Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

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Liesel Weppen
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Liesel Weppen »

Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 21:47 Zu deinem Rest gebe ich dir grundsätzlich recht, du klingst da aber sehr Deutsch, will sagen, die dir bekannten Regeln und Rechte müssen nicht zwingend auch für Visceral Games gelten, die in Kalifornien sitzen.
Ähm, derartige Klauseln sind insbesondere in USA geläufig. Das ist bei weitem kein deutsches Phänomen, das hat seinen Ursprung überwigend aus den USA. Nur wir als USA-Satellitenstaat machen ja alles unreflektiert nach.
Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 21:47 Und dann wäre da noch ein Satz aus einem anderen Forum: "Was Recht war, entscheidet am Ende eh ein Richter"
Und der kann und darf nur auf der Rechtsgrundlage entscheiden, die der Staat geschaffen hat. Wenn solche Klauseln also legal sind, dann hat da auch ein Richter kaum Spielraum.

Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 21:47 Die gibt es nicht.
Turbogoogle findet grade nur zwei Tweets von Zach Wilson, die der Überschrift recht geben würden:
60 Mio Entwicklungskosten, noch mal ca. 60 Mio ins Marketing gebuttert, Lizenzkosten an MS/SONY.
Ändert nichts an meiner Frage. Wenn es keine Quellen gibt, warum wird dann hier immer davon ausgegangen, dass das Studio mit dem Titel überhaupt Gewinn gemacht hätte, oder gar noch darüber diskutiert WIEVIEL Gewinn es gewesen sein sollte?
90% Prozent der Beiträge hier bemeckern doch, dass sie gefälligst ihre Meckerklappe halten sollen, weil sie ja doch Gewinn gemacht hätten. Aber genau das ist eben gar nicht bestätigt. Keiner weiß, ob sie überhaupt Gewinn gemacht haben, geschweige denn wieviel.
Es bleibt also die Frage offen: Was, wenn das Spiel tatsächlich ein finanzieller Verlust war?
Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 21:47 Die einzige Aussage zum "Gewinn" ist dann aber auch nur "they only sold 4 mil and that wasn't enough"
Enough for what?
Erhofften Gewinn, oder nur genug Umsatz um wenigstens auf eine schwarze Null zu kommen?
Ich sehe da immernoch keine Zahlen und auch keine definitive Aussage, was das Projekt denn nun eingebracht hat, oder wieviel sie draufgezahlt haben.

Modern wird da ja auch gerne behauptet, wir hätten 6Mio Verkäufe erwartet und damit mit 50Mio Gewinn gerechnet. Es waren dann aber nur 4Mio Verkäufe und wir haben nur 10Mio Gewinn gemacht, also ist es ein "Verlust".
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Sir Richfield
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Sir Richfield »

Liesel Weppen hat geschrieben: 18.10.2017 21:56
Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 21:47Die einzige Aussage zum "Gewinn" ist dann aber auch nur "they only sold 4 mil and that wasn't enough"
Enough for what?
Genau DAS ist ja aktuell die Millionen Euro Frage!

Die tatsächliche Zahl kennt aktuell nur EA.
Liesel Weppen
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Liesel Weppen »

Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 22:02 Genau DAS ist ja aktuell die Millionen Euro Frage!

Die tatsächliche Zahl kennt aktuell nur EA.
Und genau das macht einen Großteil der bisher 7 Seiten Diskussion hier überflüssig, weil nahezu alle Beiträge von irgendwelchen reinen Mutmaßungen ausgehen und dem Unternehmen aus reiner Spekulation unterstellen, dass es nur "zu wenig" Gewinn gemacht hätte.
Wir sind also wieder am Anfang und stellen die grundlegende Frage: Haben sie denn nun sogar Verlust gemacht, oder nur den Erwartungen entpsrechend "nicht genug" Gewinn gemacht?
Unter dieser Prämisse kannst du 95% aller Beiträge hier gleich mal in die Tonne treten, weil die nur spekulieren, dass "nur" "zu wenig Gewinn" gemacht wurde.
Andersrum wäre es aber durchaus wirtschaftlich verständlich, wenn das Spiel sogar Verlust gemacht hätte und deswegen das Studio dicht gemacht wird.
Man weiß es aber eben nicht, und damit gibt es überhaupt keinen Grund wilde Theorien, oder gar Unterstellungen zu posaunen. Und das führt halt auch zu absolut gar nichts ausser Einbildung.

Das bestätigt eher nur meine Meinung, dass Einbildung heutzutage häufig auch für eine Form von "Bildung" gehalten wird. Da sind wir dann schon verdammt nah an dem neumodischen Phänomen von "Fakenews".
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Sir Richfield
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Sir Richfield »

Liesel Weppen hat geschrieben: 18.10.2017 22:39Das bestätigt eher nur meine Meinung, dass Einbildung heutzutage häufig auch für eine Form von "Bildung" gehalten wird. Da sind wir dann schon verdammt nah an dem neumodischen Phänomen von "Fakenews".
Ja, nun, die Nachricht an sich ist ja korrekt: Visceral Games wird zugemacht. Und im Zuge dessen hat Zach Wilson auf Twitter das von mir erwähnte gepostet.
Mehr steht in der News eigentlich auch nicht.

Man hat dann in die Kiste der Formulierungen gegriffen und "nicht Profitabel" gefunden, um das "not enough" zu beschreiben.

Ich finde schon, dass man sich in diesem Zuge darüber unterhalten kann, ob das Wort an sich sinnvoll an dieser Stelle ist.
Denn es kann ja all das erwähnte bedeuten. Hat keinen Gewinn gemacht, hat nicht das gemacht, was EA unter "Profit" versteht.

Dass AAA Publisher Spiele nicht zum Selbstzweck machen, das sollte unbestritten sein. Und das ein Spiel, das mit einer schwarzen Null endet, langfristig keinen Sinn hat, eigentlich auch.
Für eine schwarze Null findest du keinen Investor. Und Spiel B finanzierst du damit schon lange nicht.
Und da sind wir IMHO noch nicht bei dem Thema "Ich will aber gaaaanz dolle reich werden".

Alles danach wird allerdings so diffus, dass es für uns Endkunden tatsächlich müßig wäre, darüber zu spekulieren.
Dann aber: Warum nicht? Zum einen treffen sich hier ja Leute, die ein so großes Interesse an Videospielen haben, dass sie sich in einem Forum dazu verbal die Schädel einschlagen.
Und zum anderen sind "wir" ja mittelbar von sowas betroffen.
Sei es durch Preis, Qualität oder lustigen Ideen zum Thema Preis (Microtransactions, Lootboxes, you name it).

Dass das keinen direkten Einfluss auf die Entwickler oder Dead Space x hat, das ist natürlich auch klar. Und dass wir Handvoll keinen Einfluss auf EA haben, auch.
Aber mir ist eine hitzige Diskussion lieber, als dass man das Achselzuckend hinnimmt. Denn dann wären wir hier nur Konsumenten. Ich würde uns aber lieber als "Spieler" sehen. ;)
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SethSteiner
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von SethSteiner »

Etwas zu reflektieren und diskutieren und sich daraus eine Meinung zu bilden ist nicht gleichzusetzen mit Einbildung. Es ist auffällig, dass Dead Space eben noch einen Nachfolger bekommen und das Studio seit einer ganzen Weile an einem Star Wars Spiel arbeitet. Wenn also Dead Space 2, das von 2011 (!) ist, Verlust gemacht hätte, warum Marke und Studio weiterhin bis fast Ende 2017 (also sechs ganze Jahre) erhalten? Solange man sich selbst bewusst ist, dass man keine abschließenden Fakten hat, sehe ich nicht wie nah man da an Fakenews dran sein soll. Die Überschrift, die ist Fakenews. Und die 7 Seiten lohnen sich schon allein aus dem Grund, deutlich zu machen, dass es so klar nicht ist, wie dieser Titel suggeriert. Gar nicht von den Argumenten zu sprechen, die darauf hindeuten, dass man den Break Even nicht nur erreicht, sondern auf Profit gemacht hat. Aber irgendwer muss die armen, gebeutelten Milliarden-Konzerne ja immer in Schutz nehmen.
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Stalkingwolf
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Stalkingwolf »

Ich glaub die haben die Zielgruppe verpeilt. Das Spiel war nie ein Game für den Massenmarkt. Daher sind 4 Millionen Einheiten sehr gut. Das ist schlechtes Management und die Entwickler des Studios müssen es nun ausbaden.
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Billie?
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Billie? »

Hokurn hat geschrieben: 18.10.2017 21:27
Billie? hat geschrieben: 18.10.2017 21:20
Hokurn hat geschrieben: 18.10.2017 20:17 Dead Space 4 ankündigen, das Spiel an den ersten Teil orientieren, Resident Evil 7 Marketing kopieren und von den eigenen Mitarbeitern umsetzen lassen, sich über den finanziellen Erfolg freuen.

Bitte, danke.
Show
das Horror Genre ist aktuell einfach so im Kommen. Insbesondere, weil die Filme dafür schlechter werden und lediglich die dicken Reihen und ein, zwei Ausnahme-Filme Erfolg haben...
Das Spiel würde einfach extrem in diese Zeit passen...
Meinst du den finanziellen Erfolg, der bei Resi 7 laut publisher Aussage ausgeblieben ist?
Oh echt? Wirkte immer so erfolgreich auf mich
Ich weiß was du meinst. Das Game wurde gut bewertet, hatte ein präsentes Marketing und hat sich ja sogar gut verkauft. Es ist halt trotzdem mal wieder ein Spiel, dass unter die Gattung "Erwartungen nicht erfüllt" fällt. Es ist schließlich die Resident Evil Reihe.
Letztlich ein ganz ähnlicher Fall wie hier. Objektiv gute Verkaufszahlen, Publisher ist trotzdem nicht zufrieden.
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Caparino »

4mio verkaufte Einheiten und noch im Horror Genre sind einfach gut. Wenn man trotzdem nicht zufrieden ist muss man den Fehler auf der Herstellerseite suchen. 60mio oder mehr als Kosten klingen einfach viel zu hoch dafür hätten das Entwicklerteam ja deutlich 3 stellig sein müssen.
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Space-Lord
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Space-Lord »

Kajetan hat geschrieben: 18.10.2017 18:23
Onion-Lord hat geschrieben: 18.10.2017 15:47 Klar ist - auf EA kann man pfeifen. Hoffe nur dass allgemein die Gamingbranche nicht durch so einen Verkaufsdruck zu Grunde geht.
Seelenlose Spiele dürfen nicht zur Gewohnheit werden.
wenn von einem Tag auf den anderen EA, Activision, Ubisoft, Take2 und Co. verschwunden wären.

Denn die meisten Käufer der üblichen Mainstream-Spiele, was würden die tun, wenn alle Server abgeschaltet sind und es keinen neuen Jahresnachschub gibt? Irgendein F2P-Spiel zum Zeitvertreib zocken. Die brauchen die Spiele der Majors nicht als "AAA-Spiel der Majors", die brauchen nur ein Spiel zum Zeitvertreib. Woher das kommt, ist wurscht. Hauptsache, dass alle die man kennt, es auch spielen.
1. Das wäre natürlich was, wobei dann sicher andere Publisher davon profitieren würden.
Ich spiele zwar selbst mal den ein oder anderen Mainstream-Titel, aber wehren würde ich mich dagegen nicht. (Borderlands 3 würd ich aber noch gerne spielen, wobei das wahrscheinlich auch nicht mehr das wird was man sich wünscht)

2. True that. Wobei ich sagen muss, dass viele dieser AAA-Titel im Ansatzt gut sind, es dann aber halt immer mit dieser Gewinn-Policy,- oder vercasualisierung verkacken (was Coregamer stört, nicht aber den Casual). Seelenlos eben. Und wie du schon sagst - die Leute wollen eben leichte Unterhaltung. Siehe die ganzen Mobile-Krebsgeschwür-Clash of fuckshit Dinger.
Zuletzt geändert von Space-Lord am 19.10.2017 09:13, insgesamt 3-mal geändert.
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stormgamer
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von stormgamer »

SethSteiner hat geschrieben: 18.10.2017 18:35 @stormgamer
Meine persönliche Befürchtung ist, dass es zu keinem Ende der Exklusivdeals kommen wird. Dafür reicht ein Blick zu Revell und Hasbro. Es gibt eigentlich gar keinen Grund diese Firmen so bevorzugt zu behandeln und ihnen Quasi-Monopole zu verkaufen aber irgendwie passiert es doch und solange EA bereit ist, die geforderte Summe auf den Tisch zu legen, wird denke ich niemand anders Spiele entwickeln können. Es ist fürchterlich aber Disney hat denke ich eine hohe Bereitschaft diesen Exklusivdeal aufrecht zu erhalten.
Ich habe ja noch ein bisschen Hoffnung, da der "Throughput" von EA ja ziemlich miserabel war. Wie lange gibts den Deal schon? Gefühlt ja um die 4 Jahre. Und es kam bis jetzt ein AAA-Titel, und 1 mobile game raus. Beide profitabel, ok, aber auch ne Menge verschenktes Potenzial. Auf die paar mille von EA zu verzichten um die Lizenz doch bisschen mehr zu "melken" sollte eigentlich eine ziemlich einfache Rechnung sein, v.a. da man als Lizenzgeber nicht so das Verlustrisiko trägt sollte ein Titel mal nicht so zünden.

Aber könnte auch wirklich sein, dass ich ne rosarote Brille auf hab. Auf der anderen Seite könntest du genauso gut recht haben und man stempelt EA als "high quality" ab so als Chart-Schubser, und bleibt einfach dabei weil man meint die Marke zu pflegen. Wenn ich so einen Rotz wie Herpes of the Galaxy (Ups, handy-autocorrect. Ich fands aber lustig und passend :) ) sehe könnte ich aber echt kotzen, wenn ich an großartige Titel aus den star-wars universum denke
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Kajetan
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Kajetan »

Onion-Lord hat geschrieben: 19.10.2017 08:29 2. True that. Wobei ich sagen muss, dass viele dieser AAA-Titel im Ansatzt gut sind, es dann aber halt immer mit dieser Gewinn-Policy,- oder vercasualisierung verkacken (was Coregamer stört, nicht aber den Casual). Seelenlos eben. Und wie du schon sagst - die Leute wollen eben leichte Unterhaltung. Siehe die ganzen Mobile-Krebsgeschwür-Clash of fuckshit Dinger.
Wir hier sind Sportfahrer. Wir merken, wenn ein Spiel/Auto gut in der Kurve liegt, wie gut/schlecht die Steuerung reagiert, wie das Fahrzeug auch bei hohen Geschwindigkeiten auf Lenkmanöver reagiert. Wir sind die Leute, die flott eine kurvige Landstrasse entlangbrettern, anstatt stupide die Autobahn zu nehmen. Wir hören eine klapprige Verarbeitung der Innenaustattung, uns schaudert es, wenn wir uns ein billiges, primitives Fahrwerk anschauen. Wir sind die Leute, die in einer 08/15-Familienkutsche sitzen und sich darüber beklagen, wie man damit bloß fahren kann. Weil wir andere Ansprüche an ein Auto stellen.

In Bezug auf Autos bin ich nämlich der totale Casual. Ich will nur, dass mich das Teil von A nach B bringt und dass ich was im Kofferaum transportieren kann. Mir kann man irgendeinen alten Skoda aufdrücken, mir genügt das. Aber ich kann mittlerweile Leute verstehen, die mit leicht angesäuerter Miene in einem Vanilla-A3 sitzen und den BUMMS eines gemoddeten Audi A5 oder BMW M5 vermissen. Weil für sie Autos mehr sind als nur "Eine Kiste und vier Personen von A nach B transportieren".
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Liesel Weppen »

Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 22:54 Ja, nun, die Nachricht an sich ist ja korrekt: Visceral Games wird zugemacht. Und im Zuge dessen hat Zach Wilson auf Twitter das von mir erwähnte gepostet.
Mehr steht in der News eigentlich auch nicht.
Mit "Fakenews" meinte ich nicht die Meldung von 4P, sondern die Beiträge von diversen Leuten hier, weil die eben von irgendwelchen "Gewinnen" reden, die ja doch vorhanden sein sollen, nur eine derartige Information gibts gar nicht. Die Beiträge gehen damit in Richtung "Fakenews", weil sie Sachen verbreiten, die gar nicht stimmen, nur zusammenfantasiert, oder erhofft sind.
Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 22:54 Alles danach wird allerdings so diffus, dass es für uns Endkunden tatsächlich müßig wäre, darüber zu spekulieren.
Dann aber: Warum nicht? Zum einen treffen sich hier ja Leute, die ein so großes Interesse an Videospielen haben, dass sie sich in einem Forum dazu verbal die Schädel einschlagen.
Und zum anderen sind "wir" ja mittelbar von sowas betroffen.
Sei es durch Preis, Qualität oder lustigen Ideen zum Thema Preis (Microtransactions, Lootboxes, you name it).
Hier wird aber nichts diskutiert, weil es überhaupt keine Grundlagen für eine Diskussion geht. Hier wird nur gemutmaßt, es werden Gewinne erfunden, Verluste unterstellt, Ansprüche geschätzt. Was anderes kann man auch gar nicht machen, weil echte Zahlen gibt es nicht. Der eine behauptet 4Mio verkaufte Exemplare wäre doch "genug", ein anderer meint 60Mio wären in der Entwicklung doch viel zu teuer gewesen und der nächste schimpft über EA weil sie ein Studio dicht gemacht haben nur weil ihnen der (zusammenfantasierte) Gewinn nur nicht hoch genug gewesen wäre.
Wo ist da eine Diskussion? Das sind alles nur Vermutungen und oder Meinungen.
Sir Richfield hat geschrieben: 18.10.2017 22:54 Aber mir ist eine hitzige Diskussion lieber, als dass man das Achselzuckend hinnimmt. Denn dann wären wir hier nur Konsumenten. Ich würde uns aber lieber als "Spieler" sehen. ;)
Achselzuckend nehme ich das ja auch nicht hin, sonst würde ich hier nicht schreiben. Ich finde nur, man sollte bei den vorhandenen Informationen bleiben, statt Zeug dazuzuerfinden oder ganz frei zu interpretieren.
Das hier ist keine Diskussion, das hier ist "Dorftratsch" (für die, die nicht vom Land kommen: am Dorf wo jeder jeden irgendwie kennt zerreißen sich die Leute teilweise das Maul, wenn sie irgendwas gesehen haben. Hab das mal ausprobiert und bin mal absichtlich mit einer auswärtigen Freundin samt Kinderwagen durchs Dorf spazieren gegangen. Hat keine Stunde gedauert und ich war Dorfgespräch Nummer 1, weil ich "offensichtlich" meine Freundin geschwängert habe und das dazu noch unehelich. Sowas geht ja mal gar nicht, deswegen muss man das auch gleich allen Nachbarn erzählen)
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Kajetan »

Liesel Weppen hat geschrieben: 19.10.2017 10:23 ...
Wir WISSEN aber, dass Horrorspiele nur eine kleine Nische abdecken. Horrorspiele werden NIE die Popularität eines FIFA oder The Sims erreichen. Wir WISSEN, dass EA keine kleinen Nischen abdecken will, weil EA keine kleinen Spiele gewinnbringend auf den Markt bringen kann (!), weil die Strukturen von EA vollständig auf große Blockbuster-Titel ausgerichtet sind.

Ich war schon immer der Meinung, dass Nischentitel, wie z.B. Deadspace, keinen Platz bei EA haben. Keinen Platz haben DÜRFEN, weil EA zwangsläufig jedes Spiel in die übliche Mainstream-Formel pressen muss, damit sich der Aufwand entsprechend mit hohen Umsätzen rechnet. Schon vor Jahren waren Umsätze von 4-5 Millionen Einheiten für ein EA-Spiel die absolute Untergrenze. Dort operiert man mit Spielen, die min. 10-15 Millionen Einheiten verkaufen sollen, um die Rendite- und Wertsteigerungserwartungen der Anleger zu erfüllen.

Das WISSEN wir. Von daher finde ich die meisten Kommentare hier nicht so fürchterlich arg weit von der Wirklichkeit entfernt.
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von Liesel Weppen »

Ja, dann ist ja alles klar. Der Absatz war für EA zu niedrig, wobei die Kosten schonmal gar keinen Einfluss haben, weil es sich bei diesen Stückzahlen aus EA-Sicht sowieso um Peanuts handelt und EA einfach keinen Bock auf Peanuts hat. Also machen sie das Studio zu.
Wir wissen immernoch nicht, ob das Spiel Verlust oder Gewinn gemacht hat. Spielt aber eigentlich auch gar keine Rolle, weil egal ob Verlust oder Gewinn, der Absatz war für EA so oder so einfach zu niedrig.

Was gibts jetzt noch zu diskutieren?
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Re: Dead Space 2: War trotz vier Millionen verkaufter Exemplare nicht profitabel

Beitrag von alx-2009 »

Liesel Weppen hat geschrieben: 19.10.2017 11:58 Ja, dann ist ja alles klar. Der Absatz war für EA zu niedrig, wobei die Kosten schonmal gar keinen Einfluss haben, weil es sich bei diesen Stückzahlen aus EA-Sicht sowieso um Peanuts handelt und EA einfach keinen Bock auf Peanuts hat. Also machen sie das Studio zu.
Wir wissen immernoch nicht, ob das Spiel Verlust oder Gewinn gemacht hat. Spielt aber eigentlich auch gar keine Rolle, weil egal ob Verlust oder Gewinn, der Absatz war für EA so oder so einfach zu niedrig.

Was gibts jetzt noch zu diskutieren?
Hör auf hier rational argumentieren zu wollen. Im Grunde geht es doch darum sich mal wieder selbst zu bestätigen wie böse doch die "Milliarden-Konzerne" sind und wie unbegründet doch wieder ein armes Entwicklungsstudio Opfer des ausbeuterischen Kapitalismus geworden ist. Das dahinter eine gute und fundierte wirtschaftliche Entscheidung steht ist doch vollkommen ausgeschlossen.

Interessant ist auch wie sich die Verkäufe von 1,4 Mio für DS1 zu 4 Mio für DS2 gesteigert haben. Böse Zungen könnten jetzt natürlich behaupten das die Eingriffe seitens EA Wirkung gezeigt haben.

In Jedem Fall sollte man EA wenigstens zugute halten, dass sie das Risiko mit DS überhaupt eingegangen sind, denn eines steht fest: ohne EA würde es DS vermutlich gar nicht geben. :wink: