Hachja, das Spielchen, welches ich am meisten erwarte. Was die Grafik angeht kümmert es mich herzlich wenig. Sie sieht sehr ansprechend aus, die Gegend wirkt auf bisherigen Screenshots nicht, als gäbe es nur Häuserklons und dergleichen und man muss bedenken, dass Dragon Age wohl auch einen netten Editor spendiert bekommen soll, also nach guter NWN-Tradition auch wieder Wert auf benutzergenerierte Inhalte gelegt wird.
Zwar lassen sich damit keine netten Rollenspielserver erstellen, wie bei Neverwinter Nights ((die mich schon seit 4 Jahren auf ein und dem selben Server spielen lassen, der mittlerweile Neverwinter Nights 2 ist)), aber vielleicht gibt es ja doch die einen oder anderen Bastler in der Community. Die Elder Scrolls-Reihe hat immerhin bewiesen, dass auch Singleplayer RPGs ihre Modder haben können.
Ein kleines Fragezeichen bei mir ist noch die im Eindruck erwähnte Spielzeit von 100 Stunden. Das ist zwar kein Baldurs Gate 2, aber für moderne Spiele sehr beeindruckend. Doch ist damit die Spielzeit bei einem einzigen Durchlauf samt Nebenquests gemeint oder doch das 2-3malige Durchspielen des Spiels, für das 100 Stunden ja auch noch gut durchgehen würden?
Nun noch ein paar kleine Kommentare...
@Baldurs Gate: Nachdem ich Neverwinter Nights mit DnD-Regeln gespielt habe wirkt das Regelwerk von Baldurs Gate wirklich sehr flach - aber immerhin hat das Spiel dennoch eine wunderbare Geschichte und geniale Charaktere (Stichwort: Riesenhamster)
@Vorrausplanung des Chars: Man kann diese Spiele auch gut spielen indem man sich einen hauptsächlich auf körperliche Attribute spezialisierten Kämpfer macht. Komme als jemand, der nicht all zu sehr in Richtung Godlike skillt gut zurecht - in manchen Spielen gibt es dafür auch extra Schwierigkeitsgrade, damit jeder seine Herausforderung hat.
@verkürzte Anleitungen: Ich lege in der Regel erst das Spiel ein und lese später mal dann und wann etwas in der Anleitung. Gerade deswegen ist es schade, dass die Anleitungen so kurz geworden sind. Früher fand man noch Hintergrundgeschichten in Rollenspielen, genaue Beschreibungen der Talente, der Zauber und was nicht alles. In Strategiespielen fanden sich genaue Beschreibungen der einzelnen Einheiten und Gebäude wieder.
Heutzutage sind diese Teile der Anleitung in der Regel auf ein Minimum verkürzt, wenn überhaupt vorhanden.
Hm... eigentlich schaffe ich es sogar oft das wichtigste der Anleitung schon in ner Viertelstunde S-Bahn-Fahrt von den Geizgeilen bis nach Hause zu lesen o.O, nicht selten wandert die Anleitung schon vor meiner Station zurück in die Hülle, weil vieles uninteressant.
Vorerstige Schlussworte
Mit dem hübschen "Gesinnungssystem", der eigenen Welt und teilweise sehr hübschen Gegnern und dem Verbinden von Zaubern, könnte Dragon Age wiedermal ein Meisterwerk aus der heiligen Spieleschmiede Biowares werden.
Wenn die Wichtigkeit von Entscheidungen nicht nur in einigen wenigen, bereits der Presse gezeigten Situationen gegeben ist, sondern sich durchs ganze Spiel zieht - wennauch ohne dabei das Ende großartig zu verändern - und das hauseigene Spielsystem samt eigener Welt zu überzeugen weiß, wird man großartiges erwarten können.
Doch gerade ein P&P-artiges System könnte die Schwachstelle werden, da solche Systeme in der Regel vielmehr Arbeit erfordern als ein MMO-Standartkloppsystem wie z.B in WoW und Konsorten. Zu Gute halten muss man immerhin, dass bei Bioware so einige DnD- und Co-Liebhaber vertreten sind.
Glücklicherweise gibt es im Oktober einige Spiele für mich, die das Warten auf Dragon Age vielleicht etwas kurzweiliger machen. Trotzdem wirken diese etwas über 2 Monate noch so unerträglich lang.[/b]