flopsy hat geschrieben: ↑22.03.2021 19:01
Ich verstehe nicht so ganz, warum diese Spiele Survival-Horror genannt werden. Was ist denn daran jetzt genau Survival? Ein Bioshock zum Beispiel ist doch ganz ähnlich, nur halt ohne Horror, aber da spricht ja auch keiner davon, dass es zur Hälfte Survival ist.
Bioshock hat auch nichts mit Survival zu tun, auch wenn es - vor allem zu Beginn - viele Elemente klassischen Horrors aufweist.
Survival-Horror heißt im Prinzip: Zu viele Viecher, zu wenig Munition bzw. generell Arten, sich derer zu erwehren, so dass man auch mal strategisch Gegnern ausweichen muss. Und wie ich JUST in diesem Moment höre, gehört halt im Allgemeinen Ressourcenmangel dazu, siehe Farbbänder. Außerdem ist das Inventar begrenzt, so dass man nicht einfach alles links und rechts des Weges in die Tasche stecken kann.
Bei RE kam afaik noch hinzu, dass man Blut und damit sukzessiv Gesundheit verloren hat, wenn man verletzt war. Und ist man zu angeschlagen, wirkt sich das auf die Bewegungsgeschwindigkeit aus.
Edit, um noch was zum Thema beizutragen:
Ehrlich gesagt finde ich den Dogmatismus mancher Fans gruseliger, als es jedes Resident Evil je sein könnte. Insofern bin ich auch an RE6, obwohl natürlich durch die Berichterstattung in eine gewisse Geisteshaltung geschoben, relativ unbefangen gegangen und hatte mich auf einen spaßigen Coop-Shooter a la RE5 gefreut. Das Problem war nur, dass mein Kumpel und ich einstimmig feststellen mussten, dass das Spiel, abseits aller kritikwürdiger Inszenierung, spielmechanisch scheiße ist, oder anders ausgedrückt: Es hat sich billig und zu keiner Zeit so knackig wie RE5 angefühlt.
Wir hatten denn auch relativ bald die Segel gestrichen und uns einem anderen Game zugewendet.
Und was Teil 7 angeht: Okay, im Talk wurde davon gesprochen, dass es "moderner gestaltet" wurde, was so gesehen richtig ist. Was mich aber immer wunderte, war, dass das Game vielerorts als die Rückkehr zu den Horror-Wurzeln gefeiert wurde und nirgendwo zu lesen war, dass sich Capcom, so wie sie es mit dereinst bei Teil 4 getan hatten, einfach dem Zeitgeist angeschlossen, oder, böse formuliert, ihre Fähnchen nach dem Wind gestellt haben.
Meiner Meinung haben sie nämlich nichts anderes gemacht, als die damaligen Genre-Seller a la Outlast, Amnesia, Layers of Fear, Alien: Isolation und Co. zu nehmen und ein "resiartiges" Thema drüberzustülpen.
Das soll nicht heißen, dass ich damit ein größeres Problem hab, weil ich in RE7 einige der denkwürdigsten Momente meiner Zocker-Vita hatte, und im Endeffekt ist es im Sinne eines Unternehmens, Games zu entwickeln, die sich bestmöglich verkaufen.
Aber ich finde es blödsinnig, das Game als Heilsbringer zu feiern, wenn es einfach nur, wie gesagt, gut kopiert hat.