Das dürften nicht Allzuviele gewesen sein. Wie beinahe überall in Spielewelt gehören die Verweigerer zu einer sehr kleinen (wenn auch in den Foren sehr laute) Minderheit, der eigentlich kaum Gewicht zukommt.SixBottles hat geschrieben: wie wärs mit wieviele spieler haben sich diablo III wegem dem auktionshaus nicht gekauft?
ich bin einer davon... naja und wegen dem lächerlichen skill system...
Gerade am Beispiel Diablo ist das gut nachzuvollziehen: Gefühlt hat sich einige Wochen nach Release eine Riesenmasse in sämtlichen Spieleforen massiv über den Inferno-Modus ausgelassen. Zu leicht, zu schwer, zu doof und so weiter. Als Blizzard dann mal Zahlen veröffentlichte stellte sich heraus, dass gerade einmal 2% aller Diablo Spieler den Inferno Modus überhaupt gesehen haben.
Das Gleiche Phänomen sieht man auch in anderen Bereichen: SimCity beispielsweise: In den Foren größtenteils geschmäht, dennoch ein Millionenseller. DLCs werden in den Foren immer wieder aus den verschiedensten Gründen verurteilt, trotzdem verkaufen sie sich in Form von Premium und Season Passes wie geschnitten Brot.
Ich gehe inzwischen also davon aus, dass Forennutzer in Videospielforen zu einem großen Teil aus alten Bittervets (zu denen ich mich auch selbst zähle) und jugendlichen Gegen-den-Strom-Schwimmern bestehen. Wir wurden inzwischen von unserem Hobby überholt und neigen zu einer stark romantisierten Sicht die einfach mit der Entwicklung zur Massenindustrie nicht kompatibel ist.
Kein Schlipsträger in den Chefetagen wird es auch nur irgendwie interessieren, dass jahrelange Fans einer Serie mit bestimmten Entwicklungen nicht zufrieden sind, solange die Masse ihnen Millionenverkäufe beschert.
Wir Forennutzer werden hingegen immer verbitterter, weil wir langsam feststellen, dass sich die Welt auch ohne uns weiterdreht. Wir neigen immer mehr zum polemisieren und dazu Vertreter anderer Ansichten (die es laut Verkäufe millionenfach gibt) zu unserem Feindbild hinzuzufügen und mit den bösen Publishern gleichzusetzen.
Das treibt dann zum Teil recht bizarre Blüten, wie man an dem Umgang untereinander sehr gut sehen kann. Mir fällt auf Anhieb jedenfalls kein anderes Hobby ein, wo sich die Nutzer bei unterschiedlichen Ansichten gegenseitig so dermaßen nieder machen.
Eigentlich kein Wunder, dass uns bei den Herstellern keiner Ernst nimmt
Nun ist das Hobby Videospiele noch relativ jung. Da das Hobby seit gerade mal 30 Jahren als solches betrieben wird, haben wir eben einen hohen Anteil junger Menschen in diesem Bereich. Hier gehört man ja schon mit 40 zu der älteren Generation. Da kocht das Blut noch recht schnell. Möglicherweise fehlt uns in unseren Reihen einfach die Ruhe und Weisheit des Alters. Sobald wir einmal auch einen gut vertretenen Anteil Rentner in den Foren sitzen haben, können wir vielleicht auch als Community langsam erwachsen werden.
Ein wenig Off-Topic aber irgendwie auch passende Gedanken zum Karfreitag.
