PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

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Wigggenz
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Wigggenz »

Balmung hat geschrieben: 04.09.2017 19:14
Wigggenz hat geschrieben: 04.09.2017 19:10
Balmung hat geschrieben: 04.09.2017 19:04 Wären nicht so viele heutige Spieler solche egoistischen Deppen, dann könnten wir viele gute Spiele haben, die tatsächlich auch vom Spielkonzept aufgehen und auf Dauer extrem viel Spaß für Alle machen würden. Aber nein, nach mir die Sintflut gilt bei zu vielen Spielern. Früher hatte man noch so etwas wie Spielerehre, wozu auch gehört sich an Spielregeln zu halten und das Spiel zu respektieren, heute wird man bei dem Wort nur noch vom Großteil der möchtegern Spieler schief angeguckt und ausgelacht. ;)
Wieder möchtest du den Spielern die Schuld für die Entwicklung der Industrie geben.

Auch hier nochmal: wie sich die Spiele entwickeln, entscheiden immer noch die Publisher. Klar, die Spieler können durch ihr Konsumverhalten Signale senden, tun es jedoch gerade nicht und verdienen deshalb Kritik (hier lohnt mal wieder ein Verweis auf die MW2-Boykott-Steamgruppe). Aber die letzte Entscheidung treffen immer noch die Publisher und nicht die Spieler. Es liegt ganz bei den Publishern, auf irgendwelche Trends oder erkennbare Hypes aufzuspringen und in die Richtung die Spiele zu gestalten, oder zu Lasten des Gewinns etwaigen Prinzipien treu zu bleiben.
Nö, ich sehe die Schuld so ziemlich bei 50:50. Es klingt bei mir nur oft einseitig, weil über die Entwickler schon Andere immer genug herziehen und ich mich daher mehr auf die Spielerseite konzentriere.

Du hingegen schiebt die Schuld immer wieder allein auf die Publisher/Entwickler und das ist definitiv falsch. Beide Seiten tragen ihre Schuld an der Entwicklung. Beide Seiten wurden über die Jahre zu egoistisch und haben das eigentlich wichtige aus den Augen verloren: das Spiel selbst.
Ok, vielleicht kann ich eine Mitschuld der Spieler auch sehen, immerhin sind Publisher gewinnorientierte Unternehmen und müssen daher (in Grenzen!) auf erkennbare Nachfragetrends reagieren, wenn sie überleben wollen.

Die 50:50 kann ich jedoch nie und nimmer nachvollziehen, wo doch nur der Publisher Spiele direkt beeinflusst und die Spieler dies durch kaufen oder nicht kaufen höchstens indirekt können. Völlig egal, wie die Trends und Hypes aussehen, der Publisher hat IMMER die Möglichkeit zu sagen: "Scheiß drauf, dem schließe ich mich nicht an, ich setze lieber eine ursprüngliche Vision um." Es sei denn, das würde das Unternehmen in die Pleite führen, aber wann ist das denn mal der Fall? Auch wenn der Spieler ein williges Ziel abgibt, den Abzug betätigt immer noch der Publisher.

Außerdem sind die Spieler auch eine große und extrem heterogene Gruppe von Individuen ohne irgend eine Art von einheitlicher Willensbildung, im Gegensatz zu den hierarchisch organisierten Publishern, die ohne Weiteres (bzw. lediglich durch Beschluss des jeweiligen vorsitzenden Gremiums) einen einheitlichen Willen bilden und danach handeln können.

Letztlich ist es Spielern stets nur möglich zu reagieren, während die Publisher agieren und als Einzige neue Akzente in der Videospielwelt (positive sowie auch vor allem negative) setzen können.

Im Zusammenspiel dieser Punkte kann ich zwar durchaus eine Teilschuld der Spieler eingestehen, aber niemals zu gleichen Teilen.
unknown_18
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von unknown_18 »

Es kommt sicherlich auf das Genre an, aber gerade im Online Multiplayer Bereich sehe ich eine größere Schuld auch bei den Spielern. Nur ein ganz simples einfaches und daher auch recht oberflächiges Beispiel: Würden die Spieler sich immer an Spielregeln halten und das Spiel so spielen wie es eigentlich gedacht wäre, dann müssten die Entwickler keine Zeit dafür verschwenden ständig zu überlegen wie sie Spielregelbrecher die Grundlage nehmen können. Ein Großteil der Schuld der Spieler beruht also alleine auf ihrem Verhalten in Online Spielen.

Das fängt ja schon bei so Dinge an wie andere Spieler zu grieven, man hat Spaß daran andere Spieler zu killen, stellt sich aber null die Frage ob die Art wie man es tut auch auf Dauer beiden Seiten Spaß bringt, Hauptsache man hat selbst Spaß. Wobei es natürlich noch weiter geht... Spieler die ihren Spaß nicht aus dem Gameplay ziehen sondern daraus bewusst anderen Spielern den Spaß zu verderben (wozu auch Cheater gehören, aber nicht nur).

Mit diesem unsäglichen Verhalten haben die Spieler eben sehr wohl einen Einfluss darauf wie gut ein Spiel ist. Und bei solchen Hype Spielen wie PUBG kann man die Community meist direkt in die Tonne kloppen. Zu viele die nur spielen weil es gerade in ist, nicht weil ihnen das Spiel tatsächlich Spaß bringen würde. Würde mich ernsthaft mal interessieren ob Spieler, die mit ihren Kumpels zusammen spielen, Spaß am Spiel oder einfach nur Spaß am Zusammenspiel haben, sprich das Spiel quasi beliebig austauschbar macht, so lange man Gemeinsam was machen kann. Befürchte letzteres ist bei zu vielen der Fall.
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The Rickest Rick
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von The Rickest Rick »

Die sollen mal lieber das Gecheate unterbinden und Bugs beseitigen (Stichwort nicht gerenderte Gebäude). Aus den Kisten kommt eh in den seltensten fällen was Gescheites bzw etwas auf dem Marktplatz teures raus. Man muss schon 24/7 AFK-Farmen gehen, um sich am Ende der Woche vielleicht zwei Kisten mehr leisten zu können als "spielende" Spieler. Zumal es ja genug Leute gibt, die mit den AFKlern abspringen, um sich ein paar Kills zu holen.
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Wigggenz
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Wigggenz »

Balmung hat geschrieben: 04.09.2017 19:56 Es kommt sicherlich auf das Genre an, aber gerade im Online Multiplayer Bereich sehe ich eine größere Schuld auch bei den Spielern. Nur ein ganz simples einfaches und daher auch recht oberflächiges Beispiel: Würden die Spieler sich immer an Spielregeln halten und das Spiel so spielen wie es eigentlich gedacht wäre, dann müssten die Entwickler keine Zeit dafür verschwenden ständig zu überlegen wie sie Spielregelbrecher die Grundlage nehmen können. Ein Großteil der Schuld der Spieler beruht also alleine auf ihrem Verhalten in Online Spielen.

Das fängt ja schon bei so Dinge an wie andere Spieler zu grieven, man hat Spaß daran andere Spieler zu killen, stellt sich aber null die Frage ob die Art wie man es tut auch auf Dauer beiden Seiten Spaß bringt, Hauptsache man hat selbst Spaß. Wobei es natürlich noch weiter geht... Spieler die ihren Spaß nicht aus dem Gameplay ziehen sondern daraus bewusst anderen Spielern den Spaß zu verderben (wozu auch Cheater gehören, aber nicht nur).

Mit diesem unsäglichen Verhalten haben die Spieler eben sehr wohl einen Einfluss darauf wie gut ein Spiel ist. Und bei solchen Hype Spielen wie PUBG kann man die Community meist direkt in die Tonne kloppen. Zu viele die nur spielen weil es gerade in ist, nicht weil ihnen das Spiel tatsächlich Spaß bringen würde. Würde mich ernsthaft mal interessieren ob Spieler, die mit ihren Kumpels zusammen spielen, Spaß am Spiel oder einfach nur Spaß am Zusammenspiel haben, sprich das Spiel quasi beliebig austauschbar macht, so lange man Gemeinsam was machen kann. Befürchte letzteres ist bei zu vielen der Fall.
Mit dem Problem Cheating oder Grieving hast du Recht, dort zwingen die Spieler die Publisher/Entwickler direkt zum Handeln.

Ich denke trotzdem nicht, dass dies den Anteil der Spieler am heute insgesamt eher "schlechten" Stand der Online-MP-Spiele auf 50% oder gar 50+X hebt:
Zum einen ist auch der Bereich der notwendigen Anti-Cheat/Griev-Maßnahmen wiederum lediglich ein Teilbereich im Gesamtbild eines Spiels, während die anderen Teilbereiche komplett dem Publisher und seinen Vostellungen zur Disposition stehen (obwohl ich da durchaus zugeben muss, dass solche Schutzmaßnahmen evtl. auch in andere Bereiche reinstrahlen können).
Zum Anderen bleibt dem Publisher/Entwickler ja auch ein Spielraum und damit eigene Verantwortung, wie sie das jetzt genau ausgestalten, wobei das wohl je nach genauem Genre oder Spiel unterschiedlich unterschiedlich großzügig sein kann.

Ich würde da deshalb (und wegen der zuvor genannten Argumente) insgesamt trotzdem keinen überwiegenden oder auch nur gleichen Anteil der Spieler an der Lage draus schließen. Könnte aber auch sein, dass es letztlich auch dadurch verzerrt wird, wie sehr bei einem die jeweiligen Aspekte (wie z.B. Grieving) ins Gwsicht fallen.

Ich sehe auch die Community und das Spiel als verschiedene Dinge, es gibt also auch an sich gute Spiele, die eine grottige Community haben.
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von unknown_18 »

Für mich gehört da beides zusammen, von daher eigentlich gutes Spiel + grottige Community = schlechtes Spiel.

Vor 10+ Jahren war es einfach viel öfters noch so, dass die Spieler selbst das Beste daraus gemacht haben was ein Spiel hergibt. Und das heißt eben nicht entgegen den Spielregeln zu spielen sondern diese gar zu fördern. Heute machen es sich viele Spieler einfach und verweisen direkt auf Guides wenn ein Spieler hilfe braucht anstatt ihm persönlich zu helfen und damit wirklich was für die Community zu tun. Darum sehe ich Guides auch so negativ, die tun nichts für die Community sondern sind nur eine billige Ausrede anderen Spielern im Spiel nicht persönlich helfen bzw. sich mit anderen Spielern auseinander setzen zu müssen, das hilft keiner Community und bringt auch keine Spieler im Spiel selbst zusammen.

Darum sag ich auch gerne: der Unterschied zu den 90ern zu heute ist lediglich, dass heute nicht bloß Nichtspieler über leidenschaftliche Spieler den Kopf schütteln. Heute kriegt man auch von einem Großteil der Spieler so Sätze wie "Wie kann man ein Spiel nur so ernst nehmen?" zu hören.

Man schiebt immer vieles gerne auf die Spiele Entwickler, dabei haben auch die Spieler eine sehr große Verantwortung daran wie die Community selbst sich entwickelt. Aber im Verantwortung von sich schieben sind die heutigen Spieler eh die Größten.

Und genau darum sehe ich es eben bei 50:50. Den Entwicklern die meiste Schuld zu zu schieben ist jedenfalls zu einfach gedacht, beide geben sich da nicht viel.
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manu!
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von manu! »

no need no flag olulz hat geschrieben: 04.09.2017 18:04
manu! hat geschrieben: 04.09.2017 15:08
no need no flag olulz hat geschrieben: 04.09.2017 14:54
Wo genau steht diese Regel geschrieben? Der einzige Post, der hier ein "Eieiei" verdient hat, ist der von Nucarus.
Ich habe das ebenfalls so in der Schule gelernt,is abern paar schöne Jährchen her.Davon mal abgesehen,daß wenn ich es "falsch" höre,es sich eben auch "falsch" anhört.
Aus der Mücke nen Elefanten machen und einfach mal den Hinweis einsehen,nach googeln und sagen hey ok....ich achte mal ein wenig auf meine Ausdrucksweise...is halt hier nich :) nein gleich wieder nen Schlag zurück...
Allerdings schreibe ich auch gerne wie mirs Mowl gewachsen is.
Hinweise das man was falsch gemacht hat sind aber heutzutage gleichzusetzen mit Schläge in den Nacken und müssen sofort gekontert werden.
Du verlangst also, dass andere Leute ihre Ausdrucksweise danach ausrichten, was du in der Schule gelernt hast oder wie du dein Gehör trainiert hast? Wieso sollten Sie das tun? Machst du doch selbst auch nicht.

Ich frage gerne nochmal: Was genau wurde hier falsch gemacht? Kannst du mir die Regel zeigen?
Nuracus hat geschrieben: 04.09.2017 15:11 Es ist eine Höflichkeitsregel, die in jede Kinderstube gehört. Gehöre ich zum alten Eisen? Offensichtlich - aber wir Alten brauchen diese Nickeligkeiten, um uns von den jungen ungezogenen Bengeln abzugrenzen. So wie sich diese Schnösel mit ihrem Yoloswag von uns alten Säcken abgrenzen.

Früher war alles besser.
Er war niemandem gegenüber unhöflich. Du allerdings ihm gegenüber und das völlig grundlos. Dass du eine völlig zweifelhafte Auffassung bezüglich Höflichkeit hast, dafür kann er nichts. Nicht nur dein Beitrag, sondern auch deine Formulierungen wie "ungezogene Bengeln" zeigen deutlich, was für ein Typ Mensch du bist.
Kannst hier gerne dein Alter als Entschuldigung für deine armseligen Posts nehmen, ändert nur nichts daran, dass es eine Frage des Charakters ist.

Viel Spaß dann noch beim Grenzenziehen.
Lies nochmal neu,ich verlange gar nichts,ich habe einen Kommentar abgegeben.
Ich kenne diese "Regel" eben auch und muß immer daran denken,wenn ich es höre.Wie andere sich ausdrücken,ist mir komplett Latte,hauptsache ich kann mir hinreimen was gemeint ist.Ich musste viel mit Ausländern arbeiten,da geht eh sämtliche Hoflichkeitsfloskeln und Sprachakrobatik den Bach runter.(War aufm bau und ist jetzt nicht abwertend gemeint) Ali versteht in der Tat nur wenns ums Schnee scheppen geht mach aus Weiss schwarz oder sowas halt...
Und der Hinweis das sich jeder persönlich angegriffen fühlt,wenn man ihn auf Fehler hinweist.Sieht man ja direkt mal wieder.
Hadi
Liesel Weppen
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Liesel Weppen »

Kajetan hat geschrieben: 04.09.2017 16:43
Liesel Weppen hat geschrieben: 04.09.2017 16:13 BTW: Wert sind die Items erstmal gar nichts. Sie sind vielleicht selten. Mehrere 100$ wert werden die Items erst, wenn man auch mindestens einen Menschen findet, der bereit ist dafür 100$ zu bezahlen. Denn wenns keiner kauft, egal zu welchem Preis, isses halt nix wert.
So ist das übrigens bei allen Dingen. NIchts hat von sich aus Geldwert. Der wird den Dingen erst durch uns und das alte Spiel von Angebot und Nachfrage verliehen. *nur mal so ganz grundsätzlich anmerk*
Es ist bei vielen Dingen so, aber eben nicht bei allen. Gold oder Öl ist z.B. physikalisch begrenzt und wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wieviel es gibt, bzw wieviel davon wir überhaupt erreichen können. Zusätzlich sind das Rohstoffe, die für viele andere Dinge gebraucht werden, Ohne Öl fährt kaum mehr ein Auto, ohne Gold gibts keine Computer, etc. Diese Umstände geben dem Produkt eine natürliche, zwanghafte Nachfrage. Sowas existiert bei z.B. virtuellen Gütern ganz und gar nicht. Sie sind nicht beschränkt, sie werden nicht für irgendwas (halbwegs wichtiges) gebraucht und haben damit keine Abhängigkeit. Sie sind sogar nicht nur unbeschränkt, sie sind sogar ohne Aufwand unendlich kopierbar, das ist sogar so einfach, dass es mit künstlichen Mitteln verhindert wird, um eben eine Knappheit zu erzeugen.
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Kajetan
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Kajetan »

Liesel Weppen hat geschrieben: 05.09.2017 10:30 Es ist bei vielen Dingen so, aber eben nicht bei allen. Gold oder Öl ist z.B. physikalisch begrenzt und wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wieviel es gibt, bzw wieviel davon wir überhaupt erreichen können.
Das hat die Leute vor fünfhundert Jahren nicht die Bohne interessiert, weil man für Erdöl so gut wie keine Verwendung hatte. Da war Pfeffer Gold wert. Oder Tulpenzwiebeln :)
Zusätzlich sind das Rohstoffe, die für viele andere Dinge gebraucht werden, Ohne Öl fährt kaum mehr ein Auto, ohne Gold gibts keine Computer, etc. Diese Umstände geben dem Produkt eine natürliche, zwanghafte Nachfrage.
Es gibt keine natürliche Nachfrage nach Erdöl und Gold. Das sind alles nur wir und unsere Technik/Gesellschaft und der Bedarf, den wir daraus für uns erzeugen.
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Liesel Weppen »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2017 11:07 Das hat die Leute vor fünfhundert Jahren nicht die Bohne interessiert, weil man für Erdöl so gut wie keine Verwendung hatte. Da war Pfeffer Gold wert. Oder Tulpenzwiebeln :)
Weil man vor 500 Jahren noch gar kein Erdöl kannte.
Pfeffer war begrenzt, wuchs nur in bestimmten Regionen, war nicht beliebig vermehrbar, musste weit und mit viel Aufwand transportiert werden.
Gerade bei Gold hat das vor ein paar hundert Jahren die Leute sehr interessiert. Deswegen kam es ja zum Goldrausch. Es gab eben nur sehr wenig davon. Sogar ganze Währungen (z.B. der Dollar in USA) waren an Goldbestände gekoppelt, da war 1$ wirklich noch das äquivalent zu einer gewissen Menge Gold. Diese Bindung wurde aufgehoben, weil da man Gold eben nicht beliebig vermehren kann und es mit dieser Bindung auch nur eine bestimmte, finite Menge Geld hätte geben können, wäre kein Wirtschaftswachstum möglich gewesen.
Es gibt keine natürliche Nachfrage nach Erdöl und Gold. Das sind alles nur wir und unsere Technik/Gesellschaft und der Bedarf, den wir daraus für uns erzeugen.
Das ist genau das, was ich unter natürlicher Nachfrage verstehe. Und wenn wir ein paar Jahrhunderte zurückfallen, dann wird es keine natürliche Nachfrage mehr nach Erdöl gebenm, aber immernoch nach Gold als edles aber einfach zu verarbeitendes Metall. Neu dann dafür auch wieder eine natürliche Nachfrage nach Pferden und Salz.
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Kajetan
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Kajetan »

Liesel Weppen hat geschrieben: 05.09.2017 13:10 Das ist genau das, was ich unter natürlicher Nachfrage verstehe.
Ah, ok. Dann war das nur eine Frage unterschiedlicher Begriffsdefinitionen.
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Wigggenz
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von Wigggenz »

Balmung hat geschrieben: 04.09.2017 23:31 Für mich gehört da beides zusammen, von daher eigentlich gutes Spiel + grottige Community = schlechtes Spiel.

Vor 10+ Jahren war es einfach viel öfters noch so, dass die Spieler selbst das Beste daraus gemacht haben was ein Spiel hergibt. Und das heißt eben nicht entgegen den Spielregeln zu spielen sondern diese gar zu fördern. Heute machen es sich viele Spieler einfach und verweisen direkt auf Guides wenn ein Spieler hilfe braucht anstatt ihm persönlich zu helfen und damit wirklich was für die Community zu tun. Darum sehe ich Guides auch so negativ, die tun nichts für die Community sondern sind nur eine billige Ausrede anderen Spielern im Spiel nicht persönlich helfen bzw. sich mit anderen Spielern auseinander setzen zu müssen, das hilft keiner Community und bringt auch keine Spieler im Spiel selbst zusammen.

Darum sag ich auch gerne: der Unterschied zu den 90ern zu heute ist lediglich, dass heute nicht bloß Nichtspieler über leidenschaftliche Spieler den Kopf schütteln. Heute kriegt man auch von einem Großteil der Spieler so Sätze wie "Wie kann man ein Spiel nur so ernst nehmen?" zu hören.

Man schiebt immer vieles gerne auf die Spiele Entwickler, dabei haben auch die Spieler eine sehr große Verantwortung daran wie die Community selbst sich entwickelt. Aber im Verantwortung von sich schieben sind die heutigen Spieler eh die Größten.

Und genau darum sehe ich es eben bei 50:50. Den Entwicklern die meiste Schuld zu zu schieben ist jedenfalls zu einfach gedacht, beide geben sich da nicht viel.
Klar tragen die Spieler die Verantwortung dafür, wie sich die Community entwickelt, besteht diese doch ausschließlich aus den Spielern. Hier kann der Publisher oder Entwickler vielleicht durch Anreize indirekt steuern, aber die Beleidigung/den Spoiler etc. schreibt immer noch ein Spieler. Selbes Prinzip wie bei meinen vorherigen Posts, nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen ;)

Natürlich gilt halt bei mir die Trennung von Spiel und Community, was du ja anders siehst. Der Publisher trägt meiner Ansicht nach die Hauptverantwortung für den Stand des Spiels, die Spieler diejenige für den Stand der Community.

Ansonsten sprichst du natürlich viel Wahres an, dass jedoch zumindest nach meiner Schätzung nicht zu einer "Schuldquote" von 50:50 führt.

Übrigens apropos Guides:
Soweit ich mich erinnern kann, gab es schon Guides für Spiele, damals eher in Printform, heute online. Sehe ich nicht als eine neuere Erscheinung. Und in manchen Spielen ist das wohl auch eher so eine Art Teufelskreis mit der Community, zum Beispiel Moba, genauer gesagt der Vorreiter Dota 1. Auch so weit ich mich erinnern kann, das gespielt zu haben, die Community war quasi schon von Tag 1 richtig grauenhaft, die Details kennt jeder. Da kann ich jeden voll und ganz verstehen, der es nicht drauf ankommen lässt, sich erst im Spiel Rat von Anderen zu holen, die (was sogar wahrscheinlicher ist) ihn eher verbal auseinanderreißen, anstatt ihm zu helfen.
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Re: PlayerUnknown's Battlegrounds: Entwickler wollen AFK-Farming unterbinden

Beitrag von unknown_18 »

Das Spiel fördert aber auch stark das Verhalten der Community selbst, das sollte man auch nicht vergessen. Eine Eve Online hat durch seinen harten Einstieg praktisch jeden vertrieben, der es nicht ernst genug mit dem Spiel meinte und somit viele Störenfriede direkt ausgesiebt. Auch die Art des Aufbaus des Spiels selbst trägt dazu bei, siehe WoW mit seinem Damagemeter und zu welchem Verhalten das unter den Spielern geführt hat ("Zu wenig DPS, dich nehmen wir nicht mit!"). Und auch gerade Free2Play hat ordentlich was dazu beigetragen, da fällt die Hürde "Ist das Spiel interessant genug um dafür Geld auszugeben" direkt weg und zieht damit noch mehr "falsche" Spieler an welche die Community vergiften.

Daher kann ich die Community und Spiel nicht trennen, die gehören für mich zusammen bei solchen Online Multiplayer Spielen. Würde ich es trennen würde das bedeuten ich würde solche Spiele als Solo Spiele sehen und würde nichts mit der Com zu tun haben wollen, dann brauch ich solche Spiele aber auch erst gar nicht zu spielen.

Darum hatte ich ja einige Zeit lang den Spruch "Ein MMORPG kann noch so gut sein, die Spieler kriegen es immer kaputt." in meiner Sig stehen. ^^