H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Überlebenskampf)

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johndoe1740845
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Re: H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Ü

Beitrag von johndoe1740845 »

Wo ist Early Access großartig? Nur weil Menschen mit beliebigen Hintergrund im Bereich Softwareentwicklung ein Spiel als Alpha bzw. Beta zum Verkauf anbieten können? Klar, die Community verhilft zu einem "besseren" Endprodukt, doch ist dies nichts anderes als Playtesting, bei dem der Entwickler sich bezahlen lässt.

Ja, Kundenschutz. Bei Early Access zahlt man für ein Produkt, bei Kickstarter unterstütz man eine Idee, da gibt es schon einen Unterschied. Während Kickstarter wohl mehr dem Sammeln von Spenden für eine Idee ähnelt, ist ein Spiel bei Early Access nicht nur ein feuchter Traum der Entwickler - das Grundgerüst existiert bereits in spielbarer Form. Selbstverständlich sollten Kunden zu ihrem eigenen Schutz die eigene Denkmurmel anschalten, doch darf dies keine Entschuldigung sein für das Verhalten vieler Entwickler.

Was ist denn das Konzept von Early Access und Kickstarter? Auf Kickstarter finanzieren Privatpersonen mit ihrem Geld eine Idee, ein Konzept. Hier kommt oftmals nichts materielles zustande, aber es ist der notwendige, erste Schritt zum unabhängigen Produkt. Das hier viel schief gehen kann ist allzu verständlich, bezieht sich aber zumeist auf Hardware-Projekte, so wie ich es sehen konnte. Das hier etablierte Unternehmen wie Double Fine und Konsorten einsteigen, bereitet mir da schon mehr Bauchschmerzen.

Early Access stellt aber nicht nur eine Idee in den Raum, sondern liefert ein bereits spielbares Produkt. Ob Pre-Alpha, Alpha oder bereits Beta, diese Titel existieren bereits in einem funktionalen Stadium. Das hier das Feedback der Nutzer zu Veränderungen führt und dem Endprodukt zuträglich sein kann, ist ein nachvollziehbarer Grund, hier als Endverbraucher Geld zu hinterlassen. Aber macht dies auch Sinn? Entwickler lassen sich für Playtesting vergüten und profitieren im Idealfall davon langfristig, doch der Kunde investiert viel Zeit und bekommt dann genau was? Ein besseres Spiel? Alles ist besser, als eine Pre-Alpha so löchrig wie ein Schweizer Käse.

Kontrollen des Plattform-Inhabers sollten hier verpflichtend sein, da Käufer von Early Access-Spielen keine Investoren sind, die am Ende ihren Verlust abschreiben können. 30 Euro in den Sand gesetzt? Tja, Pech gehabt!
Ein Risiko wird man hier zwar immer haben, doch was wäre das große Problem, dieses im besten Sinn zu mindern? Es schadet ja nicht nur dem Kunden, der sein Geld verloren hat, sonder auch dem Entwickler. Wer gibt einem Studio denn erneut Geld, wenn dieses mit kruden Methoden ein Projekt in den Sand setzt und seine Kunden wütend stimmt? Na, außer Double Fine natürlich (siehe Spacebase DF-9).

Warum sollten sinnvolle Restriktionen und Anforderungen das selbe sein, wie ein traditioneller Publisher? Valve setzt weder das Budget fest, noch tun sie eine Deadline bestimmen - die Entwickler zumeist schon. Leider scheinen beides Dinge zu sein, die die meisten Teams nicht auf die Kette bekommen. Vielleicht sollte man da doch mal eine nervigen BWLer an die Sache lassen. So würde man zumindest nicht im Development Hell landen, wie so manch anderer Titel, der nicht aus Early Access kommen will (siehe DayZ).

Wer blind kauft? Early Access garantiert nichts, aber auch gar nichts. Die AGBs können sich von Version zu Version ändern, ebenso wie das Preismodell (langfristige Finanzierung nach der Version 1.0) innerhalb des Spiels (siehe Killing Floor 2), ohne das der Kunde Einfluss darauf hat. Wer Early Access-Spiele kauft, kauft blind!

Der Einstiegspreis garantiert zwar den Zugriff auf die finale Version, aber sie bietet kein Anrecht auf irgendwas. Was sollen da Warnhinweise, wenn das gesamte Thema zu undurchsichtig ist? Das sind kleine Studios, da kann so ziemlich alles passieren. Ebenso darf es nicht sein, dass Entwickler Mikrotransaktionen implementieren, während sie im Early Access sind, nur um die Kuh weiter zu melken, weil das Budget nicht ausreicht, oder die Verkaufszahlen nicht mehr stimmen. Solche Dinge können 2 Tage, vielleicht aber auch 6 Monate nach dem Early Access-Start kommen.

Early Access ist ein Blindflug und im Gegensatz zu Kickstarter steht man sich hier Kunden gegenüber, die ein Endprodukt erwarten können. Entwickler rechnen mit guten Verkaufszahlen via Early Access und kalkulieren anhand der Verkäufe ihre Ausgaben für das Projekt (siehe erneut Spacebase DF-9), was absoluter Wahnsinn ist. Genauso wie Early Access selbst.

Ich bezweifle, das wir Zwei hier weiterkommen werden, also klinke ich mich aus der Diskussion mit diesem Eintrag aus. War schön, mit dir kultiviert zu diskutieren. Danke. :D
unknown_18
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Re: H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Ü

Beitrag von unknown_18 »

Die meisten die Geld in Early Access Titel stecken tun das, weil sie das Spiel direkt in dem Zustand wie es aktuell ist spielen wollen. So gut wie Niemand kauft sich ein Early Access Titel um es dann bis zum Release einfach liegen zu lassen. Worauf ich hinaus will? Ganz einfach: selbst wenn ein Spiel es am Ende nicht schafft haben die Spieler bereits etliche Stunden darin verbracht.

Zum Beispiel: ich hab mir vor über 2 Jahren Space Engineers gekauft, steckt immer noch im Early Access, hab damit aber bereits über 600 Stunden Spaß gehabt. Was also solls wenn das Spiel niemals fertig werden sollte? 20 Euro für über 600 Stunden Spaß, faires Preis/Spielzeit Verhältnis.

Genauso bei H1Z1, auch das ist eines dieser typischen Spiele mit denen man bereits in einer Alpha/Beta viele Stunden lang Spaß haben kann. K.A. ob H1Z1 jemals so gut war, aber es gehört zu dieser Sorte von Spielen. Darum werden diese Art von Early Access Spielen ja auch so gerne gekauft.

Und dann willst du ernsthaft damit ankommen: "Ich hab für das Spiel 20 Euro im Early Access gezahlt, über 600 Stunden gespielt und nun wird es niemals fertig gestellt, ich will Käuferschutz, ich will mein Geld zurück!" ... sorry, aber das ist lächerlich.

Bei anderen Spielen mag das anders aussehen, aber Grundsätzlich gilt: Jeder sollte inzwischen wissen was er mit Early Access kauft. Genau genommen kauft man das Spiel im jetzigen Ist-Zustand, nicht das fertige Spiel, darum zahlt man ja meist auch weniger als das Spiel in der fertigen Version kostet. Und dann ist es eben einem selbst überlassen, wie auch bei Kickstarter: klingt der Entwickler vertrauenswürdig genug? Und eben auch: ist das Spiel im jetzigen Zustand gut genug, damit ich damit bereits reichlich Spaß haben kann? Wenn beides mit "ja" ausfällt, dann kann man kaufen und dann ist es auch kein rausgeworfenes Geld, wenn das Spiel niemals fertig wird, es ist lediglich schade um das Potential des Spiels.

Early Access ist keine Garantie dafür am Ende ein fertiges Spiel zu haben und man bräuchte einen Hellseher um vorab sagen zu können ob aus dem Projekt mal ein fertiges Spiel wird oder nicht. Ansonsten führt jede Kontrolle nur dazu, dass Spiele, die es schaffen würden, nicht auf der Plattform freigegeben werden und dafür Projekte dort landen, die es nicht schaffen. Mit anderen Worten: die Kontrolle würde gar nichts bringen sondern eher schaden. Und gerade dein Spacebase DF-9 und DayZ Beispiel hätten die Kontrollen nicht verhindert, gerade diese Spiele wären durch die Kontrollen gegangen, einmal wegen dem bekannten Studio und einmal wegen dem zu erwartenden Erfolg. Spiele Entwicklung bzw. Software Entwicklung allgemein ist keine 100% planbare Sache, da passieren ständig Dinge, die so nicht geplant waren und die Planung durcheinander werfen und das geschieht selbst mit Leuten an Bord, die seit über 30 Jahren in der Branche arbeiten und nein, das hat auch nichts mit Unprofessionalität zu tun.

H1Z1 ist aber wieder ein Thema für sich, was sich das ehemalige SOE Studio dabei gedacht hat ist wohl ihr Geheimnis. Vielleicht lief das Ganze aber auch gerade dadurch alles durcheinander weil das Studio verkauft wurde und die neuen Inhaber andere Vorstellungen haben.
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PickleRick
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Re: H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Ü

Beitrag von PickleRick »

[Shadow_Man] hat geschrieben:Ist das der nächste Trend der Spieleindustrie, dass dann jeder Spielmodi einzeln verkauft wird? :x :evil:
In Episodenform, erweiterbar durch Mikrotransaktionen und natürlicher günstiger im Seasonpass!

"Lade das Spiel* kostenlos herunter.

*Hauptfigur nicht enthalten!"
Eniotas
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Re: H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Ü

Beitrag von Eniotas »

Balmung hat geschrieben:Tja, Early Access ist an sich nicht das Problem, die schwarzen Schafe sind das Problem, die das ausnutzen und Mist damit anstellen. Gibt genug Early Access Titel, die erfolgreich den Release geschafft haben und super Spiele sind.
Falsch nicht die schwarze Schafe sind das Problem sondern uninformierte Leute die diesen Leute Geld geben und damit überhaupt erst den Nährboden legen.
GrinderFX
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Re: H1Z1 wird in zwei eigenständige Spiele aufgeteilt: H1Z1: King of the Kill (Shooter) und H1Z1: Just Survive (Zombie-Ü

Beitrag von GrinderFX »

Balmung hat geschrieben:Die meisten die Geld in Early Access Titel stecken tun das, weil sie das Spiel direkt in dem Zustand wie es aktuell ist spielen wollen. So gut wie Niemand kauft sich ein Early Access Titel um es dann bis zum Release einfach liegen zu lassen. Worauf ich hinaus will? Ganz einfach: selbst wenn ein Spiel es am Ende nicht schafft haben die Spieler bereits etliche Stunden darin verbracht.

Zum Beispiel: ich hab mir vor über 2 Jahren Space Engineers gekauft, steckt immer noch im Early Access, hab damit aber bereits über 600 Stunden Spaß gehabt. Was also solls wenn das Spiel niemals fertig werden sollte? 20 Euro für über 600 Stunden Spaß, faires Preis/Spielzeit Verhältnis.

Genauso bei H1Z1, auch das ist eines dieser typischen Spiele mit denen man bereits in einer Alpha/Beta viele Stunden lang Spaß haben kann. K.A. ob H1Z1 jemals so gut war, aber es gehört zu dieser Sorte von Spielen. Darum werden diese Art von Early Access Spielen ja auch so gerne gekauft.

Und dann willst du ernsthaft damit ankommen: "Ich hab für das Spiel 20 Euro im Early Access gezahlt, über 600 Stunden gespielt und nun wird es niemals fertig gestellt, ich will Käuferschutz, ich will mein Geld zurück!" ... sorry, aber das ist lächerlich.

Bei anderen Spielen mag das anders aussehen, aber Grundsätzlich gilt: Jeder sollte inzwischen wissen was er mit Early Access kauft. Genau genommen kauft man das Spiel im jetzigen Ist-Zustand, nicht das fertige Spiel, darum zahlt man ja meist auch weniger als das Spiel in der fertigen Version kostet. Und dann ist es eben einem selbst überlassen, wie auch bei Kickstarter: klingt der Entwickler vertrauenswürdig genug? Und eben auch: ist das Spiel im jetzigen Zustand gut genug, damit ich damit bereits reichlich Spaß haben kann? Wenn beides mit "ja" ausfällt, dann kann man kaufen und dann ist es auch kein rausgeworfenes Geld, wenn das Spiel niemals fertig wird, es ist lediglich schade um das Potential des Spiels.

Early Access ist keine Garantie dafür am Ende ein fertiges Spiel zu haben und man bräuchte einen Hellseher um vorab sagen zu können ob aus dem Projekt mal ein fertiges Spiel wird oder nicht. Ansonsten führt jede Kontrolle nur dazu, dass Spiele, die es schaffen würden, nicht auf der Plattform freigegeben werden und dafür Projekte dort landen, die es nicht schaffen. Mit anderen Worten: die Kontrolle würde gar nichts bringen sondern eher schaden. Und gerade dein Spacebase DF-9 und DayZ Beispiel hätten die Kontrollen nicht verhindert, gerade diese Spiele wären durch die Kontrollen gegangen, einmal wegen dem bekannten Studio und einmal wegen dem zu erwartenden Erfolg. Spiele Entwicklung bzw. Software Entwicklung allgemein ist keine 100% planbare Sache, da passieren ständig Dinge, die so nicht geplant waren und die Planung durcheinander werfen und das geschieht selbst mit Leuten an Bord, die seit über 30 Jahren in der Branche arbeiten und nein, das hat auch nichts mit Unprofessionalität zu tun.

H1Z1 ist aber wieder ein Thema für sich, was sich das ehemalige SOE Studio dabei gedacht hat ist wohl ihr Geheimnis. Vielleicht lief das Ganze aber auch gerade dadurch alles durcheinander weil das Studio verkauft wurde und die neuen Inhaber andere Vorstellungen haben.

Es gibt immer 1 oder 2 positive Beispiele, nur zu dumm, wenn dagegen unzählige negative stehen.
Und klar möchte man das Spiel sofort gleich spielen, nur erwartet man sich oft mehr als man geboten bekommt, da diese Anbieter eben eins können und das ist Marketing. Sie suggerieren dir, dass dies Produkt X tolle sachen kann, von denen aber leider nur y stimmen und y ist immer kleiner als x!
Auch besteht da noch die Hoffnung, dass mehr kommen wird, was bei den meisten Anbietern leider nur sehr schleppend passiert. Ich bin der Meinung es sollte wieder eine Demopflicht in der Spielebranche geben, so wie die Option beim Versandhandel, dass man Ware innerhalb von 2 Wochen zurückschicken kann.
Denn besonders bei den early access Titeln ist zu viel Schund dabei, den man lieber erst mal antesten sollte, nur kann man das eben nicht und tests gibts auch nahezu keine, weil es eben mittlerweile spamartig fast nur noch solche Titel gibt und es einfach zu viele sind und man sich auch nicht mehr auf Userbewertungen bei Steam verlassen kann.