das andere was er anspricht hört sich eher nach einer Versoftung von Persönlichkeitstests aus Bravo und Frauenzeitschriften an
ja, kann man machen.... gibts aber auch schon dreiundrölfzig Milliarden mal im Internet
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
Was ist mit einem Musical. Das Teil wo Männer so überhaupt nicht drauf stehen. Sowas als Spiel. Oder in Filmsprache: ein Kunstfilm, Gegenteil von Blockbuster mit Stars und Sternchen. Sowas als Spiel.Scipione hat geschrieben:hm, gibts doch schon. Nennt sich Lernsoftware/E-Learning/digitales Lernen...
das andere was er anspricht hört sich eher nach einer Versoftung von Persönlichkeitstests aus Bravo und Frauenzeitschriften an![]()
ja, kann man machen.... gibts aber auch schon dreiundrölfzig Milliarden mal im Internet
ach Kultur in Spielen gabs doch auch schon oft genuggreenelve hat geschrieben:Was ist mit einem Musical. Das Teil wo Männer so überhaupt nicht drauf stehen. Sowas als Spiel. Oder in Filmsprache: ein Kunstfilm, Gegenteil von Blockbuster mit Stars und Sternchen. Sowas als Spiel.Scipione hat geschrieben:hm, gibts doch schon. Nennt sich Lernsoftware/E-Learning/digitales Lernen...
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Gut gesagt.superboss hat geschrieben:Spiele dürfen alles und müssen gar nichts.
Stimmt, in der Theorie sind sie es, in der Praxis bis auf wenige Ausnahmen leider kaum, aber ich blicke da recht positiv in die Zukunft.GeQo hat geschrieben: Und da hat der Mann in einem Punkt recht: eigentlich sind Videospiele das Medium, um Emotionen und Gedanken zu fördern wie kein zweites. Denn man sitzt nicht passiv daneben und lässt sich berieseln - man spielt ('handelt') selbst - und das ist dann schon etwas leicht anderes.
Nein, beim Spielen muss es um gute Unterhaltung gehen."Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"
Du meinst so wie Fachbücher oder Lehrfilme? Musik muss auch nicht unbedingt Unterhaltung im Sinne von Zeitvertreib und verhindern von Langeweile sein. Es gibt viele Beispiele für Musik, die dazu gedacht ist, dass der Hörer sich hinsetzt und sich auf eine mentale Reise einlässt, die bei weitem nicht immer angenehm, teilweise sogar abstoßend sein kann, einfach weil die Musik bewusst dissonant komponiert wurde und als unangenehm empfunden wird und werden soll - jedenfalls phasenweise.GeQo hat geschrieben:Nunja, Games müssen auf jeden Fall unterhalten. Das ist die Mindestanforderung. Sollen/wollen Bücher, Filme, Graphic Novels und Musik auch. Alles soll unterhalten, damit man sich überhaupt damit befasst.
Das kanns Du auch machen und da gibt es ja auch reichlich davon. Aber für Spiele mit einem ernsten Thema oder einer ernsteren (ich möchte mal nicht düsteren sagen) Atmosphäre sollte auch wenigstens ein bißchen Platz sein.8BitLegend hat geschrieben:Mein Beruf macht Sinn, mein Kleingewerbe macht Sinn, meine Band macht Sinn, meine Freundin auch meistens ... da ist kein Platz mehr für noch mehr Sinn. Ich will daddeln, zocken, spielen und meine Ruhe dabei.
Die von dir genannten Spiele tun dies aber sehr amateurhaft und so, dass eben der Spieler klassisch simpler Spiele auch noch zufriedengestellt wird. Momentan traut sich kaum jemand wirklich spielerisches Neuland zu betreten, weil man Angst hat, seine alteingesessenen Spieler damit zu vergraulen. Selbst bei Filmen läuft das oft so. Avatar zum Beispiel hat jedwede Botschaft und unterliegendes Thema in Klischees vergraben, angenehm entfernt dargestellt, und wurde am Ende so auf Happy Ende getrimmt, dass niemand das Ding ernst nimmt. Und bei großen Spieleproduktionen ist das die Regel, wenn da überhaupt eine tiefere Idee hintersteckt. Ansonstens experimentieren eigentlich nur Indies damit, und die tun das imo mit noch sehr mäßigem Erfolg. Interressant vielleicht, aber in den seltensten Fällen wirklich verständlich umgesetzt.muecke-the-lietz hat geschrieben:Am Ende im Prinzip nichts anderes als klassisches PR Gelaber.
Selbstverständlich haben Spiele das Potenzial über die bloße Unterhaltung hinaus zu gehen, selbstverständlich kann Spielspaß nicht der einzige wichtige Faktor sein, wenn es um die Zukunft der Spiele geht und selbstverständlich nutzten die meisten Games überhaupt nicht die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stünden.
Aber das ist irgendwie auch schon alles durch und hundertmal festgestellt worden. Nun gibt es bereits eine Menge sehr kunstvoller Spiele, es gibt einige informative Spiele, einige sehr emotionale Spiele, einige kritische Spiele, Blockbuster Titel mit Inhalt wie Bioshock... es gibt Lernsoftware, Social Games und ein spielbares Hörbuch mit krassem Subtext und starker Metaebene gibt es mit Dear Esther mittlerweile auch.
Es gibt spielbare Thriller wie Heavy Rain, welche sich unterschwellig mit Familienproblemen, Verdrängung, Verlustverarbeitung und Verlustangst, mit der Rolle und dem Bild der Frau in der Gesellschaft und mit tief sitzenden psychischen Problemen und Abgründen beschäfitgen.
Es gibt mittlerweile sovieles von dem, was dieser Mann sich vorstellt und man kann nur hoffen, dass sich Spiele in ihrer Bandbreite immer weiterentwickeln, denn mehr Abwechslung und mehr Möglichkeiten sind immer gut. Nichts ist schlimmer, als ein Medium, was sich selber und sein Publikum nur auf ein Bruchteil des Potenzials reduziert, das eigentlich in ihm schlummert.
Das Gelaber von dem Typen bleibt in meinen Augen aber trotzdem unnötig, weil er es einfach in den Raum wirft und durch keine neuen interessanten Erkenntnisse anreichert, geschweige denn ein Spiel vorstellt, das eben diesen Vorstellungen entspricht. Von daher für mich PR Gelaber und auf sich aufmerksam machen.