Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

WTannenbaum hat geschrieben:[...]Oder anders gefragt: Ist es für euch tatsächlich erstrebenswert, im Halbschlaf (Restenergie ist ja komplett aufgebraucht) mit quasi Unbesiegbarkeitsmodus die Zombies wegzufraggen? Das ist dann das gewünschte Spielerlebnis? Wow, das ist eine wirklich unschöne Sicht auf das Hobby.[...]
Und selbst wenn dem so wäre, was kümmert es dich? Warum machst du dir überhaupt darüber Gedanken, wie andere an einem Spiel Spaß haben? Noch mal: Spaß am Spiel definiert jeder anders. Vom Spaß, ausschließlich die Story zu erleben, bis zum "ultraschweren", herausfordernden Gamplay ist heute alles in der Spieler Landschaft vertreten.
Manche Spiele locken Leute nur wegen des Gamplays wie z.B. Minecraft. Andere wollen tolle Geschichten erleben, und verstehen den Spaß an Minecraft sicherlich auch nicht.
Da der ein- oder andere nur gelegentlich ein Spiel anfasst, sollte man diesen nicht auch noch vergraulen, weil man aufgrund eines zu hoch angesetzten Schwierigkeitsgrads ihm den Spaß nimmt.
Solange man dem ambitionierten Spieler mit ausgeprägtem Herausforderungsdrang nichts wegnimmt, ist meiner Meinung nach alles in Ordnung.

Ich spiele seit über 20 Jahren Videospiele. Ich bin heute heilfroh, dass Spiele bei weitem mehr Hilfestellungen bieten als früher. Es gab Zeiten, da waren Spiele so schwer, dass man unter Umständen nicht einmal den Abspann gesehen hat. So etwas frustet unnötig, und muss nicht (mehr) sein. Mittlerweile bin ich auch in einem Alter, wo ich mir Herausforderungen woanders suche im Leben und bestimmt nicht in Videospielen. Die spiele ich ausschließlich aus Spaß. Sollte ein Spiel daher zu schwer werden, wird kurzerhand der Schwierigkeitsgrad runter geregelt. Übrigens: Dark Souls 2 habe ich auch gerne gespielt, da es zu keiner Zeit Unfair war. Mich in ein Spiel so zu vertiefen, das man es auch bewältigen kann, brauche ich aber auch nicht jeden Tag. Da darf es dann gerne auch was einfacher sein. :wink:
Everything Burrito hat geschrieben:dann können halt einarmige das spiel im easy modus durchspielen, macht euch mal nicht so ins hemd, weil ein paar leute mehr ihren spaß daran haben können.
Ein bisschen übertrieben ausgedrückt, aber im wesentlichen völlig legitim. Um so mehr Leute an einem Spiel Spaß haben können, um so besser. Es gibt kein sinniges Argument was dagegen spricht, es einem breitem Publikum zugänglich zu machen. Dazu gehört nun auch einmal eine niedrige Einstiegshürde. Ganz simpel.
PixelMurder
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von PixelMurder »

Baut eine anständige Steuerung ein, dann könnt ihr den Schwierigkeitsgrad vervielfachen, um auf einen Easy-Mode zu kommen. Mit der Marke Resident Evil verbinde ich hauptsächlich eine total nervige Steuerung.
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knusperzwieback
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von knusperzwieback »

Zur Not kann man ja auch noch einen Schwierigkeitsgrad einbauen wo man jemandem beim Zocken zuschaut und man nur nach dem jeweiligen Abschnitt auf weiter klicken muss. :Häschen:

Bin mehr der Gelegenheitsspieler, aber beim RE Remake und bei Zero auf dem Cube kann ich mich jetzt wirklich nicht an besonders schwere Stellen erinnern.

Wie auch immer. Die Generation ADHS/Angry Birds wirds freuen. :wink:
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WTannenbaum
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von WTannenbaum »

darksim hat geschrieben:
WTannenbaum hat geschrieben:[...]Oder anders gefragt: Ist es für euch tatsächlich erstrebenswert, im Halbschlaf (Restenergie ist ja komplett aufgebraucht) mit quasi Unbesiegbarkeitsmodus die Zombies wegzufraggen? Das ist dann das gewünschte Spielerlebnis? Wow, das ist eine wirklich unschöne Sicht auf das Hobby.[...]
Und selbst wenn dem so wäre, was kümmert es dich? Warum machst du dir überhaupt darüber Gedanken, wie andere an einem Spiel Spaß haben?
Weil ich es wissen möchte? Weil ich deren Sichtweise momentan noch nciht verstehe aber sie mich dahingehend vielleicht auf Linie bringen können?
Noch mal: Spaß am Spiel definiert jeder anders. Vom Spaß, ausschließlich die Story zu erleben, bis zum "ultraschweren", herausfordernden Gamplay ist heute alles in der Spieler Landschaft vertreten.
Manche Spiele locken Leute nur wegen des Gamplays wie z.B. Minecraft. Andere wollen tolle Geschichten erleben, und verstehen den Spaß an Minecraft sicherlich auch nicht.
Da der ein- oder andere nur gelegentlich ein Spiel anfasst, sollte man diesen nicht auch noch vergraulen, weil man aufgrund eines zu hoch angesetzten Schwierigkeitsgrads ihm den Spaß nimmt.
Nochmal: Wir sprechen hier nicht über Spiele wie Dirt Rally (2015), Dark Souls etc. - auf diese Spiele mag deine Argumentation durchaus zutreffen, da sie von Haus aus anspruchsvoller sind und eine starke Lernkurve voraussetzen. In den Beiträgen, auf die ich mich bezogen habe, war von exzessivem Lernen der Spielmechanik die Rede. Dann sage mir bitte, was es an aktuellen REs zu lernen gibt? Ich kann durchaus nachvollziehen, dass einige Spiele für Personen mit wenig Freizeit verschlossen bleiben aufgrund des Schwierigkeitsgrads. Klar könnte man denen einen Easy Mode spendieren, damit das Abenteuer & die Storyline niemandem verschlossen bleibt. Warum dies nun allerdings ausgerechnet bei RE der Fall sein muss, erschließt sich mir nicht ganz.
Mittlerweile bin ich auch in einem Alter, wo ich mir Herausforderungen woanders suche im Leben und bestimmt nicht in Videospielen. Die spiele ich ausschließlich aus Spaß. Sollte ein Spiel daher zu schwer werden, wird kurzerhand der Schwierigkeitsgrad runter geregelt. Übrigens: Dark Souls 2 habe ich auch gerne gespielt, da es zu keiner Zeit Unfair war. Mich in ein Spiel so zu vertiefen, das man es auch bewältigen kann, brauche ich aber auch nicht jeden Tag. Da darf es dann gerne auch was einfacher sein. :wink:
Ich glaube kaum, dass sich der Großteil der Spieler durch ein bockschweres Spiel quält, nur um die Herausforderung für sich verbuchen zu können. Auch suchen sich Teenager ihre Herausforderungen im Leben nicht primär in Videospielen. Von daher kann ich dich beruhigen: Das ist keine Frage des Alters - das machen eigentlich alle so :wink: .
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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

WTannenbaum hat geschrieben: Weil ich es wissen möchte? Weil ich deren Sichtweise momentan noch nciht verstehe aber sie mich dahingehend vielleicht auf Linie bringen können?


Gerade Spiele wie Dear Esther zeigen doch gut, dass es Spieler gibt, die sich nur in fremde Welten "entführen" lassen möchten. Das Spiel bietet ansonsten ja keinerlei spielerischen Anspruch, weshalb ein wählbarer Schwierigkeitsgrad und richtige Gameplay-Elemte sogar komplett weg fallen. An Dear Esther hat man gut gesehen, was für Wellen es als Spiel geschlagen hat. Sogar als Wandersimulator betitelt man es. Die vermeintlich "richtigen Spieler" stehen da nur kopfschüttelnd daneben und lachen sich in Fäustchen, wie man nur so etwas spielen kann. Auch weil es keinerlei spielerische Herausforderung bietet. Wenn man versteht, warum jemand solche Spiele bevorzugt spielt, versteht man auch, warum es heutzutage so wichtig ist, Spiele mit möglichst niedrigen Einstiegshürden zu versehen. Das bezieht sich eben auch auf Resident Evil.
WTannenbaum hat geschrieben: Klar könnte man denen einen Easy Mode spendieren, damit das Abenteuer & die Storyline niemandem verschlossen bleibt. Warum dies nun allerdings ausgerechnet bei RE der Fall sein muss, erschließt sich mir nicht ganz.
Es gibt bestimmt Spieler da draußen, denen sogar schon dieses Resident Evil in dem Standard Schwierigkeitsgrad zu schwer ist. Es gibt heute so viele Gelegenheitsspieler. Auch diese Spieler sollen meiner Meinung nach den leicht Möglichsten Zugang zum Spiel haben. Eventuell auch, um von dem gelegenheitsspielen wegzukommen. Sie haben ja schließlich immer die Möglichkeit die Herausforderung entsprechend nach oben zu drehen, oder beim zweiten Durchgang eine Schwierigkeitsstufe nach oben zu schrauben (Das sollten sie aber selbst entscheiden können). Das Ganze muss auch nicht ausgerechnet oder gerade bei bei Resident Evil so sein. Es sollte sogar bei jedem (!) Spiel so sein. Selbstverständlich immer mit der Möglichkeit einen Schwierigkeitsgrad zu wählen, den jeden Spielertyp herausfordert. Mehr versuche ich dir hier gar nicht zu verstehen zu geben. Das Remakes jetzt eben auch in das von mir (und vielen Gelegenheitsspielern) gewünschte Muster umgemodelt wird, ist doch Prima.
WTannenbaum hat geschrieben: Ich glaube kaum, dass sich der Großteil der Spieler durch ein bockschweres Spiel quält, nur um die Herausforderung für sich verbuchen zu können. Auch suchen sich Teenager ihre Herausforderungen im Leben nicht primär in Videospielen. Von daher kann ich dich beruhigen: Das ist keine Frage des Alters - das machen eigentlich alle so :wink: .
Dieses Gefühl bestätigt sich aber jedes mal aufs neue, wenn ich Kommentare zu genau diesem Thema lese. Wenn ich sehe, wie die Horden an Spielern fast schon Amok läuft, nur weil der Entwickler es wagt, einen "Super-Easy-Mode" in eines seiner Spiele zu integrieren. Fast so als würde man den "Hardcore-Gamern" ihr Spiel kaputt machen.

Das gleiche Theater gab es z.B. auch, als Nintendo den Easy-Mode für Yoshis Wolly World oder diesen nahezu "unbesiegbar-Modus" in Super Mario 3D World gezeigt hat. Prompt kamen vermeintliche "Profi-Gamer" aus den Löchern gekrochen und beschwerten sich darüber wie man nur so einen Modus für verweichlichte Spieler integrieren kann (Eben die "Früher war alles besser" Fraktion. Dabei bieten beide genannten Spiele noch mehr als genug Herausforderung für fortgeschrittene Spieler. Besonders wenn man sie zu 100% abschließen will. Man bekommt ständig das Gefühl, die sich beschwerenden Spieler fühlen sich durch einen "Easy-Mode" persönlich angegriffen.
Zuletzt geändert von darksim am 19.09.2015 22:08, insgesamt 2-mal geändert.
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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

Sorry für den mehrfachpost.
Zuletzt geändert von darksim am 19.09.2015 22:03, insgesamt 2-mal geändert.
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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

Sorry für den mehrfachpost... jedes mal zitiere ich, anstatt zu bearbeiten. :|
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The_Outlaw
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von The_Outlaw »

Oder anders gefragt: Ist es für euch tatsächlich erstrebenswert, im Halbschlaf (Restenergie ist ja komplett aufgebraucht) mit quasi Unbesiegbarkeitsmodus die Zombies wegzufraggen? Das ist dann das gewünschte Spielerlebnis? Wow, das ist eine wirklich unschöne Sicht auf das Hobby.
Fällt für mich in die Kategorie: Zeig mir doch mal, wo ich das geschrieben habe. ;)
Aber ich verstehe deine Frage, dass man es so verstehen könnte.

Mein klarer Standpunkt: Nein, ich will unter gar keinen Umständen leichtere Spiele für Arbeitnehmer.
Um mal mein Leben als Beispiel zu nehmen: Ich habe nach einer eher lockeren Oberstufenzeit und 3 Monate faulenzen vor dem Herrn nach dem Abi ein FSJ im Krankentransport gemacht. Wenn man richtiges Arbeiten bis dahin kaum kennt und dann mehrheitlich plötzlich mit 50 Stunden-Wochen konfrontiert wird, ist einfach die Luft raus am Abend. Zumindest mir ging es so, andere haben da vielleicht weniger Probleme, ich musste mich da erstmal dran gewöhnen. Hat lange gedauert, aber ging, in meinem zweiten Jahr dort habe ich nach Feierabend auch Dark Souls* ganz normal gespielt.

Es ging mir jetzt gar nicht mal so sehr um Resident Evil, sondern generell darum: Viele werden das nach der Schulzeit sicher irgendwann mal erleben, wie es ist, nach der Arbeit sogar für Hobbys zu ausgelaugt zu sein. Weder von Dauer (da bin ich übrigens bei dir: Ich halte es definitiv auch nicht für erstrebenswert, dauerhaft einen Job auszuüben, der nur an den Kräften zehrt und sogar die Freizeit erschwert. Die Zeit im Krankentransport habe ich im 2. Jahr geliebt, hab ich auch in meinem Feierabend dann gemerkt, wie viel besser es mir ging.) noch überhaupt bei allen, vielen liegt ein richtiger Job ja auch eher als Schule.

*Das hat mich sogar viel eher wach gehalten als zB Assassins Creed. Für mich eine absolute Schlaftablette, wenn man das nach einem 10-11 Stunden Tag einlegt, ich hab mich derart durch Teil 1 gequält... ich fand GERADE eher die Spiele, die tendenziell wenig Anspruch hatten, nach der Arbeit extrem ungünstig, weil der Kopf sich irgendwann abmeldet. Ein forderndes Spiel bzw. eines, was einen irgendwie fesselt, empfinde ich da als wesentlich angenehmer.
Also nein, NOCH leichtere Spiele würde ich persönlich sogar schlimmer finden, weil ich dann noch leichter beim Zocken einschlafen würde. :lol:
Redshirt
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von Redshirt »

Wer's braucht, dem soll's gegönnt sein. Zero war mein erstes Resi. Ich war sowohl unerfahren im Genre und der Serie, als auch ziemlich schissig unterwegs und habs trotzdem ohne größere Probleme durchgeschafft. Da fand ich das Remake des ersten Teils stellenweise knackiger, wobei sich für mich beide Spiele durch völlig andere Qualitäten und Eigenschaften ausgezeichnet haben als den Schwierigkeitsgrad bzw. die spielerische Herausforderung.
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WTannenbaum
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von WTannenbaum »

darksim hat geschrieben: Gerade Spiele wie Dear Esther zeigen doch gut, dass es Spieler gibt, die sich nur in fremde Welten "entführen" lassen möchten. Das Spiel bietet ansonsten ja keinerlei spielerischen Anspruch, weshalb ein wählbarer Schwierigkeitsgrad und richtige Gameplay-Elemte sogar komplett weg fallen. An Dear Esther hat man gut gesehen, was für Wellen es als Spiel geschlagen hat. Sogar als Wandersimulator betitelt man es. Die vermeintlich "richtigen Spieler" stehen da nur kopfschüttelnd daneben und lachen sich in Fäustchen, wie man nur so etwas spielen kann. Auch weil es keinerlei spielerische Herausforderung bietet. Wenn man versteht, warum jemand solche Spiele bevorzugt spielt, versteht man auch, warum es heutzutage so wichtig ist, Spiele mit möglichst niedrigen Einstiegshürden zu versehen. Das bezieht sich eben auch auf Resident Evil.
Das ist jetzt aber genrespezifisch, da Spiele wie Dear Esther nunmal auf Storytelling fokussiert sind. Wenn wir schon dabei sind: Gerade in Spielen wie RE, das eine bedrohliche und aus den Fugen geratene Welt thematisiert, nimmt man dem Spieler doch jegliche Immersion, wenn die Gegner keine Herausforderung darstellen. Du kannst doch nicht im Intro von bedrohlicher Zombieinvasion reden, die reihenweise ausgebildete Spezialeinheiten niedermetzeln und im Spiel die Gegner dann so harmlos machen, dass es quasi unmöglich ist zu sterben. Woraus besteht das Spiel dann noch genau? Einer nicht existenten Drohkulisse in einer zerstörten Welt in der man von Speicherpunkt zu Speicherpunkt hechtet? Ich verstehe deinen Ansatz aber wie ich schon sagte, man muss da bei den Genres und auch den Spielen selbst differenzieren. Für diesen Ansatz gibt RE meiner Meinung nach nicht genug her, da es allein von seiner bedrohlichen Stimmung lebt.
Es gibt bestimmt Spieler da draußen, denen sogar schon dieses Resident Evil in dem Standard Schwierigkeitsgrad zu schwer ist. Es gibt heute so viele Gelegenheitsspieler. Auch diese Spieler sollen meiner Meinung nach den leicht Möglichsten Zugang zum Spiel haben. Eventuell auch, um von dem gelegenheitsspielen wegzukommen. Sie haben ja schließlich immer die Möglichkeit die Herausforderung entsprechend nach oben zu drehen, oder beim zweiten Durchgang eine Schwierigkeitsstufe nach oben zu schrauben (Das sollten sie aber selbst entscheiden können). Das Ganze muss auch nicht ausgerechnet oder gerade bei bei Resident Evil so sein. Es sollte sogar bei jedem (!) Spiel so sein. Selbstverständlich immer mit der Möglichkeit einen Schwierigkeitsgrad zu wählen, den jeden Spielertyp herausfordert. Mehr versuche ich dir hier gar nicht zu verstehen zu geben. Das Remakes jetzt eben auch in das von mir (und vielen Gelegenheitsspielern) gewünschte Muster umgemodelt wird, ist doch Prima.
Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten aber das klingt für mich nach typischem Marketing Gewäsch mit genau einer zentralen Aussage: Da draussen gibt es noch ein paar kleine Käuferschichten, die wir bisher noch nicht abgeschöpft haben - lasst uns die jetzt auch noch versuchen mitzunehmen. Die Spiele, bei denen der Anspruch nicht eines der zentralen Spielelemente ist, besitzen in den meisten Fällen bereits mindestens die klassischen drei Schwierigkeitsgrade (easy, medium, hard). Ersterer ist eigentlich IMMER so gehalten, dass Anfänger ohne große Probleme das Spiel beenden können. Warum da nun noch ein super-easy Mode draufgelegt wird, der dem Spiel wirklich jeglichen Anspruch nimmt, erschließt sich mir einfach nicht. Um nahezu vollends passiv vorm Bildschirm zu sitzen und sich lediglich auf die paar Storyfetzen zu konzentrieren, die ein RE heutzutage bietet? Dann wäre es einfacher sich schlicht ein Playthrough anzusehen.
Dieses Gefühl bestätigt sich aber jedes mal aufs neue, wenn ich Kommentare zu genau diesem Thema lese. Wenn ich sehe, wie die Horden an Spielern fast schon Amok läuft, nur weil der Entwickler es wagt, einen "Super-Easy-Mode" in eines seiner Spiele zu integrieren. Fast so als würde man den "Hardcore-Gamern" ihr Spiel kaputt machen.
Amok läuft eigentlich niemand. Man hinterfragt schlicht und ergreifend, welchen Sinn ein solcher Modus hat. Den Hardcore Spielern, die sich tatsächlich ihre Herausforderung nahezu ausschließlich in Games suchen, ist das recht egal. Die fassen Easy und Medium eh erst garnicht an. Diese Personen sind allerdings ein recht kleiner Prozentsatz gemessen an der Gesamtspielerschaft. Von daher musst du dir da nichts auf dein Alter einbilden. Der Großteil der Spieler macht das ganz genauso, egal ob 13 oder 30 :wink: .
Das gleiche Theater gab es z.B. auch, als Nintendo den Easy-Mode für Yoshis Wolly World oder diesen nahezu "unbesiegbar-Modus" in Super Mario 3D World gezeigt hat. Prompt kamen vermeintliche "Profi-Gamer" aus den Löchern gekrochen und beschwerten sich darüber wie man nur so einen Modus für verweichlichte Spieler integrieren kann (Eben die "Früher war alles besser" Fraktion. Dabei bieten beide genannten Spiele noch mehr als genug Herausforderung für fortgeschrittene Spieler. Besonders wenn man sie zu 100% abschließen will. Man bekommt ständig das Gefühl, die sich beschwerenden Spieler fühlen sich durch einen "Easy-Mode" persönlich angegriffen.
Ich denke die fühlen sich weniger dadurch angegriffen (die herkömmlichen Schwierigkeitsgrade sind ja trotzdem vorhanden) sondern belächeln eher den offensichtlichen Versuch des Publishers, das Spiel auf biegen und brechen auch noch dem letzten Typen verkaufen zu können, der selbst die simpelsten Spielmechaniken nicht checkt.
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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

WTannenbaum hat geschrieben: Ich will dir jetzt nicht zu nahe treten aber das klingt für mich nach typischem Marketing Gewäsch mit genau einer zentralen Aussage: Da draussen gibt es noch ein paar kleine Käuferschichten, die wir bisher noch nicht abgeschöpft haben - lasst uns die jetzt auch noch versuchen mitzunehmen.
Ich sehe da kein Problem. Um so mehr Leute Videospiele anrühren, umso besser. Ist doch letztendlich eine Win-Win Situation. Der Publisher verkauft mehr Spiele und Menschen die bisher nichts oder wenig mit Games zu tun hatten werden ans zocken heran geführt. Das der Publisher dies ausschließlich unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft gegenüber dem überforderten Anfänger zu erklären versucht, ist ein rein logisches vorgehen. Es geht ja nun einmal ums verkaufen. Publisher sind kein Wohlfahrtsverein. Das ändert aber Null an meiner Aussage und meiner persönlichen Meinung.

Ansonsten fangen wir bereits an, uns im Kreis zu drehen mit unserern Argumentationen. Solange es den Gelegenheitsspieler (wie z.B. den typischen Facebook Flash-Game-Klicker) zu den "richtigen" Spielen herüber zieht, hat der "very-eays-mode" seinen Beitrag geleistet, meiner Meinung nach. Wie viele Spiele der Publisher durch diese Methode verkauft, interessiert mich doch herzlichst wenig, das beeinflusst mich doch in keinster Weise. Wie oben bereits erwähnt, führt es mehr Leute zum Gaming, und das ist nur zu begrüßen, egal unter welchen Voraussetzungen das passiert, mit der einem Ausnahme, dass man die Herausforderung nicht gänzlich streichen darf. Denn es soll ja jeder seinen Spaß haben können.
WTannenbaum hat geschrieben: Ich denke die fühlen sich weniger dadurch angegriffen (die herkömmlichen Schwierigkeitsgrade sind ja trotzdem vorhanden) sondern belächeln eher den offensichtlichen Versuch des Publishers, das Spiel auf biegen und brechen auch noch dem letzten Typen verkaufen zu können, der selbst die simpelsten Spielmechaniken nicht checkt.
Ach so, also wettert man in den Foren über diese Vorgehensweise, weil man den offensichtlich perfiden Plan des Publishers durchschaut hat? Das mag auf den ein- oder anderen sicherlich zutreffen, die Äußerungen der meisten Kommentare zu diesem Thema im Internet sprechen da eher eine andere Sprache.

Ach und bevor ich es vergesse: Zu nahe treten tust du mir nicht, auch wenn du wohl der Meinung bist, ich würde mir etwas auf mein alter einbilden. Dabei bin ich gar nicht mal so alt. :wink:
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WTannenbaum
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von WTannenbaum »

darksim hat geschrieben: Ich sehe da kein Problem. Um so mehr Leute Videospiele anrühren, umso besser. Ist doch letztendlich eine Win-Win Situation. Der Publisher verkauft mehr Spiele und Menschen die bisher nichts oder wenig mit Games zu tun hatten werden ans zocken heran geführt. Das der Publisher dies ausschließlich unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft gegenüber dem überforderten Anfänger zu erklären versucht, ist ein rein logisches vorgehen. Es geht ja nun einmal ums verkaufen. Publisher sind kein Wohlfahrtsverein. Das ändert aber Null an meiner Aussage und meiner persönlichen Meinung.

Ansonsten fangen wir bereits an, uns im Kreis zu drehen mit unserern Argumentationen. Solange es den Gelegenheitsspieler (wie z.B. den typischen Facebook Flash-Game-Klicker) zu den "richtigen" Spielen herüber zieht, hat der "very-eays-mode" seinen Beitrag geleistet, meiner Meinung nach. Wie viele Spiele der Publisher durch diese Methode verkauft, interessiert mich doch herzlichst wenig, das beeinflusst mich doch in keinster Weise. Wie oben bereits erwähnt, führt es mehr Leute zum Gaming, und das ist nur zu begrüßen, egal unter welchen Voraussetzungen das passiert, mit der einem Ausnahme, dass man die Herausforderung nicht gänzlich streichen darf. Denn es soll ja jeder seinen Spaß haben können.
Ich erkenne deinen Standpunkt ja durchaus an. Bloß bleibt bei mir aufgrund dessen, dass es Resident Evil ist, ein ungemein mieser Beigeschmack. Dieses Spiel ist weder schwer zu erlernen noch sonderlich herausfordernd. Zudem merkt man den neueren Teilen an, dass sämtliche Aspekte, die den Erfolg der ersten Teile ausmachen, nach und nach komplett über Bord geworfen und dem Mainstream geopfert werden. Was bleibt ist ein 08/15 Shooter mit Zombies und bekannten Charakteren - inklusive dem Versprechen seitens der Entwickler vor nahezu jedem Spiel, dass sie sich auf die Wurzeln besinnen wollen und das negative Feedback gehört haben. Das alleine macht die Serie seit mehreren Jahren schon extrem unsympathisch - und ausgerechnet diese Serie, die seit ein paar Teilen schon so kastriert wurde, dass der Anspruch in etwa auf Linie mit dem COD Singleplayer ist - diese Serie bekommt jetzt einen super-duper easy Mode. Sorry aber das finde ich absolut daneben. Hier wird ein einstmal großer Name systematisch ausgebeutet und so dermaßen simplifiziert, dass er möglichst die maximale Käuferschicht erreicht. Inhalt und Gameplay werden da zur Nebensache degradiert. Das ganze dann noch so offensichtlich zu machen, finde ich schlichtweg verachtenswert :)
Ach so, also wettert man in den Foren über diese Vorgehensweise, weil man den offensichtlich perfiden Plan des Publishers durchschaut hat? Das mag auf den ein- oder anderen sicherlich zutreffen, die Äußerungen der meisten Kommentare zu diesem Thema im Internet sprechen da eher eine andere Sprache.
Jupp, ich finde, die News ist es wert, dass über sie diskutiert wird.
Ach und bevor ich es vergesse: Zu nahe treten tust du mir nicht, auch wenn du wohl der Meinung bist, ich würde mir etwas auf mein alter einbilden. Dabei bin ich gar nicht mal so alt. :wink:
Ach nicht unbedingt, dazu kenne ich dich nicht gut genug. Ich hab nur diesen einen Satz von dir etwas belächelt:
Mittlerweile bin ich auch in einem Alter, wo ich mir Herausforderungen woanders suche im Leben und bestimmt nicht in Videospielen
Klingt so latent von oben herab :wink:
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darksim
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Re: Resident Evil Zero: Bekommt einen extraleichten Easy-Modus

Beitrag von darksim »

WTannenbaum hat geschrieben: [...] Zudem merkt man den neueren Teilen an, dass sämtliche Aspekte, die den Erfolg der ersten Teile ausmachen, nach und nach komplett über Bord geworfen und dem Mainstream geopfert werden. Was bleibt ist ein 08/15 Shooter mit Zombies und bekannten Charakteren - inklusive dem Versprechen seitens der Entwickler vor nahezu jedem Spiel, dass sie sich auf die Wurzeln besinnen wollen und das negative Feedback gehört haben. Das alleine macht die Serie seit mehreren Jahren schon extrem unsympathisch - und ausgerechnet diese Serie, die seit ein paar Teilen schon so kastriert wurde, dass der Anspruch in etwa auf Linie mit dem COD Singleplayer ist - diese Serie bekommt jetzt einen super-duper easy Mode. Sorry aber das finde ich absolut daneben. Hier wird ein einstmal großer Name systematisch ausgebeutet und so dermaßen simplifiziert, dass er möglichst die maximale Käuferschicht erreicht. Inhalt und Gameplay werden da zur Nebensache degradiert. Das ganze dann noch so offensichtlich zu machen, finde ich schlichtweg verachtenswert :)

Jetzt bewegen wir uns aber schon von der reinen Schwierigkeitsgrad Diskussion weg. Das Spiele(serien) leider heute ihre Aspekte ablegen, die sie einst Groß gemacht haben, lehne ich auch ab. Das "vermainstreamifizieren" von Spieleserien lässt einen durchaus kopfschüttelnd da stehen. Resident Evil 6 war bzw. ist ziemliche Grütze, da sind wir uns sicher einig. Das aber mit dem Thema Schwierigkeitsgrad-Einstellungen in Spielen zu vermischen, passt nicht so ganz. Das sind zweierlei paar Schuhe. Ein Spiel kann sich durchaus auf seine alten stärken besinnen, und gleichzeitig den Einstieg für Gelegenheitsspieler erleichtern, finde ich.

WTannenbaum hat geschrieben: Klingt so latent von oben herab :wink:
Das war dann wohl eher ungewollt oder während des Schreibens nicht sonderlich gut von mir bedacht. :)