billy coen 80 hat geschrieben:Eigentlich wollte ich mich aus dieser leidigen Off Topic Debatte raushalten, aber irgendwie juckt es hier doch mal wieder etwas unter den Fingernägeln.
Und ich wollte auch nur mal so verständnishalber nachhaken: verstehe ich das jetzt richtig Fuerst? Nachdem wir hier lang und breit über vorhandene oder doch nicht vorhandene, körperlich begründete Unterschiede zwischen Männern und Frauen diskutiert haben und du diesbezüglich die Haltung vertratst, dass diese Unterschiede gar nicht so groß sind und in den meisten Sportarten nur den fehlenden monetären Anreizen geschuldet sind und sogar zuletzt den Vorschlag gemacht hast, doch einfach mal probeweise die Mädels mit den Jungs zusammen kicken zu lassen, um mal zu sehen, wie schnell da wie viele es in die Bundesliga schaffen würden (btw.: ohne eine gesetzliche Quotenregelung keine einzige, sei dir dies gewiss), verteidigst du nun mit der Begründung, dass man die körperlichen Unterschiede berücksichtigen muss, das auch ausschließlich nur für Frauen geltende Absenken von Eignungsteststandards?
Mal ganz davon abgesehen, dass das verfassungswidrig ist, wie im übrigen auch ausdrücklich auf ein spezifisches Geschlecht ausgelegte Quotenregelungen, obwohl man gerade dieses davon mal Absehen nicht tun dürfte, denn es wird schon vom heutigen Feminismus und den von ihm stark beeinflussten Instanzen, wie etwa den Gleichstellungsbeauftragten, allzu oft so praktiziert…
Art. 3 GG der Bundesrepublik Deutschland:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Aber man muss doch einfach mal akzeptieren, dass es Berufe gibt, die in einer Gesellschaft Aufgaben zu vertreten haben, die gewisse Anforderungen stellen. Und dass es in diesen Berufen auch schon vor dem Absenken von Standards Frauen gegeben hat, zeigt doch, dass diese Anforderung vereinzelt auch von Frauen erfüllt werden können, wenn nur eben nicht so leicht und so zahlreich, wie von Männern, aber verdammt, die Natur ist nun einmal eine ungerechte, sexistische Mistsau. Nur dass man dann anfängt, um Quoten erfüllen zu können, Standards abzusenken und dies nur für Frauen, weil es ansonsten ja die Tests auch für Männer erleichtern würde und sich an der ungleichen Geschlechterpräsenz nix ändern würde, kann man doch nun wirklich nicht allen Ernstes verteidigen. Das ist Sexismus pur. Es ist eine Bevorzugung von Frauen und Benachteiligung von Männern allererster Kategorie und das ist keine larmoyante Ablenkung sondern das sind Tatsachen, die einem auffallen müsste, wenn man sich diese Vorgänge mal sachlich und ohne jede Ideologie vor Augen führt.
Und natürlich hast du Recht, dass jemand mal nen schlechten Tag bei einem Eignungstest haben kann oder dass sich jemand nach bestandenem Eignungstest gehen lassen kann. Aber das gilt nicht nur für Männer oder nur für Frauen, sondern sind individuelle Probleme. Damit kann man keine Standardabsenkungen nur für Frauen verargumentieren. Bestenfalls könnte man damit die Absenkung von Standards in Eignungstests ganz generell oder gar die vollständige Abschaffung von Eignungstests fordern, was wohl jedoch in den hier schon aufgezählten Berufen nicht ernsthaft jemand befürworten will, aber das nur auf ein Geschlecht zu beschränken ist wirklich zutiefst sexistisch. Und in diesem Falle wäre es sogar tatsächlich eine für die Gesellschaft gefährliche Form von Sexismus.
Muss ich mir das jetzt alles durchlesen? Denkst du ich akzeptiere nicht, dass es körperliche Unterschiede gibt? Zufällig profitiere ich selbst von den körperlichen Unterschieden, denn ich habe eine Freundin. ^^
Keine Ahnung was ihr für Problem damit habt, wenn Frauen und Männer gemeinsam in einen Topf und einer Mannschaft Sport machen. In der Schule war das bei uns auch so, übrigens gab es da Jungs die waren schlechter als Mädels und falls du meinst das wächst sich raus, muss ich dich enttäuschen, ich habe noch Sportunterricht während meiner Ausbildung gemacht und dort gab es immer Typen die schlechter waren als Mädels. Niemand ist gleich.
Und keine Ahnung was jetzt das Ende der Welt an den Standardabsenkungen sein sollen, davon profitieren alle, auch "schwache" Männer. Die freiwilligen Feuerwehren sind froh über jeden Mann oder jede Frau. Und der Bund will auch Mädels haben, weil er sein Kontingent gar nicht anders füllen kann. Davon ab, dass das nicht das Ende der Welt ist und sich eh kaum Frauen für solche Berufe melden. Bei der Polizei geht es aber noch und weil der gute Palpatine so sehr auf Zeitungsartikel steht hier einer der sein Weltbild hoffentlich zerrüttet:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16310930.html
Tja das ist Pech, nicht wahr lieber Palpatine, es gibt halt auch eine Gegenbewegung wie immer im Leben. Der Artikel ist übrigens von einem Mann, also nix da das Alice Schwarzer hier ihre Finger im Spiel hat.
Auch die Mär von das Frauen immer nur gehätschelt werden, wie das im Spiegelartikel über diesen rechten Militärexperten steht, ist ja wohl mehr als Quatsch. Im normalen Berufsleben, z.B. im Büro werden Frauen auch nicht gehätschelt, nein es kommt auch dort zu einer großen Palette von Reaktionen. Das ist bei Männern nicht anders, wenn z.B. ein gutaussehender Jung seine Ausbildung bei einer freundlichen Dame macht, dann lässt sie ihn vielleicht einiges durchgehen, genauso kann es einem Mädel zum Vorteil gereichen. Wenn das Mädel aber fett ist, dann hat sie vielleicht Nachteile.
Achja und das Standards gesenkt werden, benachteiligt auch ganz sicher nicht Männer. Also greift das GG hier nicht. Es wird vermutlich immer noch der beste Kandidat ausgewählt also Pech gehabt.