Armin hat geschrieben:Sarkasmus hat geschrieben:
Wer findet den Jugendschutz ohne selbst darüber Nachzudenken für ein gute Sache?
So ziemlich jeder, das ist nicht das erste mal, dass ich damit hier anfange, aber schon das erste mal, das mir einer zustimmt.
Sofern du mit "dem Jugendschutz" den "deutschen Jugendschutz" meinst: Der ist definitiv sehr stark verbesserungswürdig.
Falls damit aber "Jugendschutz an sich" meinst: Den halte ich für eine sehr sinnvolle Sache.
Dabei muss man sich allerdings mal fragen, was Jugendschutz überhaupt ist.
Ich würde das ganze garnicht nur auf die entsprechende Gesetzgebung einschränken, sondern auch allgemeine Aufklärung und Auseinandersetzung z.B. der Eltern etc. mit einbeziehen.
Die diesbezügliche Problematik hat mMn Kajetan schon sehr gut angesprochen, weshalb ich ihm da zustimme und garnicht tiefer eingehen werde.
Ich habe recht lange neben dem Studium in einem Videospielladen gearbeitet und was man da von einigen Eltern mitbekommt ist schon erschreckend.
Da wird sich kaum mit dem Thema auseinandergesetzt und auch die Denkweise "Mein 12jähriger Sohn entwickelt sich ganz normal und kann daher bedenkenlos Just Cause, CoD und Co spielen" trifft man ganz oft an.
Es kam nicht selten vor, dass sich die Eltern sogar angegriffen gefühlt haben, wenn man nochmal direkt mitgeteilt hat, worum genau es beim Spiel eigentlich geht und wie das Gameplay bzw. der Hauptaspekt des Spiel ausschaut.
Manche kamen sich für dumm verkauft vor, manche haben einem sogar garnicht erst geglaubt, wenn man ihnen gesagt hat, dass man bei GTA nicht nur mit dem Auto rumfährt, wie der Kleine es ihnen gezeigt hat.
"Die Erziehung meines Kindes ist meine Sache.", "Sie müssen mir die Sachen verkaufen, sonst nichts.", "Ich weiß schon gut genug, worum es bei dem Spiel geht." und vor allem "Seine Freunde spielen das ja auch." und "Wenn ich es ihm nicht hole, kriegt der das eh auf Umwege." hat man zu oft gehört.
Und dazu sei gesagt, dass es sich dabei in einem Videospielhandel im Großstadtinneren gehandelt hat, also definitiv nicht in irgendeinem Randviertel oder so.
Natürlich gibt es einige 12jährige die besser mit 18er Titeln umgehen als so mancher 22jährige.
Die Ursache sehe ich da größtenteils beim Umgang mit Gewalt und entsprechenden Themen im sozialem Umfeld.
Und genau dort fängt mMn der Jugendschutz auch an bzw. werden die wichtigen Werte vermittelt, die ich als besseren Jugendschutz ansehe als ein USK-Logo und ein Verkaufsverbot an Minderjährige, denn wie einfach man als Minderjährige an Spiele kommt weiß jeder selber und wurde hier auch schon zu Genüge angesprochen
