Ubisoft schützt Toptitel vor Tauschbörsen

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Evin
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Beitrag von Evin »

1978 hat geschrieben:
Wirtschaftlich betrachtet muss er sich überlegen wieviele Spiele er im Monat verkauft. Nehmen wir einfach mal an er verkauft 500 Spiele im Monat...also muss er diese laufenden Kosten auf seine 500 Spiele umlegen... das macht 9€ pro Spiel.
Ich kann diese Schwachsinnsrechnungen langsam nicht mehr sehen. KEIN Händler verkauft nur 1 Computerspiel ! Man muß die Nebenkosten wie Strom,Ladenmiete u.s.w. auf ALLE Produkte die im laufe des Monats verkauft werden umlegen !
Wo habe ich etwas anderes behauptet? :Kratz:
Und den "Rattenschwanz" haben nicht die Raubsauger zu verantworten,der ist genauso lang ohne die.
Wo habe ich etwas anderes behauptet? :Kratz:
Abgesehen wird kein Entwicklerstudio gezwungen zu einem Publisher zu gehen.
Klar, die paar Mille die so ein Spiel kostet zahlen sie aus eigenr Tasche. Wer braucht während der paar Jahre die das Spiel in Entwicklung ist schon ein laufendes Einkommen? Werbung? Mach'ma selber!

Das ist mit abstand der größte Schwachsinn seit langem...
Und ja,die 200 Mios waren nur so dahin gesagt,spielt aber auch keine Rolle. Ich wollte damit nur deutlich machen dass ein Publisher wohl deutlichst (!) mehr Bares als ein Jugendlicher der sich ein Game saugt. Der Robin Hood-Vergleich passt hier schon ganz gut.
Nein, passt er nicht.
Ein Publisher braucht große Gewinne. Nicht jedes Spiel ist ein Gewinngeschäft. Oder willst du dass ein Publisher innovative, aber risikoreiche Projekte einfach fallen lässt und stattdessen ein neues Fifa rausbringt? :roll:
Außerdem schaden illegale Kopien nicht nur dem Publisher... in erster Linie schadet man damit den kleinen Zahnrädern im Getriebe, nämlich kleinen Angestellten die ein Durchschnittseinkommen davon bezahlt bekommen....
johndoe-freename-103060
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Beitrag von johndoe-freename-103060 »

Wo habe ich etwas anderes behauptet?
Ich habe nicht dich zitiert.

Hmmm, vielleicht muß man ja auch als Publisher nicht jeden Schrott vermarkten? Fakt ist das sich Spielperlen,gerade OHNE Kopierschutz, wie warme Semmeln verkaufen.

Spieleentwicklung MUß auch NICHT zwangsläufig Millionen kosten,ist dir das Spiel "Scratches" ein Begriff? Das haben 2 (zwei) Leute geproggt,das Spiel ist nebenbei bemerkt übrigens sehr gut.

Ich könnte jetzt auch einen Vortrag halten wie sich Produktionskosten (insbesondere Lizenzgebühren) zusammensetzen,aber darauf habe ich jetzt keine Lust. Mach ich mal wenn ich nicht müde bin.
Evin
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Beitrag von Evin »

1978 hat geschrieben: Ich habe nicht dich zitiert.
Doch.
Hmmm, vielleicht muß man ja auch als Publisher nicht jeden Schrott vermarkten? Fakt ist das sich Spielperlen,gerade OHNE Kopierschutz, wie warme Semmeln verkaufen.
Nicht alles was gut ist, ist automatisch ein Verkaufsschlager...siehe Beyond Good and Evil. Wurde von der Presse gefeiert, verkaufsmäßig ein einziger Flopp. Im Gegenzug verkauft sich oftmals "Softwareschrott", im speziellen meistens Lizenzsachen wie Filmumsetzungen hervorragend.
Spieleentwicklung MUß auch NICHT zwangsläufig Millionen kosten,ist dir das Spiel "Scratches" ein Begriff? Das haben 2 (zwei) Leute geproggt,das Spiel ist nebenbei bemerkt übrigens sehr gut.
Ja, aber sowas stellt heutzutage eine Ausnahme dar, die wahrscheinlich nichtmal im Prozentbereich liegt.
johndoe-freename-103060
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Beitrag von johndoe-freename-103060 »

Nochmals, meine Einwände bezogen sich größtenteils auf "trialversion",nicht auf dich.

Mag sein das Scratches eine Ausnahme darstellt,aber es beweist das es auch anders geht.

Wenn morgen jeder BMW 1.000.000 € kostet und plötzlich die Verkaufszahlen einbrechen kann die Firmenleitung auch nicht nachher rumjammern das keiner mehr 'nen BMW bezahlen will/kann.

Jaja,jetzt kommt wieder der Blödsinn mit "dann ladet es auch nicht runter,diebstahl blablubb" ... Es ist nicht vergleichbar. Beim raubsaugen wird NIEMAND geschädigt,da NIEMANDEM etwas fehlt.

Ich persönlich kaufe nur Spiele die mir absolut gefallen.Und wenn ich -seltenerweise- einmal Zugriff auf 'ne Kopie habe wird erstmal fleissig getestet. Bei Gefallen wird gekauft. Gefällt es mir nicht -> Mülltonne.
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Howdie
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Beitrag von Howdie »

@1978: Beim Raubkopieren wird Niemand geschädigt? Geht´s noch? Womit machen denn Publisher, Entwickler, Spieleläden (etc) ihr Geld, hhmmm, mal überlegen: Stimmt, mit dem VERKAUF von Spielen. Und bei 10 000 runtergeladenen Spielen fehlt schon mal ein Umsatz von 500 000 Euro. Aber was ist schon ne halben Million Euro... nix... Schadet doch keinem!

Und jetzt komm nicht mit, die Spiele wären ja nicht real verkauft worden. Mag sein, ist aber egal. Denn Fakt ist, dass Waren (in diesem Falle Daten) im Wert von einer halben Million illegal erworben wurden. Und zehntausend Downloads in Deutschland schaffen die besseren Titel, die auch eine Verkaufschance gehabt hätten.

Ich kann ja verstehen, wenn ein 15 jähriger sich ein Spiel aus dem Internet runterläd, weil er es sich nicht leisten kann. Aber er sollte sich schon bewusst sein, dass er dem Hersteller und Entwickler, der ihn mit seinem Spiel bei Laune hält, Schaden zufügt. Nur weil er sich ein Großteil der Jugendlichen, keine 200 Euro Schuhe kaufen kann, rennen doch nicht alle in den Laden und klauen die Dinger.

Und dasselbe gilt für Spiele: Wenn ich keine 50 Euro für ein Spiel habe, muss ich halt warten bis es als Budget-Spiel oder in einer Spielesammlung erscheint. Ist ja nicht so als würden ältere Spiele nicht billiger sein. Da bekommt man bis zu 10 gute Spiele für 30 Euro. Und das sollte sich jeder Jugendliche schon hin und wieder leisten können. Wenn er unbedingt die aktuellsten Spiele zocken will, soll er halt arbeiten gehen oder die Demos saugen. Oder sich mit Kumpels zusammentun und Spiele untereinander tauschen.

Ach ja: Was würdest du machen, wenn ein Nachbar sich in deinen WiFi-Router loggt und auf deiner Leitung surft? Wahrscheinlich fuchsteufelswild werden. Aber es schadet dir ja nicht. Ist ja nicht so, als hättest du nicht noch genug Bandbreite zu surfen. Ja gut die Downloads sind langsamer und der Ping nicht mehr ideal. Aber es sind doch nur Daten... Die gehören ja keinem... Denk mal drüber nach.
johndoe-freename-103072
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so jetzt will ich auch mal meinen senf dazugeben ...

Beitrag von johndoe-freename-103072 »

1. egal ob man software modifiziert, verschlüsselt o. mit digitalen rechten versieht, sie besteht nur aus einsen und nullen ... und die können kopiert werden ... software ist genauso real wie "das gesprochene Wort" ... derjenige der es hört, kann es weitertragen und die quelle kann nichts dagegen tun ! und alleine das macht die existenz von kopierschützen überflüssig !!!

2. demos sind wie kinotrailer, sie zeigen oft nur die highlights und haben mit der realen qualität des spiels nicht zu tun, was sie ebenfalls überflüssig macht :-)

3. angebot und nachfrage bestimmen den preis, während auf der vorletzten robbie williams tournee die karten für mehrere hundert euro bei ebay gehandelt wurden, konnte man dieses jahr für 15 euro zum RW konzert gehen, o. anders gesagt: solange die leute die spiele für 50 euro kaufen, wird sich am preis nichts ändern ...

4. es ist naiv zu glauben, das ein "perfekter" kopierschutz o. das abschalten aller p2p börsen, den unternehmen mehr geld einbringt, jeder mensch verfügt über ein gewisses budget für privatvergnügen und soweit ich die vollen saturn und mediamärkte beurteilen kann, gibt jeder gern sein budget für seine lieblingsband, sein lieblingsfilmgenre und auch für spiele aus, ein perfekter kopierschutz wird dieses budget nicht erhöhen, ganz im gegenteil, ich denke das sehr viele menschen erst durch illegale kopien zu fans von etwas geworden und jetzt dafür geld ausgeben. "also: spiel 1 geklaut, fan geworden, spiel 2 und 3 gekauft --> der fachbegriff dafür lautet mischkalkulation :-) "

5. das was mich persönlich an meisten aufregt, ist die ungerechtig, wie für die rechte der verkäufer und käufer gekämpft wird, damit der verkäufer (verkäufer = symbolisch für alle beteiligten) sein geld bekommt, werden gesetzte erlassen, dvd´s werden mit rootkits versehen die sich ohne zu fragen auf den rechnern der käufer installieren ... und was ist mit den rechten der käufer ??? ein spiel kostet ca. 50 euro, egal ob die spieldauer 6 h o. 24 h beträgt, es kostet ca. 50 euro, ob ein spiel gut o. schlecht ist(grafik, steuerung, sprache, komplexität, usw.) es kostet ca. 50 euro, ob die grafikengine( oder jetzt auch physikengine :-) ) neu entwickelt wurde o. eingekauft wurde, es kostet ca. 50 euro, wenn bestimmte features erst im nächsten update kommen, kostet es trotzdem ca. 50 euro ... o. anders gesagt, wenn eine firma ein grafikengine einkauft, sich hinsetzt und ein paar level designt, so das gerade mal 5 h spielzeit zusammenkommen und spieltexte verwendet die deutsch als sprache nur erahnen lassen, kann und darf sie nicht soviel verlangen wie z.b.: für Halflife 2 ... (vw polo werden doch auch nicht zum preis eines porsches verkauft !!!)


meiner meinung nach, befinden wir uns in einer patt situation, es gibt ehrliche käufer und verkäufer, aber auch auf beiden seiten kriminelle und jede menge schwarze schafe, nur zugeständnisse auf beiden seiten kann dieses problem lösen ...

ps:( auch wenn das jucken in den fingern immer größer wird, habe ich mich dazu entschlossen, noch ein jahr zu warten bevor ich mir gothic 3 kaufe (ja, ich muss es haben), dann kostet das spiel nur noch die hälfte, die benötigte hardware auch nur noch die hälfte und es ist fast bug frei :twisted: )
Evin
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Beitrag von Evin »

1978 hat geschrieben:Nochmals, meine Einwände bezogen sich größtenteils auf "trialversion",nicht auf dich.
Dann zitier mich nicht....

Es ist nicht vergleichbar. Beim raubsaugen wird NIEMAND geschädigt,da NIEMANDEM etwas fehlt.
Wie würde es dir gefallen wenn man dir jedes Monat von deinem Konte 50€ abbucht?
Ist doch kein Diebstahl!
Ist doch nciht real!
Sind doch nur ein paar Einsen und Nullen...


:roll:
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TiggerDeluxe
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Beitrag von TiggerDeluxe »

Also wenn man das hier so liest, hat man zumindestens eine unterhaltsame Zeit :D

Zum Thema "Sind Computerspiele zu teuer"

1)
Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte...
Nicht jeder Download lässt sich 1:1 gleichstellen mit entgangenem Umsatz. Sagen wir 10.000 laden sich ein Spiel illegal herunter, können wir jetzt erstmal überhaupt keine Aussage darüber machen, wieviele sich davon das Spiel tatsächlich gekauft hätten, hätten sie nicht die Möglichkeit des Downloads gehabt - wir können nur mutmaßen.

Ich persönlich glaube nicht, dass es 10.000 sind, glaube aber auch nicht, dass es 0 sind - wieviele es wirklich sind, weiß schlicht und einfach keiner... und jede Seite wird Zahlen veröffentlichen die ihrer Sache dienlicher sind.

Fakt ist, es würden mehr Spiele verkauft werden, gäbe es nicht die Möglichkeit des Downloads (und um das zum Faktum zu erklären, reicht per Definition ja bereits eine Person die ich kenne, die schonmal ein Spiel heruntergeladen hat, das es sich sonst gekauft hätte -ich sage ja nicht wieviel Spiele mehr verkauft werden würden)


2)
Um zu sagen, ob der Preis eines Computerspiels zu hoch ist fehlen uns (das behaupte ich jetzt einfach mal) die genauen Information.

Wenn mir jemand die Bilanz und die GuV mit allem Drum und Dran eines Entwickler & dazugehörigen Publishers zeigen würde, könnte man eine gültige Aussage treffen (und draufstarren hilft ja bekanntlich auch nicht, dass gehört dann erstmal durchgerechnet)... aber ich gebe auch gleich zu, dass es mir einfach zu blöd wäre, diesen Aufwand auf mich zu nehmen..

Ich will einfach nichts mehr von Leuten hören, die behaupten zB ein Computerspiel sei zu teuer ohne das auch nur annähernd in irgendeiner Form sinnvoll begründen zu können...


3)
Ob der Preis eines Computerspiels "richtig" angesetzt war lässt sich erst im Nachhinein sagen - und leider eben nicht zu dem Zeitpunkt an dem der Preis festgelegt wird. Kosten setzen sich vereinfacht aus fixen und variablen Kosten zusammen. Fixe Kosten, können pro Stück zugerechnet werden (jedes hergestellte Spiel kostet ua. 10Cent für die CD (als Beispiel)), variable können NICHT direkt jedem einzelnen Spiel direkt zugerechnet werden. Beispielsweise die Gehälter der Programmierer. Wird ein Spiel verkauft, müsste dieses eine Spiel alle Gehälter abdecken (sagen wir mal 100.000€) - das Spiel müsste also 100.000 (+Fixkosten) kosten, um keinen Verlust zu erzeugen (natürlich unter der Annahme es gäbe keinen anderen Kosten) - werden 100.000 verkauft, ist es nur 1€ pro Spiel...

Also kanns durchaus mal vorkommen, dass ein Preis im Nachhinein gesehen "zu hoch" war, ohne das die absolute Bösartigkeit dahintersteckt.. es hat sich einfach öfter verkauft als erwartet...


4)

Auch wenns weh tut, mal für die Publisher zu schreiben:
Der Publisher investiert Geld in eine Gameproduktion.. das tun sie nicht, weil sie die Welt mit guten Spielen beglücken will, sondern um das Geld rentabel zu veranlagen. Das heisst es gibt schonmal einen Mindestgewinn den das Unterfangen abwerfen muss, um sinnvoll gewesen zu sein..
Erwirtschaftet das Spiel einen Gewinn, der zB unter dem Ertrag von Sparzinsen liegt, wars ein Griff ins Wasser... die Geldgeber hätten ihr Geld ja auch einfach aufs Sparbuch legen können...

Und sie wissen nicht, ob das Geld mehr wird - gerade die Gamesbranche zeichnet sich durch hohes Risiko aus, da es wirklich schwer zu sagen ist, wie gut sich ein Game verkauft, bevor es fertig ist.

Und je mehr Risiko ein Geldgeber eingehen muss, desto mehr Rendite erwartet er sich davon... verständlicherweise - immerhin gibts auch die Chance, dass er fast nichts mehr von seinem Geld sieht...



Was uns das alles sagen soll? Ganz einfach: Hier wird groß diskutiert, obwohl sich niemand die Mühe macht, erstmal Fakten zu sammeln und zu analysieren und DANN eine Meinung abzugeben (ja, ich auch nicht!) Ich hab keine Ahnung ob sie zu teuer sind oder nicht... und ich behaupte sonst hier auch niemand...

Im Endeffekt ist es für viele halt einfach eine bequeme Ausrede, warum sie sich Spiele illegal aus dem Internet ziehen... einfachmal behaupten sie wären zu teuer... ohne sich länger als 5 Minuten damit zu beschäftigen ob sie es wirklich sind...
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

1978 hat geschrieben:Jaja,jetzt kommt wieder der Blödsinn mit "dann ladet es auch nicht runter,diebstahl blablubb" ... Es ist nicht vergleichbar. Beim raubsaugen wird NIEMAND geschädigt,da NIEMANDEM etwas fehlt.
Im Grunde stimmt das sogar, wenn man nur das reine runterladen ansieht, schadet man damit noch Niemandem. Erst was man danach mit den runtergeladenen Daten macht, kann einen Schaden anrichten und selbst da kann man nicht pauschalisieren.

Wenn Jemand das nur für sich runterlädt und es klipp und klar feststeht, dass er es nie gekauft hätte, was ist dann für ein Schaden entstanden?

Ich finde so wirklich leicht zu beantworten ist die Frage wirklich nicht. Es ist vor allem hauptsächlich eine moralische Angelegenheit, dass man sowas einfach nicht tut. Publisher machen es sich da recht einfach und zählen jede Raubkopie als Verlust, was unwiderlegbar falsch ist. Es ist nun mal Fakt, das anstelle jeder einzelnen Raubkopie eine gekaufte Version stehen würde, einfach falsch ist.

Ich denke das ist ein Thema, bei dem man wohl nie auf einen grünen Zweig kommen wird. Falsch ist es definitiv, darüber gibt es auch gar keinen Grund sich zu streiten, aber das es immer einen Schaden anrichtet, das ist ein Streitthema.

Was die Industrie hier gegen Raubkopierer unternimmt, finde ich eher erschreckend, weil das sehr leicht in eine Richtung gehen kann, die der Allgemeinheit eher schadet.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 30.10.2006 00:03, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe-freename-71584
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Beitrag von johndoe-freename-71584 »

Also sollte jemand der Meinung sein Spiele wären früher billiger gewesen oder so...ich hab hier ne Rechnung vom 15.03.1994 für "Frontier Elite 2" und zwar über 69.90 DM - zwar nich ganz vergleichbar mit heute aber trotzdem in etwa in der Dimension. Und damals war die entwicklung glaub ich noch nich so aufwändig wie heute.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Das Spiel hatte ich damals auch gekauft. ;) Es ist halt einfach so, das es früher viel weniger Käufer für Spiele gab und daher auch nicht so viele Einnahmen da waren, das erklärt den Preis. Heutzutage sind Spiele, die teuer in der Entwicklung sind, einfach darauf angewiesen oft verkauft zu werden, weil nur die Masse der Käufer Gewinn bringen kann. Wären es noch so viele Käufer wie damals, dann wären Videospiele heute absolut unbezahlbar.
Arkune
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Beitrag von Arkune »

SSKM.
Evin
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Beitrag von Evin »

Hotohori hat geschrieben: Wenn Jemand das nur für sich runterlädt und es klipp und klar feststeht, dass er es nie gekauft hätte, was ist dann für ein Schaden entstanden?
Nur gibt es den Fall nicht.
Wer sich ein spiel runterlädt und 20h Zeit ins Spielen investiert kann nicht behaupten dass er nicht gewillt wäre Geld zu incestieren. Wenn es nicht der Vollpreis ist, dann vielleicht die 20€ nach 3 Monaten...? Oder die 10€ nach einem Jahr?

Aber das ändert nichts dass er sich an geistigen Eigentum vergreit und potentielle Verkäufe schmälert.

Wenn ich ein Publisher wäre würde ich ganz einfach die IPs loggen und im großen Stil Abmahnungen mit 1500€ Streitwert verschicken. Ist zwar assozial, arschlochmäßig und vermutlich an der Grenze zur Legalität, aber anders scheint es das Pack nicht zu kapieren.

Klar, viele die illegal ziehen kommen immer wieder mit dem "Argument" dass die Industrie doch selber schuld sei weil die SPiele/Filme/Musik immer schlechter werde... BULLSHIT!

Dann kauft es nicht.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Evin hat geschrieben:
Hotohori hat geschrieben: Wenn Jemand das nur für sich runterlädt und es klipp und klar feststeht, dass er es nie gekauft hätte, was ist dann für ein Schaden entstanden?
Nur gibt es den Fall nicht.
Wer sich ein spiel runterlädt und 20h Zeit ins Spielen investiert kann nicht behaupten dass er nicht gewillt wäre Geld zu incestieren. Wenn es nicht der Vollpreis ist, dann vielleicht die 20€ nach 3 Monaten...? Oder die 10€ nach einem Jahr?
Nunja, ob man das wirklich so pauschal sagen kann, dass es so ein Fall nicht gibt? Ich würde es nicht ausschliessen, aber ich denke bei den Meisten hättest Du wohl recht. Wobei es für Manche wohl auch Spiele gäbe, die sie auch nicht für 10 Euro kaufen würden.
MrMetapher
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Beitrag von MrMetapher »

Mir sind 45 Euro im Regelfall deutlich zu teuer für ein Spiel. Das Kino-Argument, das ich hier gelesen habe, zieht nicht, weil dann ja für Romane viel mehr verlangt werden könnte, als für jedes Spiel oder jeden Film -> Man kann nicht einfach die gängigen Kosten für ein Medium auf ein anderes übertragen, weil man dann die medienspezifischen Spielregeln überspringt.
Wie dem auch sei: Ich kaufe mir nur in Ausnahmefällen Spiele zum Release (gerade habe ich mir NWN2 bestellt) - vor allem Titel, bei denen ich von langer Spieldauer ausgehen kann -, ansonsten warte ich meistens das halbe Jahr, bis sie etwas günstiger werden. Zuletzt habe ich mir Tomb Raider Legends gekauft. Ich muss sagen: Schönes Spiel, aber wenn ich für einen Titel, den ich nach 7 Stunden durch habe, Vollpreis gezahlt hätte, hätte ich mich doch sehr geärgert. Heroes of Might and Magic 5 habe ich mir hingegen direkt zur Veröffentlichung gekauft. Für mich spielt letztlich neben der Qualität des Titels auch die Spieldauer eine wichtige Rolle bzgl. der Kaufentscheidung zum Vollpreis.
Gruß,
MrM