Fallout 3: Kindersicherung

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Kid Icarus
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Beitrag von Kid Icarus »

nogg3r hat geschrieben:..aber trotz moralischer Bendenken in diesem Fall fand ich Soldier Of Fortune II, in dem man die Leichen seiner Gegner in bis dato ungesehener Detailtreue verstümmeln und aufschlitzen konnte, irgendwie ziemlich faszinierend. :twisted:
Und da liegt das Problem, wie unser KleinerMrDerb ja schon gesagt hat: Genau diese Art von Spielen finden wir interessant und genau das Morden und Verstümmeln macht uns Spaß.
Durch die immer besser werdende Grafik steigert sich das noch und irgendwann ... ich will nicht weiter darüber denken - Wenn nicht irgendwann einmal jemand eingreift, dann könnten genau solche Killerspiele zu Risiken in der Gesellschaft werden ...
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

Nanimonai hat geschrieben:die zweite gruppe sollte sich aber auch ernsthaft fragen, ob sie lieber ein spiel spielen möchten, in dem sie steine oder wohl texturierte dreiecke erschiessen müssen, als eins, in dem eben doch lebewesenähnliche texturen eine rolle spielen... und dann vielleicht das eigene argument überdenken, ob es denn tatsächlich keinen unterschied macht, weil ja alles "nur" pixel sind.
So einfach ist es aber auch nicht.

Atmosphere und Glaubwürdigket sind die magischen Worte!

Man kann in einem grunem Raum voller oranger Dreiceke keine packende Atmosphere erzeugen wie z.B. in der Postapokalytischen Welt von Fallout!

Warum liest man Bücher, guckt Filme oder zockt Spiele?
Man will sich von seinem eigenen Leben ablenken und an einer anderen Welt teilhaben!
Und die Kunden wollen durch immer aufwendigere Technik in diese Welt gezogen werden!
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Ich für mich persönlich hätte keine Probleme damit auch Kinder in Spielen zu töten, es ist ja nur ein Spiel, im RL hasse ich Gewalt sogar, wer kein Spieler ist, der wird diesen scheinbaren Widerspruch nie verstehen können. Zurück zum Thema... Aber auch dort muss es für mich einen Sinn ergeben wieso ich Kinder töten soll. In Fable 2 zum Beispiel, in dem man selbst entscheiden kann ob man gut oder böse spielt, würde es einen Sinn machen. In einem Spiel sollte sowas aber immer Konsequenzen im Spiel haben und darauf legt ja Fable 2 besonderen Wert.
Krautsalat
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Beitrag von Krautsalat »

gute lösung! in den ersten teilen war sie ja einfach nicht vorhanden.
das wird zur lebendigen spielwelt beitragen (hoffe ich ;) )
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cal.50_BMG
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Beitrag von cal.50_BMG »

Super Wario hat geschrieben:
nogg3r hat geschrieben:..aber trotz moralischer Bendenken in diesem Fall fand ich Soldier Of Fortune II, in dem man die Leichen seiner Gegner in bis dato ungesehener Detailtreue verstümmeln und aufschlitzen konnte, irgendwie ziemlich faszinierend. :twisted:
Und da liegt das Problem, wie unser KleinerMrDerb ja schon gesagt hat: Genau diese Art von Spielen finden wir interessant und genau das Morden und Verstümmeln macht uns Spaß.
Durch die immer besser werdende Grafik steigert sich das noch und irgendwann ... ich will nicht weiter darüber denken - Wenn nicht irgendwann einmal jemand eingreift, dann könnten genau solche Killerspiele zu Risiken in der Gesellschaft werden ...
Sehe ich anders.
Irgendwann, wenn Realität und virtuelle Realität wirklich stark miteinander verschmelzen bzw. sich stark aneinander annähern sollten, werden die realen Bedürfnisse und Ansichten der Spieler entsprechend wichtiger - genauso wie der Ekel. Niemand hat - einen gesunden Geist vorausgesetzt - Spaß daran, virtuelle Personen realistisch und "mit Gefühl" auszuweiden, während dieser NPC sich realistisch verhält. Vielleicht einmal, um es einmal erlebt zu haben bzw. sich von der realistischen Darstellung zu überzeugen - aber dieses eine Mal wird bei praktisch allen auch das einzige Mal bleiben. Falls sie es überhaupt durchhalten.
Und derartige Techniken zu verbieten - effektiv gesehen ist es ja nichts anderes, wenn du "eingreifen" sagst - nur aus dem einen Grunde, weil es vielleicht ein paar psychisch nicht vollkommen Personen geben könnte, die Spaß daran haben könnten...nicht wirklich.

Vielleicht einmal kurz zu meiner eigenen Einstellung zur Gewalt: Ich bin in der Realität eine ziemlich gewaltlose Person - wofür ich mich manchmal selbst verwünschen könnte, da es tatsächlich Menschen zu scheinen gibt, die keine andere Sprache verstehen. Und auch im Spiel heiße ich nicht alles gut. Bestes Beispiel: Call of Duty 4. In der Szene, in der - ACHTUNG: Spoiler! - Captain Price den gefangenen Al Asad "verhört" (bzw. foltert) und ihn anschließend einfach erschießt und jeder so tut, als sei dies vollkommen normal und korrekt so - da hätte ich dem werten Captain auch mal gerne eine verpasst. Konnte ich aber leider nicht.
Allerdings gibt es zwischen diesem Beispiel und dem hier diskutierten einen gewaltigen Unterschied: In CoD4 wird die Situation einfach präsentiert und quasi durch die Hintertür als korrekt dargestellt - hier geht es um die Möglichkeiten, die der Spieler hat, der bei obiger Szene absolut nicht eingreifen konnte. Wäre ich als Spieler an Captain Price Stelle gewesen - ich hätte gerne die Möglichkeit gehabt, genauso wie er zu handeln. Aber ich hätte es nicht getan. Vielleicht ein anderes Mal, wenn sich dadurch ein anderer Spielverlauf ergeben hätte. Ansonsten jedoch nicht.
Und genau darum geht es hier: Der Spieler muss die Wahl haben! Das gefiel mir gut an der Überschrift des Testes zu Fable 2: Lebe gut, lebe böse - aber lebe mit den Konsequenzen!
Nicht geringeres erwarte ich von einem guten Spiel.
Zuletzt geändert von cal.50_BMG am 28.10.2008 19:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Kid Icarus
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Beitrag von Kid Icarus »

Genau dieses Risiko "weil es vielleicht ein paar psychisch nicht vollkommen Personen geben könnte, die Spaß daran haben könnten" ist doch die Gefahr daran. Gerade solche Leute - auch wenn es nur wenige sind - stellen eine große Gefahr dar, die sich nicht weiter entwickeln darf.
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konsolero
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Beitrag von konsolero »

Das Problem besteht aber bei allen gewalttätigen Medien.

Und die Bilder in den Nachrichten sind sogar noch realistischer!
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Kid Icarus
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Beitrag von Kid Icarus »

konsolero hat geschrieben:Das Problem besteht aber bei allen gewalttätigen Medien.

Und die Bilder in den Nachrichten sind sogar noch realistischer!
Eben - die Nachrichten zeigen ja, was für schreckliche Sachen in der Welt passieren.
Der große Unterschied ist, dass die Medien informieren - und Spiele unterhalten sollen ...
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cal.50_BMG
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Beitrag von cal.50_BMG »

Super Wario hat geschrieben:Genau dieses Risiko "weil es vielleicht ein paar psychisch nicht vollkommen Personen geben könnte, die Spaß daran haben könnten" ist doch die Gefahr daran. Gerade solche Leute - auch wenn es nur wenige sind - stellen eine große Gefahr dar, die sich nicht weiter entwickeln darf.
Es gibt auch einige sehr wenige Personen, die Spaß daran haben könnten - oder es sogar tun! - sinnlos mit einem gestohlenen Fahrzeug in eine Menschenmenge zu rasen. Verbietet Autos!
Dieses Argument ist unsinnig. Eine Entwicklung oder gar ein ganzes Medium zu verbieten, nur weil es womöglich, unter Umständen, ein paar Verrückte geben könnte, die sich ihre Ideen dann aus dem Spiel statt dem Fernsehen, der Zeitung oder dem Buch holen.
Wenn du danach gehen willst, dass eine Technik einmal gefährlich sein könnte, müsstest du auch die Pharmatechnik oder die Gentechnik verbieten wollen.

Und wo Serien wie CSI unterrichten sollen, wenn sie Leichen zeigen...
Auch im Fernsehen herrscht vor allem eines vor: Sensations- und Unterhaltungslust.
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konsolero
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Beitrag von konsolero »

sollen, jaaa.
Warum zeigt man denn solche Bilder? :wink:
a.user
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Beitrag von a.user »

GermanWings hat geschrieben:
a.user hat geschrieben: den sinn habe ich verstanden und schon vorher beantwortet gehabt. was du allerdings gekonnt ignoriert hast. hier nochmal für dich:

mich stört als weißer auch, wenn man schwarze diskriminert. ich muss nicht betroffen sein, dass mich etwas/eine regel stört.
oder konkret auf das spiel bezogen: es könnte einen stören, dass einem die möglichkeit dazu genommen wurde - bevormundung. das muss nicht bedeuten, dass man dies auch vorhatte.
Du vergleichst allen Ernstes eine Rassendiskriminierung mit der nicht vorhandenen Möglichkeit, Kinder zu töten?
ich gebs auf. dein verständnis von logik und abstraktion befindet sich auf dem niveau einer scheibe brot. da kann man nichts erklären.
Eine Rassendiskriminierung, wie du sie als Beispiel verwendest, bedeutet im besten Falle sozial-edukative Nachteile - oder Schlimmeres.
das war KEIN beispiel bezüglich einer wertig keit. es ging darum, WIE ICH DRUNTER ERKLÄRT HABE, das einen etwas nicht betreffen muss um einen zu stören!
ich muss nicht die absicht haben kinder in f3 töten zu wollen um mich an der zensur zu stören, genau wie man nicht schwarz sein muss um sich an einem verbot für schwarze stören zu müssen.
Natürlich muss man nicht persönlich betroffen sein, um mit etwas nicht einverstanden zu sein. Das habe ich auch nicht behauptet. Wäre ja schlimm.
doch. genau das hast du mit deiner frage: woher weiss man, dass man keine kinder töten kann, wenn man es nicht versucht... etc... ach cih wiederhol jetzt nicht mehr den ganzen mist von dir.
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Kid Icarus
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Beitrag von Kid Icarus »

cal.50_BMG hat geschrieben:
Super Wario hat geschrieben:Genau dieses Risiko "weil es vielleicht ein paar psychisch nicht vollkommen Personen geben könnte, die Spaß daran haben könnten" ist doch die Gefahr daran. Gerade solche Leute - auch wenn es nur wenige sind - stellen eine große Gefahr dar, die sich nicht weiter entwickeln darf.
Es gibt auch einige sehr wenige Personen, die Spaß daran haben könnten - oder es sogar tun! - sinnlos mit einem gestohlenen Fahrzeug in eine Menschenmenge zu rasen. Verbietet Autos!
Dieses Argument ist unsinnig. Eine Entwicklung oder gar ein ganzes Medium zu verbieten, nur weil es womöglich, unter Umständen, ein paar Verrückte geben könnte, die sich ihre Ideen dann aus dem Spiel statt dem Fernsehen, der Zeitung oder dem Buch holen.
Wenn du danach gehen willst, dass eine Technik einmal gefährlich sein könnte, müsstest du auch die Pharmatechnik oder die Gentechnik verbieten wollen.

Und wo Serien wie CSI unterrichten sollen, wenn sie Leichen zeigen...
Auch im Fernsehen herrscht vor allem eines vor: Sensations- und Unterhaltungslust.
Ich spreche mich nicht dafür aus, jegliche Art von brutalen Computerspielen zu verbieten - nur sollte die Grenze an Brutalität nicht überschritten werden.
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

Ich sage es mal so...Viele spiele vermiteln etwas ..Krieg spiele geben ein kleines blick an die grausame welt des krieges (egal op jetzt der held in spiel mehr ein "god" figur ist)zu wiederspiegeln(MGS ist da ,mein faworit).
Ein dusteres spiel versucht andere aspeckte zu vermiteln, wie die schock ,nervenkitsel momende und eine gut duichdachte geschichte(RE,SH,B...usw)
Ein RPG versucht duirch ein fantasy weld eine geschichte(hir werden auch manichmal seer entressanden geschichten erzelt die einem zu nachdenken geben) mit viele wendungen und handlungen die spieler zu underhalten.
Gewalt in diese spiele is ein brauchbares element und unferzichber,wie weit in ein spiel wir gehen durfen hängt an die geschichte die erzelt wird und das was sie uns vermiteln will .
Es geht also nicht darum das ich spass dabei haben will um kleine kinder zu "töten"(ich Rette sie lieber..Bioshock :wink: ), sondern wie glaubwördich uberhaubt die geschichte is und überhaubt ,jeder handlung im spiel soll wie ein teil von ganzem auswirken,aphängich von das thema des spiels....Naturlich muss nicht jetzt jedes spiel solche handlungen haben, das hängt immer auf das thema das hir gereizt wird und muss an die ganze handlungen und geschichte angepast sein....... und Fallout ist so ein spiel!!!



MFG
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

Suppression hat geschrieben:
AEV-Fan hat geschrieben:
Bisher hat aber noch keiner von den Verfechtern des Kindsmordes in Fallout 3 Stellung genommen zu der von mir aufgestellten These des Zukunftspieles. Würde mich echt interessieren was die "radikaleren User" wie z.B. der geistreiche Suppression davon hält...
Ich bin nicht radikal, denke ich.
Und war der letzt Satz ein Lob, oder ein Angriff?
Sorry, das ist für mich wirklich nicht ganz ersichtlich.

Zu deiner Vision, das ginge mir persönlich dann auch zu weit und ich hoffe, dass es nie so weit kommt, obwohl es möglicherweise gar nicht so abwegig ist.
Hierzu empfehle ich das Buch "Otherland", das überraschenderweise im Prinzip exakt das Szenario widerspiegelt, dass du beschrieben hast - hast du es zufällig gelesen?
Ich wollte dich weder angreifen noch loben, das "geistreich" war lediglich daher gewählt, da du im Gegensatz zu einigen anderen Usern nicht nur kurze Phrasen hinwirfst. Evtl. das falsche Wort...aber daran solls nicht hängen. Habe dich auch nur als Beispiel gewählt, da du auf der ersten Seite gleich präsent warst.
Und nein, das von dir genannte Buch sagt mir nichts, klingt aber interessant.
Jedenfalls lobenswert, dass die Diskussion doch langsam Kontur angenommen hat.
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cal.50_BMG
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Beitrag von cal.50_BMG »

Super Wario hat geschrieben:Ich spreche mich nicht dafür aus, jegliche Art von brutalen Computerspielen zu verbieten - nur sollte die Grenze an Brutalität nicht überschritten werden.
Und wo, wo bitte, ist diese gottverdammte Grenze!? Hm? Sag es mir! Aber komm mir jetzt nicht mit "Ich denke" oder "Meiner Meinung nach" - bring mir Fakten! Nichts anderes. Eine vollkommen objektive Grenzziehung, gültig für alle und jeden!

Aber nein, wie könntest du - das geht ja schließlich nicht. Es gibt keine einfach zu definierende und vor allem vollkommen objektive Grenze. Es gibt lediglich eine subjektive Grenze - und ich kann mir nicht vorstellen, dass du so arrogant, vermessen und überheblich wärst, deine eigenen Ansichten zu den einzig gültigen und von allen Menschen geteilten zu erklären.