Die Frage ist doch nicht ob weniger (illegale) Kopien zu mehr Käufern führen sondern ob (mehr) Kopien den Verkäufen schaden. Man kann die Anzahl der Kopien nicht effektiv senken - wie diverse Kopierschutzversuche bewiesen haben. Und sogar WENN, ein gewisser Anteil Nutzer wg solch auf wendigen Kopierschutzmechanismen daran gehinderte wurden illegale Kopien zu beziehen, kaufen diese ja nicht zwangsläufig das Spiel ->wenn doch: wieviel andere, potentielle Kunden haben aufgrund dieses Kopierschutzes auf den Erwerb verzichtet?Nanimonai hat geschrieben:Muss man denn bei dieser Thematik seinen gesunden Menschenverstand ausschalten?Pyoro-2 hat geschrieben:Warum? Weil's die Publisher gerne so hätten? Und Gebrauchtkäufer schaden auch nur, ist klar ^^Nanimonai hat geschrieben:Man kann sich gerne über die Höhe der entgangenen Einnahmen streiten, aber doch nicht über den Umstand an sich.
Es mag ja sein, dass Du mit Schwarzkopierer sympathisierst und Publisher allgemein ein rotes Tuch für Dich sind, aber deswegen darf man doch nicht einfach dumm schwarz/weiß malen.
Willst Du mir ernsthaft erzählen, dass ohne Schwarzkopien grundsätzlich keine, null, nada, nicht eine Version mehr verkauft worden wäre? Oder kommt jetzt das Argument, dass sich Skyrim nur deswegen so gut verkauft hat, weil es keine Demo gab und so viele Leute die Schwarzkopie als Demo genommen haben, um es dann im Anschluß zu kaufen?
Thema Gebrauchtkäufer: Warum sollten Publisher und Entwickler das auch toll finden? Ob Du persönlich jetzt Maßnahmen gegen den Gebrauchtmarkt gut oder schlecht findest, steht auf einem ganz anderen Blatt, das ändert nur nichts an der rein wirtschaftlichen Aussage, dass der Gebrauchtmarkt dem Publisher wenn schon nicht "schadet", dann zumindest keine direkten Umsätze generiert.
Tatsache ist doch nun mal dass dem Entwickler kein Schaden entsteht durch "Raubkopien". Natürlich ist es ärgerlich, und ich unterstütze es auch nicht, aber die Publisher scheinen vor allem gegen Ihre noch zahlende Kundschaft zu kämpfen, denn die zahlungsunwilligen Nutznießer werden nie betroffen sein. Man sollte versuchen mit den "Illegalen" zu leben und stattdessen den bereitwilligen Käufern Mehrwert bieten! Was interessieren 1 Million zusätzlicher zahlungsunwillige Raubkopierer wenn ich dafür aber 100.000 weitere Exemplare verkauft habe.
Zum Thema Gebrauchtmarkt: natürlich generiert der keinen Umsatz für die Publisher. Wie sollte das möglich sein und vor allem: warum? Wahrscheinlich nimmt sich keine andere (legale) Branche der Welt heraus an Zweitverkäufen, wenn der Eigentümer (Eigentümer wohlgemerkt, nicht zwangsläufig Besitzer) gewechselt ist, noch mitzuverdienen.
Unternehmen versuchen alles um den Profit zu maximieren, dass ist nur natürlich. Es ist aber kein Argument und keine Rechtfertigung jegliches Vorgehen zu akzeptieren und so etwas zu unterstützen.
