No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

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Alter Sack
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Alter Sack »

bohni hat geschrieben:
King Rosi hat geschrieben: Elite Dangerous hat aber den Vorteil, dass man die echte Milchstraße erforschen kann ...
Das halte ich für einen PR Gag.
Wenig was man bisher bei Elite sehen konnte, sah wirklich echt aus.
Gerade im Sonnensystem müßte Elite ja ein Feuerwerk abfeuern können ... über die Dinge viel weiter weg, wissen wir ja noch zu wenig "sichtbares".
Wenn bei Elite "scientific" geschrieben wird, bedeutet das doch oft nur "besser haben wir das halt nicht hinbekommen" - wissenschaftlich ist da nix.

Ja ein Spiel muß das natürlich auch nicht sein, aber wenn der Hersteller so darauf besteht ... dann sollten die auch liefern können.
Genau so ist es. man kann natürlich nicht die "echte" Milchstraße erforschen. Oder weiß man bei Frontier Developments mehr als die aktuelle Wissenschaft? Man kann noch nicht mal annähernd die Milchstraße erforschen.

Ich freu mich auf das Spiel. ich bin auch mehr der Entdeckertyp als der Ballerheini.
Vinterblot
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Vinterblot »

Ehrlich gesagt erwarte ich da überhaupt nichts mehr von. Ich würde ja sagen, dass ist ein Spiel, dass in den Trailern faszinierend wirkt aber das beim selber Spielen plötzlich sehr öde sein wird. Aber die Wahrheit ist: Bereits jeder weitere Trailer ist langweiliger als der zuvor. Wenn die nicht eine sehr rigorose Marketingstrategie haben sollten, die vorsieht, dass man nichts anderes sieht als den absoluten Anfang, d.h. wenn da nicht noch eine verdammt große Überraschung in der Releaseversion wartet, dann wird das die enttäuschung des Jahres für viele Spieler - für viele andere nicht, denn man kann es kommen sehen.

Für mich symbolisiert dieses Spiel nichts anderes als endlose prozedurale Belanglosigkeit. Obwohl alles unterschiedlich ist, sieht in Wahrheit alles gleich aus. Nirgendwo hat mal ein Designer Hand angelegt und sich Gedanken gemacht über spannende Szenerien. Alles ist beliebig und aus diese Beliebigkeit ermüdet den Entdeckterdrang. Wie lange wird es brauchen, bis die immer gleichen Landschaften öde werden? Wie neugierig soll ich auf die 50ste Höhle sein, die auch nichts anderes erhält als Rauschen aus dem Zufallsgenerator?

Man schaue sich das fantastische Bloodborne an: Hier kann man wunderbar am "lebenden Objekt" vergleichen, was den Unterschied macht zwischen handdesigntem Content und prozeduralem. Oder man schaue sich Far Cry 3 an: Wunderbar spannend gestaltete Hauptmissionen, belanglos-landweilige prozedurale Welt drumherum. Oder direkt Elite: Dangerous - das Spiel, bei dem es überhaupt keine Rolle spielt ob man nun 400 Millarden oder nur 4 Sternensysteme zur Verfügung hat, weil sich durch die Größe rein gar nichts am Spielprinzip ändert.

Die Zahlen, die NMS zu Marketingzwecken nennt sind beeindruckend. Aber beim spielen wird sehr schnell klar werden, dass diese virtuellen Größen eigentlich keinerlei Rolle spielen und dass auch ein Universum aus nur 100 (handgemachten) Planeten nicht weniger "endlos" wirken wird für 98% der Spieler - nur dass dann auf den Planeten auch wirklich was zu entdecken gewesen wäre, was nicht völlig egal ist.

Ich würde mir wünschen mich zu täuschen, denn ich bin großer Fan vom Erforschen des Weltalls, aber ich kann mir bis jetzt überhaupt nicht vorstellen, dass da irgendwas sein soll, was am Ende relevant ist. Die Spieler stellen sich vor, sie hätten dort ihr eigenes, persönliches Star Wars. Das ist es, was den Hype antreibt. Aber welche Geheimnisse, welche cleveren(!) Einfälle soll ein Universum bieten, dass aus einem Algorithmus stammt?
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Kassibers
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Kassibers »

Marobod hat geschrieben:Gehoere zu der Spezies Spieler, die immer alles erkunden wollen, Kaempfe sind nur nebensaechliches Beiwerk. Erkunden, Dinge herausfinden,sowas macht mir Spaß, wenn das Spiel fuer PC kommt , bin ich dabei :D
Kann dir da das Spiel "Outer Wilds" ans Herz legen. Sehr geile Ideen in einem kleinen Universum in dem es aber unglaublich viel zu entdecken gibt. Echt ne Empfehlung. Ist auch Weltraumabenteuer.
Marobod
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Marobod »

Kassiber hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:Gehoere zu der Spezies Spieler, die immer alles erkunden wollen, Kaempfe sind nur nebensaechliches Beiwerk. Erkunden, Dinge herausfinden,sowas macht mir Spaß, wenn das Spiel fuer PC kommt , bin ich dabei :D
Kann dir da das Spiel "Outer Wilds" ans Herz legen. Sehr geile Ideen in einem kleinen Universum in dem es aber unglaublich viel zu entdecken gibt. Echt ne Empfehlung. Ist auch Weltraumabenteuer.

Danke fuer den Tip, hab es mir gerade angeschaut per Video, die Atmosphaere und Musik haben mich direkt erwischt. Sieht echt gut aus, also vom Konzept her, die Graphik ist egal.

Den Titel werde ich mir wohl demanechst mal aneher zufuehren, scheint auf deren HP ja bisher als Alpha frei verfuegbar zu sein.

http://alexbeachum.com/archives/258
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Spiritflare82
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Spiritflare82 »

wie lange zeigen die da nun snippets von? wird nix...
johndoe984149
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von johndoe984149 »

D_Radical hat geschrieben:Leider habe ich aus diesem Video nicht eine neue Erkenntniss gewonnen.
Ist zwar nicht so dramatisch, weil bisher genug Material gezeigt wurde, sodass ich mir den Spielfluss weitestgehend vorstellen kann, aber das immer gleiche Shema für die Trailer wird langsam ermüdend und ich denke es gibt noch genügend Aspekte die man beleuchten könnte, ohne nennenswert zu spoilern.
Bspw. ist immer wieder die Rede davon, dass man seinen Hyperdrive upgraded und sich so weiter dem Zentrum des Universum nähert. Das wurde, wenn ich nicht irre, noch nicht gezeigt und stellt doch eigentlich den Kern des Games da.
Guter Tip der ist sehr engagiert.
https://www.youtube.com/user/DasElcaLP? ... eb2c06045a

https://www.germanssky.de/

Das sind die Seiten und wenn es etwas neues gibt dann steht es auch schnell auf diesen Seiten.

Ich finde das Spiel sehr Interessant aber ob ich es Spielen werde steht auf ein anderes Blatt und hoffe das man ein Riesiges Galaktisches Spiel Entsteht ala SpaceEnginer+No Man's Sky+Empyrion :D
Marobod hat geschrieben:
VokuhilaChildLover hat geschrieben:
Marobod hat geschrieben:Gehoere zu der Spezies Spieler, die immer alles erkunden wollen, Kaempfe sind nur nebensaechliches Beiwerk. Erkunden, Dinge herausfinden,sowas macht mir Spaß, wenn das Spiel fuer PC kommt , bin ich dabei :D
Und ich dachte immer dir geht es nur um's Töten :oops:

Ja wie jedem Spieler gehts mir nur ums toeten^^
Wer nur Töten will,der Lebt nicht mehr und will auch nicht das andere Leben :P
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Nightmare King Grimm
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Vinterblot hat geschrieben:Ehrlich gesagt erwarte ich da überhaupt nichts mehr von. Ich würde ja sagen, dass ist ein Spiel, dass in den Trailern faszinierend wirkt aber das beim selber Spielen plötzlich sehr öde sein wird. Aber die Wahrheit ist: Bereits jeder weitere Trailer ist langweiliger als der zuvor. Wenn die nicht eine sehr rigorose Marketingstrategie haben sollten, die vorsieht, dass man nichts anderes sieht als den absoluten Anfang, d.h. wenn da nicht noch eine verdammt große Überraschung in der Releaseversion wartet, dann wird das die enttäuschung des Jahres für viele Spieler - für viele andere nicht, denn man kann es kommen sehen.
Was kann man denn kommen sehen?^^
Ich weiß nicht, ob der Reiz des Spiels unbedingt generell durch nen Trailer zu erfassen ist. Ich kann mir auch hunderte Stunden Minecraft anschauen und es ist kotzlangweilig - bis ich es selbst spiele. Ob dem bei NMS so ist, werden wir sehen. Aber ich finde es kurzsichtig aufgrund einiger Trailer solche Schlüsse ziehen zu wollen - zumindest wenn es um so ein Spiel wie NMS geht.

Vinterblot hat geschrieben:Für mich symbolisiert dieses Spiel nichts anderes als endlose prozedurale Belanglosigkeit. Obwohl alles unterschiedlich ist, sieht in Wahrheit alles gleich aus. Nirgendwo hat mal ein Designer Hand angelegt und sich Gedanken gemacht über spannende Szenerien. Alles ist beliebig und aus diese Beliebigkeit ermüdet den Entdeckterdrang. Wie lange wird es brauchen, bis die immer gleichen Landschaften öde werden? Wie neugierig soll ich auf die 50ste Höhle sein, die auch nichts anderes erhält als Rauschen aus dem Zufallsgenerator?
Woher willst du das jetzt wissen? Hast du es schon gespielt? Und selbst wenn: es muss ja nicht die Spielwelt allein sein, die überzeugt bzw. fesselt. Da können mehrere Dinge eine Rolle spielen und selbst wenn sich nach zig Stunden der xte Wüstenplanet gleich anfühlt - das ist nicht zwingend ein Merkmal dafür, ob ein Spielkonzept funktioniert oder nicht.

Vinterblot hat geschrieben:Man schaue sich das fantastische Bloodborne an: Hier kann man wunderbar am "lebenden Objekt" vergleichen, was den Unterschied macht zwischen handdesigntem Content und prozeduralem. Oder man schaue sich Far Cry 3 an: Wunderbar spannend gestaltete Hauptmissionen, belanglos-landweilige prozedurale Welt drumherum. Oder direkt Elite: Dangerous - das Spiel, bei dem es überhaupt keine Rolle spielt ob man nun 400 Millarden oder nur 4 Sternensysteme zur Verfügung hat, weil sich durch die Größe rein gar nichts am Spielprinzip ändert.
Njoah, es ergibt auch absolut Sinn, Bloodborne jetzt mit NMS zu vergleichen - bei aller Liebe zu Bloodborne, aber das ist Mumpitz. Ja, prozedural generierter Inhalt kann sucken. Aber wenn ich daran denke, wie viele Stunden mich zB Starbound gefesselt hat, dann bin ich eher positiv gestimmt. Ja, da wiederholen sich bestimmte Dinge auch gelegentlich. Aber die Mischung aus Entdeckung, Charakterfortschritt und Reise durchs All motiviert ungemein, warum sollte das bei NMS anders sein? Weil du es sagst? Weil du, ziemlich offensichtlich, nicht der Typ Spieler dafür bist?

Vinterblot hat geschrieben:Die Zahlen, die NMS zu Marketingzwecken nennt sind beeindruckend. Aber beim spielen wird sehr schnell klar werden, dass diese virtuellen Größen eigentlich keinerlei Rolle spielen und dass auch ein Universum aus nur 100 (handgemachten) Planeten nicht weniger "endlos" wirken wird für 98% der Spieler - nur dass dann auf den Planeten auch wirklich was zu entdecken gewesen wäre, was nicht völlig egal ist.
Dann mach mal ganze 100 Planeten via Hand^^ wenn ich überlege, was ein Aufwand es ist, allein eine große Spielwelt mit halbwegs Liebe zu gestalten. Aber ne, is klar. Mach mal 100 Planeten per Hand. :roll:

Vinterblot hat geschrieben:Ich würde mir wünschen mich zu täuschen, denn ich bin großer Fan vom Erforschen des Weltalls, aber ich kann mir bis jetzt überhaupt nicht vorstellen, dass da irgendwas sein soll, was am Ende relevant ist. Die Spieler stellen sich vor, sie hätten dort ihr eigenes, persönliches Star Wars. Das ist es, was den Hype antreibt. Aber welche Geheimnisse, welche cleveren(!) Einfälle soll ein Universum bieten, dass aus einem Algorithmus stammt?
Also, wer sich vorstellt, da ein persönliches Star Wars vorzufinden, muss meiner Meinung nach ein Aufmerksamkeitsdefizit haben. Denn sowas wurde nicht im Ansatz kommuniziert oder beworben. Ansonsten: was ist denn relevant, in einem Spiel? Highscores? Ein Multiplayer der einen alles freischalten lässt, um dann von vorne anzufangen? Eine Story? Nebenquests? Vorgetäuschte Entscheidungsfreiheit? Grafik? Dialoge? Was ist es denn?

Ich sag dir was: das, was unterhält. Wenn du "clevere" Einfälle brauchst und der Meinung bist, sie bei NMS nicht zu sehen, dann zieh weiter. Aber wenn am Ende die Mischung aus Kampf, Erkundung, Katalogisierung und Fortschritt in NMS zu unterhalten weiß, dann ist das geringste Problem des Spiels eben jenes, dass ich nach vielleicht 50 Spielstunden einen Wüstenplaneten nicht mehr spannend finde...^^
Vinterblot
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Vinterblot »

Feuerhirn hat geschrieben:
Aber ich finde es kurzsichtig aufgrund einiger Trailer solche Schlüsse ziehen zu wollen - zumindest wenn es um so ein Spiel wie NMS geht.
Naja, hier drehst du ja nur mein Argument um. Ich finde es bemerkenswert, dass die Fans da noch viel erwarten, obwohl die Trailer quasi seit 2 Jahren immer wieder die selben Dinge zeigen und die mich ganz persönlich mittlerweile sogar schon durch die Trailer langweilen: Beliebige Planeten in verschiedenen Farben. Du hingegen sagst, ich könne ja noch gar nicht sagen, was da kommt. Aber wenn dem so ist: Worauf freust du dich dann?
Njoah, es ergibt auch absolut Sinn, Bloodborne jetzt mit NMS zu vergleichen - bei aller Liebe zu Bloodborne, aber das ist Mumpitz.
Ich vergleiche nicht Bloodborne mit NMS, ich vergleiche handgemachten Content mit prozeduralem. Und bei BB haben wir nun mal die relativ seltene Konstellation, dass wir handgemachten und prozeduralem Content vergleichbar in einem Produkt haben. Und wir wissen sogar explizit, welcher Teil handgemacht, welcher prozedural ist. Und da kann man sehr schön sehen, wie schnell prozedurales Weltendesign langweilig, austauschbar und belanglos wird und wieviel man auf der anderen Seite aus exakt dem selben Spielkonzept holen kann, wenn man auf handgebaute Inhalte setzt. Und ich hab ja nicht nur mit BB vergleichen, sondern auch mit E:D - hier kann man sich live davon überzeugen, was es heißt, durch ein endloses, prozedurales Universum zu fliegen. Ich denke anhand dieser in der Vergangenheit gescheiterten Beispiele ist es nicht völlig unsinnig zu interpolieren, woran NMS am Ende scheitern wird.
Dann mach mal ganze 100 Planeten via Hand^^ wenn ich überlege, was ein Aufwand es ist, allein eine große Spielwelt mit halbwegs Liebe zu gestalten. Aber ne, is klar. Mach mal 100 Planeten per Hand. :roll:
100 war hier eine völlig beliebige Zahl << der Zahl, die NSM bietet. Es geht nur darum zu erläutern, dass man auch mit einem durchaus "endlichen" und überblickbaren Universum einen glaubwürdigen Weltraum simulieren kann, man dabei aber den Vorteil hätte, dass man sich mehr Gedanken machen könnte über relevante Inhalte anstatt zufallsgenerierter. Ob NMS nun 1.000, 10.000 oder 100.000 Planeten bietet spielt real überhaupt keine Rolle. Das sind rein virtuelle Zahlen, weil du als Spieler eh aufhörst zu spielen, bevor du alles entdeckt hast - und weil du auch mit einem kleinen Universum ein erfülltes Spielerlebnis haben kannst. Man kann die Anzahl an Planeten, die NMS bieten wird weder erfassen, noch alle besuchen. Im Gegenteil: Schon bei besuchten Planeten im niedrigen zweistelligen Bereich werden die Unterschiede zu verschwimmen beginnen.

Und Apropos Liebe: Bei einem kannst du dir sicher sein: Der Algorithmus von NMS hat keinerlei Sinn für Liebe. Und auch keinen für Leveldesign, Pacing, Dramaturgie.
Also, wer sich vorstellt, da ein persönliches Star Wars vorzufinden, muss meiner Meinung nach ein Aufmerksamkeitsdefizit haben. Denn sowas wurde nicht im Ansatz kommuniziert oder beworben.
Ich glaube du unterschätzt ganz stark die Suggestion, die so Trailer erzeugen sollen. Jeder stellt sich unter NMS leicht etwas anderes vor, jeder projiziert irgendwie seine Wünsche herein, jeder gleicht die Trailer von NMS mit anderen ähnlichen Erfahrungen, z.B. aus Büchern, Filmen und Videospielen ab, während sein Verstand die Lücken füllt. Ich glaube, wenn die Leute anfangen zu spielen werden ganz viele entsetzt feststellen, dass NMS ja tatsächlich "nur" rumfliegen zwischen unterschiedlich gefärbten Planeten ist und das ihnen irgendwie was fehlen wird. Genau so, wie ganz viele Leute feststellen, das DayZ irgendwie doch nicht so dramatisch ist wie Walking Dead.

Und jetzt sind wir wieder am Anfang: Ich ziehe meine Schlüsse aus den Trailern, du wirfst mir das vor und sagst, ich wüsste ja noch gar nicht, was alles kommt - und füllst die Lücken mit deiner Phantasie.

Was NMS suggeriert sind endlose Möglichkeiten und die Freiheit eines gigantischen Universums. Was NMS vermutlich bieten wird, ist wahrscheinlich unendlich mal das selbe in Wiederholung - und um mal einer spontanen Eingebung zu folgen: Kannst ja mal überlegen, was eine gängige Vorstellung der Hölle ist ;)

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psych0drifter
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von psych0drifter »

NMS ist so ziemlich der einzige Titel für die PS4, der mich richtig reizt (und der einzige, der mir spontan einfällt für die PS4)
Hab damals die X-Reihe gern gespielt und Elite hab ich mir sogar für die One gekauft, aber da fehlt mir das Erkunden der Planeten.
Die Optik ist halt nur gewöhnungsbedürftig bei NMS:::
Sarabi
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Sarabi »

Ein vergleichbares Konzept verfolgt auch das (deutlich kleinere und auch noch in früher Entwicklung befindliche) Spiel "Empyrion" nur dass man dort eben auch "minecraften" bzw. "spaceengineeren" kann.

Wenn No Mans Sky auf diesen Survival / Build - Aspekt verzichtet, wüsste ich nicht wie man langfristig Spaß an diesem Game haben sollte. Klar - zu Beginn ist das sicher reizvoll, aber da es keine Story gibt, würde man recht schnell bemerken, dass man eigentlich nur Beobachter statt Spieler in diesem Universum ist. Man hinterlässt halt keinerlei Spuren. (Viechern und Himmelskörpern Namen geben reisst das nicht wirklich raus.)

Vielleicht bauen sie ja wenigstens noch ein "Ich bau mein Raumschiff aus" - Modus ein. Das wäre ein Pfeiler mehr, auf dem das sehr wackelige Gameplay-Konzept von NMS derzeit steht.


Grüße............ Sarabi
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Nightmare King Grimm
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Vinterblot hat geschrieben: Naja, hier drehst du ja nur mein Argument um. Ich finde es bemerkenswert, dass die Fans da noch viel erwarten, obwohl die Trailer quasi seit 2 Jahren immer wieder die selben Dinge zeigen und die mich ganz persönlich mittlerweile sogar schon durch die Trailer langweilen: Beliebige Planeten in verschiedenen Farben. Du hingegen sagst, ich könne ja noch gar nicht sagen, was da kommt. Aber wenn dem so ist: Worauf freust du dich dann?
Ich freue mich auf die Möglichkeit, zu erkunden, was die "Welt" mir bieten kann. Ich freue mich darauf, mein Schiff aufzuwerten, durch die Galaxie zu segeln und vielleicht sogar das verdammte Zentrum zu erreichen. Ich freue mich darauf, Dinge als erster zu entdecken und Lebewesen zu katalogisieren. Das sind nämlich die anderen Dinge, die man den Trailern entnehmen kann, wenn man nicht gerade zu sehr damit beschäftigt ist, sich die Scheuklappen aufzusetzen und nur über die Farben der Planeten zu jammern ;3

Und nein, die Trailer zeigen eben nicht seit zwei Jahren das selbe. Mit der Aussage disqualifizierst du dich gerade etwas.

Vinterblot hat geschrieben:Ich vergleiche nicht Bloodborne mit NMS, ich vergleiche handgemachten Content mit prozeduralem. Und bei BB haben wir nun mal die relativ seltene Konstellation, dass wir handgemachten und prozeduralem Content vergleichbar in einem Produkt haben. Und wir wissen sogar explizit, welcher Teil handgemacht, welcher prozedural ist. Und da kann man sehr schön sehen, wie schnell prozedurales Weltendesign langweilig, austauschbar und belanglos wird und wieviel man auf der anderen Seite aus exakt dem selben Spielkonzept holen kann, wenn man auf handgebaute Inhalte setzt. Und ich hab ja nicht nur mit BB vergleichen, sondern auch mit E:D - hier kann man sich live davon überzeugen, was es heißt, durch ein endloses, prozedurales Universum zu fliegen. Ich denke anhand dieser in der Vergangenheit gescheiterten Beispiele ist es nicht völlig unsinnig zu interpolieren, woran NMS am Ende scheitern wird.
Aber genau das ist doch der Punkt! Das Spielkonzept von BB erlaubt keinen generischen Inhalt, weil das Spielkonzept BB eben auch sehr auf die Inszenierung und Spielwelt setzt. Was du hier gerade machst, ist eine sehr schräge Vereinfachung.

Denn du schließt von dem generierten Inhalt bei Bloodborne auf NMS, indem du pauschal sagst, solche Spielwelten wären 'langweilig, austauschbar und belanglos'. Dass aber ein BB ne ganz andere Ausgangslage hat, als ein NMS und dass sich das so pauschal gar nicht vergleichen lässt, lässt du außer acht. Auch da kann ich mich nur wiederholen: auch ein Starbound hat generierte Planeten und es weiß mich und viele andere dennoch über hunderte Stunden zu unterhalten. Es ist also nicht ausgeschlossen, auch wenn du hier in eine andere Richtung spekulierst.

Vinterblot hat geschrieben:100 war hier eine völlig beliebige Zahl << der Zahl, die NSM bietet. Es geht nur darum zu erläutern, dass man auch mit einem durchaus "endlichen" und überblickbaren Universum einen glaubwürdigen Weltraum simulieren kann, man dabei aber den Vorteil hätte, dass man sich mehr Gedanken machen könnte über relevante Inhalte anstatt zufallsgenerierter. Ob NMS nun 1.000, 10.000 oder 100.000 Planeten bietet spielt real überhaupt keine Rolle. Das sind rein virtuelle Zahlen, weil du als Spieler eh aufhörst zu spielen, bevor du alles entdeckt hast - und weil du auch mit einem kleinen Universum ein erfülltes Spielerlebnis haben kannst. Man kann die Anzahl an Planeten, die NMS bieten wird weder erfassen, noch alle besuchen. Im Gegenteil: Schon bei besuchten Planeten im niedrigen zweistelligen Bereich werden die Unterschiede zu verschwimmen beginnen.

Und Apropos Liebe: Bei einem kannst du dir sicher sein: Der Algorithmus von NMS hat keinerlei Sinn für Liebe. Und auch keinen für Leveldesign, Pacing, Dramaturgie.

Aber es braucht keine Dramaturgie oder Pacing! Es ist kein Story-Driven Spiel, welches durch seine Inszenierung auffallen würde! Das ist so als würdest du behaupten, das Konzept Minecraft funktioniert nicht, weil das Leveldesign, das Pacing und die Dramaturgie auf der Strecke bleiben! Das alles will NMS - wie viele andere Spiele auch - doch gar nicht haben, weil es um andere Dinge geht. Ist das denn so schwer zu verstehen?

Du baust deine ganze Argumentation darauf auf, dass 'handgemachter Inhalt' "erzählerisch" wertvoller ist. Vergisst aber dabei, dass NMS kein Adventure oder RPG ist. Etwas seltsam finde ich auch deinen Punkt bezüglich eines "glaubwürdigen" Weltraums. Kläre mich mal auf, was ist denn ein glaubwürdiger Weltraum, wie sieht der aus?
Vinterblot hat geschrieben:Ich glaube du unterschätzt ganz stark die Suggestion, die so Trailer erzeugen sollen. Jeder stellt sich unter NMS leicht etwas anderes vor, jeder projiziert irgendwie seine Wünsche herein, jeder gleicht die Trailer von NMS mit anderen ähnlichen Erfahrungen, z.B. aus Büchern, Filmen und Videospielen ab, während sein Verstand die Lücken füllt. Ich glaube, wenn die Leute anfangen zu spielen werden ganz viele entsetzt feststellen, dass NMS ja tatsächlich "nur" rumfliegen zwischen unterschiedlich gefärbten Planeten ist und das ihnen irgendwie was fehlen wird. Genau so, wie ganz viele Leute feststellen, das DayZ irgendwie doch nicht so dramatisch ist wie Walking Dead.

Und jetzt sind wir wieder am Anfang: Ich ziehe meine Schlüsse aus den Trailern, du wirfst mir das vor und sagst, ich wüsste ja noch gar nicht, was alles kommt - und füllst die Lücken mit deiner Phantasie.

Was NMS suggeriert sind endlose Möglichkeiten und die Freiheit eines gigantischen Universums. Was NMS vermutlich bieten wird, ist wahrscheinlich unendlich mal das selbe in Wiederholung - und um mal einer spontanen Eingebung zu folgen: Kannst ja mal überlegen, was eine gängige Vorstellung der Hölle ist ;)
Dann sind diese Leute aber auch selbst Schuld, wenn sie ihren künstlich geschürten 'Hype' bzw die Erwartungen nicht erfüllt vorfinden^^

Und nein, ich fülle nichts mit Fantasie. Ich scheine aber, im Gegensatz zu dir, zu verstehen, dass nicht jedes Spiel eine stark inszenierte Spielwelt braucht, um gut zu funktionieren und zu unterhalten. Denn gerade machst du genau diesen Eindruck auf mich.

Mag sein, dass NMS das andeutet. Und natürlich wird das Spiel ab einem bestimmten Punkt nur eine Wiederholung bereits bekannter Dinge/Spielmechaniken sein. Aber so ergeht es doch jedem Spiel, es unterscheidet sich nur, ab wann dieser Punkt eintritt. Deshalb...njoah...^^
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Vinterblot »

Feuerhirn hat geschrieben:Ich freue mich darauf, Dinge als erster zu entdecken und Lebewesen zu katalogisieren.
Jopp, das ist ja das große "Feature", was die Jungs immer wieder ansprechen.
Und genau da kommt die Frage nach der Relevanz: Wie relevant ist es, eine weitere Trillionen zufälliger Lebewesen zu entdecken? Die zwar alle einzigartig sind, aber trotzdem keinerlei Alleinstellungsmerkmal haben. Eine Entdeckung, die genau so beliebig ist wie jede andere da draußen. Weil du überhäuft wird mit etwas, was das Spiel dir als "Entdeckung" präsentiert. Die keinen Wert besitzt, weil du vorher und nacher tausende weitere Spezies im Schnelldurchlauf entdecken wirst, denen du genau so viel Aufmerksamkeit schenkst: Keine. Die keinerlei Evolution hinter sich haben, keine einzigartigen Verhaltensweisen, keine Anpassung an ihre Umwelt, weil die genau so zufällig ist wie die Lebewesen, die in ihr stecken. Die du nicht studieren kannst, weil ihre KI Skripts so oberflächlich sind, dass es maximal zu willkürlichem Herumhoppeln reicht.

Dinge bekommen immer nur ihren Wert dadurch, dass sie rar sind. Dadurch, dass sie schwer zu entdecken sind. Dadurch, dass man Arbeit darein steckt, sie zu verstehen. In NMS wird das aber nicht rar sein. Das ganze Spiel wird voll sein von austauschbaren zufallsgenerierten Planeten und Lebewesen, die keinerlei echte Eigenschaften besitzen. Ich glaube, der Entdeckungsaspekt wird sich am Ende ungefähr so befriedigend Anfühlen wie das öffnen einer Truhe in Assassins Creed. Die sind auch schon von weitem auf der Karte verzeichnet und in denen befindet sich auch immer nur beliebiger Standardkram, bei dem ich sobald die Schrift ausblendet schon wieder vergessen habe, was da eigentlich drin war.
Kläre mich mal auf, was ist denn ein glaubwürdiger Weltraum, wie sieht der aus?
"Glaubwürdig" bezieht sich hierbei auf die Größenverhältnisse. Das echte Weltall ist riesig, aber ein Videospiel profitiert nicht unbedingt davon, wenn man das virtuelle All ebenso grenzenlos macht. Weil es für den Spieler keine Rolle spielt. Es muss nur ausreichend groß sein, dass man dem Spiel den Weltraum abkauft.
Du baust deine ganze Argumentation darauf auf, dass 'handgemachter Inhalt' "erzählerisch" wertvoller ist. Vergisst aber dabei, dass NMS kein Adventure oder RPG ist.
Es geht nicht darum, etwas zu erzählen. Es geht darum, dass man als Spieler auf Dinge trifft, die planvoll sind. Guck dir Skyrim an: Dort kann man auch ohne "Erzählung" durch die Welt reisen und die Landschaft erforschen. Aber bei Skyrim hat sich jemand Gedanken gemacht die Landschaft so mit Inhalten zu füllen, dass sich spannende Szenerien ergeben. Das man tatsächlich spannende Dinge entdecken kann. Gutes Leveldesign ergibt sich daraus, dass man den Spieler mit Reizen in bestimmte Richtungen führt und ihn damit neugierig macht. Grade deswegen beschäftigen die Hersteller ja diese Leute - das kann kein Algorithmus übernehmen.

Eine tolle Entdeckung bei Skyrim ist z.B. ein Skelett in einem Dungeon, das ein Tagebuch mit sich führt - und anhand dieses Tagebuchs kann man dann tatsächlich einen Schatz heben, der in der Welt verteilt ist. Und dieser Schatz hat eine Geschichte und diese Geschichte entdeckst du sukzessiv, während du dem Schatz nachjagst. Das klappt mit Algorithmen nicht. Dafür muss sich jemand hinsetzen und Gedanken machen. Wenn du das von einem Algorithmus machen lässt, dann endet es darin, dass du dieses Szenario in leicht abgewandelter Form x mal wieder trifft - und dann wird es langweilig. Siehe z.B. - auch hier wieder der Vergleich - die prozedural erstellten Miniquests bei Skyrim: Sammel 3 Diamanten. Finde Schwert x bei Y. Interessiert keinen Menschen. Entdeckungen, die nicht einzigartig sind, sind langweilig. Du gehst ja auch nicht in den Wald und bejubelst jeden Baum, auch wenn die alle einzigartig sind.
Jankiesnnae
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Jankiesnnae »

Das sieht wie das langweiligste Spiel das je entwickelt wird. Eine ganze Galaxie voller zufallsgenerierten Langeweile. wow
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Vinterblot hat geschrieben: Jopp, das ist ja das große "Feature", was die Jungs immer wieder ansprechen.
Und genau da kommt die Frage nach der Relevanz: Wie relevant ist es, eine weitere Trillionen zufälliger Lebewesen zu entdecken? Die zwar alle einzigartig sind, aber trotzdem keinerlei Alleinstellungsmerkmal haben. Eine Entdeckung, die genau so beliebig ist wie jede andere da draußen. Weil du überhäuft wird mit etwas, was das Spiel dir als "Entdeckung" präsentiert. Die keinen Wert besitzt, weil du vorher und nacher tausende weitere Spezies im Schnelldurchlauf entdecken wirst, denen du genau so viel Aufmerksamkeit schenkst: Keine. Die keinerlei Evolution hinter sich haben, keine einzigartigen Verhaltensweisen, keine Anpassung an ihre Umwelt, weil die genau so zufällig ist wie die Lebewesen, die in ihr stecken. Die du nicht studieren kannst, weil ihre KI Skripts so oberflächlich sind, dass es maximal zu willkürlichem Herumhoppeln reicht.

Dinge bekommen immer nur ihren Wert dadurch, dass sie rar sind. Dadurch, dass sie schwer zu entdecken sind. Dadurch, dass man Arbeit darein steckt, sie zu verstehen. In NMS wird das aber nicht rar sein. Das ganze Spiel wird voll sein von austauschbaren zufallsgenerierten Planeten und Lebewesen, die keinerlei echte Eigenschaften besitzen. Ich glaube, der Entdeckungsaspekt wird sich am Ende ungefähr so befriedigend Anfühlen wie das öffnen einer Truhe in Assassins Creed. Die sind auch schon von weitem auf der Karte verzeichnet und in denen befindet sich auch immer nur beliebiger Standardkram, bei dem ich sobald die Schrift ausblendet schon wieder vergessen habe, was da eigentlich drin war.
Aber genau da sind wir wieder. Wie relevant ist die zigste Nebenquest in einem RPG, bei dem ich halt irgendwem helfe? Da ändern sich die Personen und Monster die ich töten muss, aber welche Relevanz hat das schon, wenn ich hunderte von Quests hab? Das ist auch alles beliebig, nur hübscher verpackt. Da wirst du auch mit Dingen überhäuft, die Spiele dir als Entdeckung verkaufen. Merkst du, worauf ich hinaus will?

Wenn nur 'rare' Dinge einen spielerischen Wert für dich haben, dann musst du ja eigentlich 90% des Videospielemarkts nicht leiden können, weil dich nahezu alles mit belanglosem Inhalt zumüllt. Doch jetzt kommt der Clou: dein Empfinden, als Spieler, legt erst fest, ob das Zeug belanglos für dich ist oder nicht.

Du kannst also noch so sehr predigen, dass für dich abermillionen Lebewesen erst nen Wert hätten, wenn da mehr dahinter stecken würde oder oder oder. Das belegt dann aber nur, dass NMS offensichtlich nicht deinem Geschmack entspricht - mehr aber auch nicht.

Vinterblot hat geschrieben:"Glaubwürdig" bezieht sich hierbei auf die Größenverhältnisse. Das echte Weltall ist riesig, aber ein Videospiel profitiert nicht unbedingt davon, wenn man das virtuelle All ebenso grenzenlos macht. Weil es für den Spieler keine Rolle spielt. Es muss nur ausreichend groß sein, dass man dem Spiel den Weltraum abkauft.
Kann sein, ja. Aber das sehe ich wieder anders. Ich frage mich, bei der Größe: wie viele schaffen es wohl ins Zentrum? Und was ist da überhaupt? Wie viele Leute werden das je zu Gesicht bekommen? Allem voran: ich versuch, einer davon zu sein. Das geht mit einem begrenzten Rahmen nicht, der - wie es heute üblich ist - darauf ausgelegt ist, dass auch ja jeder alles sieht.

Ich sehe jetzt so erstmal auch keinen Nachteil in der Größe, warum auch? Wenn du nach 20 Stunden genug hast, hörst du auf. Wenn nicht, werden halt 50 daraus, oder 100 oder wasweißich. Gerade das ist doch das tolle an solch 'ungebundenen' Spielen.

Und ja, es werden sich Dinge wiederholen. Natürlich. Das tun sie aber auch bei den von dir beschriebenen Spielen. Deshalb verstehe ich nicht, wieso das hier, im Falle NMS, plötzlich so ein großer Negativpunkt sein soll.

Vinterblot hat geschrieben:Es geht nicht darum, etwas zu erzählen. Es geht darum, dass man als Spieler auf Dinge trifft, die planvoll sind. Guck dir Skyrim an: Dort kann man auch ohne "Erzählung" durch die Welt reisen und die Landschaft erforschen. Aber bei Skyrim hat sich jemand Gedanken gemacht die Landschaft so mit Inhalten zu füllen, dass sich spannende Szenerien ergeben. Das man tatsächlich spannende Dinge entdecken kann. Gutes Leveldesign ergibt sich daraus, dass man den Spieler mit Reizen in bestimmte Richtungen führt und ihn damit neugierig macht. Grade deswegen beschäftigen die Hersteller ja diese Leute - das kann kein Algorithmus übernehmen.

Eine tolle Entdeckung bei Skyrim ist z.B. ein Skelett in einem Dungeon, das ein Tagebuch mit sich führt - und anhand dieses Tagebuchs kann man dann tatsächlich einen Schatz heben, der in der Welt verteilt ist. Und dieser Schatz hat eine Geschichte und diese Geschichte entdeckst du sukzessiv, während du dem Schatz nachjagst. Das klappt mit Algorithmen nicht. Dafür muss sich jemand hinsetzen und Gedanken machen. Wenn du das von einem Algorithmus machen lässt, dann endet es darin, dass du dieses Szenario in leicht abgewandelter Form x mal wieder trifft - und dann wird es langweilig. Siehe z.B. - auch hier wieder der Vergleich - die prozedural erstellten Miniquests bei Skyrim: Sammel 3 Diamanten. Finde Schwert x bei Y. Interessiert keinen Menschen. Entdeckungen, die nicht einzigartig sind, sind langweilig. Du gehst ja auch nicht in den Wald und bejubelst jeden Baum, auch wenn die alle einzigartig sind.
Dennoch habe ich auch mit dem generierten Starbound einige tolle Erlebnisse gehabt. Diese sind aber anders gestrickt. Du gehst mir zu sehr davon aus, dass Erlebnisse sich nur daraus ergeben, dass das Spiel einen an die Hand nimmt und sagt: 'so, schau mal. das haben wir für dich zusammengebaut, spiel mal damit, ist ganz toll!'.

Ich habe aber auch oft im zufallsgenerierten Starbound einige Abenteuer erlebt, die im nachhinein erzählenswert waren. Ohne, dass ich dafür eine Quest machen musste oder jemand diese Dinge spezifisch für mich platziert haben musste. Ähnliches gilt für Minecraft.

Das sind dann vielleicht keine vor epischen Handlungen triefenden Geschichten, da müssen wir uns nichts vormachen. Aber dennoch, du siehst das hier in einem viel zu engen Rahmen, du gehst von viel zu strikten Regeln aus, die notwendig wären. Was aber nicht so ist.
Vinterblot
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Re: No Man's Sky: Video-Präsentation des Weltraum-Erkundungspiels mit Sean Murray und Shuhei Yoshida

Beitrag von Vinterblot »

Feuerhirn hat geschrieben:
Aber genau da sind wir wieder. Wie relevant ist die zigste Nebenquest in einem RPG, bei dem ich halt irgendwem helfe? Da ändern sich die Personen und Monster die ich töten muss, aber welche Relevanz hat das schon, wenn ich hunderte von Quests hab? Das ist auch alles beliebig, nur hübscher verpackt. Da wirst du auch mit Dingen überhäuft, die Spiele dir als Entdeckung verkaufen. Merkst du, worauf ich hinaus will?
Jopp, und ich stimme dir zu. Das ist auch so. Deswegen mach ich eigentlich auch nie alle Quests - irgendwann hab ich genug, es kommt das nächste tolle Spiel und dann landets in der Kiste. Ich hab ja Skyrim als positives Beispiel erwähnt, aber selbst da, mit seinem handgenerierten Content: Die xte Burg, das xte Draugr-Grab ist irrelevant, weil generisch.
Wenn nur 'rare' Dinge einen spielerischen Wert für dich haben, dann musst du ja eigentlich 90% des Videospielemarkts nicht leiden können, weil dich nahezu alles mit belanglosem Inhalt zumüllt.
Ich glaub 90% ist noch untertrieben :lol:
Ich sehe jetzt so erstmal auch keinen Nachteil in der Größe, warum auch?
Das ist ja der Kern der DIskussion. Und ich sehe den Nachteil wie gesagt darin, dass die x Trillionen Planeten nur noch prozedural zu erstellen sind. Wenn ich mich hingegen auf eine wesentlich endlichere Zahl beschränke, dann habe ich a) die Chance diese endlichen Planeten von Hand in etwas einzigartiges zu verwandeln und b) befinde mich trotzdem noch in Größenbereichen, bei denen 98% der Spieler eh nicht alles sehen. Die Grundlage kann ja weiterhin prozedural sein, bei Elder Scrolls läuft das auch so. Aber dann lass ich meine Leveldesigner auf die Planeten aus dem Algorithmus los und mache sie zu etwas besonderem, erinnerungswürdigem.

Lass uns doch mal rechnen: Sagen wir, du verbringst 10 Minuten mit An- Abflug und Erkunden eines Planeten, ohne dass du sonst irgendetwas machst. 100 Planeten * 10 Minuten macht ca. 16h 40Minuten Stunden Spielzeit. Das ist mehr, als die meisten Leute überhaupt in ein Spiel investieren und du hast noch nichts gemacht, außer dir die Planeten oberflächlich anzugucken - keine Kämpfe, keine Erkundungen, kein Crafting, kein Ressourcenabbau keine Dungeons, keine Quests, keine Weltraumschlacht, kein Flottenmanagement, kein Housing keinerlei Interaktion oder mit was auch immer man so ein Spiel füllen will.

Wofür brauchst du noch mehr? Du hast 100 Planeten und die sind zum Großteil prozedural erstellt, aber jeder Planet wurde irgendwie vom Designer einzigartig in etwas verwandelt, was nicht einfach nur wie ein Rauschen aus dem Algorithmus wirkt. Für mich persönlich wäre das der bessere Kompromiss gewesen. Die x Trillionen Planten von NMS oder auch die 400 Billionen Systeme von E:D sind doch nur PR-Masturbation. Spielerisch hat das überhaupt keinen Wert.