KleinerMrDerb hat geschrieben:Ach Kajetan,
du nimmst auch immer wieder den Kampf mit den Windmühlen auf dich
Versuch doch garnicht erst solchen Leuten vernünftige Argumente zu entlocken, denn sowas besitzen diese garnicht.
Der Begriff Kausale Zusammenhänge befindet sich bei denen noch nichtmal im Wortschatz
Es geht mir hier nicht darum, verstockte Leute von meiner Meinung zu überzeugen oder (wie in dem Falle wahrscheinlich) einen Troll zu füttern.
Es geht mir in erster Linie darum, diese Diskussion auch für andere von all dem Propaganda-Getöse zu befreien, das seit Jahrzehnten eben diese Diskussion so schwierig macht. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Kopien schädlich für den Umsatz sind. Es gibt aber auch keinen Beweis dafür, dass Kopien den Umsatz fördern können, wie manche behaupten. Wir wissen es einfach nicht und sollten daher bitte aufhören, ganze Argumentationsketten auf der Basis einer simplen Annahme zu erstellen.
Das einzige was wir wissen: Was in den Augen der Kundschaft "gut" und begehrt ist, das wird auch in rauhen Mengen gekauft. Was nicht "gut" ist und unattraktiv erscheint, dass bleibt in den Regalen liegen und wandert innerhalb kurzer Zeit zur Software-Pyramide. Kopiert wird jedoch alles. Musik, Filme, Spiele, Bücher, Hörbücher ... alles, was digitalisierbar ist. Eigentlich müsste dann JEDE Branche, die solche Produkte vertreibt mit massiven wirtschaftlichen Einbußen zu kämpfen haben. JEDE, zur GLEICHEN Zeit! Ein "Sins of a Solar Empire", ohne Kopierschutz und ohne DRM, dürfte daher nicht in den TopTen der US-Charts auftauchen, weil es nach der Logik der Kopierschutz-Befürworter ja gar nicht gekauft würde.
Hollywood hat letztes Jahr wieder einen Rekordumsatz eingefahren. Spiele werden mittlerweile in derart großen Stückzahlen verkauft, dass Eidos mit den weltweiten Umsätzen bez. "Kane & Lynch" von gerade mal 1.6 Mio. unzufrieden war, während vor zehn Jahren Blizzard vor Stolz geplatzt ist, weil sich ein Starcraft weltweit über 1.5 Mio. mal verkauft hat. Alle Welt redet davon, wie sehr der PC-Markt unter Umsatzrückgängen leidet. Dabei wird geflissentlich verschwiegen, dass a) MMO-Umsätze nicht berücktsichtig werden, b) Plattformen wie Steam nicht berücksichtigt werden und c) die Umsätze eines CoD4-PC so hoch sind, damit sich ein verficktes Infinity Ward davon goldene Kloschüsseln leisten kann. Aber, ach die armen Schweine müssen ja soooooo leiden, weil es ja soooooviel Kopien gibt. Doppelmoral at it's best!
Sprich, wer die Augen aufmacht und auch mal ein paar Jahre zurückblickt, der merkt sehr schnell, dass fast 100% all dessen, was aus Publisher- und Entwicklermund zu diesem Thema kommt, nichts weiter als aufgeblasene Propaganda ist.
Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass die Anzahl an Raubkopien ca. eine Konstante ist die in % bei jedem Spiel auftaucht.
Also wenn sich ein Spiel millionenfach verkauft gibt es ein paar 10.000 - 100.000 kopien wenn sich ein Spiel aber nur 200.000 mal verkauft wird es bestimmt nicht 100.000 kopien geben sondern um die 10.000-20.000.
Schlechte Spiele sind einfach nicht begehrt, weder Legal noch Illegal.
Korrekt! Wer sich einmal den Spass macht und die Zahlen aus Tauschbörsen mit den Verkaufscharts vergleicht, der wird schnell merken, dass Spiele, die in Massen getauscht werden auch in Massen gekauft werden.