Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von 3nfant 7errible »

hm, gibts doch schon. Nennt sich Lernsoftware/E-Learning/digitales Lernen...


das andere was er anspricht hört sich eher nach einer Versoftung von Persönlichkeitstests aus Bravo und Frauenzeitschriften an :P
ja, kann man machen.... gibts aber auch schon dreiundrölfzig Milliarden mal im Internet
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greenelve
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von greenelve »

Scipione hat geschrieben:hm, gibts doch schon. Nennt sich Lernsoftware/E-Learning/digitales Lernen...


das andere was er anspricht hört sich eher nach einer Versoftung von Persönlichkeitstests aus Bravo und Frauenzeitschriften an :P
ja, kann man machen.... gibts aber auch schon dreiundrölfzig Milliarden mal im Internet
Was ist mit einem Musical. Das Teil wo Männer so überhaupt nicht drauf stehen. Sowas als Spiel. Oder in Filmsprache: ein Kunstfilm, Gegenteil von Blockbuster mit Stars und Sternchen. Sowas als Spiel. :Blauesauge:
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von 3nfant 7errible »

greenelve hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:hm, gibts doch schon. Nennt sich Lernsoftware/E-Learning/digitales Lernen...


das andere was er anspricht hört sich eher nach einer Versoftung von Persönlichkeitstests aus Bravo und Frauenzeitschriften an :P
ja, kann man machen.... gibts aber auch schon dreiundrölfzig Milliarden mal im Internet
Was ist mit einem Musical. Das Teil wo Männer so überhaupt nicht drauf stehen. Sowas als Spiel. Oder in Filmsprache: ein Kunstfilm, Gegenteil von Blockbuster mit Stars und Sternchen. Sowas als Spiel. :Blauesauge:
ach Kultur in Spielen gabs doch auch schon oft genug

http://www.youtube.com/watch?v=Vdd4rBlsj2o :P
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greenelve
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von greenelve »

Die Kultur des Trollens...


...ach Hauptsache Kultur. Und darauf ein kulturelles Bier!
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crewmate
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von crewmate »

Die wollen ihr Produkt verkaufen.

Wie jeder andere Arsch auf diesen Konferenzen auch.
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redline
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von redline »

superboss hat geschrieben:Spiele dürfen alles und müssen gar nichts.
Gut gesagt.

Spaß und Unterhaltung sind für mich eh zu Unterscheiden.
Ein Spiel kann auch, wie z.B. Filme wie Michael Haneke, unterhalten, ohne das man danach besser gelaunt von der Konsole aufsteht als man zu ihr gekommen ist.
Ich sehe auch keinen Grund warum es bei Spielen anders sein soll als bei Filmen oder Büchern.

Im Idealfall verbindem Medien, egal welcher Form, Spaß und Unterhaltung miteinander, aber Spaß ist mir letztenendes immer noch am wichtigsten, sonst hab ich irgendwann keine Lust das Spiel anzufassen.
Ich schätze mal das ist aber nur natürlich für die meisten Menschen.

Filme, Bücher und Spiele, die nur mit der Moralkeule wedeln sprechen mich aber auch kein bisschen an. Das gleiche gilt für total stumpfes Spiele, Serious Sam würd zum Beispiel ich nie spielen.

Ich denk mal in Zukunft werden Spiele den selben Weg gehen wie alle anderen Medien auch, es wird rein triviales, ernstes, und Mittelwege zwischen beidem geben, es wird also für jeden Geschmack und jede Erwartung was dabei sein.
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Nightmare King Grimm
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von Nightmare King Grimm »

Nunja, Games müssen auf jeden Fall unterhalten. Das ist die Mindestanforderung. Sollen/wollen Bücher, Filme, Graphic Novels und Musik auch. Alles soll unterhalten, damit man sich überhaupt damit befasst. Ich denke der gute Mann meint, dass man einfach darüber hinausgehen sollte. Seine Beispiele mit Lernspielen sind da nicht gut gewählt. Aber denken wir doch an Buch und Film: wie oft passiert es, dass man was liest/sieht und darin gesellschaftliche, moralische Fragen das Thema sind? Wie oft haben denn diese Medien eine "Botschaft". Natürlich gibt es auch den Porno der sich Roman schimpft oder vollkommen belanglose, einfach "nur" unterhaltende Sachen. Aber gerade in den Medien geht es öfter als in Videospielen darum, etwas zu vermitteln oder den Leser/Zuschauer zum nachdenken zu animieren.

Ich denke, Games sollten auch mehr in diese Richtung gehen. Ich hab auch im Kino mein Leinwand-Gegenüber zu CoD, wenn ich brutalo Action samt Brain-AFK-Faktor haben will. Aber ich kann mir genauso Filme ansehen, die mich zum Nachdenken anregen und damit auch irgendwo meine Sichtweise mitprägen können. Das passiert in Videospielen aber zu selten. Meistens geht es nur um bessere Grafik, neue Features und alles soll einem mehr Spaß machen. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals gelesen zu haben, dass man für zukünftige Projekte bessere Storywriter holen wolle oder man eine Botschaft senden wolle.

Und da hat der Mann in einem Punkt recht: eigentlich sind Videospiele das Medium, um Emotionen und Gedanken zu fördern wie kein zweites. Denn man sitzt nicht passiv daneben und lässt sich berieseln - man spielt ('handelt') selbst - und das ist dann schon etwas leicht anderes.
CandyBlock
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von CandyBlock »

GeQo hat geschrieben: Und da hat der Mann in einem Punkt recht: eigentlich sind Videospiele das Medium, um Emotionen und Gedanken zu fördern wie kein zweites. Denn man sitzt nicht passiv daneben und lässt sich berieseln - man spielt ('handelt') selbst - und das ist dann schon etwas leicht anderes.
Stimmt, in der Theorie sind sie es, in der Praxis bis auf wenige Ausnahmen leider kaum, aber ich blicke da recht positiv in die Zukunft.
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DM1664
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von DM1664 »

"Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"
Nein, beim Spielen muss es um gute Unterhaltung gehen.
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saxxon.de
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von saxxon.de »

GeQo hat geschrieben:Nunja, Games müssen auf jeden Fall unterhalten. Das ist die Mindestanforderung. Sollen/wollen Bücher, Filme, Graphic Novels und Musik auch. Alles soll unterhalten, damit man sich überhaupt damit befasst.
Du meinst so wie Fachbücher oder Lehrfilme? Musik muss auch nicht unbedingt Unterhaltung im Sinne von Zeitvertreib und verhindern von Langeweile sein. Es gibt viele Beispiele für Musik, die dazu gedacht ist, dass der Hörer sich hinsetzt und sich auf eine mentale Reise einlässt, die bei weitem nicht immer angenehm, teilweise sogar abstoßend sein kann, einfach weil die Musik bewusst dissonant komponiert wurde und als unangenehm empfunden wird und werden soll - jedenfalls phasenweise.
Was Graphic Novels angeht, fällt mir spontan "Maus" von Art Spiegelmann ein. Das hat zwar auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor, geht aber gleichzeitig weit über den puren Zeitvertreib hinaus. Wenn man sich mit diesen Dingen bewusst auseinandersetzt, kann man in all diesen Medien etwas lernen. Über sich selbst, andere Menschen, das Leben, die Welt, Geschichte, Vergangenheit und Zukunft und den ganzen Rest.

Natürlich finden Menschen auch in diesen Beispielen Unterhaltung. Weil jeder Mensch verschiedene Interessen hat und "Spaß" für sich definiert. Dem einen macht es Spaß, aus Anatomie-Fachbüchern zu lernen wie der menschliche Körper funktioniert, den anderen ödet das Lesen von solchen Sachtexten unbeschreiblich an. Aber nur weil ein Teil der Menschen das Lernen von Anatomie als Unterhaltung empfindet, ist ein solches Lehrbuch noch lange nicht als Unterhaltung zu zählen.

Hier geht es darum, dass jedes der genannten Medien unterhalten kann, aber nicht unbedingt mit dem Ziel der Unterhaltung entwickelt und umgesetzt werden muss und genau darum geht es auch, wenn man sich darüber unterhält, ob Videospiele immer zu Unterhaltungszwecken geschaffen werden müssen. Momentan ist das der Fall. Es muss aber nicht so sein und darum geht es Faibish, denke ich.
Aber in diesem Punkt sind wir uns da ja auch nicht so ganz unähnlich in unserer Meinung.
Zuletzt geändert von saxxon.de am 23.04.2013 23:18, insgesamt 4-mal geändert.
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Cpl. KANE
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Re: Kommentar

Beitrag von Cpl. KANE »

8BitLegend hat geschrieben:Mein Beruf macht Sinn, mein Kleingewerbe macht Sinn, meine Band macht Sinn, meine Freundin auch meistens ... da ist kein Platz mehr für noch mehr Sinn. Ich will daddeln, zocken, spielen und meine Ruhe dabei.
Das kanns Du auch machen und da gibt es ja auch reichlich davon. Aber für Spiele mit einem ernsten Thema oder einer ernsteren (ich möchte mal nicht düsteren sagen) Atmosphäre sollte auch wenigstens ein bißchen Platz sein.
Gast
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von Gast »

Sry aber da denke ich mir nur: "Nicht labern, machen!".

Desweiteren: Unterhaltung = Spaß, oder etwas nicht? o.O

Und da ist es egal ob stumpfes Spiel, kritisch... was auch immer. Wenn ich hier grad vorbeischieße am Thema, sry.
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Cpl. KANE
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von Cpl. KANE »

@Trimipramin

Don't drink and write :wink:

Nochmal zum Thema: in der Filmbranche kann man hier einfacher oder einleuchtender argumentieren.
Nehmen wir z.B. den Film "Sieben" von David Fincher. Das ist zwar Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau, aber macht der Film Spaß? Ganz sicher nicht 8O
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von muecke-the-lietz »

Am Ende im Prinzip nichts anderes als klassisches PR Gelaber.

Selbstverständlich haben Spiele das Potenzial über die bloße Unterhaltung hinaus zu gehen, selbstverständlich kann Spielspaß nicht der einzige wichtige Faktor sein, wenn es um die Zukunft der Spiele geht und selbstverständlich nutzten die meisten Games überhaupt nicht die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stünden.

Aber das ist irgendwie auch schon alles durch und hundertmal festgestellt worden. Nun gibt es bereits eine Menge sehr kunstvoller Spiele, es gibt einige informative Spiele, einige sehr emotionale Spiele, einige kritische Spiele, Blockbuster Titel mit Inhalt wie Bioshock... es gibt Lernsoftware, Social Games und ein spielbares Hörbuch mit krassem Subtext und starker Metaebene gibt es mit Dear Esther mittlerweile auch.

Es gibt spielbare Thriller wie Heavy Rain, welche sich unterschwellig mit Familienproblemen, Verdrängung, Verlustverarbeitung und Verlustangst, mit der Rolle und dem Bild der Frau in der Gesellschaft und mit tief sitzenden psychischen Problemen und Abgründen beschäfitgen.

Es gibt mittlerweile sovieles von dem, was dieser Mann sich vorstellt und man kann nur hoffen, dass sich Spiele in ihrer Bandbreite immer weiterentwickeln, denn mehr Abwechslung und mehr Möglichkeiten sind immer gut. Nichts ist schlimmer, als ein Medium, was sich selber und sein Publikum nur auf ein Bruchteil des Potenzials reduziert, das eigentlich in ihm schlummert.

Das Gelaber von dem Typen bleibt in meinen Augen aber trotzdem unnötig, weil er es einfach in den Raum wirft und durch keine neuen interessanten Erkenntnisse anreichert, geschweige denn ein Spiel vorstellt, das eben diesen Vorstellungen entspricht. Von daher für mich PR Gelaber und auf sich aufmerksam machen.
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Temeter 
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Re: Spielkultur: "Muss es bei Spielen nur um Spaß gehen?"

Beitrag von Temeter  »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Am Ende im Prinzip nichts anderes als klassisches PR Gelaber.

Selbstverständlich haben Spiele das Potenzial über die bloße Unterhaltung hinaus zu gehen, selbstverständlich kann Spielspaß nicht der einzige wichtige Faktor sein, wenn es um die Zukunft der Spiele geht und selbstverständlich nutzten die meisten Games überhaupt nicht die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stünden.

Aber das ist irgendwie auch schon alles durch und hundertmal festgestellt worden. Nun gibt es bereits eine Menge sehr kunstvoller Spiele, es gibt einige informative Spiele, einige sehr emotionale Spiele, einige kritische Spiele, Blockbuster Titel mit Inhalt wie Bioshock... es gibt Lernsoftware, Social Games und ein spielbares Hörbuch mit krassem Subtext und starker Metaebene gibt es mit Dear Esther mittlerweile auch.

Es gibt spielbare Thriller wie Heavy Rain, welche sich unterschwellig mit Familienproblemen, Verdrängung, Verlustverarbeitung und Verlustangst, mit der Rolle und dem Bild der Frau in der Gesellschaft und mit tief sitzenden psychischen Problemen und Abgründen beschäfitgen.

Es gibt mittlerweile sovieles von dem, was dieser Mann sich vorstellt und man kann nur hoffen, dass sich Spiele in ihrer Bandbreite immer weiterentwickeln, denn mehr Abwechslung und mehr Möglichkeiten sind immer gut. Nichts ist schlimmer, als ein Medium, was sich selber und sein Publikum nur auf ein Bruchteil des Potenzials reduziert, das eigentlich in ihm schlummert.

Das Gelaber von dem Typen bleibt in meinen Augen aber trotzdem unnötig, weil er es einfach in den Raum wirft und durch keine neuen interessanten Erkenntnisse anreichert, geschweige denn ein Spiel vorstellt, das eben diesen Vorstellungen entspricht. Von daher für mich PR Gelaber und auf sich aufmerksam machen.
Die von dir genannten Spiele tun dies aber sehr amateurhaft und so, dass eben der Spieler klassisch simpler Spiele auch noch zufriedengestellt wird. Momentan traut sich kaum jemand wirklich spielerisches Neuland zu betreten, weil man Angst hat, seine alteingesessenen Spieler damit zu vergraulen. Selbst bei Filmen läuft das oft so. Avatar zum Beispiel hat jedwede Botschaft und unterliegendes Thema in Klischees vergraben, angenehm entfernt dargestellt, und wurde am Ende so auf Happy Ende getrimmt, dass niemand das Ding ernst nimmt. Und bei großen Spieleproduktionen ist das die Regel, wenn da überhaupt eine tiefere Idee hintersteckt. Ansonstens experimentieren eigentlich nur Indies damit, und die tun das imo mit noch sehr mäßigem Erfolg. Interressant vielleicht, aber in den seltensten Fällen wirklich verständlich umgesetzt.
Es steckt schon etwas hinter dem, was der Typ hier sagt. Mit PR hat das ohnehin wenig zu tun.