mindfaQ hat geschrieben:Einen Gebrauchtverkauf digitaler Güter, bei dem nichts an die Hersteller zurückfließt, kann ich nicht gut heißen.
Das kannst du gut heißen oder nicht, es ist Realität. Mach die Augen auf, und du wirst erkennen es werden gebrauchte Spiele verkauft. Ketten verdienen damit gutes Geld, viele Spieler greifen darauf zurück um sich die neuen Titel überhaupt leisten zu können.
Ernsthaft, es wird so viel gebraucht verkauft ohne das die Hersteller einen Cent davon sehen. Warum ist das bei Entwicklern und Publishern plötzlich so verwerflich und schlimm? Regt sich einer darüber auf das wir gebrauchte Autos, Fernseher, Klamotten, Bücher (die übrigens länger genutzt werden können wie DVD´s wenn man sie pfleglich behandelt) oder sonstige Dinge kaufen ohne das der Hersteller davon einen Teil des Erlöses bekommt? Warum sollten wir hier plötzlich andere Maßstäbe anlegen?
Spiele sind ganz normale Produkte, mit denen Geld verdient wird. Ob man damit genug Geld verdient liegt an vielen Dingen, aber sicher ganz ganz wenig an dem Umstand das Leute sich einen Artikel gebraucht kaufen. Das wurde schon vor 20 Jahren so gemacht, das ist heute genauso das gleiche. Nur das gewisse Kreise hier etwas schlechtes sehen, und das am liebsten unterbinden wollen.
Das wahre Problem ist hier das immer mehr "Fast-Food" SPiele auf den Markt geschmissen werden, die den Vollpreis nicht wert sind. Nicht umsonst warten immer mehr Leute darauf das Titel im nächsten Steamsale mit einem dicken Prozentzeichen versehen unter Volk geschmissen wird. Zudem versuchen die Publisher mit einer immer höhreren Ausstossrate die immer spärlicheren Gewinne doch nicht zu halten, was zugunsten der Qualität- und oft genug Quantität geht. Mittlerweile hat man erkannt das man mit DLC noch etwas Gewinn aus diesen Produkten kratzen kann, und versucht das so gut es geht auszubeuten. Gebrauchtspiele sind denen ein Dorn im Auge weil sie dadurch meinen sie würden einen vollwertigen Käufer verlieren. Das ist Augenwischerei. Die Publisher haben durch ihre Politik des kurzfristigen Gewinns sich selbst die Suppe eingebrockt das Gewinne immer schmäler werden, anstatt das man versucht nachhaltig zu arbeiten. Kundenbindung ist egal, Hauptsache genug Leute lassen sich hypen und kaufen den Titel zum Vollpreis... und dazu am besten noch einen Seasonpass mit dazu. Der Rest danach ist egal, Server werden teilweise nach einem Jahr abgestellt, und oft genug wurde auch schon der Support nach kurzer Zeit eingestellt. So macht man das heute.
Mir kann es im Grunde wirklich egal sein, weil ich diesem Affentheater schon lange entsagt habe. Ich kaufe Produkte gerne zum Vollpreis wenn es sich lohnt und ich weiß das die Enwickler oder der Publisher mich ernst nimmt. Der Rest interessiert mich nur noch am Rande als "Unterhaltung" wenn man so will. Wer hier ernsthaft meint er müsse sich in dem Fall auf die Seite der Publisher schlagen und dieses völlig unsinnige Verkaufsvebort verteidigen darf das gerne machen. Nur sollte er sich mal Gedanken machen für was er sich da einsetzt, und wie weltfremd das eigentlich ist. Soll Steam sich halt an dem Verbot festkrallen, andere streichend lachend den Gewinn an. eBay, Gamestop, Amazon usw.
Viel Spaß mit eurer heißgeliebten, restriktiven Onlineplattform, die viele ja anscheinend so unkritisch lieben....