Wulgaru hat geschrieben:Was repräsentativ bedeutet ist glaube ich eines der größte Probleme was wissenschaftliche Studien im Internet haben. Man muss nicht eine Million Menschen befragen um Aussage über eine Million Menschen zu machen.
Dasselbe Problem gabs erst vor einigen Tagen mit dem Glücksatlas Deutschland

1000 Leute befragt. "Was, das soll repräsentativ sein?!!?!?!" Auf Facebook kommentierte die Tagesschau das ganz flapsig mit: "Ja." Ob man damit die Wutbürger davon überzeugt, dass Toleranz glücklich macht, sei mal dahingestellt.
Es ist theoretisch schon möglich, von einem Teil auf die Gesamtheit zu schließen, nur gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind und die auch nicht wirklich empirisch festgelegt sind. Gerade Marketingunternehmen behaupten immer gerne, eine "repräsentative Stichprobe" zu haben, unterscheiden sich in ihrer Methodik dann aber gravierend. Von solchen Zahlen kann man also halten, was man will, solange man nicht mit der Datenerhebung vertraut ist. Ich bin nur heilfroh, dass ich in meinem Job auf sowas nicht angewiesen bin. Selbst beim Glücksatlas finde ich das problematisch, da man auf die Schnelle außer den Ergebnissen und Schaubildchen nichts findet, was einen Rückschluss auf die Repräsentativität der Studie zulässt. Man kann sich zwar ein Buch für 15 € kaufen, ob darin aber auf die Studie eingegangen wird oder ob da nur auf 112 Seiten steht "jaja, die Sachsen sind sooo unglücklich, weil sie Ausländer und die Merkel hassen" weiß ich leider auch nicht.