Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
PickleRick
Beiträge: 2565
Registriert: 21.11.2004 14:23
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von PickleRick »

Balmung hat geschrieben: 01.01.2018 04:42 Vor allem durch das streichen der Random Waffen Stats hat dem Spiel einiges an Reiz genommen. Keine Ahnung wieso man das streichen musste.
Mit zufälligen Waffenperks haben sie das Balancing nie wirklich in den Griff bekommen, daher haben sie es sich hier einfacher gemacht.

In Destiny 1 war ja alle drei Wochen eine neue Waffengattung total imba, jetzt ist es nur noch die MIDA. :mrgreen:
CritsJumper
Beiträge: 9918
Registriert: 04.06.2014 01:08
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von CritsJumper »

ZappZarapp69 hat geschrieben: 02.01.2018 09:34 In Destiny 1 war ja alle drei Wochen eine neue Waffengattung total imba, jetzt ist es nur noch die MIDA. :mrgreen:
Ich finde die MIDA gar nicht so gut, ist halt eine Range Waffen. Mann muss dann Geduld haben die Sniperpunkte nicht offensichtlich zu passieren wenn man aus dem Nadelöhr raus läuft. Bei manchen Maps wie dieser Tempel-Karte ist das einfach Sau blöd gelöst!

Was mich ärgert das die da nicht einfach noch einen Dritten weg in der Höhe eingezeichnet haben. So das wenn eine Gruppe im Streinkreis (Punkt B) bleibt wo Scharfschützen, bewachen man noch irgendwie von oben herunter schießen könnte. Aber nein da gibt es halt nur zwei Löcher auf der einen Seiten.. und westlich herum den einen Gang wo man aber auch an B vorbei laufen muss, bei Beiden sind Sniper zu gut im Vorteil.

Der Hexenkessel Modus funktioniert auch nicht mehr so gut mit den kleinen Maps und dem 4er System, was ich wirklich schade finde.

Ich glaube die haben die PvP Gruppengröße nur reduziert damit sie für die Super-Effekte im zweiten Teil noch einen drauf setzen können. Quasi hat man dann nur deswegen weniger Mitspieler, was ich richtig schade finde. Bin mal gespannt ob irgendwann ein PvP Modus kommt der ihn wieder zurück bringt, ich würde es aber begrüßen.
Benutzeravatar
MaxDetroit
Beiträge: 1290
Registriert: 13.05.2007 14:28
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von MaxDetroit »

Balmung hat geschrieben: 01.01.2018 14:44 Wenn es zeitlich halt nicht passt, dann hat man eben Pech gehabt, aber ne, man muss die Spiele ja bis zum äußersten verbiegen, nur damit auch ja Jeder zusammen spielen kann. Und sich dann wundern wenn so ein Rotz dabei raus kommt. Dann sollen sich die Spieler eben die richtigen Mitspieler suchen, die von ihrer Freizeit her kompatibel zueinander sind und nicht völlig inkompatibel aber trotzdem erfolgreich spielen wollen.
Hmm, hier kommen viele Faktoren zusammen. Ich denke es ist weitaus mehr als das.
Ich denke das Genre MMO hat ein paar system-inhärente Probleme die die meisten Spiele dieser Art nur schwer in den Griff bekommen. Destiny 2 versucht es auf seine Art, und man könnte höchstens noch argumentieren das Bungie sich darin übernommen hat, zu versuchen das alles unter einen Hut zu bekommen. Aber kommen wir mal zu den konkreten Faktoren.

Als MMO-Spieleentwickler will man ja folgendes gewährleisten:

1. Spieler sollen die Möglichkeit haben einfach und unkompliziert mit Freunden zusammen spielen zu können. MMO Spiele sind vor allem auch soziale Spiele und es muss möglich sein einen Freund einzuladen und mit ihm zusammen spielen zu können ohne große Hürden.

2. Spieler wollen Progress, Charakterentwicklung, Loot, Individualisierung. Sie wollen sich vom Rest dere Mitspieler absetzen können und auch zeigen was sie geleistet haben im Spiel. Jegliche investierte Zeit soll sich auszahlen in Form von Weiterentwicklung des Charakters (sei es auch nur in Form von kosmetischen Veränderungen). Für besonders schwierige Aufgaben möchte man auch besondern Loot erhalten.

3. Als Spielentwickler will ich Fragmentierung der Spielerschaft vermeiden. Ich möchte das Neuanfänger auch Anschluss an die bestehende Spielerschaft finden können. Wenn die Besten 10% das Spiel dominieren, da sie am meisten Zeit in das Spiel investieren können, und andere Spieler nicht mehr hinterherkommen und hoffnungslos abgehängt werden, dann werde ich mit einem Spiel enden das nur noch von einer kleinen elitäre Gruppe von Hardcore-Spielern gespielt wird, und langsam aber stetig austrocknet. Neue Spieler brauchen die Möglichkeit Anschluss zu finden.

4. Besonders wenn PvP im Spiel ist, dann merkt man wie die Punkte 1. und 3. mit Punkt 2. kollidieren. Auf der einen möchten Spieler sich von anderen Spielern absetzen und ihnen voraus sein, auf der anderen brauche ich Mitspieler für das Matchmaking und faire PvP Matches und vor allem: ich möchte nicht Stunden auf ein Match warten müssen, bis genug Mitspieler gefunden wurden. Wenn nun die Spielerschaft extrem fragmentiert ist, wird gerechtes Matchmaking irgendwann unmöglich.

Aus deinen Aussagen schließe ich das Du gerne ein Spiel möchtest dem die Punkte 1. 3. und 4. egal sind und das eine kleine elitäre Harcore Spielerschaft bedient. Dies ist heute tatsächlich nicht mehr sinnvoll, geschweige denn lukrativ, sorry.

Destiny 2 versucht das beinahe Unmögliche alle diese Punkte unter einen Hut zu bringen. Man sieht dies an allen Ecken und Enden im Spieldesign. Das gelingt manchmal besser (Levelunterschiede im PvP werden ausgeglichen, unfaire RNG Rolls auf Waffen die Hardcore Spieler extrem bevorzugen sind raus), manchmal schlechter (kein Clanchat, kein ingame LFG für Raids und Dämmerung, zu wenig exklusive Belohnungen für Endcontent). Für mich funktioniert es. Ich kann mit Freunden die vorher wenig bis gar nicht Shooter oder MMO gespielt haben gut zusammen spielen, und wir haben gemeinsam Spass. Und ja, ich mag den Eververse-Shop immer noch nicht.
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von unknown_18 »

MaxDetroit hat geschrieben: 02.01.2018 13:49 Als MMO-Spieleentwickler will man ja folgendes gewährleisten:

1. Spieler sollen die Möglichkeit haben einfach und unkompliziert mit Freunden zusammen spielen zu können. MMO Spiele sind vor allem auch soziale Spiele und es muss möglich sein einen Freund einzuladen und mit ihm zusammen spielen zu können ohne große Hürden.
Von sozialen Spielen merkt man nur in den letzten Jahren in MMOs wenig, da immer weniger Kommunikation außerhalb der eigenen Gruppe statt findet. Dafür konzentriert man sich zu sehr darauf, dass MMOs mit Freunden gespielt werden kann und das ist in dem Ausmaß einfach falsch. Die Entwickler müssten hier einfach eine bessere Balance finden, denn früher war es fast normal das man seine Mitspieler primär im Spiel selbst gefunden und kennengelernt hat. Das man einen Freund mit ins Spiel brachte war eher die Ausnahme. Hier fehlt einfach die richtige Balance. Hier ist man von einer Extreme "Freunde feindlich" zur anderen Extreme "Mitspieler feindlich" gesprungen.
2. Spieler wollen Progress, Charakterentwicklung, Loot, Individualisierung. Sie wollen sich vom Rest dere Mitspieler absetzen können und auch zeigen was sie geleistet haben im Spiel. Jegliche investierte Zeit soll sich auszahlen in Form von Weiterentwicklung des Charakters (sei es auch nur in Form von kosmetischen Veränderungen). Für besonders schwierige Aufgaben möchte man auch besondern Loot erhalten.
Korrekt, hier kann ich nicht viel einwenden. Nur das das alles zu sehr beschleunigt wurde, damit man auch ja mit wenig Zeit ständige Erfolgserlebnisse verspürt.
3. Als Spielentwickler will ich Framentierung der Spielerschaft vermeiden. Ich möchte das Neuanfänger auch Anschluss an die bestehende Spielerschaft finden können. Wenn die Besten 10% das Spiel dominieren, da sie am meisten Zeit in das Spiel investieren können, und andere Spieler nicht mehr hinterherkommen und hoffnungslos abgehängt werden, dann werde ich mit einem Spiel enden das nur noch von einer kleinen elitäre Gruppe von Hardcore Spielern gespielt wird, und langsam aber stetig austrocknet. Neue Spieler brauchen die Möglichkeit Anschluss zu finden.
Und das ist der nächste Bullshit. Dieses Denken kam erst durch die Strukturierung der MMOs mit Endcontent auf. MMOs sind aber nicht bloß Spiele für diese Art von Spieler, sondern auch für solche, die sich darum nicht scheren zu den Besten auf dem ganzen Server gehören zu wollen. Wichtig ist nur das für diese Spieler eben auch genug Content da ist und genau daran mangelt es häufig. Zu sehr sind MMOs heute ein gerader Weg an dessen Ende sich der Endcontent befindet und am Wegrand sind immer die gleichen grauen Inhalte zu sehen und in der ferne leuchtet und blinkt die Zielflagge in bunten Farben.

Der Weg ist das Ziel, der Weg selbst muss Spaß machen, dann ist es scheiß egal wie lange man für diesen Weg braucht und ob einige Spieler weit voraus sind. Was sollen denn Spieler erst sagen, die erst nach einem Jahr in ein MMORPG einsteigen? Ein MMORPG ist nicht nur für die Release Spieler da, die auch schon unterschiedlich schnell voran kommen. Dieses Denken man müsste schnell voran kommen muss einfach aus den Köpfen der Spieler getilgt werden, dazu braucht es aber entsprechend geformte MMOs und keine die mit Endcontent werben. Am Besten ist der Endcontent so lange Geheim bis die Spieler dort ankommen, statt dessen wird oft schon vor Release damit geworben und damit den Spielern gezeigt wo sie unbedingt hin wollen. Und dann wundert man sich ernsthaft wieso Spieler so schnell mit dem Content durch sind? (Wie damals bei SW:TOR) Manche Entwickler sind echt dumm.
4. Besonders wenn PvP im Spiel ist, dann merkt man wie die Punkte 1. und 3. mit Punkt 2. kollidieren. Auf der einen möchten Spieler sich von anderen Spielern absetzen und ihnen voraus sein, auf der anderen brauche ich Mitspieler für das Matchmaking und faire PvP Matches und vor allem: ich möchte nicht Stunden auf ein Match warten müssen, bis genug Mitspieler gefunden wurden. Wenn nun die Spielerschaft extrem fragmentiert ist, wird gerechtes Matchmaking irgendwann unmöglich.
PvP ist niemals wirklich 100% fair, das muss man erst mal verstanden haben, dann sieht man das Ganze völlig anders. Und Matchmaking hat in einem MMO so viel verloren wie Schusswaffen in einem Fußball Spiel, absolut nichts! MMOs sind nicht dazu da Matches auszutragen, dafür gibt es andere Genres.

PvP sollte entsprechend realistisch umgesetzt werden.

1. Ein Option für Duelle, bei dem sich 2 oder von mir aus auch 2 gegen 2 Spieler nach beidseitigem Einverständis vor Ort duellieren können.

2. OpenPvP nur mit entsprechendem Strafensystem dahinter. OpenPvP ist nur ein nice to have aber kein eigentlicher Spielinhalt, man sollte es nicht nutzen, außer es gibt feindliche Fraktionen und damit ein natürlicher Spielerfeind. Andere Spieler rein zum Spaß killen gehört aber nicht in ein MMO und daher eben ein gutes Strafensystem, das dafür sorgt, dass ich OpenPvP nur in Situationen nutze, bei dem der Grund für das killen eines anderen Spieler (der gleichen Fraktion) für einen selbst wichtiger ist als die Strafe die man dafür bekommt.

3. zu guter letzt Endcontent PvP, das ist leichter zu balancieren, aber ein Fan bin ich davon nie gewesen, zieht zu viele PvP only Spieler an, die dann durch den Content pflügen wollen um zum "eigentlichen Inhalt" zu kommen. Wenn Endcontent PvP, dann sollte es eh eher Fraktion gegen Fraktion sein, was dann aber schon lange vor dem Endcontent einsetzt.
Aus deinen Aussagen schließe ich das Du gerne ein Spiel möchtest dem die Punkte 1. 3. und 4. egal sind und das eine kleine elitäre Harcore Spielerschaft bedient. Dies ist heute tatsächlcih nicht mehr sinnvoll geschweige denn lukrativ, sorry.
Wie du siehst ist es eben nicht so einfach wie du dir das vorgestellt hast. Bis auf manche Dinge habe ich grundsätzlich nichts gegen diese, nur gegen die Art wie die Entwickler diese einsetzen, spricht gegen das gewählte Balancing zum Rest des Spiels hin.
Destiny 2 versucht das beinahe Unmögliche alle diese Punkte unter einen Hut zu bringen. Man sieht dies an allen Ecken und Enden im Spieldesign. Das gelingt manchmal besser (Levelunterschiede im PvP werden ausgeglichen, unfaire RNG Rolls auf Waffen die Hardcore Spieler extrem bevorzugen sind raus), manchmal schlechter (kein Clanchat, kein ingame LFG für Raids und Dämmerung). Für mich funktioniert es. Ich kann mit Freunden die vorher wenig bis gar nicht Shooter oder MMO gespielt haben gut zusammen spielen, und wir haben gemeinsam Spass. Und ja, ich mag den Eververse-Shop immer noch nicht.
Nunja, wie schon oft genug gesagt, ich sehe D2 nicht als MMO, es hat MMO Ansätze, aber das macht es noch lange zu keinem. Das merkt man schon bei den obigen Ausführungen, da passt kaum etwas wirklich zu D2.

Mich nervt der MMO Vergleich bei D2 eher, es verwässert weiter die Definition von MMOs und lässt nicht zu das D2 einfach als eigenes Genre akzeptiert wird. Warum muss man alles immer in vorhandene Genre Schubladen stopfen, wenn man schier unendlich leere Schubladen hat, von denen man eine benutzen und beschriften könnte?

Ansonsten stimme ich dir aber zu, D2 will es noch mehr Spielern recht machen als D1 und Bungie ist damit übers Ziel hinaus geschossen. Wenn es für dich funktioniert, schön. Mir ging nach 4 Wochen die Puste aus, weil alles nur noch aus Wiederholungen mit leichten Variationen bestand.
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von unknown_18 »

ZappZarapp69 hat geschrieben: 02.01.2018 09:34
Balmung hat geschrieben: 01.01.2018 04:42 Vor allem durch das streichen der Random Waffen Stats hat dem Spiel einiges an Reiz genommen. Keine Ahnung wieso man das streichen musste.
Mit zufälligen Waffenperks haben sie das Balancing nie wirklich in den Griff bekommen, daher haben sie es sich hier einfacher gemacht.

In Destiny 1 war ja alle drei Wochen eine neue Waffengattung total imba, jetzt ist es nur noch die MIDA. :mrgreen:
Ach, das ist doch eine faule Ausrede. Zeig mir ein Online Spiel in dieser Art von Spielen, dass das Balancing wirklich hin bekommen hat. Selbe Blizzard patched noch heute am Balancing von WoW rum. Tatsache ist am Balacing schrauben zu müssen ist immer nötig und nie zu Ende.

Bin der Meinung das Balacing sollte man am Besten einer KI mit Deep Learing überlassen, die kann viel schneller analysieren und reagieren und würde den Entwicklern eine Menge Arbeit abnehmen, weil Balancing gibt es in solchen Spielen an allen Ecken und Enden, nicht nur bei Waffen.
Benutzeravatar
MaxDetroit
Beiträge: 1290
Registriert: 13.05.2007 14:28
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von MaxDetroit »

Okay. Ich habe 2007 (ist jetzt über 10 Jahre her, verdammt) mit Herr der Ringe Online angefangen. Damals noch mit Abo-Modell. Und man konnte noch Leute beim spielen und questen kennenlernen, wenn man zusammen ein paar Quests erledigt hatte (weil dies mitunter auch Gruppenquests waren, die man nicht alleine geschafft hat, man musste sich also zusammenraufen), dann hat man sich nachher oft in die Freundesliste gepackt. Allgemein kannte man die großen Gilden und viele Leute beim Namen auf dem Server, auf dem man gespielt hat. Man hatte sogar so was wie einen Ruf auf dem Server zu verlieren und man hat schon darauf geachtet sich nicht daneben zu benehmen. Es gab keine Questmarker, keine Dungeonfinder, man musste viel über Chats organisieren und kommunizieren. Einige Instanzen haben 3-4 Stunden gebraucht um sie durchzuspeilen und einiges an Mühe gekostet überhaupt zum Eingang hinzugelangen. Ich denke manchmal auch nostalgisch daran zurück, es waren definitiv andere Zeiten.

Heute gibt es einen Dungeonfinder, man meldet sich an, wird in das Dungeon geportet und pflügt da eben mit drei Fremden in einer halben Stunde durch und geht dann wieder seines Weges. Performen die Mitspieler nicht wird geflamet, es gibt Rage-Quits, all das. Was meines Erachtens auch durch die große Masse an Spielern und der Anonymisierung einhergeht, man wird gewisse Leute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie wiedersehen, also gibt es auch keine Ruf um den man sich Sorgen machen muss.

Ich denke ich verstehe nach was Du suchst, weil ich kenne das auch noch und vermisse das ebenso. Ich bin da nur irgendwie realistisch und habe damit abgeschlossen und denke die Zeiten sind vorbei. Denn auf der anderen Seite will ich das selber auch nicht mehr, weil ich keinen Bock mehr darauf habe so viel Zeit und Engagement in ein Spiel zu stecken. Ich habe keine Lust mehr eine Stunde lang zu versuchen Mitspieler für eine Quest oder eine Instanz über den LFG Chat zu suchen. ich habe keinen Bock auf stunden- oder tagelange Vorbereitung auf Raids. Im Grunde reicht es mir jetzt mit Freunden oder dem Clan am abend ein paar Strikes oder den Raid ohne große Hürden zu spielen.

Vielleicht bin ich ein filthy casual geworden, ja vielleicht, und deshalb muss ich auch all das Gift dafür schlucken was die Interaktion mit Mitspielern angeht. Entweder wird diese reduziert, wie bei Destiny 2, oder man muss mit dem Geflame und Toxic Behavior leben, da es anscheinend heute zum guten Gaming-Ton dazugehört. Aber hier sehe ich auch wieder die Schuld bei den Spielern, die jedes Mittel zum Griefing, Trolling, Flaming und was-weiß-ich-nicht-noch-alles ausnutzen. Schade, da stimme ich dir zu, Schade das die Online-Spielekultur da angekommen ist wo sie heute ist, denn Herr der Ringe Online ist heute ein Free-to-Play Spiel wo alles drauf angelegt ist möglich Solo erreichbar zu sein, das man ja nicht mit seinen Mitspielern interagieren muss.
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von unknown_18 »

MaxDetroit hat geschrieben: 02.01.2018 19:24 Okay. Ich habe 2007 (ist jetzt über 10 Jahre her, verdammt) mit Herr der Ringe Online angefangen. Damals noch mit Abo-Modell. Und man konnte noch Leute beim spielen und questen kennenlernen, wenn man zusammen ein paar Quests erledigt hatte (weil dies mitunter auch Gruppenquests waren, die man nicht alleine geschafft hat, man musste sich also zusammenraufen), dann hat man sich nachher oft in die Freundesliste gepackt. Allgemein kannte man die großen Gilden und viele Leute beim Namen auf dem Server, auf dem man gespielt hat. Man hatte sogar so was wie einen Ruf auf dem Server zu verlieren und man hat schon darauf geachtet sich nicht daneben zu benehmen. Es gab keine Questmarker, keine Dungeonfinder, man musste viel über Chats organisieren und kommunizieren. Einige Instanzen haben 3-4 Stunden gebraucht um sie durchzuspeilen und einiges an Mühe gekostet überhaupt zum Eingang hinzugelangen. Ich denke manchmal auch nostalgisch daran zurück, es waren definitiv andere Zeiten.

Heute gibt es einen Dungeonfinder, man meldet sich an, wird in das Dungeon geportet und pflügt da eben mit drei Fremden in einer halben Stunde durch und geht dann wieder seines Weges. Performen die Mitspieler nicht wird geflamet, es gibt Rage-Quits, all das. Was meines Erachtens auch durch die große Masse an Spielern und der Anonymisierung einhergeht, man wird gewisse Leute mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie wiedersehen, also gibt es auch keine Ruf um den man sich Sorgen machen muss.
Genau das meinte ich. Und ich frage mich eben noch heute ob das heute in abgeschwächter Form nicht eben doch noch möglich wäre. Weil zwischen damals und heute liegt ja inzwischen ein riesiger Unterschied und viel Platz dazwischen. Gäbe es da nicht einen Kompromiss aus beiden Welten?

Zum du schreibst von LFG Chat, ich kenne es Aion so, das man dort ein LFG Suche hatte, man trägt sich als Spieler ein, dass man für X Mitspieler sucht und andere Spieler können dann diese Gesuche durch gehen und auch filtern und sich bei dir per privat Chat melden. Genauso gab es das für Gruppen die noch einen Mitspieler einer bestimmten Klasse suchten. Kein Matchmaking, man musste immer noch mit den Spielern chatten, sich kurz kennen lernen und absprechen wo und wann man sich trifft. Also genau das was ich mit Mittelding meinte, zwischen reinem LFG Chat und Matchmaking. Diese LFG Suche in Aion empfand ich als sehr gelungen und beschleunigte das finden doch ungemein. Oft hat man ein Gesuche eingestellt und hat während dessen noch andere Dinge gemacht. Man muss ja nicht selbst ständig in den LFG Chat schauen oder posten.

Und genau so ließen sich sicherlich auch in anderen Bereichen Kompromisse finden mit denen man leben kann.
Ich denke ich verstehe nach was Du suchst, weil ich kenne das auch noch und vermisse das ebenso. Ich bin da nur irgendwie realistisch und habe damit abgeschlossen und denke die Zeiten sind vorbei. Denn auf der anderen Seite will ich das selber auch nicht mehr, weil ich keinen Bock mehr darauf habe so viel Zeit und Engagement in ein Spiel zu stecken. Ich habe keine Lust mehr eine Stunde lang zu versuchen Mitspieler für eine Quest oder eine Instanz über den LFG Chat zu suchen. ich habe keinen Bock auf stunden- oder tagelange Vorbereitung auf Raids. Im Grunde reicht es mir jetzt mit Freunden oder dem Clan am abend ein paar Strikes oder den Raid ohne große Hürden zu spielen.
Das ist halt mein Problem, so einfach abschließen kann ich damit nicht und das liegt einfach auch daran, das ich mich schon immer auch für die Spieleentwicklung sehr interessiert habe. Entsprechend beschäftigt mich es eben mehr was möglich wäre und was nicht als es einen normalen Spieler tut und darum kommen eben immer wieder solche Fragen auf ob es wirklich nicht mehr möglich wäre.

Auch ist es natürlich ziemlich egoistisch von dir gedacht, wenn du damit kommst und sagst, dass du das heute nicht mehr willst. Ständig wachsen neue Generationen von Spielern heran, die gar nicht mehr wissen was ein richtiges MMO ist bzw. was das MMO Genre in Wirklichkeit sein könnte. Denen nimmt man so die Chance das jemals selbst erleben zu können und die hätten eher noch die Lust dazu sich so in ein Spiel zu vertiefen. Die Lust habe ich übrigens selbst nie verloren. Bei manchen Spielen ja, aber ich würde sonst was dafür geben noch einmal so ein MMO wie früher spielen zu können. Völlig egal ob ich dafür nun weniger Zeit habe oder nicht.

Es ist ein Irrtum ein MMO nicht spielen zu können, wenn man nicht genug Zeit hat, man spielt es lediglich anders und sucht sich darin eine Beschäftigung die mit der eigenen Spielzeit zusammen passt und genau das sollten MMOs eben bieten. Statt dessen versucht man den gleichen Content allen zugänglich zu machen, das kann einfach nicht gut gehen. Ein gutes MMO ist eines, das für jede Art von Spielern Content anbietet. Natürlich bedeutet so ein Spiel mehr Aufwand in der Entwicklung und dafür sind sich die Entwickler immer mehr zu Schade, dank Gewinn Maximierung und Risiko Minimierung um jeden Preis und der Preis ist immer öfters die Seele des Spiels.

Dass das dumm ist werden die Entwickler selbst irgendwann merken, weil mit solchen Spielen baut man sich keinen guten Ruf auf und nur wer einen guten Ruf hat genießt das Vertrauen der Spieler. Siehe Chris Roberts, der durch seinen alten Spiele wie Wing Commander einen sehr guten Ruf genoss und dadurch überhaupt erst Star Citizen in dem Ausmaß wie es heute ist machen kann.

Siehe dazu die MMO Branche, die seit über 10 Jahren nur damit beschäftigt ist sich selbst zu zerlegen und der Ruf ging immer mehr in den Keller. Immer weniger Spieler haben daher noch das Vertrauen, dass überhaupt noch ein gutes und funktionierendes MMO auf den Markt kommt. Vertrauen ist aber dazu nötig. Gerade MMOs brauchen das Vertrauen der Spieler in den Entwickler und Betreiber. Siehe zum Beispiel FFXIV, was nun schon Jahre als Abo MMO sehr ordentlich läuft und ständig gute Inhaltsupdates bekommt und damit schon so ziemlich das letzte noch ordentliche MMO darstellt, obwohl dort schon nicht alles rosig ist. Ein guter Ruf ist einfach unbezahlbar. Scheinbar scheint das manchen Publishern/Entwicklern egal zu sein. Vielleicht auch weil der Videospiele Markt inzwischen so breit aufgestellt ist, dass sich immer ausreichend Spieler finden, denen der Ruf egal ist.
Vielleicht bin ich ein filthy casual geworden, ja vielleicht, und deshalb muss ich auch all das Gift dafür schlucken was die Interaktion mit Mitspielern angeht. Entweder wird diese reduziert, wie bei Destiny 2, oder man muss mit dem Geflame und Toxic Behavior leben, da es anscheinend heute zum guten Gaming-Ton dazugehört. Aber hier sehe ich auch wieder die Schuld bei den Spielern, die jedes Mittel zum Griefing, Trolling, Flaming und was-weiß-ich-nicht-noch-alles ausnutzen. Schade, da stimme ich dir zu, Schade das die Online-Spielekultur da angekommen ist wo sie heute ist, denn Herr der Ringe Online ist heute ein Free-to-Play Spiel wo alles drauf angelegt ist möglich Solo erreichbar zu sein, das man ja nicht mit seinen Mitspielern interagieren muss.
Ja, und das ist halt auch das ärgerliche an MMOs bzw. an solchen Online Spielen generell. Das sind keine Spiele bei denen man nach Jahren sagen kann "ich hab mal wieder lust drauf, mal rausholen und wieder spielen". Die MMOs in ihrer ursprünglichen Form und deren damaligen Communities existieren nicht mehr. Dennoch hört man immer wieder Schlauberger sagen "dann geh doch zurück zu MMO x, wenn es so viel besser ist", solche Spieler haben das eben noch nicht verstanden. ^^

Aber nichts desto trotz denke ich schon, dass es noch möglich wäre. Der toxische Ton kommt aus zwei Gründen: 1. weil die Spieler eben nicht wirklich mit dem MMO zufrieden sind. Spieler die Spaß haben neigen viel weniger dazu andere Spieler anzuflammen. 2. weil die Betreiber heutzutage rein überhaupt nicht mehr im Spiel präsent sind. Dank Free2Play gibt es natürlich auch nur gerade so viele Mitarbeiter wie nötig was den Support angeht. Sprich es gibt Niemanden, der die Spieler beaufsichtigt und sich einmischt, wenn sich Spieler daneben benehmen. Statt dessen gibt es Reaktionen Tage/Woche später darauf und auch nur vielleicht. Sieht man auch daran wie mit Cheatern umgegangen wird. Viele werden nie gebannt und der Rest und alle paar Wochen in einem Massenbann anstatt so zeitnah wie möglich. Es fehlt also quasi schlicht die Abschreckung sich nicht daneben zu benehmen.

Und das ist einer der Gründe wieso ich glaube, dass ein klassisches MMO sehr wohl noch funktionieren könnte. Nur gibt es kein Entwickler mehr, der sich diese Mühe macht und an den richtigen Stellen ansetzt. Statt dessen geht man lieber weiter nach Schema F vor und beutet das Genre weiter aus bis es endgültig tot ist und schiebt dann dafür irgendwelche Gründe vor wie das das Genre einfach nicht mehr zeitgemäß wäre oder so ein Stuss, das sehe ich eben ganz anders. Das sieht nur dank den MMO Entwicklern und der Vermarktung von MMOs als F2P so aus. Bei MMOs ist F2P einfach nur ein Zeichen dafür das die Qualität zu schlecht für P2P ist, aber nicht das Entwickler daraus etwas lernen würden. ^^

Die Entwickler machen es halt wie die Spieler: sie gehen den bequemsten Weg, nicht den Besten.
Benutzeravatar
Veldrin
Beiträge: 3206
Registriert: 04.12.2013 03:54
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von Veldrin »

ChrisJumper hat geschrieben: 01.01.2018 16:23 Loot in Destiny 2:
Man muss seine Waffen halt pflegen dauernd aufwerten.
Aus Ballance Gründen kann man sie minimal anpassen und justieren und das beste ist da noch einen besonderen Modifikator dran zu klatschen den man bekommen hat.

Destiny 1 hat es meiner Meinung nach besser gemacht weil man noch mehrere Möglichkeiten pro Waffe hatte, Effekte um zu stelen. (Waffen Perks).

Auch waren die Spielmodi nicht ganz so stark vorgegeben mit dem jeweiligen Fokus, welcher sich in D1 noch etwas besser einstellen ließ. D2 ist dabei aber zugänglicher geworden und ich glaube sie haben es auch für das PvP Ballance gemacht.

Doch letztlich hätten sie wahrscheinlich besserer daran gearbeitet PvP und PvE komplett zu trennen was die Stats und Waffen betrifft.

Das könnte tatsächlich ein Faktor sein der mit reinspielt.
Benutzeravatar
PickleRick
Beiträge: 2565
Registriert: 21.11.2004 14:23
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von PickleRick »

Balmung hat geschrieben: 02.01.2018 19:02
ZappZarapp69 hat geschrieben: 02.01.2018 09:34
Balmung hat geschrieben: 01.01.2018 04:42 Vor allem durch das streichen der Random Waffen Stats hat dem Spiel einiges an Reiz genommen. Keine Ahnung wieso man das streichen musste.
Mit zufälligen Waffenperks haben sie das Balancing nie wirklich in den Griff bekommen, daher haben sie es sich hier einfacher gemacht.
Ach, das ist doch eine faule Ausrede.
Hast Du Gegenvorschläge für eine Begündung?

Trotz aller kommunikativer Fehler wird auch bei Bungie jede Entscheidung das Ende einer Abstimmung und Entscheidungsfindung darstellen. Warum haben sie Deiner Meinung nach die zufälligen Perks entfernt?
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: Destiny 2: Viele Spieler fordern Entfernung oder Boykott des Echtgeld-Shops "Eververse"

Beitrag von unknown_18 »

Keine Ahnung warum sie sie entfernt haben. Am Balancing muss aber eh stets gearbeitet werden, das fällt jetzt nicht plötzlich weg weil sie das gestrichen haben. Davon ab spielt PvP doch eh keine wirklich große Rolle in dem Spiel, so wie sie das PvP umgesetzt haben und dafür nun das restliche Spiele leiden lassen? Dumme Entscheidung.