Meiner Meinung nach liegt das nicht unbedingt daran daß die Jugend immer schlimmer wird - das hat man damals über uns schon gesagt. Gerade was Spiele angeht denke ich die Zeit um die Jahrtausendwende war sowas wie ein "sweet-spot": Grafik gut genug um das Auszudrücken was man als Autor wollte, allerdings noch lange nicht so aufwendig und somit so exorbitant teuer. Voice-Over, Cinematics etc? Ging halt nicht. Zu wenig Leistung der Hardware, und vor allem der Speicherplatz. OK, Chris Roberts war damals schon irre, aber von den Diskettenbergen eines Wing Commander habe ich heute noch albträumeJackyRocks hat geschrieben: ↑16.03.2017 14:23 Das ist wie in vielen Nichenmedien wie Comics usw. statt den literarischen Anspruch der Comics zu behalten verwurstet man sie lieber in Filmen die auch ein 5 jähriger versteht und statt einem richtigen Regelwerk in das man sich rein lesen muss oder einem Shooter der einfach auch können und Taktik erfordert ist das auch alles runter gedummt und so vereinfacht, dass ich mir jedes Mal denke "Ja Hauptsache es macht bumm" Ich habe die Zeit nie erlebt und vielleicht verkläre ich da auch viel, aber irgendwie denke ich, dass die Zeit in der das Alles eher für Nerds und Geeks war und Leute selber an ihrem Rechner gebastelt haben und Spiele teilweise Jahrzehnte lang weiter gemodded wurden besser war. Mich kotzt es an, dass Alles so vorgekaut ist.
Und das wichtigste: Wir hatten ja nix! Heute, ist mir Spiel X zu anstrengend/langweilig/wasauchimmer spiele ich halt Y. Oder Z. Oder A...BCDEFGHIJK. Wie viele RPGs gabs denn damals? Shooter? Ich hatte nen kleinen Laden um die Ecke, das wars. Da hätte grad mal meine aktuelle Steamlib reingepasst, und die ist wahrlich nicht groß.
Und last not least, in a Nutshell: die Megapublisher wie Ubi, EA etc wollen Geld verdienen, und entwickeln dafür Spiele. Bioware als volle EA-Tochter mittlerweile auch. Als die angefangen haben war das eine Leidenschaft der Gründer: Die haben als gutverdienende Ärzte ihr Geld zusammengenommen und die Hochrisikofirma Bioware gegründet weil sie Spiele machen wollten. Und damit _dann_ Geld verdienen. Die Prioritäten haben sich verschoben (verständlicherweise, EA ist eine AG, muß Shareholder bedienen etc) - von "Wir machen Spiele und wollen damit (natürlich) auch Geld verdienen" zu "Wir wollen Geld verdienen, und machen deswegen Spiele".
