Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

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WiNgZzz
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von WiNgZzz »

Klusi hat geschrieben:Kann man für diese Sachen auch "unfreiwillig" bezahlen? :Häschen:
Ich könnte mir vorstellen das dieser Satz eher wie folgt gemeint war:
"Es soll doch tatsächlich eine Million Deutsche geben, die wirklich freiwillig für Let's Play-Inhalte bezahlen!? 8O WTF???"
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Miep_Miep
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Miep_Miep »

Hm, ich scheine offenbar die einzige hier zu sein, die Let´s Plays anschaut. Da ich seit ca. 1 Jahr komplett auf die Xbox One umgestiegen bin, kann ich viele Spiele (vor allem PC-Spiele) nicht selbst spielen und schaue mir daher gerne Videos anderer Leute an. Ich finde es sehr unterhaltsam Gronkh, Pandorya, Bruugar und Co. zuzusehen. Jedem das seine
godsinhisheaven
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von godsinhisheaven »

Mädels, wenn ihr weder ne Ahnung von Statistik habt, noch davon was die Faszination von Let's Plays (in welcher Form auch immer) ausmacht, dann einfach mal nicht den Hahn aufreißen!!!

Ich habe mich aufgrund meiner Kinder schon mit dem Thema beschäftigt und kann wenigstens nachvollziehen was dahinter steckt. Klar spiele ich lieber als Videos zu gucken, so viel Zeit habe ich auch gar nicht. Nichtsdestotrotz sollte man als spieleaffiner Mensch wenigstens in Grundzügen darüber bescheid wissen was die Jugend aktuell so treibt.
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Wulgaru
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Wulgaru »

Was repräsentativ bedeutet ist glaube ich eines der größte Probleme was wissenschaftliche Studien im Internet haben. Man muss nicht eine Million Menschen befragen um Aussage über eine Million Menschen zu machen.
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JunkieXXL
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von JunkieXXL »

Ich gucke mir auch ab und zu Lets Plays an, meist zu Horrorspielen, die ich mich selbst nicht traue. Mit Facecam macht das mehr Spaß als dieser ganze Schrott im Fernsehen.

Die Vorteile sind für mich außerdem, dass ich Geld fürs Spiel spare und durch das nicht selbstständige Spielen bessere Entspannung finde (man kann zum Beispiel gemütlich dabei essen).

Bezahlen würde ich für ein Lets Play aber niemals freiwillig, weil das so aufregend nun nicht ist. Abgesehen davon ist es m.E. auch keine richtige Arbeit, sondern nach wie vor Freizeitvergnügen. Zumal Lets Player völlig spontan agieren und mit keinerlei nennenswerten redaktionellen oder journalistischen Qualitäten aufwarten. Es ist eher so, als würde ich einem Kumpel über die Schulter schauen, während er zockt. Und dafür zahlen ich doch kein Geld. Würde mir ja auch nie einfallen, Geld dafür zu nehmen, wenn mir jemand beim Zocken zuguckt.
Jim Panse
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Jim Panse »

Echt mal! Diese bekloppten Kiddos. Sollen gefälligst wad vernünftiges wie "Bauer sucht Frau" gucken! Immer diese neumodische Scheiße! ^^

Aber mal im Ernst: Was zählt denn überhaupt unter Let'sPlay. Ich guck z.B. gerne CoH Matches. Die sind allerdings kommentiert, d.h. der Streamer spielt da nicht selbst. Ist das noch Let'sPlay?

Ansonsten gibts natürlich auch viel Mist, klar. Das liegt nun mal daran, dass Youtube ne offene Plattform ist. Da kann jeder Furz seine Visage in die Cam halten. Ohne Programmdirektor, muss man da schon selbst filtern und sich Charaktere raussuchen, denen man gerne zuschaut/hört. Dafür is man aber auch nicht so quoten-abhängig wie in den etablierten Medien.
BlackDragon1980BLN
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von BlackDragon1980BLN »

Also ich schaue schon seit Jahren mit meiner Freundin abends LP´s, ist allemal besser als das Fernsehprogramm mit seinen 10min. Werbeunterbrechungen. Und Serien etc. werden auch nur noch am PC geschaut. Aber freiwillig den Let´s Playern auch noch zusätzlich Geld spenden, nö. Kann auch nur immer wieder ungläubig mit dem Kopf schütteln wenn ich sehe wie viel Geld z.B. dem Gronkh auf Twitch gespendet wird wenn er nen Livestream hat. Da kommen an einem Abend Summen zusammen die verdient ein normaler Mensch in nen halben Jahr. Da hört das verständnis bei mir auf, aber muss ja jeder selbst wissen wie er seine Kohle verschleudert.
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Jondoan
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Jondoan »

Wulgaru hat geschrieben:Was repräsentativ bedeutet ist glaube ich eines der größte Probleme was wissenschaftliche Studien im Internet haben. Man muss nicht eine Million Menschen befragen um Aussage über eine Million Menschen zu machen.
Dasselbe Problem gabs erst vor einigen Tagen mit dem Glücksatlas Deutschland :lol: 1000 Leute befragt. "Was, das soll repräsentativ sein?!!?!?!" Auf Facebook kommentierte die Tagesschau das ganz flapsig mit: "Ja." Ob man damit die Wutbürger davon überzeugt, dass Toleranz glücklich macht, sei mal dahingestellt.

Es ist theoretisch schon möglich, von einem Teil auf die Gesamtheit zu schließen, nur gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind und die auch nicht wirklich empirisch festgelegt sind. Gerade Marketingunternehmen behaupten immer gerne, eine "repräsentative Stichprobe" zu haben, unterscheiden sich in ihrer Methodik dann aber gravierend. Von solchen Zahlen kann man also halten, was man will, solange man nicht mit der Datenerhebung vertraut ist. Ich bin nur heilfroh, dass ich in meinem Job auf sowas nicht angewiesen bin. Selbst beim Glücksatlas finde ich das problematisch, da man auf die Schnelle außer den Ergebnissen und Schaubildchen nichts findet, was einen Rückschluss auf die Repräsentativität der Studie zulässt. Man kann sich zwar ein Buch für 15 € kaufen, ob darin aber auf die Studie eingegangen wird oder ob da nur auf 112 Seiten steht "jaja, die Sachsen sind sooo unglücklich, weil sie Ausländer und die Merkel hassen" weiß ich leider auch nicht.
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Eisenherz
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Eisenherz »

Das mit den Lets Plays haben sich die Firmen auch selbst zuzuschreiben. Früher gab es mal so eine nette Sache, mit der sich Spieler vor dem Kauf eines Spiels über dessen Qualitäten informieren- und auch testen konnten, ob es überhaupt vernünftig läuft. Das nannte sich "Demo". Die Älteren unter uns kennen das vielleicht noch.
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ZackeZells
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von ZackeZells »

Eisenherz hat geschrieben:Das mit den Lets Plays haben sich die Firmen auch selbst zuzuschreiben. Früher gab es mal so eine nette Sache, mit der sich Spieler vor dem Kauf eines Spiels über dessen Qualitäten informieren- und auch testen konnten, ob es überhaupt vernünftig läuft. Das nannte sich "Demo". Die Älteren unter uns kennen das vielleicht noch.
Für mich sind Letz Plays zu meist "Demos" - schnappe ich den Titel eines mir unbekannten Spieles auf, gehe ich auf YT und hacke den Titel + Gameplay in die Suchleiste und klick meist den ersten oder zweiten Link an um mir eine Übersicht zu verschaffen. Dabei achte ich nicht darauf von wem das Lets Play ist - geb da nen feuchten auf den Personenkult, am liebsten sind mir die Lets player die einfach ruhig sind und was vom Spiel zeigen - oft mach ich auch den Ton aus, da das geseiere vom Spieler nervig ist.

Und klar, wir zahlen alle für Lets Plays - mit unseren Daten.....also immer schön cookies sammeln :)
Zuletzt geändert von ZackeZells am 19.10.2016 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Wulgaru
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Wulgaru »

Jondoan hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Was repräsentativ bedeutet ist glaube ich eines der größte Probleme was wissenschaftliche Studien im Internet haben. Man muss nicht eine Million Menschen befragen um Aussage über eine Million Menschen zu machen.
Dasselbe Problem gabs erst vor einigen Tagen mit dem Glücksatlas Deutschland :lol: 1000 Leute befragt. "Was, das soll repräsentativ sein?!!?!?!" Auf Facebook kommentierte die Tagesschau das ganz flapsig mit: "Ja." Ob man damit die Wutbürger davon überzeugt, dass Toleranz glücklich macht, sei mal dahingestellt.

Es ist theoretisch schon möglich, von einem Teil auf die Gesamtheit zu schließen, nur gibt es viele Faktoren, die zu beachten sind und die auch nicht wirklich empirisch festgelegt sind. Gerade Marketingunternehmen behaupten immer gerne, eine "repräsentative Stichprobe" zu haben, unterscheiden sich in ihrer Methodik dann aber gravierend. Von solchen Zahlen kann man also halten, was man will, solange man nicht mit der Datenerhebung vertraut ist. Ich bin nur heilfroh, dass ich in meinem Job auf sowas nicht angewiesen bin. Selbst beim Glücksatlas finde ich das problematisch, da man auf die Schnelle außer den Ergebnissen und Schaubildchen nichts findet, was einen Rückschluss auf die Repräsentativität der Studie zulässt. Man kann sich zwar ein Buch für 15 € kaufen, ob darin aber auf die Studie eingegangen wird oder ob da nur auf 112 Seiten steht "jaja, die Sachsen sind sooo unglücklich, weil sie Ausländer und die Merkel hassen" weiß ich leider auch nicht.
Nun, Marketingunternehmen haben ja auch einen Interessenkonflikt, da sie höchstwahrscheinlich bestimmte Ergebnisse produzieren sollen. Kann natürlich auch in diesem Falle so beeinflusst sein.

Bei sowas wie dem Glücksatlas besteht dieser Konflikt ja per se nicht, auch wenn ich da jetzt nicht weiß was da hinter steht (und Sachsen-Bashing scheint mir dann doch eher das zu sein was die Medien daran unterhaltsam finden). Meistens steht in solchen Reports ja drin, wie man methodisch vorgegangen ist, sofern das mehr ist als nur populärwissenschaftlich. Ich finde es umgekehrt meist beeindruckend wie gut Wahlforschungsinstitute mittlerweile sind. Nach dem 2005er-Desaster gab es da ja gewaltige Fortschritte, auch was die ganzen Langzeitstudien angeht.

Ich finde es halt immer nur nervig wenn dann in Threads wie diesen dann grundsätzlich kommt "was nur 3000 Leute" wie soll das denn repräsentativ sind, hier leben doch zig Millionen" (sinngemäß, damit ich niemandem was in den Mund lege).
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Jondoan
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Jondoan »

Wulgaru hat geschrieben: Ich finde es halt immer nur nervig wenn dann in Threads wie diesen dann grundsätzlich kommt "was nur 3000 Leute" wie soll das denn repräsentativ sind, hier leben doch zig Millionen" (sinngemäß, damit ich niemandem was in den Mund lege).
Versteh ich voll und ganz, mir ging es früher aber genauso, bevor ich mich mal wirklich abseits der eher abstrakten Uni-Vorlesungen zu dem Thema eingelesen habe. Ich dachte mir auch "wenn die jetzt 10 Rentner befragen, die zufällig mal ihren Enkel beim Lets Play gucken gesehen haben, dann wissen gleich 100% aller Rentner, was ein Lets Play ist". Aber das wäre wohl schon ein großer Zufall :mrgreen:

Ich finde es halt auch schwer, darüber aufzuklären, weil sich zumindest auf die schnelle nix finden lässt. Zum Beispiel der Glücksatlas wieder, statt dass man da irgendwo mal erklärt bekommt (gerne auch vereinfacht) wie die Zahlen überhaupt zu stande gekommen sind und warum sie repräsentativ sein sollen, findet man nur überall die Zahlen wieder. Für den typischen PEGIDA-Anhänger sind das vermutlich dann wieder "staatsgelenkte Studien" oder dergleichen. Aber ob man die überhaupt aufklären kann, ist eine andere Frage. Ich wäre schon zufrieden, wenn man auf einfache Weise die von dir erwähnten Leute, die erstmal grundsätzlich nicht an Repräsentativität glauben aufklären könnte.
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ZackeZells
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von ZackeZells »

Jondoan hat geschrieben:
Versteh ich voll und ganz, mir ging es früher aber genauso, bevor ich mich mal wirklich abseits der eher abstrakten Uni-Vorlesungen zu dem Thema eingelesen habe. Ich dachte mir auch "wenn die jetzt 10 Rentner befragen, die zufällig mal ihren Enkel beim Lets Play gucken gesehen haben, dann wissen gleich 100% aller Rentner, was ein Lets Play ist". Aber das wäre wohl schon ein großer Zufall :mrgreen:
Ist auch immer eine Sache des Aufwands, wie genau diese Hochrechnungen anzusehen sind.
Schaut man sich die Umfragen der Forschungsgruppe Wahlen an - erkennt man das die eine ziemlich hohe Genauigkeit bei ihren Umfragen haben und Wahlergebnisse sehr oft nahe an den Umfragewerten liegen.
Jedoch wendet diese Forschungsgruppe viel Arbeitszeit und Manpower auf um die Umfragen zu erstellen und wollen möglichst neutrale Befragungen durchführen.
Bei vielen Umfragen sollte man sich auch anschauen wer der Auftraggeber ist, dann wird klar aus welcher Richtung der Wind weht und wohin das Ergenis laufen soll, sprich es kann von A-Z eingefärbt sein, so das Neutralität dort keinen Platz findet.
Klusi
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Klusi »

WiNgZzz hat geschrieben:
Klusi hat geschrieben:Kann man für diese Sachen auch "unfreiwillig" bezahlen? :Häschen:
Ich könnte mir vorstellen das dieser Satz eher wie folgt gemeint war:
"Es soll doch tatsächlich eine Million Deutsche geben, die wirklich freiwillig für Let's Play-Inhalte bezahlen!? 8O WTF???"
Er war eher so gemeint, dass "bezahlen" aus meiner Sicht schon "freiwillig" enthält, da es sich laut dem Text um Spenden handelt.
So wie es aber jetzt da steht, klingt das für mich so, als würden alle bezahlen, davon aber nur 1Mio+ freiwillig. :?
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Wulgaru
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Re: Über eine Million Deutsche bezahlen freiwillig für Let's-Play-Inhalte auf YouTube und Co.

Beitrag von Wulgaru »

Jondoan hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben: Ich finde es halt immer nur nervig wenn dann in Threads wie diesen dann grundsätzlich kommt "was nur 3000 Leute" wie soll das denn repräsentativ sind, hier leben doch zig Millionen" (sinngemäß, damit ich niemandem was in den Mund lege).
Versteh ich voll und ganz, mir ging es früher aber genauso, bevor ich mich mal wirklich abseits der eher abstrakten Uni-Vorlesungen zu dem Thema eingelesen habe. Ich dachte mir auch "wenn die jetzt 10 Rentner befragen, die zufällig mal ihren Enkel beim Lets Play gucken gesehen haben, dann wissen gleich 100% aller Rentner, was ein Lets Play ist". Aber das wäre wohl schon ein großer Zufall :mrgreen:

Ich finde es halt auch schwer, darüber aufzuklären, weil sich zumindest auf die schnelle nix finden lässt. Zum Beispiel der Glücksatlas wieder, statt dass man da irgendwo mal erklärt bekommt (gerne auch vereinfacht) wie die Zahlen überhaupt zu stande gekommen sind und warum sie repräsentativ sein sollen, findet man nur überall die Zahlen wieder. Für den typischen PEGIDA-Anhänger sind das vermutlich dann wieder "staatsgelenkte Studien" oder dergleichen. Aber ob man die überhaupt aufklären kann, ist eine andere Frage. Ich wäre schon zufrieden, wenn man auf einfache Weise die von dir erwähnten Leute, die erstmal grundsätzlich nicht an Repräsentativität glauben aufklären könnte.
Naja, die besagten Uni-Vorlesungen sind bei mir auch schon länger her und ich mache mir sicherlich keine Illusionen über eine garantierte Qualität einer Methodik bei einer solchen Studie, aber das ist ja auch glaube ich dann nicht ganz der Ansatz, den ich kritisiert habe. Denn wir beide reden hier jetzt darüber wie genau und ehrlich man vorgeht und nicht wie generell statistische Erhebungen funktionieren. :wink:

Beim Glücksatlas sieht man in meinen Augen allerdings eher einen anderen Mechanismus und zwar was Medien aus Studien machen. Soweit ich mich erinnere ist das ja nicht das erste mal das der erscheint und der wird sicherlich nicht mit einer Agenda losgeschickt ala bash mal die Ossis oder dergleichen, aber das ist eben das medienwirksame was man aus den Ergebnissen machen kann. Das ist für mich daher eher die Schuld der auf Wissenschaft spezialisierten Journalisten...auch wenn ich es hier jetzt im Grunde gar nicht so schlimm finde, da verletzter Ossi- oder Wessi-Stolz jetzt in meinen Augen kein legitimer Kritikpunkt an einer Studie sind. :wink:

Unabhängig davon ist "hard-science" davon ja nicht gefeiter, wenn ich mir die Geschichte der Klimastudien so angucke und das Wasser das die schlechteren von denen teilweise auf den Mühlen der Klimaleugner waren ala "haha daran sieht man das alle gekauft sind" usw.