Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC undenkbar"

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Warrior57
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Warrior57 »

Nanimonai hat geschrieben:
Pyoro-2 hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Man kann sich gerne über die Höhe der entgangenen Einnahmen streiten, aber doch nicht über den Umstand an sich.
Warum? Weil's die Publisher gerne so hätten? Und Gebrauchtkäufer schaden auch nur, ist klar ^^
Muss man denn bei dieser Thematik seinen gesunden Menschenverstand ausschalten?
Es mag ja sein, dass Du mit Schwarzkopierer sympathisierst und Publisher allgemein ein rotes Tuch für Dich sind, aber deswegen darf man doch nicht einfach dumm schwarz/weiß malen.

Willst Du mir ernsthaft erzählen, dass ohne Schwarzkopien grundsätzlich keine, null, nada, nicht eine Version mehr verkauft worden wäre? Oder kommt jetzt das Argument, dass sich Skyrim nur deswegen so gut verkauft hat, weil es keine Demo gab und so viele Leute die Schwarzkopie als Demo genommen haben, um es dann im Anschluß zu kaufen?

Thema Gebrauchtkäufer: Warum sollten Publisher und Entwickler das auch toll finden? Ob Du persönlich jetzt Maßnahmen gegen den Gebrauchtmarkt gut oder schlecht findest, steht auf einem ganz anderen Blatt, das ändert nur nichts an der rein wirtschaftlichen Aussage, dass der Gebrauchtmarkt dem Publisher wenn schon nicht "schadet", dann zumindest keine direkten Umsätze generiert.
Die Frage ist doch nicht ob weniger (illegale) Kopien zu mehr Käufern führen sondern ob (mehr) Kopien den Verkäufen schaden. Man kann die Anzahl der Kopien nicht effektiv senken - wie diverse Kopierschutzversuche bewiesen haben. Und sogar WENN, ein gewisser Anteil Nutzer wg solch auf wendigen Kopierschutzmechanismen daran gehinderte wurden illegale Kopien zu beziehen, kaufen diese ja nicht zwangsläufig das Spiel ->wenn doch: wieviel andere, potentielle Kunden haben aufgrund dieses Kopierschutzes auf den Erwerb verzichtet?

Tatsache ist doch nun mal dass dem Entwickler kein Schaden entsteht durch "Raubkopien". Natürlich ist es ärgerlich, und ich unterstütze es auch nicht, aber die Publisher scheinen vor allem gegen Ihre noch zahlende Kundschaft zu kämpfen, denn die zahlungsunwilligen Nutznießer werden nie betroffen sein. Man sollte versuchen mit den "Illegalen" zu leben und stattdessen den bereitwilligen Käufern Mehrwert bieten! Was interessieren 1 Million zusätzlicher zahlungsunwillige Raubkopierer wenn ich dafür aber 100.000 weitere Exemplare verkauft habe.

Zum Thema Gebrauchtmarkt: natürlich generiert der keinen Umsatz für die Publisher. Wie sollte das möglich sein und vor allem: warum? Wahrscheinlich nimmt sich keine andere (legale) Branche der Welt heraus an Zweitverkäufen, wenn der Eigentümer (Eigentümer wohlgemerkt, nicht zwangsläufig Besitzer) gewechselt ist, noch mitzuverdienen.

Unternehmen versuchen alles um den Profit zu maximieren, dass ist nur natürlich. Es ist aber kein Argument und keine Rechtfertigung jegliches Vorgehen zu akzeptieren und so etwas zu unterstützen.
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Sid6581
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Sid6581 »

Pyoro-2 hat geschrieben:Gebrauchtspielespieler vergrößern jedenfalls den Pool an potentiellen Spielern und dann sollte man sich lieber fragen, wie man damit profitabel umgeht, anstatt diesen Kundenkreis abzuwürgen...
Mit dem Online-Pass ist ja bereits ein erster Schritt getan. Bedanken dürfen wir uns dabei wohl bei Gamestop, die den Gebrauchtmarkt höchstkommerziell aufgezogen haben.

Das Thema hier indes ist sowas von müßig, Schwarzkopien schaden der Plattform PC, so einfach ist das, keiner wird behaupten, dass Raubkopien irgendwelche Vorteile haben (Als Demoversion, hört mir auf, dafür gibt es entweder offizielle Demos oder Let's Play oder Reviews oder was weiss ich). Wieviele Spiele würden sich mehr verkaufen, wenn es keine Raubkopien gäbe? Keiner weiss es. Aber es würde PC-Spiele profitabler machen, in welchem Umfang auch immer.

Ich glaube aber auch nicht mehr dran, dass der kurzsichtige raubkopierende Pöbel da draussen mal zur Einsicht kommt, sei es mit oder ohne DRM, mit oder ohne Abmahnungen. Insofern habe ich mich damit abgefunden, dass der PC zur Plattform zweiter Klasse degradiert wurde. Immerhin geben sich einige Entwickler immer noch durchaus Mühe mit den Portierungen und einige Nischenprodukte (4X, Adventures) finden noch ihr Publikum. Schade nur, dass die Zeit der großen Exklusivtitel vom Schlage eines Far Cry vorbei ist.
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FuerstderSchatten
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von FuerstderSchatten »

Pyoro-2 hat geschrieben: Das halt der Punkt, vllt tun's die Leute ja einfach nicht? Vergleich halt mal PS360 Verkaufszahlen, cross-platform, vor- und nach PS3 hack, mach das von mir aus noch mit anderen Generationen von Konsolen und verschiedenen Platformen und wenn dir dann immernoch einbildest, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu ham', dann kann ich dir auch nicht helfen, aber 'n Thema, in das so viele Faktoren reinspielen, ist selten so simpel, wie das hier manche anscheinend glauben und die Publisher uns gerne glauben lassen würden.
Punkt ist, keiner weiß, welchen Effekt Kopien wirklich auf Verkäufe haben; und selbst wenn man es für bestimmte Fälle wüsste, dann muss das noch lange nicht heißen, dass das grundsätzlich immer so ist...
Bestreite ich gar nicht, ich habe ja gesagt, dass es sogar ne Nullsummenrechnung sein kann, was ich aber schon nicht glaube. Oder wenn ich deiner Argumentation folge: Was ich nicht kenne, hole ich mir auch nicht, also ohne Spieleerfahrung kein Umsatz, sogar ein Rückgang eben jenes, was ich noch weniger glaube. Wobei wenn man als Jugendlicher sich nicht so viele oder gar keine leisten kann, wird man vielleicht als Erwachsener nicht darauf hängen bleiben. Andererseits glaube ich das gerade die armen Schichten sich eher Spiele kaufen oder zumindestens Original ausleihen, weil sie entweder sowieso keinen PC haben oder eben nur sehr wenig damit anfangen können. Prozentual könnte ich mir vorstellen, dass sie anteilig einen höheren Durchsetzungsgrad an Originalen oder geliehenen Spielen haben ihren Einkommen entsprechend als die gebildetere Mittelschicht, aber das ist nur reine Spekulation.
Pyoro-2 hat geschrieben: Richtig. Und manche kaufen erstmal Gebrauchtspiele und später neue, weil man eben ein neues "Hobby" angefangen hat. Manche kaufen bestimmte Konsolen, gerade weil man dafür billig Spiele bekommt, manche kaufen eh nur Originale, manche bevorzugen digitale, manche retail - manche können garnicht mehr ausgeben, manche wollen nicht mehr ausgeben, bei manchen hängt's vom game ab; einer kauft vielleicht ein Spiel neu, weil's ein Kumpel gebraucht hat, 'n anderer wartet brav auf GotY Versionen, der dritte holt günstige UK Importe und neuerdings dürften viele vorzugsweise bei deals aller Art zuschlagen. Hachja, der typische Videothekenspieler wär da natürlich auch noch (und hier wieder nicht diesen Fehler machen, zu glauben, der würde die Spiele kaufen, wenn er nicht mehr leihen könnte...)

Hab zwar so meine Zweifel, dass du das verstehen kannst, aber die Sache ist halt nicht so einfach, wie die Publisher das immer gebetsmühlenartig wiederholen. Gebrauchtspielespieler vergrößern jedenfalls den Pool an potentiellen Spielern und dann sollte man sich lieber fragen, wie man damit profitabel umgeht, anstatt diesen Kundenkreis abzuwürgen...
Aber darum geht's hier ja eh nicht.
Ich kann das alles verstehen, warum auch nicht du schreibst ja nicht in irgendeiner Fremdsprache, ich habe dazu ja schon oben etwas geschrieben.

Aber an einen Vorteil hast du noch nicht gedacht, wäre es nicht schön, wenn die Publisher nicht mehr über die Raubkopierer jammern könnten, ei was wär das fein, sie könnten dann nicht mehr die zu Felde führen für ihre Gängelungs-Maßnahmen (obwohl ich überzeugt bin, dass sie etliche davon trotzdem durchführen würden).

Außerdem würden uns solche Stilblüten wie die Raubkopierer sind daran schuld, dass wir dichtmachen mussten, erspart bleiben.
Sinpox
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Beitrag von Sinpox »

Die Frage ist dann nur...wieso verkauft sich Minecraft fast 5 millionen mal wobei es keinen großen kopierschutz an sich besitzt (wobei man dann doch noch fairer weise den vergleichsweisen geringen Preis in betracht ziehen muss).

Weil die großen publisher nur noch Mainstreet scheiße produzieren und nix innovatives wagen kauft sich keine sau mehr die spiele sondern lädt sie sich lieber so runter. Wieso sollte man auch wen man alles schon Xmal gesehn hat. Gute Spiele werden dann auch mal nachgekauft.

Die sollten endlich mal aus ihren löchern in denen sie sich vor angst verkrochen haben rauskommen und wieder was NEUES rausbringen.
Spiele im egoshooter bereich wie Battlefield und CoD sind zwar nett zu spieln (Singleplayer), aber wie gesagt schon zigtausendmal gesehn.

Solln sie halt nur aller 2-3 Jahre was rausbringen (von einer "serie") und da mal was komplett neues einbauen...aber nein...sie bringen anscheinend jedes jahr den selben mist immer und immer wieder raus...das einzige was sich ändert ist die verpackung....
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JunkieXXL
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von JunkieXXL »

Das Problem bei einer Diskussion um Raubkopierer ist, dass viele Diskussionsteilnehmer Raubkopierer sind. Deswegen wirds auch stets entschuldigt und relativiert. Ich konzentriere mich daher lieber auf die Verkaufszahlen, denn solange die in Ordnung sind spielt die massive Raubkopiererei am PC nur noch ne Nebenrolle.
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Satus
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Satus »

Pyoro-2 hat geschrieben:^^ ...und als nextes behauptet er, dass sich sein Kingdömchen am PC nicht vernünftig verkauft hat, weil es zu oft raubkopiert wurde, und nicht, weil es 'n seicht-dümmliches DRM verseuchtes KonsolenRPG ist.

Aha, Vollversion schon daheim liegen oder gar Raubkopie?!? Oder wie kommst du sonst zu dieser fundierten Meinung? Und komm mir nicht von wegen Demo gezockt - die war einfach zu wenig aussagekräftig :mrgreen:

Dass der PC ein immenses Softwarepiraterie Problem hat, ist nichts Neues. Ist doch logisch, dass es risiko ärmer ist ein Multiplattformtitel mit dem meisten Kundenpotential zu entwickeln.

Einfach kindisch wie sich die PC Fanboys über diese nachvollziehbare Aussage mal wieder aufregen und sofort den Entwickler, deren Spiele und alles was mit ihnen zu tun hat und haben wird verdammen. :lol:
anigunner
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von anigunner »

Spiel mir das Lied vom Tod... wieder mal. Ernsthaft, wie oft muss diese Sau wieder durchs Dorf getrieben werden? Es gibt genug Publisher/Entwickler die auf dem PC gutes Geld verdienen, im kleinen so wie im großen. Spiele wie Guild Wars 2 oder Diablo 3 zeigen das es auch noch Großproduktionen für die Plattform gibt, und der stetig wachsende Indiemarkt füllt die kreativen Lücken welche die Großen hinterlassen. Also ist das nichts weiter als dummes Marketingblabla, und zeigt mir nur das die Firma ein altbekanntes Konzept mit vielen vielen Millionen an den Start stellt und um seine Investitionen bangt.
Massig Kohle in ein Projekt zu buttern ist kein Erfolgsgarant mehr, das haben andere schon schmerzhaft feststellen müssen. Bei so viel Konkurrenz muss man sich hervorheben und ein gutes Produkt abliefern, wer da nicht schafft der verliert schnell die Käufergunst. Und wer sie hat kann auf dem PC seine Spiele noch nach über 15 Jahren(!) digital verkaufen... wenn man allerdings nur auf den kurzfristigen Erfolg abzielt und Fastfood unters Volk schmeißt, der muss halt mit den Risiken leben.

Raubkopierer gibt es auf jeder Plattform, da der PC mit die größte Anzahl weltweit hat und ein sehr offenes System ist ist es hier vermutlich leichter und umfangreicher als auf den Konsolen/Smartphones/Tablets etc. Das ist aber ein Problem was alle Publisher/Entwickler gleichermaßen betrifft. Im Moment kann man da nicht viel dagegen machen, daher sollte man sich nicht darauf konzentrieren die ehrlichen Kunden zu gängeln, sondern sich auf die Käufer zu konzentrieren und ihren den Kauf "schmackhaft" zu machen.
Sich hinzustellen und zu sagen wir können nicht auf dem PC entwickeln weil es sich für uns nicht rechnet spricht in meinen Augen nicht wirklich für die Überlebensfähigkeit- und die "Beweglichkeit" des Unternehmens...
johndoe713589
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von johndoe713589 »

und ein weiterer grund warum pc spiele am austerben sind. sie lohnen sich weder für die entwickler noch für die spieler
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mr archer
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von mr archer »

Xbox-360-Gamer hat geschrieben:und ein weiterer grund warum pc spiele am austerben sind. sie lohnen sich weder für die entwickler noch für die spieler
So früh am Morgen schon so trollig?
johndoe1216621
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Beitrag von johndoe1216621 »

genau deswegen machen die grossen spiele in den letzten jahren und seien es auch offline spiele wie skyrim keine millionen verkäufe.
wer qualitative software liefert bekommt auch geld, wer 0815clones produziert und covert bekommt keines. aber ja die arme film, musik und spieleindustrie.

das passiert wenn man ein jahrzent nur auf grafik und immer weniger auf spielinhalt setzt, immer mehr verlangt und immer weniger geliefert hat, zum teil eine endlose liste mit spielen die kaum spielbar waren die ersten wochen oder monate aufgrund von bugs oder spiele mit gar 3stunden spielzeit.

diverse spiele machen es vor das es defintiv einen markt gibt und nicht alles so ist wie es manche herren gerne schildern.

abgesehen davon:
http://de.wikipedia.org/wiki/Raubkopie
Der Industrieverband Business Software Alliance (BSA) veröffentlicht einmal im Jahr die sogenannte „Piracy Study“, die die Verbreitung von illegalen Softwarekopien bestimmen soll und in den Medien regelmäßig zitiert wird. Auch die Film- und Musikindustrie (Contentindustrie) veröffentlicht regelmäßig Behauptungen von angeblich durch filesharing entstandenen Verlusten. Insbesondere der errechnete Schaden und die Berechnungsgrundlage werden von Kritikern angezweifelt und für überzogen gehalten. Aus einem Bericht der US-Regierung geht hervor, dass die behaupteten Verluste durch Filesharing stark übertrieben sind [7]
In dem Berechnungsverfahren[8] wird der „durchschnittliche Softwarebedarf“ eines PCs festgelegt und auf alle PCs hochgerechnet. Die Differenz zwischen der verkauften Software und dem angenommenen Bedarf eines PCs müssten, so die Studie, Schwarzkopien sein. Kritiker bemängeln, dass die Studie freie und ältere Software nicht berücksichtigt. Wenn also ein Nutzer nicht jedes Jahr seinen gesamten Software-Bestand aktualisiert oder aber kostenlose Software verwendet, geht dies in die Statistik als Nutzung illegaler Kopien ein (zum Vergleich: Im Internet laufen z. B. nur knapp 30 Prozent der Webserver mit unfreier Server-Software). Zudem wird bei der Schadensberechnung angenommen, dass jeder Nutzer, der eine Schwarzkopie erstellt, auch bereit gewesen wäre, das Geld für ein Original auszugeben, was aber insbesondere bei teurer Software unrealistisch sei.


Werbung gegen privates Kopieren von Musik auf Musikkassetten auf der Innenhülle einer 1983 in Großbritannien hergestellten Schallplatte.
Kritisiert wird weiter, dass der „Softwarebedarf“ von wenigen Ländern auf 80 Länder hochgerechnet wird. Dabei könne nicht davon ausgegangen werden, dass der „Softwarebedarf“ in jedem Land in gleicher Höhe zu erwarten sei. 2004 wurde ein Schaden von 32,7 Milliarden US-Dollar angenommen. 2007 soll der Schaden auf 48 Milliarden US-Dollar angewachsen sein.[9]
Eine grundlegende Kritik an der Hochrechnung der „Schäden durch Raubkopien“ richtet sich gegen die Verwendung der gleichen Zählmethode wie bei materiellen Gütern: Der Verkaufspreis wird mit der geschätzten Anzahl der Schwarzkopien multipliziert, digitalisierte Medieninhalte können aber mit einem sehr geringen oder ganz ohne Aufwand kopiert werden. Folglich ergebe sich als „Schaden“ bloß der eigentlich theoretisch entgangene Gewinn ohne Materialkosten, wobei die angenommenen Verkaufszahlen nach wie vor fragwürdig sind, da eine gezählte Kopie nicht zwingend zu einem Kauf geführt hätte."
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Eich
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von Eich »

"aber letztendlich machte die Anzahl der illegal verbreiteten Kopien keinen Unterschied, bezüglich der Frage ob wir im Geschäft bleiben konnten oder die Pforten schließen mussten. (...) Es ist wirklich nicht schwer, ein profitables Spiel ausschließlich für den PC zu entwickeln - abgesehen davon, wenn man ein unglaublich schlechtes Spiel entwickelt. Dann lohnt sich ein Port auf den PC definitiv nicht. 'Kingdoms of Amalur' wird also folgerichtig nicht für den PC erhältlich sein."
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mr archer
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Re: Kommentar

Beitrag von mr archer »

bl4cKst4R hat geschrieben: ...
Und zu all dem kommt ja noch hinzu: Man schaue sich mal bitte die jährlich veröffentlichte Liste der beliebtesten "raubkopierten" "PC"-Spiele an. Dabei handelt es sich interessanterweise immer auch um die Titel, die sich im Geschäftsjahr auch am besten verkauft haben. Und warum ist das so? Weil die Kiddies das am meisten umsonst ziehen, was alle gerade am geilsten finden - die großen Mainstreamtitel, die von Auflage zu Auflage bekanntlich immer neue Verkaufserfolge generieren.

Das Problem ist überhaupt nicht, dass einige Titel zu häufig kopiert werden. Das Problem ist vielmehr, dass sie sich zu selten verkaufen. Zweifellos gehen in diesem Schweinezirkus immer wieder hochtalentierte Entwicklerstudios ein, weil sich deren Spiele nicht gut genug verkaufen. Da hilft aber nicht das Gejammer über die bösen Raubkopierer. Die interessieren sich nämlich mehrheitlich für die aktuelle AAA-Blockbuster-Grütze. Vielmehr wäre es wichtig, für Spiele neben dem Mainstream mehr Aufmerksamkeit in der Videospiellandschaft zu generieren. Unterdessen bewegt sich da ja auch so einiges.
GrinderFX
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von GrinderFX »

Es gibt genug Publisher/Entwickler die auf dem PC gutes Geld verdienen, im kleinen so wie im großen
Nein! Es ging hier nur um die großen und die verdienen NICHT mehr genug Geld auf dem PC. Nur noch im Low Budget sektor. Deswegen sterben ja so viele Publisher und Entwicklerfirmen.
Spiele wie Guild Wars 2 oder Diablo 3 zeigen das es auch noch Großproduktionen für die Plattform gibt
Das es sie nicht gibt wurde auch nie behauptet. Es ging um Lohnenswert und woher weißt du, dass sich diese Spiele gut verkaufen werden. Vorallem weil es ja die genannten Onlinespiele sind! Lies doch mal vorher den Artikel bevor du was falsches schreibst!

Es gibt in den letzten 3 Jahren KEIN Spiel mehr, welches kein Onlinerollenspiel ist, welches sich auf dem PC gut verkauft hat. Der Gewinn wird auf der Konsole gemacht und das 10x größer als auf dem PC
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mr archer
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von mr archer »

GrinderFX hat geschrieben:
Es gibt in den letzten 3 Jahren KEIN Spiel mehr, welches kein Onlinerollenspiel ist, welches sich auf dem PC gut verkauft hat. Der Gewinn wird auf der Konsole gemacht und das 10x größer als auf dem PC
Minecraft - Battlefield 3 - Call of Duty 5000 - Witcher 2 - Skyrim - Daedalic-Adventures (bei einem kleineren Marktsegment natürlich) ...

Mit anderen Worten: Du laberst Unfug.
GrinderFX
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Re: Kingdoms of Amalur: Reckoning: "Großproduktionen auf dem PC

Beitrag von GrinderFX »

@mr archer

Realitätsverlust???

Minecraft war ja soooooooooo teuer in der Produktion!! Hat sicher 10 Millionen gekostet.
Battlefield 3, hier ist der vollkommene Realitätsverlust eingetreten! Die PC Verkaufszahlen waren dürftig und hätten nicht mal ansatzweise die Entwicklungskosten gedeckt!
Call of Duty, hier war es noch schlimmer. Da kann man den PC schon komplett vernachlässigen.

Anders sieht es bei dem Rest der genannten auch nicht aus. Deine Aussage ist also mehr als FALSCH!
Es mögen gut verkaufte Titel sein, nur halt nicht auf dem PC sondern auf der Konsole und darum geht es ja bei dem Artikel nochmal. Also Thema verfehlt!