crackajack hat geschrieben:Die Lizenz kostet das was Activision dafür verlangt, wie bei jeder anderen Dienstleistung und Arbeit auch.
Kleines Missverständnis: Es es ging mir darum, was Activision die Lizenz kostet. Also die kosten für die Erstellung des Programms umgerechnet auf eine Einheit.
Was AC/B dafür verlangt ist natürlich deren Sache. Mal sehen, ob Bobby beim nächsten Teil noch mal 10,- $Währung drauflegt.
Au Mann. Ok, wenn wir schon Haare spalten, dann hüpfen wir sinnigerweise zurück zum Frisör.
Langhaarhoschi 1 nimmt sich selber eine Haarschneidemaschine fährt kreuz und quer drüber und hat 'ne Glatze. Kein Kunde für den Frisör, aber er hat auch keine Arbeit verursacht, kann er sich also nicht beklagen. Langhaarhoschi 2 bringt seine eigene Schere mit, damit ihm der Fachmann die Haare damit abschnippeln kann und somit keine Abnützung an seinem Meistergerät verursacht. Das Einzige das "verbraucht" wird ist also die Zeit des Frisörs.
Nicht zahlen verursacht dann keinen Schaden?
Du musst endlich aufhören, alles in einen Topf zu werfen. Autovergleiche ziehen schon lange nicht mehr. Ein Vergleich mit einer Dienstleistung auch nicht. Zumal Du ja selbst dem Friseur aktiv Arbeit verursacht hast. Das ist mess- und beweisbar. Zeugen sagen dann "Jupp, der hat sich ne halbe Stunde lang die Haare schneiden lassen und nicht bezahlt." Der Friseur hat auch eine sehr konkrete Aussage über den Verdienstausfall, er hat ja einen festen Preis für seine Dienstleistung. Zudem ist ein Friseur eine endliche Resource, es gibt nur einen. Den kann man nicht kopieren und es gibt auch noch keine Scheren für drei Köpfe auf einmal.
Software ist ein Fall für sich und muss auch so behandelt werden, damit man damit beginnen kann, sich ernsthaft Gedanken um die Lösung zu machen. Solange Aber sämtliche Rechteinhaber so tun, als wäre das ein festes Gut, welches man klauen kann, kommt da nichts vorwärts, weil "die" darauf beharren und ihre "Gegner" sie dafür auslachen, dass sie seit Jahrzehnten auf veralteten Denkmustern sitzen. Das ist eigentlich das größte Problem, man nimmt sie gar nicht ernst.
Würde jedes Spiel eben für genau einem hergestellt werden und man direkt mit seinem CD-Brenner am PC des Entwicklers anstecken müssen und als Alternative hält einem dieser einen zu zahlenden Datenträger unter die Nase, würde es doch niemals so Usus sein.
Absolut richtig. Das ist ein Problem, mit dem die Musikindustrie seit ca. 35 Jahren kämpft. Eine Zeit lang saßen die auf den Produktionsmitteln, konnten also die Verbreitung von Content bestimmen (Schallplatten). Dann kamen die Musikassetten und das Geheule ging los, weil der Inhalt vom Medium getrennt werden konnte. Mit den CDs ging es Anfangs noch gut, da nicht jeder einen Brenner hatte, geschweige einen PC. Und mp3s gab's auch noch nicht. Mit den mp3s ging es dann wieder los, Inhalt und Datenträger waren wieder entkoppelt und die MI fing das Heulen und Zähneklappern an.
Eine der Reaktionen ist halt die Erschrecktaktik mit den Raubmordterrorspots. Den sehen aber nur die Kunden, wo ist da der Effekt?
Aktuell beginnen die Zeitungen zu weinen und die Buchverlage schon seit einiger Zeit. Bei allen geht es darum, dass "plötzlich" der Inhalt vom Medium getrennt wird. Das Geschäftsmodell basiert aber auf eben dieser Kopplung, weil man damit den Content scheinbar zu einer knappen Resource machen kann. Versuch mal einige ältere Bücher zu bekommen.
Aus dem Grund machen die sich wegen Googles "Ich scanne mal und guck dann, wem's gehört" so dermaßen in die Hose.
Das Perverse an der ganzen Diskussion ist, dass das bei Software seit Anbeginn der PCs (und damit meine ich den C64) so ist, dass man den Content nicht virtuell verknappen kann, da alle PCs mit einer Kopiermöglichkeit ausgestattet sind. Sonst könnten die nicht funktionieren.
Aber seitdem tut man so, als wäre das möglich.
(Was der Grund ist, dass sich die Verleger gerade ein Bein über's IPad freuen, weil die der Meinung sind, dass Ding wäre geschlossen genug, dass man den Content wieder verknappen kann. Dass das Ding an sich Internetfähig ist und gerade das Internet ja DER Konkurrent...)
In der anonymen, asozialen Dummheit fühlt man sich aber geborgen und tut halt Sachen die man in "real" nicht tun würde.
Jo, Steuern hinterziehen, falsch parken, Müll an Autobahnausfahrten werfen, all die Kleinigkeiten, die man als Hobby des Deutschen Michels betrachten kann.
