Abgesehen von der üblichen "Fresst Scheisse, Milliarden Fliegen können nicht irren!"-Argumentation ... Molyneux hat uns mit Fable nicht einfach nur ein nettes Popcorn-Spiel versprochen. Molyneux hat jedes Mal im Vorfeld die Klappe meilenweit aufgerissen, dann doch wieder nur "Meh" geliefert, hinterher sich reumütig gegeben, dann doch wieder die Klappe aufgerissen, erneut nur spielerisches Mittelmaß geliefert, bereut ... usw usf.Nuracus hat geschrieben:Fable sind nicht 50 € aus dem Fenster geblasen.
Die Spiele sind sehr gut - und für eine breite Spielerschaft. Sie sind nicht die absolute Spielerevolution, sie sind nicht die jahrzehntelangen Evergreens, aber sie sind nunmal sehr gut.
Was soll das?
Hätte Molyneux nur gesagt, dass er ein nettes Action-RPG machen möchte, würde sich niemand aufregen. Wenn man jedoch die Genre-Revolution verspricht und dann nicht das liefert, was versprochen wurde und das sogar wiederholt ... soll man das einfach unkommentiert hinnehmen? Siehe früher John Romero und "Daikatana". Das sollte der ultimate Ego-Shooter vom Erfinder des Ego-Shooters schlechthin sein. Als dann Daikatana erschien, wurde im Vorfeld von Romero bereits derart die Klappe aufgerissen, dass das Endergebnis, ein ordentlicher Shooter mit ein paar netten Ideen (aber mehr auch nicht), in der Luft zerrissen wurde. Zurecht. Nicht, weil Daikatana so schlecht war, sondern weil sich Romero zu einer arroganten und überheblichen Werbekampagne sondergleichen hat hinreissen lassen.
Spiele sind etwas sehr emotionales. Wer Dir hier den Himmel auf Erden verspricht, dann aber doch nur 08/15-Standardkost abliefert ... da soll man einfach so tun, als ob im Vorfeld gar nichts versprochen wurde?
