Kommentar: Luxus in der Krise

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4P|T@xtchef
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von 4P|T@xtchef » 26.03.2020 12:48

Serious Lee hat geschrieben:
26.03.2020 12:27
Ein anderer Kumpel ist irgendwann von GTA auf The Division umgestiegen. Das wars im Wesentlichen.
Jup, was man unterschätzt sind tatsächlich die vielen Monospieler, die sich über Jahre einem Titel widmen. Das ist cool, wenn man kooperativ spielt, aber kann auch zu einem Desinteresse an allem anderen führen. Oder dazu, dass Games as a Service bald auch sowas wie begleitende Rentengymnastik sind.
Jörg Luibl
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Of Truth and Sacrifice
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von Of Truth and Sacrifice » 26.03.2020 14:47

4P|T@xtchef hat geschrieben:
25.03.2020 17:37
Um mal zurück zum Thema Spiele zu kommen: Wer von euch hat denn jetzt tatsächlich mehr Zeit zum Spielen? Oder wer spielt zum ersten Mal öfter online mit Verwandten oder Freunden?
Servus zusammen,

ich habe eigentlich in meinem näheren Umfeld nur einen Kumpel, mit dem ich regelmäßig zocke. Das dann aber zusammen auf der Couch vor einem Bildschirm.
Seit letzter Woche verabreden wir uns ab und zu am Abend zum Online-Zocken. Haben Worms wieder für uns entdeckt. In der Kindheit/Jugend bis zum Erbrechen gespielt damals :D
Machen das Ganze jetzt mit Worms WMD (sehr zu empfehlen für Fans der älteren Teile bis Worms World Party) auf der PS4 und nebenbei läuft Skype, damit man sich auch mit dem Bierchen zuprosten kann :mrgreen: .
Außerdem bekommt man besser mit, wie der Andere sich gerade aufregt :lol: .

Macht wirklich ziemlich Bock!

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EintopfLeiter
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von EintopfLeiter » 26.03.2020 17:11

4P|T@xtchef hat geschrieben:
25.03.2020 17:37
Um mal zurück zum Thema Spiele zu kommen: Wer von euch hat denn jetzt tatsächlich mehr Zeit zum Spielen? Oder wer spielt zum ersten Mal öfter online mit Verwandten oder Freunden?
Nein, ich habe nicht mehr Zeit zum spielen, eher weniger.

Obwohl ich keiner "systemrelavanten" Arbeit nachgehe (ich arbeite für die Baubranche und die läuft momentan noch einigermaßen rund) hab ich dennoch viel zu tun. Mit dem Unterschied, dass ich derzeit komplett auf Homeoffice umgestellt habe, was wiederum dazu führt, dass ich abends eher länger arbeite.
Wenn ich abends dann Feierabend mache, löse ich meine Frau ab, die sich den ganzen Tag mit unserem unausgeglichenen (weil nur Zuhause) Kindergartenkind "rumschlägt". Glücklicherweise kann sie als Lehrerin das Ergebnis geschlossener Schulen und Kindergärten entsprechend abfangen, da sie eben auch nicht arbeitet.

Im Übrigen ist das sicherlich ein Problem vieler Familien, dass zu wenig Beachtung findet – die häusliche Betreuung all der Kinder. Für viele nicht so einfach machbar, wenn man arbeiten muss.

Nebenbei bemerkt, da das hier auch schon diskutiert wurde, bleibt positiv so gut ihr könnt. Immer und gerade in solchen Zeiten von unermesslichen Wert.


Mein Beileid an alle Kranken und an alle, deren Existenz in Bedrohung gerät. Natürlich auch mein Dank an alle, die derzeit den "Laden" am laufen halten müssen. Hier geht es aber nicht nur um medizinische, pflegerische und versorgende Berufe, wie ein User schon wunderbar bemerkt hat.

VG
Zuletzt geändert von EintopfLeiter am 26.03.2020 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
" Auch wenn alle einer Meinung sind, können alle unrecht haben. "

- Bertrand Russel (1872-1970)


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4P|IEP
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von 4P|IEP » 27.03.2020 07:56

Wir sind bei uns jetzt auch im Home Office, also hat sich die Zeit zum Spielen kaum geändert. Arbeite momentan nämlich noch ca. 8 Stunden am Tag. Mal mehr, mal weniger.
Da ich noch in Quarantäne bin, und Einkäufe etc. von Bekannten vors Fenster gestellt bekomme, spare ich natürlich Zeit, weil ich nicht rausgehe. Die Zeit nutze ich im Moment fürs Zocken und Kaiji gucken :ugly:

Im Moment spiele ich Doom Eternal und Animal Crossing, die perfekte Symbiose aus Gemetzel und Blumen gießen.
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von 4P|T@xtchef » 27.03.2020 09:38

Die Kombo aus Doom und Animal beherrscht auch gerade unsere vier Wände.;)
Jörg Luibl
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von 4P|IEP » 27.03.2020 09:46

Nur mit dem Unterschied, dass du Doom spielst und alle anderen Animal Crossing? :D
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von 4P|T@xtchef » 27.03.2020 09:57

Genau so.;)
Jörg Luibl
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Sinthuria
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von Sinthuria » 27.03.2020 23:12

Ich habe mich jetzt endlich Death Stranding gewidmet, nachdem ich es monatelang nicht weiter gespielt habe. Ist zwar in dieser Zeit etwas makaber, aber doch irgendwie passend.

ChrisJumper
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von ChrisJumper » 28.03.2020 19:21

@IEP und Jörg

:)))

Alles gute euch beiden. Ich werde morgen vielleicht auch Animal Crossing für die Switch kaufen, wenn die Supermärkte wirklich Sonntags offen haben. Auch wenn der Nachwuchs weniger Zeit zum spielen hat, da sich das Wetter draußen langsam bessert. Soll ja noch mal ein Kälteeinbruch kommen die Tage... da wird sich bestimmt mehr Zeit zum Stuben hocken anbieten.

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casanoffi
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von casanoffi » 29.03.2020 18:32

4P|T@xtchef hat geschrieben:
25.03.2020 17:37
Um mal zurück zum Thema Spiele zu kommen: Wer von euch hat denn jetzt tatsächlich mehr Zeit zum Spielen? Oder wer spielt zum ersten Mal öfter online mit Verwandten oder Freunden?
Ironischerweise muss ich sagen, dass ich "leider" nicht mehr Zeit zum Spielen habe, als ich sonst habe.

Obwohl ich keiner System-relevanten Arbeit nachkomme (ich arbeite als Mediengestalter im Print-Gewerbe), gehöre ich zu den glücklichen Menschen, die weiterhin ihrer Arbeit nachkommen können.
Aufträge laufen noch wie gewohnt - einzige Sorge ist, wie lange die Kataloge/Magazine noch gedruckt werden können, weil wir nicht wissen, wie lange die Druckereien noch ihren Dienst verrichten können/dürfen.

Allerdings hat meine Frau aufgrund ihrer selbständigen Tätigkeit als Model derzeit viel mehr Freizeit und viel weniger Geld in der Tasche, als sie es gerne hätte.

Animal Crossing, Pokemon und der Switch sei Dank, kann sie die Zeit aber ganz gut überbrücken.
Umso besser, dass sich an meiner Arbeitssituation bisher nichts geändert hat und wir beide von meinem Gehalt leben können.


Und was den Luxus in der Krise betrifft - ich denke in erster Linie an die Menschen, für die es die Hölle ist, Zuhause "eingesperrt" zu sein.
Menschen, die an Depressionen leiden oder derzeit nicht mehr der häuslichen Gewalt entfliehen können.
No cost too great. No mind to think. No will to break. No voice to cry suffering.

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No Cars Go
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von No Cars Go » 30.03.2020 01:11

Boah, mit Ausblick auf'n Luibl als Kamerad hätte ich den Wehrdienst auf keinen Fall verweigert. :heart_exclamation:
"If you wake up at a different time in a different place, could you wake up as a different person?"

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CthulhuLover
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von CthulhuLover » 30.03.2020 15:11

Mehr Zocken ist momentan nicht drin, ich bin jetzt noch neben ITler im Home Office zusätzlich Teilzeitkoch und Teilzeitlehrer für die 2. und die 5. Klasse.. da bist Abends teilweise zu platt um noch zu zocken ausser vielleicht etwas Mario auf der Switch.

Doc Angelo
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von Doc Angelo » 30.03.2020 15:24

CthulhuLover hat geschrieben:
30.03.2020 15:11
Mehr Zocken ist momentan nicht drin, ich bin jetzt noch neben ITler im Home Office zusätzlich Teilzeitkoch und Teilzeitlehrer für die 2. und die 5. Klasse.. da bist Abends teilweise zu platt um noch zu zocken ausser vielleicht etwas Mario auf der Switch.
Koch in der OGS, weil die Lieferanten mehr oder weniger dicht gemacht haben? Falls es das ist: Wir sind froh, das unser Essen tiefgefroren ist und wir noch kurz vor der Situation eine neue Lieferung bekommen haben. Tiefgefroren hört sich erstmal nicht so toll an, aber die Qualität ist echt erstaunlich, und die Verpackung ist zudem noch kompostierbar. Etwas kochen für die wenigen Kinder von Schlüsselpersonal hört sich aber auch irgendwie gemütlich an - wenns nicht zu viele sind.

Ich habe zwar theoretisch mehr Zeit zum Zocken, aber im Grunde spiel ich noch genau so viel wie davor. Ich bereite Dinge für die OGS vor und bin teilweise auch dort, ich mach etwas mehr im Garten, man macht hier und da etwas mehr im/am Haus, Dinge zu denen man sonst nie gekommen wäre, und ich denke ich werde mal den einen oder anderen Filme-Abend einlegen. Aber Zocken im Grunde genau so viel wie vorher.
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 30.03.2020 15:25, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn man bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte man nicht den Kopf hängen lassen.

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Kibato
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von Kibato » 30.03.2020 15:43

Bei mir hat sich ehrlich gesagt kaum etwas verändert. Ich fahre weiterhin in die Firma (fast alle sind im Homeoffice) und dank meines Hundes gehe ich dreimal täglich im Wald spazieren. Soziale Kontakte habe ich sowieso keine und bin dementsprechend auch nicht "einsamer" als zuvor.

Nachrichten lese ich mittlerweile maximal einmal täglich, da die ganzen Negativ-Schlagzeilen nur zu schlechten Gedanken hinsichtlich meiner Mitmenschen führen ;) Ich muss nicht zehnmal am Tag daran erinnert werden, dass es nach wie vor Corona-Parties gibt und sich viele junge Leute einen Spaß daraus machen, alte Menschen anzuhusten.

Ansonsten erledige ich die Einkäufe für meine Großeltern und meide andere Menschen so gut es geht. Anstatt noch mehr zu zocken, nehme ich mir allerdings mehr Zeit für mich selbst. Ich versuche bewusster zu leben und freue mich viel mehr über die kleinen Dinge im Leben. Diese ganze Dauerbeschallung (Arbeit, heimkommen, zocken, TV, Hörbücher etc. etc.) hat dazu geführt, dass ich kaum noch Zeit hatte mal wirklich "zur Ruhe" zu kommen. Die Krise hat mir das irgendwie bewusst gemacht und seitdem achte ich viel mehr auf meine Gesundheit und mein "seelisches" Wohlbefinden.

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Progame
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Re: Kommentar: Luxus in der Krise

Beitrag von Progame » 30.03.2020 18:01

Als den gelehrten Astronomen ich hörte,
als die Beweise, die Zahlen in langen Reihen er vor mir entwickelte‘,
als die Tabellen und Diagramme er mir zeigte,
sie zu addieren, zu teilen und sie zu messen,
als den Astronomen ich hörte, der seinen Vortrag hielt unter großem Applaus,
Wie bald wurde ich da so sonderbar müde und krank,
Bis ich mich erhob, aus dem Saale mich schlich und einsam wanderte,
Hinaus in die feuchte, mystische Nacht, wo von Zeit zu Zeit
den Blick still ich hob nach den Sternen.


- von Walt Whitman -
Zuletzt geändert von Progame am 30.03.2020 18:21, insgesamt 1-mal geändert.

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