Lieber Zierfish, ich denke das Zauberwort für das warum heißt Kompatibilität.4P|Zierfish hat geschrieben:Ich für meinen Teil weiß nicht, wieso ich jemals wieder auf ein OS von M$ wechseln sollte....
Es ist ja nun einmal so, dass die meisten Programme für dieses oder jenes Windows angepasst sind und nicht oder nur in Einzelfällen für z.B. Linux oder Leopard erscheint. Gerade als Spieler hat man wohl kaum eine ernstzunehmende Alternative. Auch wenn ich jetzt vielleicht verbal Prügel beziehen werde, muss ich ganz ohne Fanboygetue, aber offen und ehrlich, sagen, dass ich seit XP eigentlich ganz zufrieden mit meinen OS bin; auch Vista hat mich persönlich bisher nicht enttäuscht. Die älteren Semester hier werden sich ja sicher noch gut an die Debakel erinnern, die frühe Windows-Versionen zum Teil ausgelöst haben:
- Spielen unter Windows 3.x war unmöglich, selbst Civ 1 lief unspielbar langsam; DOS war zu der Zeit erste Wahl und 1992 wusste ich mit meinen zwölf Lenzen nix mit Windows anzufangen, was damals eigentlich mehr als "Zusatzprogramm" auf unserem ersten Rechner (386er!) war
- Windows 95 lief, wenn ich mich recht erinnere ganz gut
- Windows 98 war die reine Katastrophe; dass es schon bei der MS-Vorführung abstürzte, war in dem Fall tatsächlich als böses Omen zu werten, denn selbst die gepatchte B-Version war unsagbar verbuggt
- Windows 2000 war mir persönlich zu trist und es fehlten einige Komfort-Funktionen, auch wenn das OS bei vielen auch heute noch beliebt ist
- Win XP und Win Vista genießen mein Wohlwollen, da beide (auch Vista!) bei mir stabil laufen und es sich damit gut arbeiten lässt, sowohl zu Hause als auch auf Arbeit
Wenn es andere oder gleiche Meinungen dazu gibt, nur her damit.
Zum Thema:
Ich denke, viele PR-Menschen begreifen nicht, dass Emotionalität ein nicht zu unterschätzender Faktor ist. Viele Spieler lieben nicht nur gute Spiele, sondern auch die Studios welche sie herstellen, denn sie identifizieren damit Qualität und positive Ausstrahlung, obwohl sie die Leute dahinter wahrscheinlich nie im Leben zu Gesicht kriegen werden. Ein ähnliches Phänomen gibt es ja schon lange z.B. im Fußball: Wenn ein Verein absteigt oder ein Spiel verliert, haben zwar die Fans weder persönliche Vor- noch Nachteile (es sei denn, sie spielen Toto), aber trotzdem trauern viele, als wäre ein guter Freund gestorben. Dass es dann schlecht ankommt, wenn solch ein Studio geschlossen wird, ist ja nicht erst seit der Schließung von z.B. Westwood bekannt.
Es heißt zwar: Auch schlechte PR ist PR, aber ich denke, in so einem Fall wie hier geht das nach hinten los.
