@Sushi Phoenix: natürlich kann ein F2P fair sein, mir ging es jedenfalls darum nie. Mir geht es um die anderen Nachteile von F2P.
@Slayer123: Es ist aber so. Eine F2P Umstellung ist eben gerade deswegen Interessant für die ganze F2P Meute, weil es dann völlig kostenlos gespielt werden kann. Natürlich geht es dabei auch darum die Spielwelt zu füllen, aber zu welchen Kosten?
Ich sagte ja bereits, dass viele MMO Betreiber das MMO schon zum Release runieren mit ihrem überzogenen Hype, nur damit ja so viele Spieler wie nur irgend möglich zum Release spielen. Und dabei wird jedes mal völlig ignoriert was in den ersten Monaten dann passiert, wenn die Masse, die durch den Hype rein kam, wieder verschwindet. Die hinterlassen nämlich eine schlechte PR, weil die Spieler selten etwas gutes über das MMO zu sagen haben, obwohl es oft einfach nur nicht ihr MMO war, deshalb hinterlassen sie dazu dann auch noch eine unangenehme Community, denn wie soll sich mit solchen Spielern eine angenehme Community bilden, die zusammen hält und etwas miteinander zu tun haben wollen? Dazu dann die zu leeren Server Welten, da man dank Hype Start viel zu viele Server Welten öffnen musste, die dann noch weitere Spieler kosten bis dann die Server zusammen gelegt werden, was dann noch mal einige Spieler kostet, die so etwas gar nicht mögen.
Und so läuft es seit Jahren bei jedem MMO aufs neue ab, den Betreibern ist das schnelle Geld zum Release wichtiger als einen anständigen Start hin zu legen um dann für den Dauerbetrieb eine Gesunde Community zu haben. In dem Punkt war RIFT aber immerhin ein klein wenig besser, weil Trion nicht so einen Hype um ihr MMO gemacht haben wie es andere Firmen tun. Dennoch sind auch sie es falsch angegangen.
Würde ich ein MMO releasen, würde ich die Anzahl an Accounts zum Start limitieren und bei Bedarf nach und nach weitere Accounts frei geben, je nach dem wie stark gerade Spieler abwandern. Dumm für Spieler, die zu spät zugreifen, die müssen dann eben warten, aber gut um nicht zu viele Server öffnen zu müssen und so die Spielerzahlen konstanter halten zu können. WoW war in der Anfangszeit auch oft genug ausverkauft, hat es dem MMO geschadet? Nein. Wenn ein MMO gut ist, dann kann ein Spieler auch mal warten.
)FireEmblem(Awakening hat geschrieben:Immerhin konnte man dort Händler
Ja das ist noch unbetretenes Territorium im Rollenspielbereich. Von anfang an ein Bäcker, Schmied, Händler sein ohne jeglichen Kampfverlauf. Unmöglich? Kaum. Dann kauft man eben Tränke oder Waffen nicht von Npc's sondern von anderen Spielern, die dann enstsprechend leveln oder anderweitig sich weiterentwickeln. Reiz verschafft dann noch, das man sich später größere Shops erstehen kann, Urkunden für Sklaven die für einen Arbeiten oder verträgen für mitarbeiter-Nppc's. Ich bin es so leid immer nur zum Kämpfen benutzt zu werden.
Ist auch klar wieso... in den heutigen MMOs geht es nur darum wie man Content so einbaut, dass möglichst ALLE Spieler etwas davon haben und eben nicht nur ein Teil. Darum craftet heute jeder neben dem Kämpfen selbst und es gibt keine Crafter Klasse mehr. Und da mit Kämpfen eben die Meisten anlocken kann, ist wirklich alles in den MMOs nur noch dem Kampf untergeordnet.
Ein richtiges MMORPG heißt, dass alle Berufe gleichwertig sind und nichts einander untergeordnet ist, da ist der Kampf nur ein weiterer Bestandteil neben Crafting und anderen Berufen. Nur das bedeutet mehr Arbeit für die Entwickler und somit mehr kosten und vor allem auch ein umdenken bei den Spielern, nämlich jenen Spielern, denen irgend Jemand in den Kopf gesetzt hat, dass man in einem MMORPG alles spielen können muss, das ein MMORPG durchspielbar sein muss (größter Schwachsinn überhaupt). Ein MMORPG zu spielen heißt seinen Platz in der virtuellen Welt zu finden und nicht: ich bin Krieger, Crafter, Bauer, Fischer usw. ... alles in einem und wie alle Anderen auch. Aber das Thema keine Entscheidungen fällen und nicht mit den Konsequenzen leben zu können ist wieder ein anderes großes Thema in heutigen MMOs...
Jedenfalls... mit mehr vom Kampf unabhängigen Tätigkeiten könnte man nicht nur die Community Qualität in Sachen Zusammenspiel deutlich erhöhen, sondern man könnte auch neue Spieler ins Genre bringen, nämlich jenen die das nur Kämpfen können ankotzt und die ihren Spaß rein an anderen Tätigkeiten haben.
Und kommt mir jetzt bloß Niemand mit... "kannst du doch" weil ich kann ja einfach den Kampf ignorieren und mit dem 08/15 Glücks Crafting der Themen Park MMOs meinen Spaß haben... ganz sicher nicht! Ein echter Crafter kriegt nur einen Kotzanfall bei dem was sich in Themen Park MMOs Crafting schimpft und einen tödlichen Lachanfall, wenn ein Spieler das super toll findet und sich deswegen Crafting Fan nennt. Ich lach mich ja schon schlapp, wenn man von Crafting redet und einer kommt dann an "Ja, das Mats sammeln macht mir daran am meisten Spaß"... zu dumm das Mats sammeln absolut null mit Crafting zu tun hat oder darf ich mich Crafter nenne, nur weil ich die gesammelten Mats einem Crafter gebe?
