Und wenn ich jetzt 200.000 Mal in einem Spiel total lustig auf glühende Herdplatten fasse, werde ich unbekümmerter und unvorsichtiger beim Kochen?
Es ist schon wahr: wenn man sieht, wie sehr ich sich manche Kinder hineinsteigern in das, was sie spielen, macht man sich Gedanken. Ich habe in den 90ern, als ich noch Grundschüler war, selbst einen hochroten Kopf beim SNES spielen bekommen können.
Aber man hat doch Eltern mit einer Erziehungsaufgabe, die schauen, dass das alles in einem geregelten Maße bleibt - und Menschen, die vielleicht wirklich so kaputt sind, dass Videospiele sie zu Killern ausbilden könnten, stellen so oder so, auch ohne Games, eine Gefahr für die Gesellschaft dar.
Eigentlich ist es lächerlich, auch nur zu erwägen, ein "Killerspieleverbot" durchzusetzen.
In dem, was der Mann da schreibt, stimmen vielleicht Syntax und Semantik - das haben sie in Goebbels Reden aber auch (HAHAHA, Nazi-Vergleiche in Foren, köstlich!).AEV-Fan hat geschrieben:Sagtmal was hackt ihr denn auf dem Mann herum? Das ist eine sauber erläuterte Meinung, völlig in Ordnung!
Oder ist es wirklich so weit gekommen, dass man bei mehr als zwei Sätzen nicht mehr lesen will und lieber GTA einschaltet?
Das heißt doch noch lange nicht, dass seine Meinung differenziert oder geschlussfolgert aus aufmerksamen Beobachtungen ist.
Jörg hat selbst mal ein Beispiel in die Richtung genannt: jemand, der in der virtuellen Welt blutigster, gorelüsternster Metzger ist, kann im Real Life pazifistischer Krankenpfleger sein, der seine Stimmen den Grünen gibt; und ich denke, dass genau das auf den größten Teil unserer Gesellschaft zutrifft.
Meine Güte.
Wir haben 80 Millionen Menschen in Deutschland. Ganz ehrlich: ich bin erstaunt, dass sowas wie Winnenden so verdammt selten passiert, wenn man bedenkt, wieviele Idioten es so oder so gibt.
