US-Bericht: Raubkopien schlecht schätzbar

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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

sYntiq hat geschrieben: Annahme1: Es erscheint ein Spiel, zu dem es keine Demo gibt.
Annahme2: Fritz ist sich nicht sicher ob er die 50Euro in das Spiel investieren soll oder nicht.

Möglichkeit 1: Fritz geht zur Videothek, leiht sich das Spiel aus, es liegt ihm nicht, er investiert seine 50Euro woanders.
Möglichkeit 2: Er holt sich eine Schwarzkopie, spielt diese an und löscht sie, weil das spiel ihm nicht gefällt.

Interpretation: Solange Fritz die Möglichkeit hat das Spiel vor Kauf zu testen, stellt er hier fest dass er sich das Spiel NICHT kaufen würde.

Der Schaden durch die Schwarzkopie entsteht hier wo?
Der Schaden entsteht hierbei der Videothek, die ihr Geld damit verdient, Spiele "zum Testen" anzubieten, von denen es keine Demo gibt. Wieso ist es eigentlich so schwer, im Zweifelsfall zu verzichten? Wenn nur Geld für das beste Spiel da ist, dann kauft man eben das beste und lässt die anderen Weg.

Das ganze "Kein Schaden" argumentieren setzt auch immer voraus, dass die Industrie ohne Raubkopien kalkuliert. Denn sobald sie dies tut (was auch der Fall ist!) wird der entgangene Gewinn auf die ehrlichen Käufer umgelegt. Jeder, der Kopien spielt, nutzt also effektiv den ehrlichen Käufer aus.
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The SPARTA
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Beitrag von The SPARTA »

-Levi- hat geschrieben:
The SPARTA hat geschrieben:Ubisoft macht mir einen Gefallen, denn dies kann ich machen: Ich gehe zur Videothek (die wissen weniger Sachen um solche Dinge wie Kopierschutz) und schreibe eine Wunschkarte, das z.b. Die Siedler 7 in der Videothek erhältlich sein wird, sobald diese denn Wunsch angenommen haben(bei uns hier war jeder meiner Ausleihwünsche machbar) werde ich natürlich das Spiel als erster ausleihen können und danach die Seriennummer mit einem neu erstellten Account verknüpfen um das Spiel nachher ohne DVD spielen zu können. So hab ich es bei 1-2 anderen Spielen probiert. Es funktioniert 100% solange man der erste Ausleiher ist.

möge ich dafür eine Verwarnung bekommen egal, aber das muss jetzt raus:

Gratuliere, sie sind ein ausgewiesenes Arschloch! .....
Lol, mir ist es eigenltich Scheiss Egal was daran gedacht wird...doch Fakt ist, wenn Ubisoft wie jetzt damit gut durchkommt und alle auf diesen Zug aufspringen werden, dann wird es kein Ausleihen oder Wiederverkaufen von Spielen geben, da sind die Publisher ganz alleine Schuld. Mit deinem Comment scheinst du ja vom Kopierschutz nur so zu strotzen.

EDIT: Achja noch etwas: Es gibt viele Ahnungslose die sowas als erster Ausleihen aber nicht wissen, dass das Spiel nur bei ihm gespielt werden kann, da er die Account-Daten hat und somit sich nur er einloggen kann, wer noch nicht Erfahrung mit dem Kopierschutz gemacht hat, der sollte lieber die Schnauze halten...denn solche denken naiv. Ich war sicherlich auch mehrere Male Opfer solcher Ausleihaktione, doch da können die Mitarbeiter nicht viel machen, nur Ersatz im Laden verlangen. Also die Zukunft sieht Schwarz für Wiederverwendung von Games.
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Sir Richfield hat geschrieben:
Sevulon hat geschrieben:Annahme 1: Eine Person namens Fritz hat 50 € im Monat an Taschengeld zur Verfügung.
Annahme 2: Ein Spiel kostet genau 50 €, egal welches.
Da fehlt was!

In einem Monat kommen zwei Spiele raus, Fritz kann sich nur eines leisten.
1) Fritz kauft ein Spiel - ein Publisher gewinnt, der andere nicht.
2) Fritz kauft sich kein Spiel - beide Publisher bekommen nix.
3) Fritz kauft sich ein Spiel diesen Monat, ein Spiel den nächsten - beide Publisher gewinnen.

4) Fritz kauft sich ein Spiel und zieht sich ein Spiel. Eurer "Rechnung" nach gewinnt ein Publisher und ein anderer hat einen Verlust.
5) Fritz zieht beide Spiele - Euer Meinung nach haben beide Publisher Verlust.

Jetzt kommt!!!
6) Fritz kauft sich ein Spiel und im nächsten Monat eine Neuerscheinung - er zieht das andere Spiel vom Vormonat allerdings nichts.

Fritz hat sich legal verhalten, aber Publisher 2 gewinnt trotzdem nichts. Eurer "eine Kopie ist ein Schaden" Rechnung zufolge hat Publisher 2 jetzt auch einen Schaden, oder?

Vielleicht müssen wir das anders aufzäumen...
Wenn jemand sich ein Spiel zieht, dann macht der Publisher keinen Verlust, er macht nur keinen Gewinn! Das ist richtiger, nervt die Jungs aber genauso.
Verlust würde er haben, wenn ich dem dazu noch die 50,- klauen würde.
kein Gewinn/Umsatz, das sollte doch wohl sowieso klar sein

Aber das 6) ist ziemlich daneben vorbei gedacht.

Dem Fahrkartenkontrolleur dürfte es ziemlich egal sein wenn du eben gar nicht erst in den Zug einsteigst, während das Schadensdingens natürlich nur dann schlagend wird, wenn man jetzt gleich oder in einer Stunde oder sonst irgendwann schwarz fährt. :wink:

Jemand der erst gar nicht nicht zahlender Konsument oder Kunde wird, hat auf einer theo. Bilanz natürlich nichts verloren.
johndoe817043
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Beitrag von johndoe817043 »

Was sollen den Raubkopien schon wieder sein? Will die Presse damit irgendetwas künstlich pushen? Oder warum nicht einfach das sachliche Wort "Schwarzkopien" verwenden?

Der Verlust bei Ubisoft hingegen, zeichnet sich z.B. gerade durch den neuen Verkaufsschutz aus. Wie viel mehr Gewinn hätten Hersteller ohne einen solchen Schutz gemacht - sollte der nächste Titel einer Studie sein.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

crackajack hat geschrieben:kein Gewinn/Umsatz, das sollte doch wohl sowieso klar sein
Wird aber gerne mit "Verlust" gleichgesetzt.
Aber das 6) ist ziemlich daneben vorbei gedacht.
Jain - in beiden Fällen bekommt der Publisher kein Geld, aber der eine Fall ist Raub?
Dem Fahrkartenkontrolleur dürfte es ziemlich egal sein wenn du eben gar nicht erst in den Zug einsteigst, während das Schadensdingens natürlich nur dann schlagend wird, wenn man jetzt gleich oder in einer Stunde oder sonst irgendwann schwarz fährt. :wink:
Jetzt sind wir aber bei dem Sonderfall Software, das ist der Haken.
Der Busbetreiber kann Dir - wenn er will und muss - ziemlich genau einen Schaden ausrechnen. Denn ein Fahrgast mehr sorgt für mehr Spritverbrauch und Abnutzung. Das mag zwar gering sein, ist aber mess- und beweisbar.
Der Publisher kann einen solchen Schaden NICHT belegen, da weder sein Strom, sein Brenner, seine Leitung noch sonst irgendwas belastet wird. (Und selbst wenn, ist der Schaden auf eine Kopie gerechnet lächerlich klein.)

Er könnte höchstens geltend machen, dass der Kopierer das Spiel tatsächlich benutzt hat und dann herumrechnen, was die einzelne Kopie auf den Aufwand das Spiel zu erstellen wert ist.
Aber er kann nicht beweisen, dass das Spiel genutzt wurde und er wird den Teufel tun, da echte Zahlen zu liefern. Denn dann stellt man fest, dass so eine einzelne Call of Duty MW 2 Lizenz nicht viel kostet. Bei der Schadenssumme dreht sich kein Anwalt im Schlaf rum.
Jemand der erst gar nicht nicht zahlender Konsument oder Kunde wird, hat auf einer theo. Bilanz natürlich nichts verloren.
Genau da werden die aber gerne hingeschaufelt. Abt. "Es gibt 3,9 Mio Xbox Besitzer, das sind alles potentielle Kunden."
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Sir Richfield hat geschrieben:dass so eine einzelne Call of Duty MW 2 Lizenz nicht viel kostet
Die Lizenz kostet das was Activision dafür verlangt, wie bei jeder anderen Dienstleistung und Arbeit auch.
Jetzt sind wir aber bei dem Sonderfall Software, das ist der Haken.
Der Busbetreiber kann Dir - wenn er will und muss - ziemlich genau einen Schaden ausrechnen. Denn ein Fahrgast mehr sorgt für mehr Spritverbrauch und Abnutzung. Das mag zwar gering sein, ist aber mess- und beweisbar.
Der Publisher kann einen solchen Schaden NICHT belegen, da weder sein Strom, sein Brenner, seine Leitung noch sonst irgendwas belastet wird.
Au Mann. Ok, wenn wir schon Haare spalten, dann hüpfen wir sinnigerweise zurück zum Frisör.
Langhaarhoschi 1 nimmt sich selber eine Haarschneidemaschine fährt kreuz und quer drüber und hat 'ne Glatze. Kein Kunde für den Frisör, aber er hat auch keine Arbeit verursacht, kann er sich also nicht beklagen. Langhaarhoschi 2 bringt seine eigene Schere mit, damit ihm der Fachmann die Haare damit abschnippeln kann und somit keine Abnützung an seinem Meistergerät verursacht. Das Einzige das "verbraucht" wird ist also die Zeit des Frisörs.
Nicht zahlen verursacht dann keinen Schaden?

Das einzige was Raubkopieren möglich macht ist eben diese indirekte Benutzung des Produkts. Die Masse in der man als zahlender genauso wie nicht zahlender Konsument mit schwimmt und in der man nicht auffällt und sich auch nicht wirklich Gedanken macht ob man selber einen Unterschied macht oder nicht. Würde jedes Spiel eben für genau einem hergestellt werden und man direkt mit seinem CD-Brenner am PC des Entwicklers anstecken müssen und als Alternative hält einem dieser einen zu zahlenden Datenträger unter die Nase, würde es doch niemals so Usus sein. In der anonymen, asozialen Dummheit fühlt man sich aber geborgen und tut halt Sachen die man in "real" nicht tun würde.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

crackajack hat geschrieben:Die Lizenz kostet das was Activision dafür verlangt, wie bei jeder anderen Dienstleistung und Arbeit auch.
Kleines Missverständnis: Es es ging mir darum, was Activision die Lizenz kostet. Also die kosten für die Erstellung des Programms umgerechnet auf eine Einheit.
Was AC/B dafür verlangt ist natürlich deren Sache. Mal sehen, ob Bobby beim nächsten Teil noch mal 10,- $Währung drauflegt.
Au Mann. Ok, wenn wir schon Haare spalten, dann hüpfen wir sinnigerweise zurück zum Frisör.
Langhaarhoschi 1 nimmt sich selber eine Haarschneidemaschine fährt kreuz und quer drüber und hat 'ne Glatze. Kein Kunde für den Frisör, aber er hat auch keine Arbeit verursacht, kann er sich also nicht beklagen. Langhaarhoschi 2 bringt seine eigene Schere mit, damit ihm der Fachmann die Haare damit abschnippeln kann und somit keine Abnützung an seinem Meistergerät verursacht. Das Einzige das "verbraucht" wird ist also die Zeit des Frisörs.
Nicht zahlen verursacht dann keinen Schaden?
Du musst endlich aufhören, alles in einen Topf zu werfen. Autovergleiche ziehen schon lange nicht mehr. Ein Vergleich mit einer Dienstleistung auch nicht. Zumal Du ja selbst dem Friseur aktiv Arbeit verursacht hast. Das ist mess- und beweisbar. Zeugen sagen dann "Jupp, der hat sich ne halbe Stunde lang die Haare schneiden lassen und nicht bezahlt." Der Friseur hat auch eine sehr konkrete Aussage über den Verdienstausfall, er hat ja einen festen Preis für seine Dienstleistung. Zudem ist ein Friseur eine endliche Resource, es gibt nur einen. Den kann man nicht kopieren und es gibt auch noch keine Scheren für drei Köpfe auf einmal.
Software ist ein Fall für sich und muss auch so behandelt werden, damit man damit beginnen kann, sich ernsthaft Gedanken um die Lösung zu machen. Solange Aber sämtliche Rechteinhaber so tun, als wäre das ein festes Gut, welches man klauen kann, kommt da nichts vorwärts, weil "die" darauf beharren und ihre "Gegner" sie dafür auslachen, dass sie seit Jahrzehnten auf veralteten Denkmustern sitzen. Das ist eigentlich das größte Problem, man nimmt sie gar nicht ernst.
Würde jedes Spiel eben für genau einem hergestellt werden und man direkt mit seinem CD-Brenner am PC des Entwicklers anstecken müssen und als Alternative hält einem dieser einen zu zahlenden Datenträger unter die Nase, würde es doch niemals so Usus sein.
Absolut richtig. Das ist ein Problem, mit dem die Musikindustrie seit ca. 35 Jahren kämpft. Eine Zeit lang saßen die auf den Produktionsmitteln, konnten also die Verbreitung von Content bestimmen (Schallplatten). Dann kamen die Musikassetten und das Geheule ging los, weil der Inhalt vom Medium getrennt werden konnte. Mit den CDs ging es Anfangs noch gut, da nicht jeder einen Brenner hatte, geschweige einen PC. Und mp3s gab's auch noch nicht. Mit den mp3s ging es dann wieder los, Inhalt und Datenträger waren wieder entkoppelt und die MI fing das Heulen und Zähneklappern an.
Eine der Reaktionen ist halt die Erschrecktaktik mit den Raubmordterrorspots. Den sehen aber nur die Kunden, wo ist da der Effekt?
Aktuell beginnen die Zeitungen zu weinen und die Buchverlage schon seit einiger Zeit. Bei allen geht es darum, dass "plötzlich" der Inhalt vom Medium getrennt wird. Das Geschäftsmodell basiert aber auf eben dieser Kopplung, weil man damit den Content scheinbar zu einer knappen Resource machen kann. Versuch mal einige ältere Bücher zu bekommen.
Aus dem Grund machen die sich wegen Googles "Ich scanne mal und guck dann, wem's gehört" so dermaßen in die Hose.

Das Perverse an der ganzen Diskussion ist, dass das bei Software seit Anbeginn der PCs (und damit meine ich den C64) so ist, dass man den Content nicht virtuell verknappen kann, da alle PCs mit einer Kopiermöglichkeit ausgestattet sind. Sonst könnten die nicht funktionieren.
Aber seitdem tut man so, als wäre das möglich.
(Was der Grund ist, dass sich die Verleger gerade ein Bein über's IPad freuen, weil die der Meinung sind, dass Ding wäre geschlossen genug, dass man den Content wieder verknappen kann. Dass das Ding an sich Internetfähig ist und gerade das Internet ja DER Konkurrent...)
In der anonymen, asozialen Dummheit fühlt man sich aber geborgen und tut halt Sachen die man in "real" nicht tun würde.
Jo, Steuern hinterziehen, falsch parken, Müll an Autobahnausfahrten werfen, all die Kleinigkeiten, die man als Hobby des Deutschen Michels betrachten kann. ;)
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MaV01
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Beitrag von MaV01 »

wenn wir mal bei dem "fritz" beispiel bleiben:

7. er kauft sich diesen monat KEIN spiel sondern wartet noch 4 wochen. nu geht er zu gamestop und kauft sich für die 50€ beide spiele gebraucht(!!). und nu? entsteht dem publischer da kein schaden? oder doch? ist legal und trozdem entsteht schaden (aus sicht der publischer)
TwentynBpx
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Beitrag von TwentynBpx »

gesetze wurden vom menschen geschaffen - unsere gesellschaft wurde von menschen geschaffen - sie entscheiden in ihrer masse im grunde alles / ich komme mit vielen sachen nicht klar . und muss mich fügen - mich soweit wie nötig anpassen oder untergehen. Ich bin Musiker und halte sehr viel (wie viele Musiker) vom kostenlosen verbreiten der Musik über das Internet. Ist es denn so das nun dann immer die Wertvollsten Spielehersteller untergehen wegen Dateikopierens? Ich denke nicht. Wissen tue ich es nicht.

Etwas weniger Gier - mehr eingehen auf die Spieler - ich könnte mir vorstellen das könnte in Verbindung mit den richtigen Geheimnissen wunder wirken.

Und bei der Musik - gute Musik hatte noch nie ein problem - die Plattenfirmen jammern nur da sie ihre Diktatur über den Markt verlieren - da sich immer weniger Müll als Gold verkauft.

Musiker machen Musik ohne dafür Geld zu verlangen. Sie wollen wenn möglich nur davon Leben.

Spielehersteller verdienen doch im Schnitt noch ganz gut oder nicht?
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

TwentynBpx hat geschrieben:...

Spielehersteller verdienen doch im Schnitt noch ganz gut oder nicht?
ich denke mal die normalen IT-Preise, von denen man solide leben kann. wer wirklich gut verdient, sind die Leutz die die Entscheidungen treffen ;)
TwentynBpx hat geschrieben:Etwas weniger Gier - mehr eingehen auf die Spieler - ich könnte mir vorstellen das könnte in Verbindung mit den richtigen Geheimnissen wunder wirken.
DAS! ...


es ist doch wirklich merkwürdig: es sind nur die Großen die andauernd rumweinen, dass die bösen "Raubkopierer" schuld sind am Verfall der Branche ...

kleine "unabhängige" Labels/Studios hört man sogut wie nie sich über kopierte Medien zu beschweren ... im Gegenteil, ich wage sogar zu behaupten, einige haben erkannt, dass es teilweise die beste Publicity ist, die man sich wünschen kann.

Klar, ein großes/r Label/Publisher, welches/r bereits Millionen in das Marketing reinsteckt braucht sich um ihren Bekanntheitsgrad nicht scheren ... Aber hätten "Raubkopien" wirklich so einen starken Einfluss, wie die Großen einen immer weiß machen wollen, müssten die kleinen doch genauso drunter leiden?
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Sir Richfield hat geschrieben:Es es ging mir darum, was Activision die Lizenz kostet. Also die kosten für die Erstellung des Programms umgerechnet auf eine Einheit.
Ist doch völlig egal, so funktioniert faire Marktwirtschaft nicht.

Der Kunde hat es in der Hand Preise und Funktionen zu steuern und sollte eben so intelligent sein den Publishern nicht auch noch schön vorzeigbare Gründe dafür zu liefern das Produkt für alle zu verschlechtern.
Während der Publisher selbstverständlich versuchen wird pro Einheit möglichst viel Geld zu verdienen bei möglichst niedrigen Investitionen (und mitunter auch Spass bereiten will).
Du musst endlich aufhören, alles in einen Topf zu werfen. Autovergleiche ziehen schon lange nicht mehr. Ein Vergleich mit einer Dienstleistung auch nicht. Zumal Du ja selbst dem Friseur aktiv Arbeit verursacht hast.
Und der Programmierer hatte keine Arbeit, oder was?
Genau darum geht's ja bei einer Dienstleistung.
Nur weil sie hier eben kopierbar ist, indirekt genutzt wird, ist sie dennoch verrichtet und verkonsumiert worden.
MaV01 hat geschrieben:kauft sich für die 50€ beide spiele gebraucht(!!). und nu? entsteht dem publischer da kein schaden? oder doch? ist legal und trozdem entsteht schaden (aus sicht der publischer)
Jupp, aus Publishersicht ist das nicht viel anders. Genauso wie der Sitznachbar in der U-Bahn der einfach deine Zeitung mitliest und so.
Bloß das der Gebrauchtkäufer dem ehem. Besitzer Geld gibt und somit ev. einen anderen Neukauf ermöglicht. Von daher ist da etwas mehr Schwung drin als beim bloßen kopieren.

Edit:
-Levi- hat geschrieben:kleine "unabhängige" Labels/Studios hört man sogut wie nie sich über kopierte Medien zu beschweren
deren PR und Rechstabteilung dürfte kaum existent sein, von daher sorgen die sich wohl lieber um was anderes.

Außerdem werfe ich mal Iron Lore in die Runde.
Denen hat man mit Downloadzahlen wohl sehr schön Mut gemacht das Spieler an ihrem Titan interessiert sind, gekauft haben es aber zu wenig. Die haben sich sicher gefreut als sie dann geschlossen wurden, während viele Tausend Spieler gratis Spass haben durften. Schlecht war der Titel wohl kaum.
Zuletzt geändert von crackajack am 16.04.2010 11:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Levi 
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Beitrag von Levi  »

crackajack hat geschrieben:
Du musst endlich aufhören, alles in einen Topf zu werfen. Autovergleiche ziehen schon lange nicht mehr. Ein Vergleich mit einer Dienstleistung auch nicht. Zumal Du ja selbst dem Friseur aktiv Arbeit verursacht hast.
Und der Programmierer hatte keine Arbeit, oder was?
Genau darum geht's ja bei einer Dienstleistung.
Nur weil sie hier eben kopierbar ist, indirekt genutzt wird, ist sie dennoch verrichtet und verkonsumiert worden.

.
aber sie wird nicht "pro einheit" verrichtet. Das ist der feine Unterschied ;)
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

-Levi- hat geschrieben:aber sie wird nicht "pro einheit" verrichtet. Das ist der feine Unterschied ;)
Sag ich doch. Es ist dennoch eine Dienstleistung die Arbeit verursachte und die man selbstredend zu bezahlen hat wenn man sie nutzt.
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Beitrag von Levi  »

crackajack hat geschrieben:
-Levi- hat geschrieben:aber sie wird nicht "pro einheit" verrichtet. Das ist der feine Unterschied ;)
Sag ich doch. Es ist dennoch eine Dienstleistung die Arbeit verursachte und die man selbstredend zu bezahlen hat wenn man sie nutzt.

du bezahlst mit dem kauf einer kopie jedoch nicht >>direkt<< den Programmierer. und darum gings ja. anders als beim Friseur, wo du vorrechnen kannst, was du ihm mit einem nicht bezahlten Schnitt kostest, funktioniert das nicht bei so etwas wie Software, womit dieses Beispiel genau null Relevanz zum eigentlich Thema hat.

Wieviel Verlust erleidet die Branche durch Kopien!
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

-Levi- hat geschrieben:du bezahlst mit dem kauf einer kopie jedoch nicht >>direkt<< den Programmierer. und darum gings ja. anders als beim Friseur, wo du vorrechnen kannst, was du ihm mit einem nicht bezahlten Schnitt kostest, funktioniert das nicht bei so etwas wie Software, womit dieses Beispiel genau null Relevanz zum eigentlich Thema hat.

Wieviel Verlust erleidet die Branche durch Kopien!
Ist das tatsächlich so schwer zu verstehen?
Wenn man das mal einfach runterbricht: es gibt nur einen Kunden beim Frisör und nur einen für das jeweilige Spiel das nur von einem gemacht wurde. Ganz egal was die besser oder anders machen würden, es wird immer nur ein potentieller Geldgeber sein. Wenn beide Kunden jeweils nicht zahlen dann haben beide Dienstleister eben nur Arbeit gehabt.

Es wirkt nur wie kein Verlust weil andere ja eh zahlen, die dummen ehrlichen.