Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryder), Lippensynchronität und mehr sollen verbessert werden

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JackyRocks
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von JackyRocks »

eigentlichegal hat geschrieben: 07.04.2017 15:04
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 14:48 Na wie willst dus denn anders machen?
Zum Beispiel solche Leute abwerben, um eine Testabteilung aufzuziehen, die im Endeffekt dieselben Kriterien erfüllt, die du gerne hättest. Es ist ja nicht so, dass das Qualitätsmanagement in jedem anderen Unternehmen, auch in anderen Branchen durch die Bank scheiße ist. Zumal solche "In-House-Tester" ja auch nicht so behandelt werden wie Aussätzige, vermute ich mal. Sie gehören eben genauso zur Produktion dazu wie andere auch. Und nur darauf hinzuweisen: "Hey, eure Anfluganimantion sieht echt super aus. Aber vielleicht sollten wir über einen Skip nachdenken, weil es nach 40 Mal doch etwas langatmig wird" wird in einem professionellen Umfeld wohl nicht negativ ausgelegt.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 14:48 Dafür gibts aber ethische Richtlinien und andere Publikationen sind nicht dumm.
Welche ethischen Richtlinien sollen das denn sein? Die meisten Spiele-"Journalisten" haben doch überhaupt keine journalistische Ausbildung, sondern sind da reingerutscht, weil sie gerne zocken. Das macht sie nicht zu notwendigerweise schlechteren Journalisten, aber wenn eine Berufsgruppe so heterogen ist, ist ein Berufsethos einfach unplausibel für mich.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 14:48 kannst du mir nicht erzählen, dass die alle heimlich still und leise die Fresse halten, wenn ich das Event ein zweites Mal veranstalte und plötzlich die Hälfe der Publikationen nicht mehr dabei sind und die zufällig auch schlechte Reviews geschrieben haben.
Natürlich kann ich dir das erzählen. Immerhin wird reihenweise auch still gehalten bei Testverboten vor Releases, Microtransactions, DRM, fragwürdige Firmenpolitik etc. Das liegt daran, dass die meisten Websites sich auf die Spiele als solche konzentrieren, weswegen ich ihre Zurückhaltung bei solch politischen Dingen verstehen kann. Von denselben Medien erwarte ich allerdings ganz gewiss keine Reaktion, wenn es zu dem von mir zitierten Szenario käme.
In Haus Tester kannst du knicken weil die in Haus Tester sind. Du kannst sie ignorieren, weil ihre Kritik und das Probleme mit dem Spiel bekannt waren erst Wochen und Monate später, wenn überhaupt raus kommen, weil sie von der selben Firma bezahlt werden die das Spiel raus bringt und weil sie nur die eigenen Produkte testen und daher gar keine wirklichen Vergleiche ziehen können.

Ethische Richtlinien kann ich doch selbst vorher festlegen. Es gibt bestimmte non-disclosure agreements die man auch ganz klar in diese Richtung ausbauen kann: Ihr released nix an Videos usw. was von uns nicht abgenickt wurde, dafür garantieren wir dass wir euch nicht unter dem Tisch bezahlt haben, ihr vollen Zugang habt, wir nicht in eure journalistische Meinung eingreifen usw. usf.

Ganz ehrlich fast alle "Journalisten" sind eine heterogene Gruppe weil es zwar ein Studium dafür gibt aber gefühlt jeder zweite Journalist eine solche Ausbildung bzw. ein solches Studium nicht genossen hat und der Titel "Journalist" nicht rechtlich definiert und geschützt ist. Genau so kann sich jeder Historiker nennen. Genau so wenig ist die Berufsgruppe der Politiker homogen und dafür gibt es weder Studium noch Ausbildung (Politikwissenschaft hat mit Politiker sein nichts zu tun, da kannst du jeden Dozenten fragen). Trotz Allem können sich "normale" Journalisten und auch Politiker auf bestimmte ethische Richtlinien einigen die zumindest die meisten Angehörigen dieser Gruppe grob einhalten:

Journalisten schützen ihre Quellen und gehen dafür auch ins Gefängnis, wenn es sein muss. Journalisten haben die Pflicht Fakten und Hintergründe zu überprüfen bevor sie etwas publizieren. Journalisten verpflichten sich nicht wissentlich Falschmeldungen zu verbreiten und (siehe auch 4players) solche Falschmeldungen oder falschen Details auch richtig zu stellen. Journalisten sollten keine Artikel veröffentlichen für deren Publikationen sie von anderen Kreisen bezahlt werden und sich an die Verfassung und geltende Gesetze zu halten.

Politiker verpflichten sich für die Interessen ihres Wahlkreises einzutreten, ihre Wahlkampfpositionen zu vertreten, keine politische Gefälligkeiten für Geld zu verrichten und sich an die Verfassung und geltende Gesetze zu halten.

Ob Jörg und die anderen hier oder bei RPS oder sonstwo früher mal Toaster verkauft haben oder nicht spielt doch letztendlich keine Rolle. Alle diese Publikationen haben Redakteure und diese Redakteure sind dafür verantwortlich irgendwelche computerspielgeilen Nerds die sie als Journalisten anstellen in dieser Ethik zu unterweisen und sicherzustellen, dass diese Ethik eingehalten wird. Das ist deine Hauptaufgabe als Redakteur. Stimmen die Fakten? Wird der Artikel dem Standart unserer Publikation gerecht? Hat sich der Journalist an die ethischen Maßstäbe gehalten die wir ihm gesetzt haben? Hat er legal gehandelt?

Insofern ist das für mich einfach kein Argument und nochmal: dieser Deal wäre öffentlich. Jeder wüsste davon und es wäre ein ziemlich klares Zeichen wie die Firma tickt, wenn 4players beim zweiten Mal nicht mehr dabei ist, obwohl alle anderen dabei sind, weil sie die einzigen waren die einen schlechten Review geschrieben haben und dann vielleicht noch ein Statement auf ihrer Seite veröffentlichen, dass ganz klar sagt: wir wurden nicht eingeladen. Dazu hätten sicher auch seiten wie Giantbomb, Kotaku und RPS was zu sagen und das tust du dir als Firma nicht an PR technisch weil das einfach mörderische Wirkung hat.

Wo wird denn irgendwo still gehalten? Mikrotransaktionen werden von genügen dieser Seiten angesprochen und kritisiert, auch wenn es dafür vielleicht keine 40% Abwertung kriegst. DRM ist doch ein Non-Thema. So lange die rechtliche Grundlage nicht da ist, dass ich meine digitalen Käufe tatsächlich besitze und weiterverkaufen kann ist DRM doch absolut nebensächlich. Was interessiert denn ob der Hersteller des Spiels sein Produkt vor Raubkopierern schützt, wenn es theoretisch nie voll in meinem Besitz übergeht und ich somit zumindest im grundsätzlichen Rahmen die Möglichkeit haben sollte damit machen zu können was ich will? Die meisten Seiten haben ellenlänge Geschichten über Ubisoft und veröffentlichen regelmäßig, wenn EA mal wieder die schlechteste Firma der Welt ist. Und was bitte ist mit Testverboten vor dem Release? Das hängt doch davon ab ob du da mitmachst oder nicht. Es ist das Recht der Firma keine Vorabkopien zu versenden. Wenn du eine willst unterschreibst du ein non-disclosure agreement und ab der Lack. Die Wahl liegt doch bei den Publikationen selbst. Mach ich mit oder mach ich nicht mit. Keine Firma hat die Pflicht dir vor Verkaufsstart ein Exemplar zu überreichen nur weil du der Meinung bist, du bist der King und musst das jetzt testen und deswegen hast du das Anrecht darauf.

Das sind für mich alles keine Argumente inwiefern es ethisch verwerflich wäre in eine Vereinbarung einzutreten die für beide Seiten Vorteile hat und die auf Transparenz beruht und letztendlich dem Spieler zu Gute kommt.
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DoktorDoh
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von DoktorDoh »

JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 In Haus Tester kannst du knicken weil die in Haus Tester sind. Du kannst sie ignorieren, weil ihre Kritik und das Probleme mit dem Spiel bekannt waren erst Wochen und Monate später, wenn überhaupt raus kommen, weil sie von der selben Firma bezahlt werden die das Spiel raus bringt und weil sie nur die eigenen Produkte testen und daher gar keine wirklichen Vergleiche ziehen können.
Wow jetzt hast du aber ner ganze Berufsgruppe aufs schlimmste ihre Kompetenz abgesprochen. Na dann hoff mal, dass es hier im Forum keinen Tester gibt.

Und Jacky egal wie sehr ich deine Meinung eventuell bei Spielen schätze, von dem Wirtschaftsaspekt eines Softwareproduzenten und dessen Strukuren hast du glaube ich keine Ahnung. Und solange das der Fall ist, solltest du vorsichtich mit solchen Aussagen sein. Das ist ein extrem komplexes Thema (vor allem bei Firmen in der Größenordnung), wo dein Wunschdenken nicht mal im Ansatz zutrifft. Dieses Thema können wir gerne mal ausführlich (das dauert dann aber mehere Stunden) diskutieren aber nicht hier ;)
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Temeter 
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von Temeter  »

EA und Bioware waren sich unter Garantie 100% über die Probleme des Spiels bewusst. Die haben einfach gedacht, dass sie das Spiel so unfertig rausbringen und dann einfach nachpatchen können.

Wie schnell und effektiv der erste Patch bereits war, und das zusätzlicher Content bereits beplant ist, zeigt doch ziemlich klar, dass das meiste schon vor Release in Arbeit bzw. geplant war.
Zuletzt geändert von Temeter  am 07.04.2017 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
eigentlichegal
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von eigentlichegal »

JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 In Haus Tester kannst du knicken weil die in Haus Tester sind. Du kannst sie ignorieren, weil ihre Kritik und das Probleme mit dem Spiel bekannt waren erst Wochen und Monate später, wenn überhaupt raus kommen, weil sie von der selben Firma bezahlt werden die das Spiel raus bringt und weil sie nur die eigenen Produkte testen und daher gar keine wirklichen Vergleiche ziehen können.
Das ist doch einfach nur falsch. 8O Vergiss doch mal EA und schau dir andere Entwickler an. Da funktioniert doch das In-House-Testing ebenfalls. Nintendo zum Beispiel galt jahrelang als Musterbeispiel für einen Entwickler, der weitestgehend bugfreie und sehr polierte Spiele herausgebracht hat und die testen ebenfalls ohne Spieleredakteure. Oder von mir aus auch Rockstars oder weiß Gott wer noch. Die meisten Entwickler würde ich behaupten haben offensichtlich ein halbwegs anständiges Qualitätsmanagment, sonst würdest du dich ja gar nicht so sehr über ME:A echauffieren, weil es ja ansonsten der Branchenstandart wäre. :P
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Ethische Richtlinien kann ich doch selbst vorher festlegen.
Ethische Richtlinien, die kein Sanktionierungsinstrument haben sind das Papier nicht wert auf dem die Richtlinien gedruckt sind. Zumal kannst du sie immer noch festlegen, aber wie willst du sicherstellen, dass sich alle dran halten? Es wird ja niemand gezwungen diesen Richtlinien zuzustimmen.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Journalisten schützen ihre Quellen und gehen dafür auch ins Gefängnis, wenn es sein muss.
Nein, diese Richtlinien gibt es nicht. Journalisten haben das Recht ihre Quellen zu schützen, was sie in aller Regel auch tun, aber sie sind nicht dazu verpflichtet. Und zumindest in Deutschland geht wohl niemand so schnell wegen Quellenschutz ins Gefängnis.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Journalisten haben die Pflicht Fakten und Hintergründe zu überprüfen bevor sie etwas publizieren. Journalisten verpflichten sich nicht wissentlich Falschmeldungen zu verbreiten und (siehe auch 4players) solche Falschmeldungen oder falschen Details auch richtig zu stellen.
Was? Hast du mal was von der Bild-Zeitung gehört? Die hat sogar nachweislich eine ganze Menge Unsinn verbreitet. Journalisten sind erstmal an gar nichts gebunden außer an geltendes Recht der jeweiligem Länder. Wenn sie glauben, bestimmte Dinge nicht tun zu dürfen, dann ist das stets eine individuelle und lobenswerte Entscheidung. Von einer verbindliche Richtlinie sind wir aber dann noch meilenweit entfernt.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Politiker verpflichten sich für die Interessen ihres Wahlkreises einzutreten, ihre Wahlkampfpositionen zu vertreten, keine politische Gefälligkeiten für Geld zu verrichten und sich an die Verfassung und geltende Gesetze zu halten.
Auch das ist alles loebenswert und ich habe großen Respekt vor den Leuten, die das so handhaben. Leider brauche ich wohl nicht lange zu recherchieren um dir etliche Gegenbeispiele zu geben. Herr Gott, Politiker sind nichtmal dazu verpflichtet Wahlkampfversprechen umzusetzen.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Stimmen die Fakten? Wird der Artikel dem Standart unserer Publikation gerecht? Hat sich der Journalist an die ethischen Maßstäbe gehalten die wir ihm gesetzt haben? Hat er legal gehandelt?
Ich will wirklich niemandem zu nahe treten, aber die Seiten, die ich zumindest kenne, haben absolut keinen journalistischen Anspruch an irgendwas. Das liegt vorallem daran, dass die meisten Seiten Pressemitteilungen der Publisher 1:1 abdrucken und das wars. Da wird kein Hintergrundbericht gemacht, nichts gegengecheckt, kein Kontext gegeben. 4Players ist da tatsächlich noch zu loben, da sie zumindest regelmäßig klar gekennzeichnete Kommentare anbieten, die auch mal kritischer mit diversen Themen umgehen. Aber eine echte, rechercheintensive Reportage zu irgendeinem Thema der Videospielindustrie sucht man auch hier vergebens.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Insofern ist das für mich einfach kein Argument und nochmal: dieser Deal wäre öffentlich. Jeder wüsste davon und es wäre ein ziemlich klares Zeichen wie die Firma tickt, wenn 4players beim zweiten Mal nicht mehr dabei ist, obwohl alle anderen dabei sind, weil sie die einzigen waren die einen schlechten Review geschrieben haben und dann vielleicht noch ein Statement auf ihrer Seite veröffentlichen, dass ganz klar sagt: wir wurden nicht eingeladen. Dazu hätten sicher auch seiten wie Giantbomb, Kotaku und RPS was zu sagen und das tust du dir als Firma nicht an PR technisch weil das einfach mörderische Wirkung hat.
Selbst wenn (und das bliebe immer noch zu klären) die entsprechenden Redakteure die besten Tester wären, so wäre es schlecht für ihre Hauptaufgabe (Spiele zu bewerten). Sobald Menschen in dem Entstehungsprozess eingebunden sind, ist es nicht mehr möglich fair zu bewerten. Stellen wir uns vor Jörg würde an einer Stelle etwas bemängeln und er bekommt nachher das fertige Spiel, in dem er feststellt, dass die für ihn nervige Stelle ausgemerzt wurde. Ich gebe dir Brief und Siegel, dass er das positiver wertet, als wenn er nichts davon im Vorfeld gewusst hätte. Und man könnte es ihm nicht verdenken, weil jeder positiv darauf reagiert, wenn sein Feedback ernst genommen wird.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 15:31 Das sind für mich alles keine Argumente inwiefern es ethisch verwerflich wäre in eine Vereinbarung einzutreten die für beide Seiten Vorteile hat und die auf Transparenz beruht und letztendlich dem Spieler zu Gute kommt.
Übrigens habe ich die Phrase "ethisch verwerflich" nie in den Mund genommen.

Um hier an dieser Stelle mal ein Wort des Lobes an 4Players anzubringen: Wenn es schon Redakteure geben soll, die Spiele testen, dann könnten es die 4Players Redakteure noch am besten. Im Gegensatz zu den meisten Reviews, die ich kenne, besteht hier die Kritik an Spielen wenigsten nicht nur aus "Näää... gefällt mir nicht" sondern meistens gibt es tatsächlich konstruktive Verbesserungsvorschläge. :)
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JackyRocks
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von JackyRocks »

Mein Kommentar hinsichtlich der In Haus Tester bezog sich vor Allem auf EA. Persönlich halte ich nicht wirklich viel davon, weil ich mehr von unabhängigen Tests und Qualitätskontrollen halte als Testern im Haus die selbst Angestellte sind, aber davon kann ja jeder halten was er will.

Wenn du eine Firma wie EA bist die über die letzten Jahre so schlechte Presse hatte und auch generell einen eher mauen Ruf genießt bin ich einfach der Meinung, dass das der bessere Schritt wäre als interne Kontrolle. 1. Weil es Transparenz schafft und zwar tatsächlich aber eben auch ein Zeichen setzt in Richtung: wir haben nix zu verbergen und 2. weil es meiner Ansicht nach besser ist, wenn man eine Kontrolle zu kritisch duchführt als mit einer zu großen Loyalität zum Arbeitgeber. Davon könnt ihr halten was ihr wollt, ich denke es wäre von Vorteil für speziell diese Firma.

Hinsichtlich Journalisten etc. Da wurde doch genau mein Punkt bestätigt. Erst hieß es: nur die "Journalisten" aus dem Gamingbereich weil das ja fast alle alte Nerds sind die keine Ahnung von richtigem Journalismus haben und jetzt sind wir effektiv beim Breitbart und Bild Argument. Trotz Allem gibt es Maßstäbe die respektierte und angesehene Presseorgane anerkennen und befolgen und eben daher uhre Reputation haben während andere diese eben nicht haben. Man kann von der politischen Einstellung bestimmter Organe halten was man will, aber es ist allgemein bekannt, dass das Wallstreet Journal, die New York Times, die Washington Post, der Guardian, Le Monde, die FAZ und andere diese Maßstäbe anlegen und befolgen. Ich sehe also nicht, wieso sowas nicht auch im Gamingbereich möglich wäre bzw. schon möglich ist. Da sind wir dann wieder bei Transparenz und Glaubwürdigkeit. Wenn ich mir als Publisher nur Speichellecker und Arschkriecher einlade, dann ist das genau so Allgemeinwissen wie offensichtlich. Dann kann ich das dreimal machen und es wird keinen Eindruck machen. Es gibt aber eben auch im Gaming Publikationen bei denen sich die meisten einig sind, dass sie, wenn auch nicht immer nach dem jeweiligen Geschmack, faire Reviews veröffentlichen und auch sonst kritisch mit Spielen umgehen. Da hat 4players doch in der Welt kein Alleinstellungsmerkmal.

Zum Kommentar mit Jörg: Denkst du wirklich, dass sich ein vernünftiger Reviewer in die Hosen pieselt und freut wie Sau, nur weil seine persönliche Kritik angenommen wurde und das Spiel dann plötzlich 10 Punkte besser bewertet wird? Ich sehe das nicht so. Ich denke eher, dass es in die Richtung geht von "Naja geht doch" oder wenn es nicht umgesetzt wurde "Die wussten, dass das ein Problem ist und das ist es immer noch, das gibt Abzüge." Und selbst wenn Jörg das Spiel dafür besser bewertet, sollte er das nicht? Sollten wir nicht langsam auch an einem Punkt sein wo Dinge wie der Preis, der Releasezustand usw. endlich in die Bewertung einfließen? Warum sollte man dann eine gute Problembehebung und Transparenz gegenüber Medien und Spielern nicht auch entsprechend belohnen? Wollen wir das nicht? Das leuchtet mir nicht ein. Klar, wenn alle das machen, dann sollte es Usos sein und als gegeben angenommen werden. Es machen aber eben nicht alle und daher finde ich, kann man das dann auch mal positiv heraus heben und sagen: Hier ist ein Publisher der sich die Mühe gemacht hat, Kritik angenommen hat und entsprechend ein besseres Spiel veröffentlicht hat. Bravo dafür.
eigentlichegal
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von eigentlichegal »

JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 1. Weil es Transparenz schafft und zwar tatsächlich aber eben auch ein Zeichen setzt in Richtung: wir haben nix zu verbergen
Da auch EA ein privates und kein öffentliches Unternehmen ist, ist deine Forderung auf Transparenz völlig überzogen. Wenn du mehr wissen möchtest, kauf Aktien von EA, dann bi8st du Anteilseigner und kannst mehr Informationen erhalten. Aber das interne Abläufe transparent zu sein haben bei nicht staatlichen Unternehmen ist einfach vollkommen weltfremd.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 2. weil es meiner Ansicht nach besser ist, wenn man eine Kontrolle zu kritisch duchführt als mit einer zu großen Loyalität zum Arbeitgeber.
Kommt halt drauf an, wie man Loyalität auslegt, oder? Wenn Loyalität Duckmäusertum heißt, dann hast du natürlich recht. Wenn Loyalität aber heißt, dem eigenen Arbeitgeber nicht ins offene Messer laufen zu lassen, dann hast du unrecht.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 Man kann von der politischen Einstellung bestimmter Organe halten was man will, aber es ist allgemein bekannt, dass das Wallstreet Journal, die New York Times, die Washington Post, der Guardian, Le Monde, die FAZ und andere diese Maßstäbe anlegen und befolgen.
Nur gibt es kein einziges Magazin von einem vergleichbaren Kaliber in der Gamingbranche. Das ist doch genau der Punkt. Der Videospieljournalismus hat mit Journalismus im klassischen Sinne nur sehr entfernt etwas zu tun. Wenn wir Glück haben, und da lehne ich mich schon sehr weit aus dem Fenster haben wir das Niveau vom Stern in der Videospielbranche erreicht, aber auch nicht mehr. Das allermeiste, allen voran die Online-Magazine, sind höchsten auf Bunte-Niveau. Und ob dus glaubst oder nicht, aber ich persönlich bezweifle sehr, dass die Bunteredaktion sich an irgendwelche moralischen Grundsätze hält. Wenn die nämlich nur drucken würden, was hieb- und stichfest wäre, dann könnten sie 95% ihrer Illustrierten weglassen.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 Und selbst wenn Jörg das Spiel dafür besser bewertet, sollte er das nicht?
Es ist für dich kein Problem, dass ein Spiel besser für etwas bewertet wird, weil ein Kontakt zum Entwickler vorhanden war? Immerhin, wenn Jörg in diesem hypothetischen Fall das Spiel unvoreingenommen gespielt hätte, hätte er vermutlich seinen Änderungswunsch gar nicht wahrgenommen, weil es auf ordentlichen Niveau eingearbeitet wurde. Also würde er das Spiel weniger gut deswegen bewerten als mit dem Wissen, dass es nach seinem Wunsch geändert wurde. Und das soll uns Spielern, die ja keinerlei Änderungswünsche einbringen können, ein neutraleres Bild des Spiels vermitteln??
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 Sollten wir nicht langsam auch an einem Punkt sein wo Dinge wie der Preis, der Releasezustand usw. endlich in die Bewertung einfließen?
Nein, weil es nicht funktionieren würde. Wofür soll der Preis denn ein Gradmesser sein? Was dem einen 60€ wert ist, ist dem anderen nur 5€ wert. Oder soll man so eine Stunden/Preis-Rechnung aufmachen? Was den Releasezustand angeht: Der wird doch bereits miteinbezogen, oder hat AC:U und Batman Traumwertungen bekommen? Das waren zumindest die beiden größten Ausfälle der letzten Jahre und wurde auch entsprechend abgestraft. Das das bei ME:A nicht passiert ist, ist vermutlich nur ein Hinweis darauf, dass es eben nicht sooo schlimm ist, dass es das Spielerlebnis ruiniert.
JackyRocks hat geschrieben: 07.04.2017 17:29 Hier ist ein Publisher der sich die Mühe gemacht hat, Kritik angenommen hat und entsprechend ein besseres Spiel veröffentlicht hat. Bravo dafür.
Besser im Vergleich zu was? Bioware hat nun einen Patch veröffentlich, der ME:A verbessert und das auch noch in verhältnismäßig kurzer Zeit. Soll Bioware dafür jetzt gelobt werden? Oder meinst du Spiele, die von Anfang an keine Probleme haben? Dann kann man wohl kaum von Problembehebung sprechen, richtig? Versteh mich da nicht falsch, ich erwarte genauso wie alle anderen auch, dass ein Spiel einwandfrei funktioniert, wenn ich es kaufe. Doch wenn ich es zum Beispiel ME:A mit dem Start von Diablo 3 vergleiche, wo ich nichtmal in der ersten Woche überhaupt spielen konnte, weil die Server überlastet waren, dann spielt ME:A noch in einer sehr, sehr niedrigen Liga. Das Spiel konnte ich zumindest schon 20 Stunden spielen, wo ich bei Diablo 3 noch auf den Serverzugang gewartet habe!
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Re: Mass Effect: Andromeda - Details zu den kommenden Patches: Filmsequenzen, Animationen, Romanzen-Optionen (Scott Ryde

Beitrag von JackyRocks »

Warum diskutieren wir dann überhaupt? Wir haben absolut null Schnittmenge also bringt das doch nix.

Ich sage A du sagst ne B stimmt. Was solls? Viel Spaß mit ME:A.