Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

CritsJumper
Beiträge: 9918
Registriert: 04.06.2014 01:08
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von CritsJumper »

Doc Angelo hat geschrieben: 18.03.2019 13:12
Es gibt Steam mit Spielen von Valve, Origin mit Spielen von EA, Battle.net mit Spielen von Activision und Bungie, Epic Games mit Spielen vieler Publisher.
Was für eine grenzwertige Wortwahl. Merkt der Typ nicht was er da von sich gibt? Wenn man keine Ahnung hat, könnte man fast denken, das der Epic Store der erste Store ist, der auch Titel von anderen Entwicklern verkauft. Das ist auch kein Übersetzungsfehler, im Englischen ist der Satz genau so zu verstehen.
Ich bin immer noch Sauer auf ihn vor allem weil jetzt ja auch die EPIC Games Titel, die es mal bei Steam gab, jetzt nicht mehr bei Steam zu finden sind, oder sehe ich das falsch!?

Dann noch diese Art des - "Wir sind ja so offen...". Mit Unreal Tournament 3, hatten sie dank der seltsam ausgewählten Middleware, einen Linux-Client verhindert.

Gleichzeitig schreibt er, als wäre der PC offen. Warum bieten sie dann keine Linux und IOS Version an, am besten auch noch eine komplett Retail-Freundliche Accound-Freie und somit Epic-Store, freie Version zusätzlich?

Ich meine das ist schon klar warum sie das nicht machen. Aber ich ärgere mich dann trotzdem über solche Aussagen. Dabei ist Epic und Sweeney einfach die Zeit nicht Wert, ihre Meinung überhaupt wahr zu nehmen. Doch leider beeinflusst diese über deren Software, schon ein wenig die Zukunft des Gamings.

Aber ich mach mir da nichts vor, früher oder Später muss man einfach in den sauren Apfel beißen.
DEMDEM
Beiträge: 1900
Registriert: 23.03.2016 22:39
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von DEMDEM »

sabienchen hat geschrieben: 18.03.2019 15:36
DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:31 Dafür, dass Steam angeblich außer Konkurrenz ist, erscheint ein ziemlicher großer Teil aktueller Spiele nicht mehr auf Steam...
...Und wieso erscheint es nicht mehr bei Steam... weils jetzt lieber "exklusiv" im eigenen oder Epic Store verkauft wird...
Das ist ja genau die Konkurrenz die aktuell ensteht und die jetzt von vielen moniert wird. :wink:
Was moniert wird ist die eingekaufte Exklusivität. Niemand hat es gestört, dass man Fortnite nur über den Epic Launcher starten kann. Das ist also nicht das Problem. Wenn du diesbezüglich keinen Unterschied siehst, okay für dich dann. Ich sehe es aber schon problematisch, wenn es quasi der neue Usus wird sich Exklusivitäten einzukaufen.

Denn wenn Epic damit erfolgreich sein sollte, was hält Valve davon ab genau so vorzugehen? Valve hat wesentlich mehr Geld und die wesentlich bessere Plattform. Ich persönlich profitiere als PC-Spieler momentan enorm davon, dass es soviele unterschiedliche Vertriebsplattformen gibt. An wieviele Spiele ich frei Haus, oder zumindest mit einem extremen Rabatt, gekommen bin, geht auf keine Kuhhaut mehr.

Wenn aber die Praxis der eingekauften Exklusivitäten die neue Praxis wird, dann wird es in Zukunft nur ein Gewinner geben. Valve macht es momentan nicht, aber sie werden sicherlich auch nicht ewig zugucken, wenn Epic damit über einen längeren Zeitraum auch erfolgreich wird. Wir Kunden profitieren von eingekauften Exklusivitäten nämlich gar nicht.
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von greenelve »

DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:39
greenelve hat geschrieben: 18.03.2019 15:36
Kajetan hat geschrieben: 18.03.2019 15:32
Für rein digitale Waren gelten entsprechende Ausnahmen. Hier KANN der Anbieter die Rücknahmepflicht mit einem entsprechenden Hinweis beim Kauf aussetzen, er MUSS keine Erstattung vornehmen. Sprich, ist in diesem Bereich reine Kulanz des Anbieters. Die Konkurrenz hat also Druck mit ihren jeweiligen Kulanzregelungen ausgeübt und Valve musste nachziehen.
Auch für digitale Waren gibt es seit einigen Jahren ein Gesetz. Die reine Rückkgabe mit 14 Tagen ist keine Kulanz. Siehe hier:
Valve hat sich erst später an das Recht gehalten:
https://www.survival-sandbox.de/steam-r ... -moeglich/
Der von mir verlinkte Artikel bestätigt doch nur das, was Kajetan ausnahmsweise mal korrekt wiedergegeben hat. Bei Plattformen wie Uplay und Co. gibt es bis heute kein wirkliches Rückgaberecht. Um dort den Download eines online gekauften Spieles überhaupt beginnen zu können, muss man explizit auf sein Rückgaberecht verzichten. Das 14 tätige Rückgaberecht gibt es also quasi nicht. Valve macht das tatsächlich rein aus Kulanz und nicht, weil sie es gesetzlich müssen. Unter anderem haben die sich ja erfolgreich dagegen gewehrt so eine Funktion einzubauen. Erst der Konkurrenzkampf mit anderen Plattformen hat Valve einlenken lassen.
Sicher?
Wer etwas im Internet bestellt, darf es meist innerhalb von 14 Tagen an den Verkäufer zurücksenden und erhält dann den Kaufpreis zurück. Bisher galt das aber nur für sogenannte physische Güter: Digitale Waren wie Musikdateien, E-Books, Hörbücher und Software-Downloads waren von der Regelung ausgeschlossen.

Das ändert sich jetzt: Zum 13. Juni tritt eine Novellierung des Fernabsatzrechts in Kraft, die auch ein Widerrufsrecht für Downloads enthält.
Es gibt ein Gesetz zur Rückkgabe im Onlinehandel und das wird auf digitale Waren erweitert.
Die Dienste können sich also vor missbräuchlicher Rückgabe schützen, indem sie entsprechende Abfragen in den Bestellvorgang einbauen – oder den Download erst nach Ablauf der 14 Tage freigeben.
Firmen können den Download 14 Tage nach Kauf zurückhalten und erst dann freigeben. Und somit quasi die Rückgabe umgehen. Wie in dem Artikel steht, für den Fall, dass ich Leute die Dateien kaufen, herunterladen, den Kopierschutz umgehen und dann den Kauf rückgängig machen.

Vielleicht meinst du den Teil, dass Firmen das Rückgaberecht außer Kraft setzen können. Das ändert aber wenig an der Gesetzlage und es ist keine Frage von Kulanz, ob es überhaupt eine Rückgabemöglichkeit gibt.

edit:
Zur Vollständigkeit aus dem Artikel:
Die Dienste können sich also vor missbräuchlicher Rückgabe schützen, indem sie entsprechende Abfragen in den Bestellvorgang einbauen – oder den Download erst nach Ablauf der 14 Tage freigeben. Wer die Datei früher erhalten will, muss ausdrücklich dem Abruf vor Ablauf der Widerrufspflicht zustimmen. Außerdem muss er erklären, dass er sich darüber bewusst ist, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert.
Zuletzt geändert von greenelve am 18.03.2019 15:46, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Kajetan »

greenelve hat geschrieben: 18.03.2019 15:36 Auch für digitale Waren gibt es seit einigen Jahren ein Gesetz. Die reine Rückkgabe mit 14 Tagen ist keine Kulanz. Siehe hier:
Könntest Du mir bitte das Gesetz dazu zeigen? Ich kenne nur das hier:

§ 356 Widerrufsrecht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen, Abschnitt (5):
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten auch dann, wenn der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Verbraucher
1. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und
2. seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__356.html

Gibt es dazu was neues?
johndoe774091
Beiträge: 19395
Registriert: 26.09.2008 19:28
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von johndoe774091 »

greenelve hat geschrieben: 18.03.2019 15:44
DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:39
greenelve hat geschrieben: 18.03.2019 15:36
Auch für digitale Waren gibt es seit einigen Jahren ein Gesetz. Die reine Rückkgabe mit 14 Tagen ist keine Kulanz. Siehe hier:



Valve hat sich erst später an das Recht gehalten:
https://www.survival-sandbox.de/steam-r ... -moeglich/
Der von mir verlinkte Artikel bestätigt doch nur das, was Kajetan ausnahmsweise mal korrekt wiedergegeben hat. Bei Plattformen wie Uplay und Co. gibt es bis heute kein wirkliches Rückgaberecht. Um dort den Download eines online gekauften Spieles überhaupt beginnen zu können, muss man explizit auf sein Rückgaberecht verzichten. Das 14 tätige Rückgaberecht gibt es also quasi nicht. Valve macht das tatsächlich rein aus Kulanz und nicht, weil sie es gesetzlich müssen. Unter anderem haben die sich ja erfolgreich dagegen gewehrt so eine Funktion einzubauen. Erst der Konkurrenzkampf mit anderen Plattformen hat Valve einlenken lassen.
Sicher?
Wer etwas im Internet bestellt, darf es meist innerhalb von 14 Tagen an den Verkäufer zurücksenden und erhält dann den Kaufpreis zurück. Bisher galt das aber nur für sogenannte physische Güter: Digitale Waren wie Musikdateien, E-Books, Hörbücher und Software-Downloads waren von der Regelung ausgeschlossen.

Das ändert sich jetzt: Zum 13. Juni tritt eine Novellierung des Fernabsatzrechts in Kraft, die auch ein Widerrufsrecht für Downloads enthält.
Es gibt ein Gesetz zur Rückkgabe im Onlinehandel und das wird auf digitale Waren erweitert.
Die Dienste können sich also vor missbräuchlicher Rückgabe schützen, indem sie entsprechende Abfragen in den Bestellvorgang einbauen – oder den Download erst nach Ablauf der 14 Tage freigeben.
Firmen können den Download 14 Tage nach Kauf zurückhalten und erst dann freigeben. Und somit quasi die Rückgabe umgehen. Wie in dem Artikel steht, für den Fall, dass ich Leute die Dateien kaufen, herunterladen, den Kopierschutz umgehen und dann den Kauf rückgängig machen.

Vielleicht meinst du den Teil, dass Firmen das Rückgaberecht außer Kraft setzen können. Das ändert aber wenig an der Gesetzlage und es ist keine Frage von Kulanz, ob es überhaupt eine Rückgabemöglichkeit gibt.
Mit dem letzten Teil beantwortest du es dir doch selber. Steam ist kulant genug den Download, sowie 2h Spielzeit zu erlauben. Sie könnten den Download auch 14 Tage nach Kauf unterbinden oder mit dem Download den Verzicht aufs Widerrufsrecht koppeln.
DEMDEM
Beiträge: 1900
Registriert: 23.03.2016 22:39
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von DEMDEM »

@greenelve:
Hast du mal was im Uplay-Store gekauft und sofort runtergeladen? Du muss dafür nämlich explizit auf das Rückgaberecht verzichten. Und somit ist dieses Gesetz ausgehebelt. Auch können Plattformbetreiber das Rückgaberecht "verschleppen", wie es Epic zum Beispiel mit dem Epic Store macht, wenn es um Drittanbieter-Spiele geht. Offiziell unterstützt der Epic Store eine Rückgabefunktion, praktisch aber ist sie stark eingeschränkt.

Die gesetzliche Ausweitung hat also effektiv nichts gebracht für den Konsumenten.
Benutzeravatar
Bachstail
Beiträge: 5484
Registriert: 14.10.2016 10:53
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Bachstail »

Peter__Piper hat geschrieben: 18.03.2019 15:38UWP ist kein OS :wink:
Das wusste ich nicht, ändert das was ?

Was ist ein UWP ?
Das Reduziert dein Argument darauf, das Steam sich nur entwickelt weil es gerne Geld ausgibt - also so ganz ohne Grund.
Nein, eigentlich tut es das nicht, meine Aussage impliziert auch nicht, dass sie das ganz ohne Grund tun, der Grund muss nur nicht der Konkurrenzdruck sein.

Der Grund kann auch einfach sein, dass Valve gerne noch etwas für seine Kunden tut, immerhin sorgen die ja dafür, dass Valve wiederrum einiges an Geld erwirtschaftet.
Weil Konkurrenz ist ja nicht.
Keine ernstzunehmende, richtig.
Benutzeravatar
sabienchen.banned
Beiträge: 11341
Registriert: 03.11.2012 18:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von sabienchen.banned »

DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:44
sabienchen hat geschrieben: 18.03.2019 15:36
DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:31 Dafür, dass Steam angeblich außer Konkurrenz ist, erscheint ein ziemlicher großer Teil aktueller Spiele nicht mehr auf Steam...
...Und wieso erscheint es nicht mehr bei Steam... weils jetzt lieber "exklusiv" im eigenen oder Epic Store verkauft wird...
Das ist ja genau die Konkurrenz die aktuell ensteht und die jetzt von vielen moniert wird. :wink:
Was moniert wird ist die eingekaufte Exklusivität. Niemand hat es gestört, dass man Fortnite nur über den Epic Launcher starten kann. Das ist also nicht das Problem. Wenn du diesbezüglich keinen Unterschied siehst, okay für dich dann. Ich sehe es aber schon problematisch, wenn es quasi der neue Usus wird sich Exklusivitäten einzukaufen.

Denn wenn Epic damit erfolgreich sein sollte, was hält Valve davon ab genau so vorzugehen? Valve hat wesentlich mehr Geld und die wesentlich bessere Plattform. Ich persönlich profitiere als PC-Spieler momentan enorm davon, dass es soviele unterschiedliche Vertriebsplattformen gibt. An wieviele Spiele ich frei Haus, oder zumindest mit einem extremen Rabatt, gekommen bin, geht auf keine Kuhhaut mehr.

Wenn aber die Praxis der eingekauften Exklusivitäten die neue Praxis wird, dann wird es in Zukunft nur ein Gewinner geben. Valve macht es momentan nicht, aber sie werden sicherlich auch nicht ewig zugucken, wenn Epic damit über einen längeren Zeitraum auch erfolgreich wird. Wir Kunden profitieren von eingekauften Exklusivitäten nämlich gar nicht.
...Da geb ich dir vollkommen Recht... das ist allerdings eine Entwicklung, die sich wohl nicht aufhalten lässt.
Epic hat JETZT das Geld und wollen nicht erst noch jahrelang eigene ExklusivSpiele entwickeln, und sie drängen sich über diese Deals jetzt sehr aggressiv in den Markt. Fehlende Features im Store.. lässt sich sehr leich mit "agiler Entwicklung" erklären, und das ein oder andere Feature wird sicherlich noch kommen.
Wir werden auch erst in ein paar Jahren sehen, wie MS mit seinem Store und seinen eingekauften Studios handeln wird.
Oder was Spielestreaming durch Google und Amazon auch für alte Spiele "zum kaufen" heißt.

Es gibt nur 2 Gruppen die das iwie verhindern könnten.. und zwar die Kunden über Verzicht des Konsums und die Publisher über Verzicht des ExklusivVerkaufs ihrer Lizenzen...
Für beides sehe ich schwarz, sonst hätten wir heute kein DRM, keine MTs in Vollpreisspielen etc.
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von greenelve »

Kajetan hat geschrieben: 18.03.2019 15:45
greenelve hat geschrieben: 18.03.2019 15:36 Auch für digitale Waren gibt es seit einigen Jahren ein Gesetz. Die reine Rückkgabe mit 14 Tagen ist keine Kulanz. Siehe hier:
Könntest Du mir bitte das Gesetz dazu zeigen? Ich kenne nur das hier:

§ 356 Widerrufsrecht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen und Fernabsatzverträgen, Abschnitt (5):
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten auch dann, wenn der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Verbraucher
1. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und
2. seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__356.html

Gibt es dazu was neues?
Ja, der Link von Demdem....

Aber hier ein anderer Text:
Am 13. Juni 2014 trat das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechtrichtlinie in Kraft. Ziel dieser Richtlinie ist eine Vollharmonisierung des europäischen Verbraucherschutzrechts. Dadurch soll auch der grenzüberschreitende Online-Handel gestärkt werden. Das deutsche Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherschutzrichtlinie regelt das Widerrufsrecht bei Verträgen über digitale Inhalte erstmals ausdrücklich.

Digitale Inhalte sind

Daten, die in digitaler Form hergestellt und bereitgestellt werden, wie etwa Computerprogramme, Anwendungen (Apps), Spiele, Musik, Videos oder Texte, unabhängig davon, ob auf sie durch Herunterladen oder Herunterladen in Echtzeit (Streaming), von einem körperlichen Datenträger oder in sonstiger Weise zugegriffen wird.

Somit liegt ein Vertrag über die Lieferung digitaler Inhalte nicht nur dann vor, wenn der Verbraucher einen digitalen Inhalt herunterladen kann (sog. Download-Verträge), sondern auch, wenn ihm dieser Inhalt in sonstiger Weise, z.B. durch Zugang zu einem Stream, bereitgestellt wird.
https://spielerecht.de/miniserie-verbra ... ichtlinie/
DEMDEM hat geschrieben: 18.03.2019 15:48 @greenelve:
Hast du mal was im Uplay-Store gekauft und sofort runtergeladen? Du muss dafür nämlich explizit auf das Rückgaberecht verzichten. Und somit ist dieses Gesetz ausgehebelt. Auch können Plattformbetreiber das Rückgaberecht "verschleppen", wie es Epic zum Beispiel mit dem Epic Store macht, wenn es um Drittanbieter-Spiele geht. Offiziell unterstützt der Epic Store eine Rückgabefunktion, praktisch aber ist sie stark eingeschränkt.

Die gesetzliche Ausweitung hat also effektiv nichts gebracht für den Konsumenten.
Ja, es kann ausgehebelt werden. Das änder aber nichts an der Tatsache, dass es dieses Gesetz gibt und es bei digitalen Waren zum Einsatz kommt. Kajetan geht davon aus, Rückgabe ist reine Kulanz und hat bei digitaler Ware keine rechtliche Grundlage.
Zuletzt geändert von greenelve am 18.03.2019 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Levi 
Beiträge: 44988
Registriert: 18.03.2009 15:38
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Levi  »

Bachstail hat geschrieben: 18.03.2019 15:34
Doc Angelo hat geschrieben: 18.03.2019 15:17...? Gerade beim SteamOS war Konkurrenzdruck der Hauptgrund. Microsoft wollte UWP durchdrücken
Ich dachte, wir bezogen uns bei dem Wort "Konkurrenz" auf die jeweiligen Plattformen wie gog, Steam oder das Battle.net und nicht auf Dinge wie ein OS-Kampf mit Microsoft ?
Dabei ging es nicht um das OS an sich, sondern der Androhung, Software immer stärker am Windows Store zu binden. (wobei sie in zwischen nach ein paar Fehlversuchen zurück ruderten)... So gesehen war es der Druck eines anderen Stores ;)


@sabiechen: das Problem ist, wie Epic an einige exklusiv Titel ran kommt. Nicht weil Entwickler sagen: Epic Store ist geil. Sondern weil Epic mit nen Geldbündel wedelt und so sich die Exklusivität erkauft. Nun @sarksamus: Exklusivität auf Konsolen kann mehrere Ursachen haben: Aufwand für mehrere Konsolen zu Porten: verständlich... Kann man sich nur schwer drüber beschweren. Ist eine einfache Kostennutzen Rechnung.
Entwickelt/finanziert durch den Plattforminhaber: mit dem Geld wird etwas aktiv geschaffen! Sehr gut. Das gute Recht vom Plattforminhaber, dies dann auch exklusiv für seine Plattform anzubieten...
Oder aber: es wird dafür bezahlt, dass ein fertiges/nahezu fertiges Produkt nicht auf anderen Plattformen erscheint/später erscheint... Und genau das ist es, wofür man auch die Konsolenbetreiber beschimpft... Und eben nicht einfach akzeptiert wird!
(und genau das dritte tut auch der Epicstore!)
Benutzeravatar
Peter__Piper
Beiträge: 6852
Registriert: 16.11.2009 01:34
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Peter__Piper »

Bachstail hat geschrieben: 18.03.2019 15:48
Peter__Piper hat geschrieben: 18.03.2019 15:38UWP ist kein OS :wink:
Das wusste ich nicht, ändert das was ?

Was ist ein UWP ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Universal ... s_Platform

Einfach gesagt, der Windows Store als Konkurrenz :wink:
Bachstail hat geschrieben: 18.03.2019 15:48
Peter__Piper hat geschrieben: 18.03.2019 15:38UWP ist kein OS :wink:
Das Reduziert dein Argument darauf, das Steam sich nur entwickelt weil es gerne Geld ausgibt - also so ganz ohne Grund.
Nein, eigentlich tut es das nicht, meine Aussage impliziert auch nicht, dass sie das ganz ohne Grund tun, der Grund muss nur nicht der Konkurrenzdruck sein.

Der Grund kann auch einfach sein, dass Valve gerne noch etwas für seine Kunden tut, immerhin sorgen die ja dafür, dass Valve wiederrum einiges an Geld erwirtschaftet.
Weil Konkurrenz ist ja nicht.
Keine ernstzunehmende, richtig.
Also ein Wirtschaftsunternehmen was nur aus Freundlichkeit etwas für den Kunden tut.
Da sie ja keine Konkurrenz zu fürchten brauchen, bleibt das als einziger Punkt übrig.

Ich sehe das zwar nicht so, aber durchaus eine sympathische Erklärung :D
Benutzeravatar
sabienchen.banned
Beiträge: 11341
Registriert: 03.11.2012 18:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von sabienchen.banned »

Levi  hat geschrieben: 18.03.2019 15:57 @sabiechen: das Problem ist, wie Epic an einige exklusiv Titel ran kommt. Nicht weil Entwickler sagen: Epic Store ist geil. Sondern weil Epic mit nen Geldbündel wedelt und so sich die Exklusivität erkauft. Nun
Dessen bin ich mir duchaus bewusst.. zu einem solchen Deal gehören aber immernoch Zwei...
Und ich empfinde persönlich einen Protest genüber dem Publisher/Entwickler als deutlich angebrachter.

Ich habe bspw. seit der Einführung von DRM Maßnahmen und auch Steam, dem PC als Spieleplattform den Rücken gekehrt... :wink:
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 18.03.2019 16:13, insgesamt 2-mal geändert.
Doc Angelo
Beiträge: 5158
Registriert: 09.10.2006 15:52
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Doc Angelo »

Bachstail hat geschrieben: 18.03.2019 15:48 Das wusste ich nicht, ändert das was ?

Was ist ein UWP ?
Ist natürlich eher problematisch über etwas zu reden, wenn man nicht weiß, was es überhaupt ist. Im Internet gibts genug darüber zu lesen. Die Kurzform: Microsoft wollte eine Runtime anbieten, mit der man Software und Games auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen laufen lassen kann. Das ist erstmal nix schlechtes, allerdings wollten sie nur von Microsoft signierte Software darauf laufen lassen, was bedeutet das man nicht einfach was programmieren kann und jeder es sich runterladen und starten kann. Dazu wollte Microsoft eine Version von Windows veröffentlichen, wo ausschließlich UWP-Apps laufen, was auch bedeutet, das man Steam nicht installieren kann. Damit hätte Microsoft eine Software-Plattform erschaffen, die nur den eigenen Store erlaubt - praktisch wie bei iOS.

Man darf hierbei nicht vergessen, das Microsoft ein Software-Plattform-Hersteller (auch) für Gaming ist, ein Besitzer eines Gaming-Stores, Entwickler und Publisher von Computerspielen ist und darüber hinaus auch einer der 3 großen Konsolen-Hersteller ist. Da gibts einiges an Überschneidung mit dem was Valve macht, und damit Konkurrenz.
Benutzeravatar
Levi 
Beiträge: 44988
Registriert: 18.03.2009 15:38
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Levi  »

Ich heb es noch mal vor:
Vielleicht sollten wir zur Verdeutlichung mal nicht mehr sagen, dass sie Exklusivität einkaufen... Sondern: sie bezahlen dafür, dass ein Spiel in anderen Shops nicht erscheint.
Grundsätzlich das gleiche... Aber hebt doch nochmal hervor, dass exklusivität an sich nicht das Problem ist.

@sabienchen:
Epic ist scheinbar der erste PC-Store der zu diesen Mittel greift... Er ist der Initiator. Ich sehe da schon erstmal den Epic Store in Position eins.

Und ich weiß nicht wie andere das händeln, aber von mir werden Entwickler/Publisher, die da drauf eingehen auch so schnell kein geld für diese Software sehen.
Benutzeravatar
Skabus
Beiträge: 1968
Registriert: 22.08.2010 02:30
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Epic Games Store: Tim Sweeney über Exklusivspiele, Wettbewerbsförderung und den PC als offene Plattform

Beitrag von Skabus »

Sarkasmus hat geschrieben: 18.03.2019 15:35Ist bei Konsolen seit Jahrzenten Gang und Gebe.
Wir reden vom PC, nicht von Konsolen. Soll Exklusivität für den PC aus "Solidarität" zu den Konsolenspielern eingeführt werden oder wie?
Sarkasmus hat geschrieben: 18.03.2019 15:35 Immerhin müsst ihr als PCler keine neue Harddware kaufen wenn ihr die "exclusiven" Spiel des Epic Stores spielen wollt.
Ändert nichts daran, dass erzwungene Exklusivität vollkommenen Schwachsinn ist. Gerade WEIL die Hardware diese Exklusivität nicht bedingt, macht es Exklusivität noch 10 Mal unnötiger...

MfG Ska