Eindruck gewinnen, das auslöschen von Leben sei "nicht so schlimm". Schliesslich steht die Figur in der nächsten Runde wieder auf - so haben wir es ja im Spiel "gelernt".
Nun ja, wenn du ein 4-jähriges kleines Mädchen an den Computer ankettest und es jahrelang Battlefield, Counter-Strike und Tekken spielen lässt - abgeschottet von der Aussenwelt und ohne weiteren medialen Einflüssen - dann wird daraus eine Kampfmaschine. REIN THEORETISCH. Doch Hand auf's Megaherz... wir lernen aus Medien und aus eigenen Erfahrungen, das der Tod keine "one credit left" Anzeige besitzt. Wenn die geliebte Oma stirbt, dann wird sie NICHT morgen wieder da sein. Wenn der Arbeitskollege bei einem Verkehrsunfall um's Leben kommt, dann wird er auch 3 Monate später nicht auferstehen und mit in's Kino kommen. Und wenn die Eltern an Krebs sterben, dann wird wohl kaum jemand einen atomaren Vergeltungsschlag gegen das Land Läukemie starten wollen. Ich denke, den Unterschied zwischen LEBEN und TOD - egal ob an Altersschwäche, Unfall oder gezieltes Töten durch Schusswaffen - müssten die Spieler wohl kennen. Guck dir mal die heutige Kids an. Noch spielen sie wie verrückt an Pokemon und Yu-Gi-Oh, morgen suchen die sich ein Mädel zum flirten und übermorgen sitzen sie in Unternehmen und lenken Geldflüsse, verteilen humanitäre Waren oder programmieren einen Ego-Shooter. Man kann nicht davon ausgehen, dass "dank den Medien" alle Welt verdummt. Das wäre eher in der Schublade von 1984 oder gar Clockwork Orange zu finden, aber wohl kaum in unserer Welt, wo wir Blogs aus aller Welt ungeniert und unzensiert lesen können. Der Mensch entwickelt sich aus der SUMME der Erfahrungen, nicht aus der alleinigen Erfahrungen eines Computerspieles. Deshalb sind ja auch einige Spieler erst ab einem bestimmten Alter freigegeben. Damit der Spieler vorher genug Erfahrung und Wissen ansammeln kann, um die fiktive (!) Welt im Spiel von der realen Welt draussen ohne Bedenken unterscheiden kann.
lasst euch nicht von eurem fiktiven ego beeindrucken. nicht ihr kontrolliert euer hirn, andersrum wird ein schuh draus.
Äh ? Wieso wird es ein Schuh, wenn ich es umdrehe ? Kann ich den Gedanken dann anziehen ?

Wie das Hirn tatsächlich funktioniert, das "glaube" ich dir erst, wenn du mir einen Nachweis erbringen kann, das du dich mit nahmhaften Wissenschaftlern damit beruflich befasst. Ansonsten bleiben wir alle hier lieber bei unseren Pseudo-Wissenschaften

Das kognitive als auch das unbewusste, was das Gehirn tätigt, haben selbst die grössten Hirne unserer Erde noch lange nicht erfasst. Eine moralische "Gehirnwäsche" bekommt der normale Bürger sicherlich *nicht* durch Battlefield oder Terminator
(..)wie gesagt wollte keine diskussion lostreten(..)
Too late ! Nun sitzt du tief im Treibsand
komme nur einfach mit dem fakt nicht klar, das die hälfte der menscheit auf einem so simplen und gleichbleibenden spielprinzip "peng" klatschen bleibt, und das obwohl ich ja eben auch die hirnseite betrachte.
Wie kann es bloss möglich sein, dass 22 Menschen, 11 pro Seite, hinter einer mit Luft gefüllten Schweinslederblase hinterherhechten und sie mit Füßen malträtieren ? Und das nur, um sie am Ende in ein, durch ein grobmaschiges Netz bespannten Rahmen zu befördern ? Wo ist denn da die Logik dahinter ? Und weshalb schreien sich diese sogenannten "Fans" die Lunge aus dem Hals, bemalen sich die Gesichter und hüpfen um die Wette ? Das verstehe ich genausowenig wie die Tatsache, das im Kreis fahrende Autos eine ähnliche Faszination ausüben. Andere Menschen nehmen sich einen Schläger und schlagen auf eine Filzkugel ein. Hin und her, immer wieder nur hin und her. Ihr Erdlinge seid echt merkwürdig
hätte nur einfach, von einer rasse, welche sich intelligent schimpft, andere und vor allen dingen differenziertere verhaltensweisen erwartet
Und deshalb existieren auch Bordells. Um den niederen Instinkten freien Lauf zu lassen

Es ist in meinen Augen *WESENTLICH INTELLIGENTER*, einen Krieg virtuell in einem Computer auszutragen. Den Streit mit hilfe von unlebendigen Elektronen möglicherweise zu beenden. Doch wenn kleine Kinder "lernen", dass sie mit Drohungen und Prügel problemloser an die neuen Turnschuhe des Klassenkammeraden rankommen, dann ist das wahrlich kaum ein moralischer Fehler des Publishers, oder ? GEWALT ist leider der schnellste (und schmerzvollste) Weg, seine Meinung zum Thema kund zu tun. "Das ist mein Fleisch", sagte sich mal ein Höhlenbewohner. Der andere schlug mit der Keule zu und das Mammutfleisch war sein's - ganz ohne grosse Diskussion oder Jagt nach dem Tier. Und so "schlug" er sich halt durch's Leben.
Doch in einem Computerspiel geht es nicht um das Land, die Ware oder die Meinung. Dort ist immer noch die Jagt nach dem High-Score gefragt. Immer noch ein dicker Unterschied zu den heutigen Kriegen.
obwohl ich immernoch fest daran glaube, würden die publisher spiele herausgeben, würden diese auch gespielt, und eben nicht nur "peng"!
Nun sage mir bitte nicht, du hast noch niemals "pazifistische" Spiele gesehen !! Und sage mir bitte nicht, du hast einen Spieler von Panzer: Phase One dabei beobachtet, wie er einen Sims Spieler zusammenschlägt und beschimpft, weil er seinen "binären Glauben" nicht teilt.
Wenn ein Schüler Amok läuft, in Irak ein Panzer einen Zivilisten "versehentlich" überrollt und woanders ein radikaler Führer eine atomare Nuklearwaffe für sein Land propagiert, dann würde ich *liebend* gerne einen wissenschaftlich korrekten Zusammenhang zwischen "kriegsverherrlichenden" Spielen wie Battlefield lesen.
Du wirst schnell feststellen, das *beide* Seiten irgendwie Recht haben. Die eine, die die Gewalt in den Spielen die Schuld geben. Als auch die andere, die die Erziehung in den Mittelpunkt rückt. Aber damit befinden wir uns wieder auf einem ganz anderen Zweig.
Mach dir einen schönen Feierabend.
Ich werde gleich noch in Mercenaries reintauchen und eine Spielkarte mehr aus dem Deck "entfernen". Und dabei werde ich weder die Lust verspüren, eine Waffe als positives Element einer Diskussion zu sehen, noch den Wert des menschlichen Lebens verlernen. Eher befasse ich mich damit, wie ich mit möglichst wenig Energieverlust den Level meistere
