Charsis hat geschrieben:Was gefehlt hat, waren die witzigen Dialoge. Die Figuren haben kaum miteinander gesprochen und wenn, dann gab es keine Pointen, kein Charme. Dann gab es noch diese abrupten Schauplatzwechsel, die die Atmosphäre killten, es fehlte dieser flow der alten Teile. Sonst waren die settings aber großartig. sehr stimmungsvoll, standen den Vorgängern in nichts nach. Am gameplay hatte ich nichts auszusetzen und die "quests" waren eine Bereicherung, die ich gerne bei Nachfolgern sehen würde.
Am MP gab es aber mehr auszusetzen: kein DBNO, vereinfachte Steuerung, asymetrisches map-Design usw, störten das typische feeling. Dieser neue Rush-artige Modus war aber toll. Auch diesen würde ich mir für Fortsetzungen wünschen.
Die einzelnen Schauplätze waren toll, keine Frage. Aber die Gefechte haben zu 90 % gesuckt, weil oftmals lediglich mit Masse statt Klasse gearbeitet wurde und die Gegner zum Teil völlig hirnlos auf einen zugeschleudert wurden.
Und diese zusätzlichen Herausforderungen waren zwar witzig, konnten aber die Schwachstellen nicht ausmerzen. Außerdem haben diese Herausforderungen das Spiel für meinen Geschmack zu arcademäßig gemacht. Sowas kann man einbauen, wenn der Spieler die Kampagne das erste Mal durch hat, oder eben als seperate Spec Ops Missionen. Aber so haben sie das Gefühl nur noch verstärkt, dass man im Prinzip nur einen unendlich langen Hordemodus ohne sinnvolle Höhepunkte spielt.
Und zu guter Letzt ist man mit den großen Gegnern auch viel zu inflationär umgegangen. Waren Boomer und Konsorten früher eine Seltenheit, die für eine zusätzliche Herausforderung gesorgt haben, wurden sie hier einfach beinahe wie normale Maden ins Feld geworfen.
Das Spiel hatte mit Gears of War bis auf die Settings und die Figuren nichts zu tun. Es konnte lediglich durch die wirklich schicke Grafik und die komfortablere Steuerung punkten, und durch die grundsätzliche Gears Atmosphäre.