Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von greenelve »

SethSteiner hat geschrieben: 21.06.2017 22:33 Ja, dass man früher schon Sachen mit den Namen betitelte stelle ich auch nicht in Abrede aber zuletzt sah das mit Ausnahme von Shattered Empire so aus:
Star Wars
Kanan
Darth Vader
Princess Leia
Lando
Chewbacca
Han Solo
C-3PO
Poe Dameron
Seit ca. 2014 ist Marvel für die Comics zuständig. Die machen das bei ihren Heften nicht viel anders. Es gib auch Listen mit zukünftigen Comics und da sind auch vermehrt Geschichten dabei, die ohne Name einer Person auskommen. http://starwars.wikia.com/wiki/List_of_future_comics
Und bei den Filmen, ein Boba Fett Film wird seit längerer Zeit gewünscht. Und der würde dann den Namen tragen, damit alle Wissen, worum es geht.

Was Hasbro angeht, die hatten vor einigen Jahren mit schlechten Umsätzen zu kämpfen, was sich in der Qualität der Figuren niedergeschlagen hat. https://futureofstarwars.wordpress.com/ ... ide-lower/

Wenn es um Qualität geht, bei aller Enttäuschung von Episode 7 und Rogue One, sie sind immer noch besser als die Trilogie von Lucas mit Jar Jar Binks. Und ich verstehe auch, du bist bei den Filmen besonders enttäuscht.

Es sind dennoch verschiedene Firmen mit verschiedenen Gründen, warum zum Beispiel die Comics größtenteils andere Namen haben. Es waren auch früher Star Wars Spiele Durchschnitt und schlechter. Es fiel nur nicht so richtig auf, weil sie technisch brillierten (Rebel Assault) oder in der Menge an Star Wars Spielen untergingen (Yoda Story). Es schon immer auch qualitativ schwächeres Star Wars: Die zwei Zeichentrickserien mit Ewoks und den Droiden, das Weihnachtsspecial. ...auch Episode 6 wird nicht (mehr) als sehr guter Star Wars Film eingeschätzt; Kuschelteddies mit Pfeilen gegen das Imperium...die dann sogar mit ihrem Namen zwei Filme bekamen.

Bei Spielen reden wir auch über Titel wie Kotor, die mit zu den besten Spielen ihres Genre gezählt werden. Plus Star Wars Lizenz. Das gibt es nicht alle paar Jahre. Ich glaube, du sieht es ein wenig sehr negativ, auch, vielleicht vor allem, wie andere Star Wars Fans allgemein die Situation betrachten. So wird die Endschlacht von Rogue One für ihre Qualität überaus gelobt, der Auftritt von Darth Vader als einer der besten Momente im Star Wars Universum gefeiert.


edit: Grad ein wenig geschaut, die Comics von Marvel, trotz ihres Namens, bekommen durchaus gute Rezensionen. Qualität steckt also doch noch drin.
Benutzeravatar
Unc13Fu
Beiträge: 207
Registriert: 10.08.2013 14:48
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von Unc13Fu »

SethSteiner hat geschrieben: 21.06.2017 22:33 Ich denke man hat momentan kaum etwas, wo tatsächlich fast jeder sagt "boah, ja das ist wirklich super!".
Hm, mag sein, aber war das schon jemals anders? Es gab schon immer Leute, die Star Wars scheisse fanden. Von dem großen in der Prequel Ära mal ganz abgesehen. Zumindest was ich so mitbekomme, ist die Reaktion sowohl auf Episode 7 als auch auf Rogue One (meiner bescheidenen Meinung nach der beste SW Film seit der Original Trilogie) insgesamt durchaus wohlwollend bis positiv.

Was das erweiterte Universum (Comics, Bücher etc.) angeht: Auch die waren schon zu Lucas Zeiten von sehr schwankender Qualität. Klar, es gab fantastische EU Bücher wie z.B. die Thrawn Trilogie, aber eben auch sehr viel "Shovelware". Und solche Dinge wie das Star Wars Christmas Special oder die Ewoks Serie, naja das vergesse ich lieber :mrgreen:

Im Spielesektor ist jetzt ist in den letzten Jahren nun wirklich auch kein Überfluss an Star Wars Produkten erschienen.
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11871
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von SethSteiner »

@greenelve @Unc13Fu
Hin und wieder ist auch mal etwas ohne Namen der Person dabei, stimmt aber in der Masse, sieht man ja in der Liste, geht es weiter wie bisher. Der Unterschied zwischen Dark Horse Prä-Disney und Dark Horse/Marvel ab Disney ist schon riesig. Und ja, das ganze erinnert frappierend daran, wie es vor vierzig Jahren war (wie bei Han Solo Adventures), halt eine sehr starke Konzentration auf bekannte Namen schon im Titel. Ganz große Ausnahme ist da Dotor Aphra, die für mich auch derzeit auch die interessanteste Serie ist, eben weil es endlich mal wieder was anderes ist als "Kennste? Kennste!".
Sowas wie der Wunsch nach einem Boba Fett Film ist der Grund, warum ich bei Fans mittlerweile im Filmbusiness genauso vorsichtig bin wie mit Leuten die sich für die Marke so gar nicht interessieren. Titel:*Insert Big Name* Handlung: *Insert Wet Fan Fantasy*.

Genau da hat Rogue One IMO gezeigt wie es besser geht. Der Film hat seine Probleme aber unbekannter Cast an Charakteren mit ein paar eingestreuten Big Names, zugegeben etwas altmodische Story aber kein allseits bekannte feuchter Fantraum und ein Ende dass man sich so eigentlich bei der Marke nicht trauen würde. SO muss das laufen. Was neues, was das Universum erweitert und nicht einfach "Yoda: Origins - Year One - The Movie - The Green Awakens".

Mehr Kreativität eben als die Nummer-sicher-Tour, bei einer der Marke bei der man den Karren voll in den Dreck fahren kann, nach dem er vorher durch die Wand gefahren wurde und trotzdem ziemlich unbeschadet rauskommt. Das beste Beispiel dafür ist ja eben die Prequeltrilogie, die das Fandom geteilt hat, wie es das EU nie gekonnt hätte (weil es sich halt auch so leicht ignorieren ließ), Star Wars als Marke nicht nennenswert beschädigt hat. Das heisst selbstverständlich nicht, dass man nicht auf die Nase fliegen kann, der Clone Wars "Kinofilm" bspw. damals war kein sonderlicher Erfolg und die Rebels TV Serie hat es wohl auch nicht so leicht derzeit aber grundsätzlich ist die Marke eine ziemlich sichere Bank und generiert Aufmerksamkeit.
Ich sehe allerdings ein Problem darin, wenn man sich in Selbstzitaten ergeht. Ja die Prequels waren absoluter Mist, das hat man auch darin gesehen wie von einem auf den anderen Film die Zahlen eingebrochen sind (eher die weltweiten Einnahmen, da ich Zuschauerzahlen auf die schnelle nicht finden konnte), statt nur abzuflauen was schon gewöhnlicher ist. Daher sehe ich The Force Awakens auch qualitativ auf genau derselben Ebene wie Episode I, der IMO trotz Jar Jar noch der beste der drei Prequelfilme ist. TFA ist in vielfacher Weise anders, unbestreitbar aber ebenso voller Schwächen, dies mal nicht weil eine Einelperson allein ohne die erforderlichen Qualifikationen das Script geschrieben hat, sondern weil man nicht sonderlich risikofreudig husch, husch mit weit weniger kreativen Elan als rein wirtschaftlichen Überlegungen in eine Filmunternehmung gegangen ist (besonders, nach dem man den ersten Autoren gefeuert hat).

Ich will gar nicht abstreiten, dass es schwankende Qualität schon immer gab und auch die Konzentration auf bekannte Helden aber Star Wars war eben auch schon mal weiter gewesen. Und es ist schon ein Unterschied ob ich 1980 die Abenteuer von Han Solo sehe oder nach vierzig Jahren immer noch quasi. Und das wo man zwischendurch dann eben auch mal die Stories anderer Helden hatte, sei es jetzt Kyle Katarn, Aayla Secura, Cade Skywalker, natürlich immer wieder mit Einschlag bekannter Helden aber doch zumindest Weiterentwicklung. Soviel Mist wie man in Star Wars hatte, soviele Perlen gab es aber eben auch dazwischen, beinahe egal welches Medium wir uns da anschauen.
Eine Ausnahme ist aufjedenfall das Fernsehen. Droids war gorttig, Ewoks war auch nicht besonders und TCW hat erst in den letzten Zügen angezogenn, ja und das Weihnachtsspecial erwähnen wir besser nicht. Hier haben wir halt auch den George Lucas, der schon in Episode VI (ja auch das erkenne ich absolut an) anfing Star Wars in eine kindlichere, teilweise auch einfach nur kindische Ecke zu schieben und das dann in seiner Disziplin also Film/Serie ziemlich konsequent durchzog. Selbst Disney hat sich da ja nicht getraut auszubrechen. Na ja, "selbst".^^

Was Hasbro angeht:
Ja die hatten schlechtere Umsätze aber einerseits war denen damals ja bekannt wohin die Reise geht und trotzdem haben sie die Qualität massiv zusammengesutzt, was bei einer Firma wie Hasbro mit Milliardenumsatz nun wirklich nicht nötig war bei einer Marke wie Star Wars und gehofft damit Erfolg zu haben. Was erleben wir dieses Jahr? Rückkehr zur The Vintage Collection. So erfolgreich war man mit 5POA nicht (mit 6 Inch sieht es wieder anders aus, das dürfte lange gewünscht worden sein). Ohne The Force Awakens dürfte Hasbro denke ich zumindest bei Star Wars richtig auf die Fresse geflogen sein. Gleichzeitig dürfte man auch durch die ausländische Konkurrenz immer stärker unter Druck stehen und hier in Europa ist die Distribution auch ziemlich katastrophal als dass hier so die Einnahmen generiert werden dürften. Ich will nicht wissen, wie es Hasbro ginge, wenn sie nicht wie EA und Revell seit langem auf einem regionalen Monopol sitzen würden. Für uns Kunden wäre das wohl in jedem Fall ein wünschenswerteres Szenario. Hasbro macht reihenweise Fehler und verlässt sich streckenweise sehr darauf, durch kurzfristige Hypes gerettet zu werden.

Zum Schluß noch:
Die Endschlacht von Rogue One ist hervorragend, absolut. Der Auftritt von Darth Vader dagegen ist einfach nur einer dieser oben erwähnten feuchten Fanboyträume. Nett ja aber ich bin zumindest kein Vader Fanboy, dem einer abgeht, wenn das rote Lichtschwert angeht. Sicher keine schlechte Szene aber ich bin der Meinung, dass es einige Jahre dauert bis man absehen kann, ob etwas tatsächlich kultig ist oder auch nur einer der besten Momente im Star Wars Universum. Wenn Vaders Auftritt in der Zukunft noch so zitiert wird wie die Cantina Band, dann denke ich haben wir wohl so einen Moment.^^

Dementsprechend sehe ich das auch so mit den Rezensionen. Ich habe Lando nicht gelesen aber die Serie soll tatsächlich sehr gut sein, Prinzessin Leia dagegen war ein Totalausfall und da erwarte ich auch nicht, dass sich da je etwas ändern wird. Shattered Empire dagegen war eher fifty-fifty. Was den Rest angeht, wie die Hauptreihe würde ich abwarten, selbiges mit Darth Vader. Wie gesagt, mit Fanservice schafft man natürlich sehr einfach erst mal ganz viel Applaus zu kriegen, man erfüllt eben (zum Teil) die Wünsche der Fans. Die Frage ist, ob langfristig das was hinter dem Namen steckt der Betrachtung standhält.

Ich sehe einiges negativ, weil Lucasfilm (natürlich bis vor kurzem noch mit George Lucas als Kopf) sich quasi seit der Special Edition schwer damit tut aus seiner Haut raus zu kommen. Unnötige Änderungen an den Kernfilmen, fragwürdiger DVD Release, der Unwillen die Originalfilme ordentlich neu abzutasten und zu veröffentlichen und sei es nur um sie der Nachwelt zu erhalten, die schreiberische Qualität der Prequels, etliche Jahre in denen Star Wars im öffentlichen Bewusstsein nur noch als CGI-Trickserie bekannt war, in denen der Lichtschwert-Aspekt quasi alles beherrschte (mit ein paar Klonen eingestreut) und dann eben der Soft-Reboot und eine Ära, in der man äußerst stark auf Nummer sicher geht und einige Chancen auf der Strecke bleiben bspw. aus Rebels eben eher was wie Rogue One zu machen als einfach nur eine Fortsetzung.
Das was positiv ist, ist natürlich dass jetzt sehr viel mehr kommt und daher eben auch mal die Chance auf bspw. ein Rogue One besteht, auch mal etwas anders gemacht wird. Siehe auch Battlefront II aus anderer Perspektive. Lucasfilm hat einfach in sehr langer Zeit sehr viel verpatzt und sehr viel in eine Richtung hingearbeitet (vor allem in Kino/Serie), die mir nicht passt. Wenn man daher die Chance für einen Neuanfang und neue Impulse hat, sollte man die setzen und die kamen aber in den letzten vier Jahren ziemlich kläglich und zögerlich.
Benutzeravatar
matzab83
Beiträge: 1034
Registriert: 10.08.2009 13:54
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von matzab83 »

Visceral Games? Sind das nicht die Macher von Dead Space und Dantes Inferno?

Gerade Dantes Inferno war geil und kommt den beschriebenen recht nah (zumindest der Gameplay-Aspekt Peitsche).

Also mal schauen, was es wird. Und gerade Dantes Inferno war sehr gut. Wird eh mal Zeit für ein neues "Dantes...".
Benutzeravatar
-^Killerdödel_92^-
Beiträge: 499
Registriert: 07.02.2015 11:28
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von -^Killerdödel_92^- »

SethSteiner hat geschrieben: 22.06.2017 01:24
Show
@greenelve @Unc13Fu
Hin und wieder ist auch mal etwas ohne Namen der Person dabei, stimmt aber in der Masse, sieht man ja in der Liste, geht es weiter wie bisher. Der Unterschied zwischen Dark Horse Prä-Disney und Dark Horse/Marvel ab Disney ist schon riesig. Und ja, das ganze erinnert frappierend daran, wie es vor vierzig Jahren war (wie bei Han Solo Adventures), halt eine sehr starke Konzentration auf bekannte Namen schon im Titel. Ganz große Ausnahme ist da Dotor Aphra, die für mich auch derzeit auch die interessanteste Serie ist, eben weil es endlich mal wieder was anderes ist als "Kennste? Kennste!".
Sowas wie der Wunsch nach einem Boba Fett Film ist der Grund, warum ich bei Fans mittlerweile im Filmbusiness genauso vorsichtig bin wie mit Leuten die sich für die Marke so gar nicht interessieren. Titel:*Insert Big Name* Handlung: *Insert Wet Fan Fantasy*.

Genau da hat Rogue One IMO gezeigt wie es besser geht. Der Film hat seine Probleme aber unbekannter Cast an Charakteren mit ein paar eingestreuten Big Names, zugegeben etwas altmodische Story aber kein allseits bekannte feuchter Fantraum und ein Ende dass man sich so eigentlich bei der Marke nicht trauen würde. SO muss das laufen. Was neues, was das Universum erweitert und nicht einfach "Yoda: Origins - Year One - The Movie - The Green Awakens".

Mehr Kreativität eben als die Nummer-sicher-Tour, bei einer der Marke bei der man den Karren voll in den Dreck fahren kann, nach dem er vorher durch die Wand gefahren wurde und trotzdem ziemlich unbeschadet rauskommt. Das beste Beispiel dafür ist ja eben die Prequeltrilogie, die das Fandom geteilt hat, wie es das EU nie gekonnt hätte (weil es sich halt auch so leicht ignorieren ließ), Star Wars als Marke nicht nennenswert beschädigt hat. Das heisst selbstverständlich nicht, dass man nicht auf die Nase fliegen kann, der Clone Wars "Kinofilm" bspw. damals war kein sonderlicher Erfolg und die Rebels TV Serie hat es wohl auch nicht so leicht derzeit aber grundsätzlich ist die Marke eine ziemlich sichere Bank und generiert Aufmerksamkeit.
Ich sehe allerdings ein Problem darin, wenn man sich in Selbstzitaten ergeht. Ja die Prequels waren absoluter Mist, das hat man auch darin gesehen wie von einem auf den anderen Film die Zahlen eingebrochen sind (eher die weltweiten Einnahmen, da ich Zuschauerzahlen auf die schnelle nicht finden konnte), statt nur abzuflauen was schon gewöhnlicher ist. Daher sehe ich The Force Awakens auch qualitativ auf genau derselben Ebene wie Episode I, der IMO trotz Jar Jar noch der beste der drei Prequelfilme ist. TFA ist in vielfacher Weise anders, unbestreitbar aber ebenso voller Schwächen, dies mal nicht weil eine Einelperson allein ohne die erforderlichen Qualifikationen das Script geschrieben hat, sondern weil man nicht sonderlich risikofreudig husch, husch mit weit weniger kreativen Elan als rein wirtschaftlichen Überlegungen in eine Filmunternehmung gegangen ist (besonders, nach dem man den ersten Autoren gefeuert hat).

Ich will gar nicht abstreiten, dass es schwankende Qualität schon immer gab und auch die Konzentration auf bekannte Helden aber Star Wars war eben auch schon mal weiter gewesen. Und es ist schon ein Unterschied ob ich 1980 die Abenteuer von Han Solo sehe oder nach vierzig Jahren immer noch quasi. Und das wo man zwischendurch dann eben auch mal die Stories anderer Helden hatte, sei es jetzt Kyle Katarn, Aayla Secura, Cade Skywalker, natürlich immer wieder mit Einschlag bekannter Helden aber doch zumindest Weiterentwicklung. Soviel Mist wie man in Star Wars hatte, soviele Perlen gab es aber eben auch dazwischen, beinahe egal welches Medium wir uns da anschauen.
Eine Ausnahme ist aufjedenfall das Fernsehen. Droids war gorttig, Ewoks war auch nicht besonders und TCW hat erst in den letzten Zügen angezogenn, ja und das Weihnachtsspecial erwähnen wir besser nicht. Hier haben wir halt auch den George Lucas, der schon in Episode VI (ja auch das erkenne ich absolut an) anfing Star Wars in eine kindlichere, teilweise auch einfach nur kindische Ecke zu schieben und das dann in seiner Disziplin also Film/Serie ziemlich konsequent durchzog. Selbst Disney hat sich da ja nicht getraut auszubrechen. Na ja, "selbst".^^

Was Hasbro angeht:
Ja die hatten schlechtere Umsätze aber einerseits war denen damals ja bekannt wohin die Reise geht und trotzdem haben sie die Qualität massiv zusammengesutzt, was bei einer Firma wie Hasbro mit Milliardenumsatz nun wirklich nicht nötig war bei einer Marke wie Star Wars und gehofft damit Erfolg zu haben. Was erleben wir dieses Jahr? Rückkehr zur The Vintage Collection. So erfolgreich war man mit 5POA nicht (mit 6 Inch sieht es wieder anders aus, das dürfte lange gewünscht worden sein). Ohne The Force Awakens dürfte Hasbro denke ich zumindest bei Star Wars richtig auf die Fresse geflogen sein. Gleichzeitig dürfte man auch durch die ausländische Konkurrenz immer stärker unter Druck stehen und hier in Europa ist die Distribution auch ziemlich katastrophal als dass hier so die Einnahmen generiert werden dürften. Ich will nicht wissen, wie es Hasbro ginge, wenn sie nicht wie EA und Revell seit langem auf einem regionalen Monopol sitzen würden. Für uns Kunden wäre das wohl in jedem Fall ein wünschenswerteres Szenario. Hasbro macht reihenweise Fehler und verlässt sich streckenweise sehr darauf, durch kurzfristige Hypes gerettet zu werden.

Zum Schluß noch:
Die Endschlacht von Rogue One ist hervorragend, absolut. Der Auftritt von Darth Vader dagegen ist einfach nur einer dieser oben erwähnten feuchten Fanboyträume. Nett ja aber ich bin zumindest kein Vader Fanboy, dem einer abgeht, wenn das rote Lichtschwert angeht. Sicher keine schlechte Szene aber ich bin der Meinung, dass es einige Jahre dauert bis man absehen kann, ob etwas tatsächlich kultig ist oder auch nur einer der besten Momente im Star Wars Universum. Wenn Vaders Auftritt in der Zukunft noch so zitiert wird wie die Cantina Band, dann denke ich haben wir wohl so einen Moment.^^

Dementsprechend sehe ich das auch so mit den Rezensionen. Ich habe Lando nicht gelesen aber die Serie soll tatsächlich sehr gut sein, Prinzessin Leia dagegen war ein Totalausfall und da erwarte ich auch nicht, dass sich da je etwas ändern wird. Shattered Empire dagegen war eher fifty-fifty. Was den Rest angeht, wie die Hauptreihe würde ich abwarten, selbiges mit Darth Vader. Wie gesagt, mit Fanservice schafft man natürlich sehr einfach erst mal ganz viel Applaus zu kriegen, man erfüllt eben (zum Teil) die Wünsche der Fans. Die Frage ist, ob langfristig das was hinter dem Namen steckt der Betrachtung standhält.

Ich sehe einiges negativ, weil Lucasfilm (natürlich bis vor kurzem noch mit George Lucas als Kopf) sich quasi seit der Special Edition schwer damit tut aus seiner Haut raus zu kommen. Unnötige Änderungen an den Kernfilmen, fragwürdiger DVD Release, der Unwillen die Originalfilme ordentlich neu abzutasten und zu veröffentlichen und sei es nur um sie der Nachwelt zu erhalten, die schreiberische Qualität der Prequels, etliche Jahre in denen Star Wars im öffentlichen Bewusstsein nur noch als CGI-Trickserie bekannt war, in denen der Lichtschwert-Aspekt quasi alles beherrschte (mit ein paar Klonen eingestreut) und dann eben der Soft-Reboot und eine Ära, in der man äußerst stark auf Nummer sicher geht und einige Chancen auf der Strecke bleiben bspw. aus Rebels eben eher was wie Rogue One zu machen als einfach nur eine Fortsetzung.
Das was positiv ist, ist natürlich dass jetzt sehr viel mehr kommt und daher eben auch mal die Chance auf bspw. ein Rogue One besteht, auch mal etwas anders gemacht wird. Siehe auch Battlefront II aus anderer Perspektive. Lucasfilm hat einfach in sehr langer Zeit sehr viel verpatzt und sehr viel in eine Richtung hingearbeitet (vor allem in Kino/Serie), die mir nicht passt. Wenn man daher die Chance für einen Neuanfang und neue Impulse hat, sollte man die setzen und die kamen aber in den letzten vier Jahren ziemlich kläglich und zögerlich.
Das war jetzt schon etwas kurz gefasst. Geht das auch ausführlicher? :)
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11871
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von SethSteiner »

Tut mir leid, ich konnte mich nicht halten.^^
Benutzeravatar
greenelve
Beiträge: 48763
Registriert: 07.04.2009 19:19
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von greenelve »

SethSteiner hat geschrieben: 22.06.2017 01:24 Genau da hat Rogue One IMO gezeigt wie es besser geht. Der Film hat seine Probleme aber unbekannter Cast an Charakteren mit ein paar eingestreuten Big Names, zugegeben etwas altmodische Story aber kein allseits bekannte feuchter Fantraum und ein Ende dass man sich so eigentlich bei der Marke nicht trauen würde. SO muss das laufen. Was neues, was das Universum erweitert und nicht einfach "Yoda: Origins - Year One - The Movie - The Green Awakens".
Rogue One ist gefüllt mit Fanservice. Die zwei Typen aus Mos Eisley, die Streit mit Luke suchten? Die sind da rumgelaufen, weil....Gründe. Da war schon gut Fanservice dabei, den du kritisiert. https://youtu.be/t9-pTStLGGo?t=193 Einiges zusammengefasst.
Die Story ist jetzt auch nicht neuer als die Vorgeschichte von Yoda, der Film ist eine aufgeblähte Erzählung einiger Sätze des Lauftextes vom ersten Star Wars Filmes. Da würde man bei Yodas Kindheit mehr erfahren.

Der Tod sämtlicher Charakter ist logisch, da sie in Episode 4 nicht auftauchen - oder gar erwähnt werden. Sie müssen also wortwörtlich weggebombt werden. Kritisiert am Film werden die blassen Charaktere, inklusive der Begründung, man dürfe nicht zu viel über sie erfahren, sie dürfen einem nicht zu sehr ans Herz wachsen. denn sie können den Film nicht überleben. Der Ablauf mit Jyn Erzo erinnert auch frappierend an Episode 7. Junge Frau schlägt sich allein auf wüstenartigen Planet durch? Trifft auf Mann und sie ist wichtig für die weitere Story? Beide müssen auf ihrer Reise vor dem Imperium verstecken?

Rogue One ist recht naheliegend, lässt es sich vermarkten mit "Ihr wolltet schon immer wissen, wie die Rebellen an die Pläne des Todessterns gekommen sind" und "So können wir easy alte Charaktere einbauen". Risiko sieht anders aus. Etwas völlig Neues aufzubauen, was vorher niemand gefragt hat, das wäre Mutig. Mutig war in der Hinsicht der Ton, alles mehr in Richtung Kriegsfilm zu führen.
Force Awaken war, auch durch die vielen Referenzen zu Episode 4, ein Beweis dafür, zu den Ursprüngen zurück zu kehren und die Prequel-Trilogie vergessen zu machen. Symbolisch dafür, wenn ich es noch richtig im Kopf hab, fingen die alten Filme mit Laserschüssen an, während Episode 1 im speziellen mit Diplomatie begann. Durch die Wiederholung der Szene aus Ep4 in Ep7 zu Beginn, sollte den Fans klargemacht werden, es geht wieder in die richtige Richtung, in die der alten Filme: Star Wars so, wie man es liebt.
Und ja, das ist eine Entschuldigung für die vielen Anleihen in Ep4. Das hätte weniger sein können. Das Signal aber war das Richtige: Es geht überlegt weiter, die Fans sollen wieder abgeholt werden. Und Ep8 wird dann erst so richtig zeigen, ob komplett eigene Story geht.

Es ist interessant wie du Dinge schlecht siehst, die andere loben und im Umkehrschluss positives siehst, was andere kritisieren. Und du sagst es zum Schluss ja auch, früher war nicht alles Gold und jetzt ist auch einiges dabei, was dir gefällt. ^^x
johndoe1703458
Beiträge: 2762
Registriert: 08.12.2013 21:50
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von johndoe1703458 »

Xyt4n hat geschrieben: 21.06.2017 22:21 Ich kanns nicht nachvollziehen. Es gab doch erst 2 Star Wars Filme und nur ein Star Wars Spiel in den letzten 2-3 Jahre.
In einem Monat kommen gefühlt 3 Marvel Filme und nun biedern sich andere Filme (Universal Horror und natürlich DC) auch noch an den Mist an.

So wie es euch geht, so musste ich bei der Spider Man Vorstellung der Sony PK die Augen rollen :mrgreen:
Es sind innerhalb von ca. 18-20 Monaten zwei Filme und ein Spiel zu Star Wars erschienen. Innerhalb von nicht einmal weiteren 6 Monaten gesellt sich ein weiteres Spiel und ein weiterer Film hinzu, nur um dann im nächsten von noch einem Film und im übernächsten Jahr mit noch noch noch einem Film und eventuell sogar einem Spiel beglückt zu werden.

Dazu kommen noch die vorherigen Trilogien und die Lego Star Wars Spiele und bestimmt noch einige andere Dinge, die ich schon zum Glück vergessen habe.

Also ja: Star Wars ist omnipräsent.
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11871
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Star Wars (Visceral Games) - Gerüchte über Story, Hauptcharakter und eine Peitsche

Beitrag von SethSteiner »

greenelve hat geschrieben: 22.06.2017 18:45
SethSteiner hat geschrieben: 22.06.2017 01:24 Genau da hat Rogue One IMO gezeigt wie es besser geht. Der Film hat seine Probleme aber unbekannter Cast an Charakteren mit ein paar eingestreuten Big Names, zugegeben etwas altmodische Story aber kein allseits bekannte feuchter Fantraum und ein Ende dass man sich so eigentlich bei der Marke nicht trauen würde. SO muss das laufen. Was neues, was das Universum erweitert und nicht einfach "Yoda: Origins - Year One - The Movie - The Green Awakens".
Rogue One ist gefüllt mit Fanservice. Die zwei Typen aus Mos Eisley, die Streit mit Luke suchten? Die sind da rumgelaufen, weil....Gründe. Da war schon gut Fanservice dabei, den du kritisiert. https://youtu.be/t9-pTStLGGo?t=193 Einiges zusammengefasst.
Die Story ist jetzt auch nicht neuer als die Vorgeschichte von Yoda, der Film ist eine aufgeblähte Erzählung einiger Sätze des Lauftextes vom ersten Star Wars Filmes. Da würde man bei Yodas Kindheit mehr erfahren.

Der Tod sämtlicher Charakter ist logisch, da sie in Episode 4 nicht auftauchen - oder gar erwähnt werden. Sie müssen also wortwörtlich weggebombt werden. Kritisiert am Film werden die blassen Charaktere, inklusive der Begründung, man dürfe nicht zu viel über sie erfahren, sie dürfen einem nicht zu sehr ans Herz wachsen. denn sie können den Film nicht überleben. Der Ablauf mit Jyn Erzo erinnert auch frappierend an Episode 7. Junge Frau schlägt sich allein auf wüstenartigen Planet durch? Trifft auf Mann und sie ist wichtig für die weitere Story? Beide müssen auf ihrer Reise vor dem Imperium verstecken?

Rogue One ist recht naheliegend, lässt es sich vermarkten mit "Ihr wolltet schon immer wissen, wie die Rebellen an die Pläne des Todessterns gekommen sind" und "So können wir easy alte Charaktere einbauen". Risiko sieht anders aus. Etwas völlig Neues aufzubauen, was vorher niemand gefragt hat, das wäre Mutig. Mutig war in der Hinsicht der Ton, alles mehr in Richtung Kriegsfilm zu führen.
Force Awaken war, auch durch die vielen Referenzen zu Episode 4, ein Beweis dafür, zu den Ursprüngen zurück zu kehren und die Prequel-Trilogie vergessen zu machen. Symbolisch dafür, wenn ich es noch richtig im Kopf hab, fingen die alten Filme mit Laserschüssen an, während Episode 1 im speziellen mit Diplomatie begann. Durch die Wiederholung der Szene aus Ep4 in Ep7 zu Beginn, sollte den Fans klargemacht werden, es geht wieder in die richtige Richtung, in die der alten Filme: Star Wars so, wie man es liebt.
Und ja, das ist eine Entschuldigung für die vielen Anleihen in Ep4. Das hätte weniger sein können. Das Signal aber war das Richtige: Es geht überlegt weiter, die Fans sollen wieder abgeholt werden. Und Ep8 wird dann erst so richtig zeigen, ob komplett eigene Story geht.

Es ist interessant wie du Dinge schlecht siehst, die andere loben und im Umkehrschluss positives siehst, was andere kritisieren. Und du sagst es zum Schluss ja auch, früher war nicht alles Gold und jetzt ist auch einiges dabei, was dir gefällt. ^^x
@greenelve
Weißt du wie lang mein Kommentar geworden wäre, hätte ich auch noch eine komplette Rogue One Abhandlung geschrieben?^^ Genau die Szene mit Ponda Baba und Dr. Evazan ist auch ein Kritikpunkt von mir, betrifft ebenso R2D2. Es ist recht ulkig aber Rogue One hat exakt beide Arten von Fanservice vertreten, nämlich den der gelungen, weil subtil ist und gut eingebunden und den der laut und plumb ist. Das gerade genannte ist letzteres, die Erwähnung von General Syndulla über Lautsprecher oder die Ghost aus Rebels, die man in ein paar Szenen erkennen kann, wenn man genau hinsieht, dagegen sind absolut gelungen. Gleiches trifft auch auf den Auftritt von Leias Ziehvater, Bail Organa, zu. Darth Vaders Auftritt würde ich dazwischen verordnen, er wird nicht nur um seiner selbst Willen auf die Leinwand geworfen, die ganze Szene ist nicht nur einfach cool weil "muh, Vader dreht durch", sondern weil sie großartig choreographiert ist und meiner Meinung nach viel besser als die einzelnen vorangegangenen Tode diesen verzweifelten Kampf der Schwachen gegen die Starken, des Guten gegen das Böse visualisiert. Natürlich ist da eine ordentliche Portion Fanservice bei, dem ich als jemand der eben kein Vader Fan ist, nicht viel abgewinnen kann. Aber es ist noch mal etwas anderes als wenn die Kamera auf zwei Charaktere aus einem alten Film gehalten wird, in einer Szene die keinen anderen Zweck erfüllt als zusagen: Schaut her, die beiden kennt ihr doch! Erkennt ihr sie? Genau, das sind die zwei Typen aus der Bar auf Tatooine! Und wir haben sie hier in diesem Film, für euch, man ist das geil oder? Voll der throwback!

Was jetzt den Tod der Charaktere angeht:
Es ist nicht logisch. Es ist in Ordnung aber es gibt keine Bedingung für ihren Tod. Dass sie in Episode IV nicht auftauchen ist kein Grund, auch nicht dass sie generell in der OT nicht auftauchen. Die gesamte OT zeigt maßgeblich die Perspektive von Luke und seinen Freunden. Alles was wir von der Rebellenallianz sehen ist die Tantive, die kurzen Szenen auf Yavin IV im Hangar, Kontrollzentrum und der Siegesfeier, ein paar Gänge/Gräben, ein Sanitätsraum und der Hangar auf Hoth, die Armada am Ende von TESB und ein bisschen was vom Sanitätsschiff, den Konferenzraum in ROTJ sowie die Brücke von Home One. Das war es eigentlich. Vom eigentlichen Galaktischen Bürgerkrieg kriegen wir eigentlich nichts mit, außer wenn Luke und seine Freunde involviert sind. Wir sehen keine urbaneren Gegenden, den Untergrundkampf, die Spezialeinheiten (abgesehen vielleicht von ROTJ und selbst da liegt der Fokus auf unsere Gang), Agenten und so weiter.

Dass man also Jyn oder Cassian nicht sieht, hätte denselben Grund, warum man auch keine Deah Trooper oder Shoretrooper oder Tie-Striker sieht. Sie sind nicht am selben Ort, entweder nicht gerade an Stelle der Kamera oder einem ganz anderen Teil der Galaxis, sie haben unter Umständen ach ganz andere Aufgaben. Cassian bspw. war ein Agent, kein regulärer Soldat. Jyn war auf der Mission auch nur wegen ihrem Vater, Chirrut und Baze waren Tempelwächter, Bodhi ein imperialer Frachterpilot ecetera. Es ist eine riesige Galaxis, übrigen ist General Draven aus Rogue One auch ohne zu sterben nicht in ANH aufgetaucht und ich habe noch keinen gehört der sich darüber beschwert hätte.^^ Man muss nichts töten, was nicht in den Filmen zusehen ist, auch wenn man es tun kann. Die einzige Bedingung die wir tatsächlich haben ist eigentlich, dass es um Yoda Tod herum keine Jedi mehr geben sollte.

Zu TFA:
Hat mich nicht abgeholt, sondern abgeschreckt. Man hatte ja schon die alte Garde, den alten Stil, wozu noch die ganzen Selbstreferenzen und Wiederholungen? Ich werde TLJ voraussichtlich nicht mehr im Kino sehen, das was bisher zusehen war von TLJ sah auch nicht danach aus als ob sich da irgendwas an der schreiberischen Qualität ändern würde oder gar Fehler anerkannt hätte bspw. bei Captain Phasma, die man vermutlich einfach weiter versucht super cool und awesome zu verkaufen. Ich habe mich zu erst auf einen neuen, eigenständigen Film und eine Fortsetzung der alten Trilogie gefreut, dann bin ich ins Kino gegangen einfach in der Hoffnung, dass wenn schon kopiert, dann wenigstens die schreiberische Qualität stimmt und am Ende rausgegangen im Bewusstsein, dass auch das nicht funktioniert hat. Das reicht nicht mich in eine Trilogie mitzunehmen, da reicht kein "im nächsten Film wirds ja vielleicht besser". Zumindest bei mir. Wie es mit dem Rest ist, werden wir dann im Dezember sehen.

Das Ganze ich finde schlecht, was andere Loben und umgedreht und früher war nicht alles Gold und jetzt gibt es Dinge die ich mag: Das liegt daran, dass ich das alles differenziert sehe. Wir haben ja nicht nur ein, sondern mehrere Medien, unterschiedliche Autoren oder Köpfe, unterschiedliche Zeiten mit unterschiedlichen Bedingungen. Wir haben also viele Faktoren, ja selbst in einem Film wie Rogue One. Entsprechend kann ich auch nur grob von Tendenzen, wiederum vor allem in bestimmten Bereichen sprechen. Ich teile das ganze mal grob in 4 Ären auf.

Die Lucas-Ära der 80er und 90er hat irrelevante TV-Serien und Filme rausgebracht (also nach 1983), einige herausragende und andererseits vergessenswerte Comics und Bücher und eine Reihe ganz großartiger Videospiele. Eine tolle Zeit, die aber auch ein wenig verschwendetes oder ungenutztes Potential hatte.

Dann kam die Lucas-Special Edition/PT Ära, die Star Wars nachhaltig verändert hat und auf der positiven Seite das Universum endlich erweiterte und neu visualisierte, noch bessere Videospiele, nun mittlerweile eine sehr zweischneidige Literatur (Stichwort Yuuzan Vong in der New Jedi Order), auf der Negativen aber das Fandom in zwei Lager teilte.

Dann die Lucas-TCW Ära, in der Star Wars eigentlich nur noch die TCW-Serie im Fernsehen war, das den Kanon ebenfalls noch ein Mal sehr stark selbstbestimmt hat, in der die Videospiele sich reduzierten und auch qualitativ nicht mehr mithalten konnten. Mit der Legacy Reihe hat man im Comic-Sektor noch mal einen Meilenstein geschaffen. Merchandise technisch also was Figuren betraf war man in dieser Ära grundsätzlich ganz stark.

Und schließlich in der Disney-Ära haben wir streckenweise eine Fortsetzung der TCW-Ära, wie mit Rebels, eine Rückbesinnung die oftmals aber zu Selbstzitaten verkommt und einen "Schwebezustand" würde ich es mal nennen, wo man eine Menge Potential hat, bei dem man nicht sicher sein kann, ob das genutzt wird und vor allem wann. Qualitativ ist das meiste, auch die neuen Filme, zwischen grausig, solala bis nett anzusiedeln. Wobei halt ausgerechnet die TV Serie und TFA eher zwischen grausig und solala schwanken. Was Merchandise angeht, ist man abseits von Hasbro vielfach vermutlich größer als je zuvor. Allein die ganzen Produkte von FFG wie X-Wing, Rebellion, Armada oder Imperial Assault sind einsame Klasse. Was Videospiele angeht, herrscht im Grunde immer noch ziemliche Flaute.

Die momentane Situation ist ziemlich ambivalent, ich habe keine großen Hoffnungen derzeit für FIlm und Fernsehen, was eigentlich Star Wars Kern ist (allen voran Kino), denke auch nicht dass die Monopole sonderlich gut sind, sehe aber eben zumindest hin und wieder Versuche durchscheinen, Star Wars weiter zu bringen und neue oder vernachlässigte Aspekte zu nutzen und damit eine Nachfrage zu befriedigen, der man sich sehr lange entzogen hat, wie im Fall von Battlefront II die imperiale Perspektive. Einiges ist aber immer noch ziemlich gleich geblieben, obwohl George Lucas weg ist, weil immer noch Lucas sehr nahe Leute das sagen haben, wie Kennedy oder Filoni, die vieles immer noch sehr ähnlich machen in politischer und/oder inhaltlicher Hinsicht.