4Players-Talk: Der Preis ist heiß

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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von sabienchen.banned »

urgh... ich sage wohl besser nicht was meine Ausgaben für VideoSpiele im Monat sind. :?
[Verdammtes Vita FullSet..^.^'']

Aber nunja.
Abseits der Sammelleidenschaft werden nicht zu viele VollpreisTitel zu Release geholt. (dieses Jahr RE2R, Sekiro + bestimmt noch 1-2 weitere Dinger)
Spiele mit angekündigten Season Pass bzw. kaufbahren StoryDLC werden von mir [so gut wie nie] NIE näher zu Release angesehen.
Entweder gibts für mich ne GotY iwann, oder es wird im Sale/Gebraucht gekauft.

Da mir MP Schnuppe ist, bin ich auch net auf "volle Server" etc. für meinen Spielspaß angewiesen und habe daher große Freiheit "WANN" ich meine Spiele kaufe/spiele.
Doc Angelo
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Doc Angelo »

Shotta hat geschrieben: 04.07.2019 13:59 Freut mich echt das du so locker bleibts angesichts deiner Situation. ich drück dir aufjedenfall die Daumen für deine Zukunft und deiner Gesundheit :-)
Danke für deine Worte! :D
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str.scrm
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von str.scrm »

gebrauchte Spiele fass ich nicht mal mit der Kneifzange an :mrgreen:
dieses frisch auswickeln ist jedes Mal wieder was tolles :)
ohne dass einer seine Kriffel vorher dran hatte, Knicke in den Einband gemacht hat oder es nach Rauch stinkt
habe mittlerweile 16 PS4 Titel in meiner Sammlung, die ich auch auf die PS5 mitnehme und neben arschteuren Steelbooks und Artbooks darf auch da kein Kratzer dran kommen 8)
aber ich schätze den Gebrauchtmarkt als Verkäufer sehr, denn Spiele kriegt man immer recht zügig los
aber auch ältere Spiele der letzten Generation kaufe ich lieber noch überteuert neu als angetatscht :Blauesauge:
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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von sabienchen.banned »

Danny. hat geschrieben: 04.07.2019 18:20 aber auch ältere Spiele der letzten Generation kaufe ich lieber noch überteuert neu als angetatscht :Blauesauge:
..also ich kaufe nur gebrauchtSpiele, die auch sauber aussehen.
Die Disc werden nach Kauf auf Fehler geprüft, und die Hülle nochmal geputzt.
[Bzw. bevors zu anderen Spielen kommt gesammelt und dann mehrere auf einmal geputzt]

Wenn du mir bspw. sagen kannst woher man ein EU/USK "3D Dot Game Heroes" neu herbekommt ..gerne. :)


..und für mich als "Vita FullSetterin" stellt sich die Frage ob ich wirklich
130€ für "History of War"

oder 60€+ für iwelche "RallySpiele"
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... 5573.m1684

ausgeben oder mir dann doch lieber die Mühe mim "putzen" mache. ;)

[Allerdings muss ich dazu sagen.. dass ca. 90% meiner VitaSpiele (ohne Japan) neu gekauft sind... ]
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 05.07.2019 00:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Hamurator
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Hamurator »

NewRaven hat geschrieben: 04.07.2019 17:11
würden die Hersteller [...] wirklich drauf verzichten, diese Melkkühe auch zu nutzen, jetzt wo sie einmal ersonnen wurden, selbst wenn jeder seine Games zum Vollpreis für 60-80 EUR kauft?
Ich bin mir sicher die Antwort lautet Ja und Nein. Publisher ist nicht gleich Publisher und nicht unbedingt als die gierigste Sau am Markt zu agieren ist auch ein gewisses Pfand (wenn gleichzeitig auch die Spiele stimmen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einer kritischen Anzahl an Spielern Skinpacks schmackhaft machen kann, wenn sie gerade erst 80 € dafür hingelegt haben.

Das Ganze ist halt auch Psychologie. Ich habe keine wissenschaftliche Arbeit dazu, aber ich könnte mir denken, dass gilt je höher die Einstiegshürde, desto weniger ist die Bereitschaft da Folgekosten zu akzeptieren (absteigend im Laufe der Zeit). Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ganze Smartphone-Gacha-Bereich so hohe Umsätze generieren würde, wenn die Spiele nicht F2P wären.
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str.scrm
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von str.scrm »

sabienchen hat geschrieben: 04.07.2019 18:25
Danny. hat geschrieben: 04.07.2019 18:20 aber auch ältere Spiele der letzten Generation kaufe ich lieber noch überteuert neu als angetatscht :Blauesauge:
..also ich kaufe nur gebrauchtSpiele, die auch sauber aussehen.
Die Disc werden nach Kauf auf Fehler geprüft, und die Hülle nochmal geputzt.
[Bzw. bevors zu anderen Spielen kommt gesammelt und dann mehrere auf einmal geputzt]

Wenn du mir bspw. sagen kannst woher man ein EU/USK "3D Dot Game Heroes" neu herbekommt ..gerne. :)
als ich jetzt ein paar Monate die One X hatte, habe ich aufgrund der Abwärtskompatibität mal wieder etwas von damals gespielt
manches kriegt man wirklich nicht mehr, Dead Space 1 in englisch und neu hab ich zum Beispiel aufgegeben zu suchen - Vollpreis von 60€ ist dann doch zu krass

da die Post hier immer unzuverlässiger wird, kaufe ich seit kurzem auch wieder im Laden zu Release und da fühlt man sich einfach wie ein kleiner Junge
aus den Enttäuschungen von 'gebraucht - wie neu' hab ich gelernt... wenn dann zerrissene Einbände oder kaputte Hüllen ankommen, hat man nach ein paar Mal keinen Bock mehr drauf :Blauesauge:
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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von sabienchen.banned »

Danny. hat geschrieben: 04.07.2019 18:35 als ich jetzt ein paar Monate die One X hatte, habe ich aufgrund der Abwärtskompatibität mal wieder etwas von damals gespielt
manches kriegt man wirklich nicht mehr, Dead Space 1 in englisch und neu hab ich zum Beispiel aufgeben, Vollpreis von 60€ ist dann doch zu krass

da die Post hier immer unzuverlässiger wird, kaufe ich seit kurzem auch wieder im Laden zu Release und da fühlt man sich einfach wie ein kleiner Junge
aus den Enttäuschungen von 'gebraucht - wie neu' hab ich gelernt... wenn dann zerrissene Einbände oder beschäftige Hüllen ankommen, hat man nach ein paar Mal keinen Bock mehr drauf :Blauesauge:
Online kauf ich auch im Prinzip nichts gebrauch, denn genau damit will ich mich nicht rumärgern müssen.

Allerdings waren dann bei mir auch NeuKäufe direkt über Amazon Scheisse.
Ich hab bspw. ein Vita EU FullSet.
Sprich es muss für MICH USK oder PEGI sein.
Abbildung bei Amazon zeigt PEGI.. die schicken mir die NTSC.
Abbidlung bei Amazon zeigt PEGI .. ich bekomm ne Australische Fassung etc.

..aus den Beschreibungen etc war das nicht ersichtlich.
Lieber dann via EBay mit entsprechenden Abbildungen.

..und im Endeffekt reden wir von unterschiedlicher Auslebung unser beider Hobby.
..PS4 hab ich ca 250 Spiele.. ca 180 davon wurden neu angeschafft.
..PS VIta sinds mitlerweile über 700 bei mir... das meiste wurde neu gekauft.
Aktuell bestell ich gebraucht für Vita nur bei amazon.co.jp, und die Japaner sind da sehr gewissenhaft mit den Spielen.
Bisher nicht einmal negativ überrascht worden.
[Im Gegenteil.. teilweise warens dann doch NEU als gebraucht verkauft ^^]
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 04.07.2019 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
Doc Angelo
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Doc Angelo »

Übrigens: Da Computerspiele ein digitales Gut sind, gehört zu der Preisfrage eigentlich auch die Frage nach dem Wert einer Kopie. Welches Spiel ist teurer? (Zur Vereinfachung bekommt der Entwickler 100% der Einnahmen.) Das Spiel für €50 mit 10 Jahren Entwicklungszeit und 100 Millionen Entwicklungskosten, bei dem 10 Million Einheiten abgesetzt wurden? Oder das Spiel für €50 mit 1 Jahr Entwicklungszeit, 10 Million Entwicklungskosten und 1 Million abgesetzten Einheiten? Aus der Sicht des Entwicklers gibt es da keinen Unterschied: Beide Entwickler machen pro Jahr €40 Millionen Gewinn. Natürlich ist aber das Spiel mit 10 Jahren Entwicklungszeit 10-fach umfangreicher... kostet aber genau so viel. Von physikalischen Produkten kennt man das so nicht. Was 10-fach größer ist, kostet auch 10-fach mehr. Du kriegst keine Familien-Pizza für Drei fuffzisch.

Und was ist mit solchen Titeln wie PUBG oder dem BR-Mode von Fortnite? Da ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Gewinn dermaßen extrem... Ist PUBG für €30 sauteuer, weil sie mehrere dutzend Millionen Einheiten abgesetzt haben? Ist ein Skin-Paket für Fortnite für €10 sauteuer, weil sie davon mehrere Millionen verkaufen, obwohl der Gestaltungsprozess um die €10k ausgemacht haben dürfte?

Was sollte man also als Messlatte für den Preis festlegen? Die Spieldauer? Das geht natürlich nicht. Den Entwicklungsaufwand... das geht auch nicht, siehe oben. Aber was dann? Wirklich nur die Nachfrage? Aber was bedeutet "Nachfrage" bei Gegenständen, die unendlich verfügbar sind und beinahe kostenlos verteilt werden können?
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SmoKinGeniusONE
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von SmoKinGeniusONE »

Shotta hat geschrieben: 04.07.2019 12:16
Mazrim_Taim hat geschrieben: 04.07.2019 11:30
Shotta hat geschrieben: 04.07.2019 08:10 Also iwie kauf ich dieses "mann kann sich in Deutschland (!) keine Spiele mehr leisten" nicht ab. Deutschland ist ein reiches Land, da kann ich aus familiären Gründen auch ganz andere Geschichten über Armut erzählen. Nicht diese pseudoArmut, wie sie hier in D propagiert wird.

30€ bis 60€ hat jeder iwie, wenn er das will. (ausser natürlich du bist eine alleinerziehende Mutter von vier Kinder, da wirds dann wirklich knackig)
Vielleicht mal Augen auf machen?
Mag ja sein das DLand reich ist aber ein Großteil der Bevölkerung gehört nicht dazu.
Jobs gibt es nur noch bei der Leihbude und da kann man froh sein wenn man 10€! Stundenlohn kriegt.
Ich finde als Singel braucht man schon ~2300+€ netto (~3600€ Brutto) um sich mehr als nur das >jezt< zu kümmern.
Von 2-4 Kinder + Ehepartner will ich da erst gar nicht denken.
Finde daher auch die FFF Demos irgendwie falsch wenn man selber spätestens als Renter unter der Brücke leben muss.
(~64% vom Netto!lohn welcher auch schon wieder versteuert werden muss / wird)
Ersteinmal verbitte ich mir so Sätze "viellicht mal die Augen auf machen". ich denke wir zwei können auch vernünftig miteinander diskutieren.

Länderübergreifend sind wir ziemlich reich^^ (aber das ist ein anderes thema)

Mit 2300netto lebt man als Single im Luxus und hat weit mehr als man braucht. Oder anders rum gesagt: wer mit 2300netto nichts im Leben aufbaut, der baut auch nichts mit 4500€ netto auf.

Nurmal so als randnotiz: ich kenne eine Person die arbeitet als Bäckerfachverkäufer (900€ netto (!) ) mit Nebenjob 400€ =1300€ monatlich. Weißt du was sie auf der Seite hat? an die 30k....mit 28. !Es kommt halt aufs Cashmanagment an!

eine andere Person lebt seit jahren Alg2 und ist schwer vermittelbar. Der zockt auch und hat viele Vollpreistitel. klar urlaub ist nicht drinnen, aber den braucht man dann auch nicht.


Die grosse Farge ist doch: Was macht man mit seinem geld. Klar, wenn man immer das neueste iphone braucht, obwohl man damit nur whatsapp schreibt, ein schickes Auto fahrne muss, schöne Möbel, schicke klamotten, immer Bio isst udn natürlich scön mitten in der Grosstadt wohnt...dann braucht man sich aber auch nicht mit 40 jahren beschweren "ich hatte nie die Chance"

bei der rente gebe ich dir recht....das wird für uns alle ein problem.

Und bei den kindern hast du auch recht. Bei zwei wirds schon schwierig udn vier ist ne finazielle Katastrophe^^
Wer 2 Kinder hat und noch sowas wie 40h Spiele spielen will hat ein Problem aber kein Preisproblem
Wer das tatsächlich hinkriegt solche Spiele in einer Woche durch zu zocken hat bestimmt ne gute Frau die ALLES ALLEIN MACHT
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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von sabienchen.banned »

Doc Angelo hat geschrieben: 04.07.2019 18:41 Was sollte man also als Messlatte für den Preis festlegen? Die Spieldauer? Das geht natürlich nicht. Den Entwicklungsaufwand... das geht auch nicht, siehe oben. Aber was dann? Wirklich nur die Nachfrage? Aber was bedeutet "Nachfrage" bei Gegenständen, die unendlich verfügbar sind und beinahe kostenlos verteilt werden können?
...ganz einfach... Der DEV/Pub vertreibts für XY€.
Der Verbraucher nimmt es an.. oder eben nicht. :)
In der Realität jibbet dazwischen noch den Einzelhandel/Store.. da gilts ebenfalls.

Für mich persönlich ist eine pauschale Aussage zum tatsächlichen Wert eines Spiels nicht möglich.
Das ist für mich immer eine Einzelfallentscheidung, und in meinen Augen immer sehr individuell/ personenbezogen.
//Und sorry für solche Beispiel.. aber damit besser verstänlich ist, was ich meine..
Ich habe mir bspw. dieses Jahr die "Darius Cozmic Collection Limited Edition" für knapp 190€ importiert. [das war VorbestellerPreis]
..Enthalten sind 9 "olle" Shmups von Anno Dazumal.
...Spieldauer pro Spiel liegt unter einer Stunde..
Wiederspielwert nur wirklich gegeben, wenn man auf "arcade"/"highscore" Jagd steht.
MIR war es die Anschaffung trotzdem wert.. ;)
...Für kein AAA-Spiel.. würde ich das aber jemals ausgeben. ^.^''


Und um ein wenig auf dein PUBG/Fortnite "Beispiel" einzugehen ..es gilt, dass im vornherein ja nicht bekannt ist ob und wie gut sich ein Spiel tatsächlich auf dem Markt etablieren kann.
Fortnite war bspw. NICHT besonders erfolgreich. Erst der F2P Ableger mit Battle Royal hat wirklich Geld in die Kasse geschüttet. ;)
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 04.07.2019 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Ryo Hazuki
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Ryo Hazuki »

Was Früher cool war. Es gab zu jedem Spiel eine Anleitung mit mehreren Seiten. Die Spiele waren auch in größeren Kartons (bei PC Games) verpackt und dann die CDs in Standard CD Hüllen oder später in diesen DVD Hüllen. Ich habe es geliebt mir ein Spiel zu kaufen und dann auf der Heimfahrt die Anleitung zu studieren in der Bahn und wenn sie gut war standen darin sogar ein paar Geschichten. So konnte man vorab schon in die Welt eintauchen.

Heute gibt es maximal einen Flyer der dir sagt, du kannst dich jetzt im Square Enix Portal registrieren mit deinem Spiel. Früher gab es halt einfach mehr in der Packung, heute greif ich dann auch deshalb eher zur Digital Version. Es gibt noch ein paar Ausnahmen wie RDR mit Karte z.B. aber die meisten sind einfach nur noch eine Hülle mit Disc zum download..
Doc Angelo
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Doc Angelo »

sabienchen hat geschrieben: 04.07.2019 19:01 Ich habe mir bspw. dieses Jahr die "Darius Cozmic Collection Limited Edition" für knapp 190€ importiert. [das war VorbestellerPreis]
..Enthalten sind 9 "olle" Shmups von Anno Dazumal.
...Spieldauer pro Spiel liegt unter einer Stunde..
Wiederspielwert nur wirklich gegeben, wenn man auf "arcade"/"highscore" Jagd steht.
MIR war es die Anschaffung trotzdem wert.. ;)
Sammler-Editionen mit physikalischen Dreingaben sind da natürlich nochmal etwas anderes. Hier kommt dann die bewusste Limitierung dazu. Ich hab mal, in Zeiten bevor ich mit dem Jobcenter Bekanntschaft gemacht habe, die Limited Edition von Sturmwind für die Sega Saturn gekauft. War das erste Mal das ich sowas gemacht habe, und das Produkt hat mir auch gefallen. Aber für mich ist das eher nichts.

Aber ein gutes Beispiel wie unterschiedliche die Wertigkeiten einer Sache ausfallen können. :)

sabienchen hat geschrieben: 04.07.2019 19:01 Und um ein wenig auf dein PUBG/Fortnite "Beispiel" einzugehen ..es gilt, dass im vornherein ja nicht bekannt ist ob und wie gut sich ein Spiel tatsächlich auf dem Markt etablieren kann.
Fortnite war bspw. NICHT besonders erfolgreich. Erst der F2P Ableger mit Battle Royal hat wirklich Geld in die Kasse geschüttet. ;)
Die Sache ist die: Sobald man schon so viel Geld eingenommen hat um die Entwicklung bezahlen zu können, dann ist eigentlich erstmal alles gut. Dann ist man auf 0 raus, und alle Mitarbeiter wurden bezahlt und können davon leben. Sollte ab diesem Zeitpunkt ein digitales Medium nicht günstiger werden? Oder sogar nur noch die Distributionskosten kompensieren? Die Arbeit ist ja schon geleistet und bezahlt. Was passiert mit dem Gewinn darüber hinaus? (Das Geld für folgende Projekte benutzt wird ist natürlich klar, das lasse ich hier bewusst raus.)

Extrembeispiel Flappy Bird. Entwicklungsaufwand für jemanden, der nicht gerade sein erstes Spiel veröffentlicht: Eine Woche. Maximal. Das Resultat: $50k am Tag für eine gewisse Zeit.
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sabienchen.banned
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von sabienchen.banned »

Doc Angelo hat geschrieben: 04.07.2019 20:19
sabienchen hat geschrieben: 04.07.2019 19:01 "Darius Cozmic Collection Limited Edition"
Sammler-Editionen mit physikalischen Dreingaben sind da natürlich nochmal etwas anderes. Hier kommt dann die bewusste Limitierung dazu. Ich hab mal, in Zeiten bevor ich mit dem Jobcenter Bekanntschaft gemacht habe, die Limited Edition von Sturmwind für die Sega Saturn gekauft. War das erste Mal das ich sowas gemacht habe, und das Produkt hat mir auch gefallen. Aber für mich ist das eher nichts.

Aber ein gutes Beispiel wie unterschiedliche die Wertigkeiten einer Sache ausfallen können. :)
Erstmal dazu... denn da gibt es eine Kleinigkeit zu erwähnen.
Ich bin kein Feund von "Limited Editions" .. ich mag große Boxen persönlich überhaupt nicht. ..^.^''
ABER
Bei diesem Spiel gibt es die normale Version. [ca. 50€ Import]
Diese enthält auf dem Modul 5 Spiele.
Die LE dagegen hat 4 zusätzliche Spiele auf dem Modul.
Die einzige Möglichkeit diese 4 Titel physisch für die Switch zu erhalten, war/ist aktuell diese LE.
Sprich es ist nicht nur ne dicke Box mit irgendnem "WegwerfSchmarrn", sondern eher ein "Komplettpaket aller 2D Darius Titel"

BTW.. Guter Geschmack, Sturmwind ist ein klasse Spiel. ;)
Bist du dir sicher, dass deine für den Saturn ist?
[müsste ich googeln, dachte aber es sei DC "exklusiv"]

Doc Angelo hat geschrieben: 04.07.2019 20:19 Die Sache ist die: Sobald man schon so viel Geld eingenommen hat um die Entwicklung bezahlen zu können, dann ist eigentlich erstmal alles gut. Dann ist man auf 0 raus, und alle Mitarbeiter wurden bezahlt und können davon leben. Sollte ab diesem Zeitpunkt ein digitales Medium nicht günstiger werden? Oder sogar nur noch die Distributionskosten kompensieren? Die Arbeit ist ja schon geleistet und bezahlt. Was passiert mit dem Gewinn darüber hinaus? (Das Geld für folgende Projekte benutzt wird ist natürlich klar, das lasse ich hier bewusst raus.)

Extrembeispiel Flappy Bird. Entwicklungsaufwand für jemanden, der nicht gerade sein erstes Spiel veröffentlicht: Eine Woche. Maximal. Das Resultat: $50k am Tag für eine gewisse Zeit.
Aber Fortnite etc. sind doch LiveServices.. die sind nie zu ende. Da wird immer weiter zu Content entwickelt.
Und dass man solche Erfolge dann auch möglichst voll auskosten möchte ist doch nachvollziehbar.. Denn was ist mit Projekten die FLOPPEN.. die musst du kompensieren können, ohne mit jedem Projekt die Existenz deiner halben Belegschaft aufs Spiel zu setzen.

Und Fortnite PUBG etc. das sind Einzelereignisse in einer Masse von Flops und mittelprächtigen Verkäufen.

Disclaimer
Dass der ein oder andere Publisher den Hals nicht voll kriegen kann, will ich hiermit aber explizit NICHT verneinen.
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 05.07.2019 00:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von Kant ist tot! »

@Der Chris

Den Aspekt wollte ich auch gerade einbringen. Durch die Überflutung sinkt die Wertschätzung für die einzelnen Titel und das Besondere geht teilweise verloren. Ich arbeite da auch gerade daran, einfach weniger zu kaufen und stattdessen mehr die Spiele zu zocken, die man tatsächlich schon besitzt. Der Preis spielt da eigtl. nur die zweite Rolle, es fühlt sich auch so einfach besser an, wenn man nicht mehr kauft, als man zocken kann.

Dieses Jahr dürfte für mich seit Ewigkeiten das erste sein, in dem ich mehr Titel durchgezockt als gekauft habe. Generell ist mein Ziel für dieses Jahr, alle gekauften Spiele auch beendet zu habe (bis auf das dann jeweils aktuelle). Außerdem werde ich versuchen, auf der Switch alle überhaupt gekauften Titel auch zu beenden. Das habe ich bislang auf noch keinem System geschafft und würde sich echt gut anfühlen.

Für mich war es somit wichtig, zu erkennen, dass der Verzicht auf kurzfristige Kaufimpulse schon mittelfristig einen Mehrgewinn darstellt. Das mit den gesparten Kosten ist dann natürlich noch ein weiterer Pluspunkt. Da darf es auf der anderen Seite dann auch mal wieder ein Vollpreistitel sein, sofern dieser dann auch wirklich gezockt wird.
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NewRaven
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Re: 4Players-Talk: Der Preis ist heiß

Beitrag von NewRaven »

Hamurator hat geschrieben: 04.07.2019 18:30 Ich bin mir sicher die Antwort lautet Ja und Nein. Publisher ist nicht gleich Publisher und nicht unbedingt als die gierigste Sau am Markt zu agieren ist auch ein gewisses Pfand (wenn gleichzeitig auch die Spiele stimmen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einer kritischen Anzahl an Spielern Skinpacks schmackhaft machen kann, wenn sie gerade erst 80 € dafür hingelegt haben.

Das Ganze ist halt auch Psychologie. Ich habe keine wissenschaftliche Arbeit dazu, aber ich könnte mir denken, dass gilt je höher die Einstiegshürde, desto weniger ist die Bereitschaft da Folgekosten zu akzeptieren (absteigend im Laufe der Zeit). Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ganze Smartphone-Gacha-Bereich so hohe Umsätze generieren würde, wenn die Spiele nicht F2P wären.
Ausnahmen gibt es immer, keine Frage... aber wenn gefühlt 80% der Publisher, die letztlich die meisten Spiele absetzen, genau so am Markt agieren, lohnt es sich in diesem Kontext nicht mehr so wirklich, jene als spürbaren Gegenwind zum Trend darzustellen. Diese 80% verhalten sich in der Tat wie die gierigste Sau am Markt, ihnen ist ihre Reputation bei ihren Geschäftsentscheidungen erst einmal völlig egal, weil sie immernoch der These nachhängen, gute PR-Maßnahmen würden das schon irgendwie wieder hinbiegen können. Und doch, kann man - sonst würden es die Hersteller ja nicht tun... und man muss da nicht einmal auf das angesagte GAAS-Modell kucken... diese "Mini-DLCs" gibts ja nun schon seit über 10 Jahren, sie erscheinen recht zeitnah zu Release, manchmal sogar zeitgleich und sie werden gekauft... obs nun Waffenskins sind, irgendwelche Booster oder neue Klamotten. Und das völlig unabhängig vom Preis des Basisprodukts - auch wenn natürlich die Zahl bei Online-Games da noch ein gutes Stück über normalen SP-Games liegen dürfte, klar.

Du solltest da aber psychologisch auch eine weitere menschliche Eigenart beachten... wenn man Spaß hat, sind viele Spieler eben oft eher bereit, Kleinstbeträge als "ist doch nichts, dafür bekomm ich nicht mal n Bier" abzutun. Und die sammeln sich halt zusammen. Das ist unter anderem genau der Grund, warum du bei den meisten Games diese cosmetics oder skins nicht einfach als Pack zusammen kaufen kannst, sondern sie oft bis in alle Ewigkeiten Einzelangebote bleiben, die bestenfalls noch in einem Season-Pass oder in einer Neuauflage (GOTY o.ä.) inkludiert sind.

Bei Smartphone-Bereich ist das anders... da bekommst du einen großen Teil der Kundschaft überhaupt nicht, selbst wenn dein (vollwertiges) Game nur 2 EUR kostet. Die Spielekultur und auch die Zielgruppe ist da, weil es sich eben als Quasi-Standard etabliert hat, auf "erstmal kostenlos" eintrainiert. Die würdest du also auch verlieren, wenn du das Grundspiel mit einem Preis versiehst, dafür sämtliche MTs um 75% im Preis reduzierst. Kann man also nicht wirklich vergleichen, der Markt arbeitet da einfach völlig anders, ich persönlich glaube aber, dass, selbst wenn dem nicht so wäre und der "typische Preis" für ein Smartphone-Game 5 EUR wäre... das am Ende genau gar keinen Einfluss auf die Preise und die Verkäufe von Mikrotransaktionen haben würde. Das würde exakt so weiter funktionieren... das Problem ist eben hier eher, dass nur ein sehr kleiner Teil der Zielgruppe überhaupt eine Einstiegshürde akzeptiert und man das als einzelner Hersteller jetzt nicht mehr wirklich ändern kann. Sonst hätten sie nämlich genau das vermutlich schon versucht.