Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

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Howdie
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Howdie »

Kajetan hat geschrieben:
Asturaetus hat geschrieben:Was mitunter aber auch in den heutigen Spielen für Effekt-Feuerwerke abgebrannt werden und überall passiert was und immer schnell schnell und ohne Ende Gegnerwelle um Gegnerwelle.
Und wenn man dann als Spielfigur plötzlich aufhört den ständigen Regieanweisungen zu folgen (geh jetzt da hin, mach jetzt dieses, bieg hier ab) und sich überhaupt nicht so verhält, wie das der Leveldesigner gerne hätte oder einfach nur mal stehenbleibt und gar nichts tut, entlarvt sich dieses Dauerfeuerwerk schnell als hohle, sinnentleerte Illusion, die nur dann halbwegs funktioniert, wenn man atemlos von Skriptauslöser zu Skriptauslöser hetzt.
Wobei das nicht automatisch für ein schlechtes Spiel sprechen muss. Es ist nur eben etwas anderes. Ich persönlich ziehe ein atmosphärisches HL auch dem Scriptgewitter von COD vor, aber ist das Spiel deswegen schlechter? Nur weil es nicht dem Stil entspricht, den du gerne magst?

Und wieso muss ein Scriptshooter sinnentleert sein? HL2 besteht zu einem Großteil übrigens auch aus Scripts. So what? Nur tapperst du da halt nicht im Sekunden- sondern Minutentakt rein. Nichtsdestotrotz sind auch die "Wellen" in HL nichts anderes als Triggerpunkte im Level. Ich wüsste jetzt nicht was daran schlimm ist. Wenn du es anders haben willst nimm Far Cry 1. Da hattest du wirklich die Freiheit zu spielen wie du willst. Aber HL als leuchtendes Beispiel gegen Scripte anzuführen funktioniert irgendwie nicht.

Ich weiß was du sagen willst, aber es gibt eben für beide Geschmäcker unterschiedliche Lager. Und nur weil man die Ruhe in HL genießt, muss das Hetzen in COD nicht zwangsweise schlechter sein. Ich schaue auch gerne mal Blockbuster und mal Autorenfilme. Wobei COD mir persönlich auch einfach too much ist. Da wäre auch für mich weniger mehr. Aber das muss ja nicht für jeden gelten.
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Deuterium
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Deuterium »

mr archer hat geschrieben:
anigunner hat geschrieben:
Ein Shooter, der für mich persönlich eine gute Mischung hat, war "No one lives forever". Hatte genug Aktion die einen mitgerissen hat, aber auch genug Elemente (Schleicheinlagen, Rätselösung mit den Gadgets, schrille 60´er Ambiente) um mal genüßlich langsamer hin zum Ziel zu kommen.
Ja. Langsam kommen mit Cate ist immer ne tolle Sache.
Pssst, hier lesen doch Kinder mit! Aber danke für die Info. Ich glaube, den Trip muss ich mir auch mal geben. Ich hoffe, die Archers führen eine offene Ehe.
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Howdie
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Howdie »

@Deuterium: NOLF 1 + 2 sind absolut klasse, da kannst du nicht viel verkehrt machen.
anigunner
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von anigunner »

mr archer hat geschrieben: Ja. Langsam kommen mit Cate ist immer ne tolle Sache.
Komisch, den Teil kenne ich ja noch gar nicht... habe ich da was verpasst? :mrgreen:
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ey4playersjunge
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von ey4playersjunge »

Kajetan hat geschrieben:
ey4playersjunge hat geschrieben:Naja so kann man die komplette Abwesenheit von Gameplay auch erklären.
In einem Shooter/Action-Spiel würde man leere Räume bzw. zu viel leere Fläche ganz klar als schlechtes Leveldesign ankreiden.
Aber auch nur von Leuten, die ständig dauerbespasst werden wollen.
Finde das hat nichts mit Dauerbespassung zu tun.
Heutige Action-Spiele haben nur folgendes vergessen:
Dan Pinchbeck hat geschrieben:People need time and space, moments of intensity and moments of quiet
Bloß wenn ich jetzt nur diese ruhigen Momente hab, in denen ich Nachdenken kann, ensteht Leerlauf und der führt zu Langeweile.
Kajetan hat geschrieben:
ey4playersjunge hat geschrieben:
Außerdem kann ein Shooter nicht auf diese "Überreizung"(wobei Überreizung ziemlich übertrieben ist) verzichten. Denke da gerade an Vanquish, ohne das ganze Krach-Bumm wäre das Spiel einfach nicht das selbe.
HL2 (+ Episoden) ist eigentlich ein ziemlich leerer Shooter und mit hin das Beste, was es bislang in diesem Genre gegeben hat. Da gibt es kurze, knackige Abschnitte voller Adrenalin und dann wieder lange ruhige Passagen, wo man die Stimmung und Atmosphäre des Settings aufnehmen und genießen kann.
HL2 habe ich nicht leer in Erinnerung. Man ist nur nicht unter Dauerbeschuss, was bei heutigen Schlauchlevel-Shootern fast immer der Fall ist.
Hier hat einfach die Abwechslung gestimmt. Ballern hat sich mit Fahrzeugsequenzen abgelöst, auf einmal hatte man sowas wie Survival-Horror in Ravenholm, später konnte man Insekten kontrollieren und mit ihnen ein Gefängnis angreifen. .
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Deuterium
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Deuterium »

@howdie

Ich wills tatsächlich mal probieren. Allerdings hab ich von Kompatibilitätsproblemen schon unter XP gelesen. Leider bin ich aber aktuell, was Windows angeht.

Um auch mal was zum Thema beizutragen: Meiner Meinung nach sind Effektfeuerwerke tatsächlich nicht unbedingt einer Atmosphäre zuträglich, weil man schon gar keine Zeit mehr hat, einen Eindruck auf sich wirken zu lassen. Dear Esther ist eben deshalb so atmosphärisch, weil es einem die Zeit lässt, den Augenblick zu erleben, ohne schon vom nächsten Ereignis überrollt zu werden.
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mr archer
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von mr archer »

Deuterium hat geschrieben:

Ich wills tatsächlich mal probieren. Allerdings hab ich von Kompatibilitätsproblemen schon unter XP gelesen. Leider bin ich aber aktuell, was Windows angeht.
Also für XP kann ich Entwarnung geben. Habe letzten Sommer erst wieder Teil 1 und 2 hintereinander weg gespielt. Läuft. Keine Probleme.
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Deuterium
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Deuterium »

Gut, dann kann ich ja die Wahnsinnsinvestition von 98 Cent tätigen und mein Glück versuchen...
Proko85
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Proko85 »

Die perfekte Mischung aus knallharter Action und entspannenden Entdeckungstouren bietet immer noch nur Postal 2.
Außerdem bietet das Spiel jedem angehenden Künstler ein vielfälltiges Betätigungsfeld :twisted: .
Shrike
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von Shrike »

Eigentlich hat Crysis 1 da alles richtig gemacht, es sah zum einen übelst geil aus, besonders mit ein paar extra Mods und ansonsten viel Freiheit mit ein paar Scriptszenen.
Schnelles Gameplay, wobei der Spieler meisst das Tempo vorgegeben hat, je nachdem welchen Weg er eingeschlagen hat.
Dann wieder mal eine Scripteinlage (Schiffe versenken/ 5 Minuten Railshooter/ 2 dicke Bossfights) und fertig war der Mix.
Das ganze wurde durch die K.I veredelt, die nicht einfach nur mehr ausgehalten hat, sondern mit steigenden Schwierigkeitsgrad auch klüger wurde, hatte man dann noch die Advanced K.I installiert hatte man neben F.E.A.R 1 und Far Cry 1 die beste K.I im Spielegenre.

Ansonsten sieht man eine dumme K.I in einem grafisch durchschnittlichen Spiel, mit öden Leveldesign und Amöben Gameplay.
Das sich allein im Bereich der K.I so wenig getan hat ist extrem traurig.

Wobei ich in einem Hard Reset garnicht genug Reizüberflutung haben kann. ^^
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saxxon.de
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von saxxon.de »

Was ihr da in aktuellen Shootern bemängelt nennt sich "Pacing" und wird auch heute noch gepflegt. Crysis 2 und Bulletstorm sind Shooter mit gutem Pacing. In beiden Spielen gibt's nicht pausenlos auf die Zwölf und es werden um einen herum nicht pausenlos ganze Häuserblöcke platt gemacht. Stattdessen nehmen sich beide Spiele die Zeit, den Spieler auch mal durchatmen und die Levelarchitektur etc. auf sich wirken zu lassen. Crysis 2 ein bisschen mehr als Bulletstorm, wobei ich wirklich sagen muss, dass Bulletstorm überraschenderweise eine ausgezeichnete Balance zwischen Action und ruhigen Momenten mit Gesprächen & Co. hat.

Wenn es um egal welches Genre geht, bleibt von den Spielen die ich zuletzt gezockt hab noch Uncharted 3 als Spiel mit sehr gutem Pacing im Gedächtnis.
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HerrRosa
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Re: Dear Esther: "Überreizung zerstört die Atmosphäre"

Beitrag von HerrRosa »

saxxon.de hat geschrieben:Wenn es um egal welches Genre geht, bleibt von den Spielen die ich zuletzt gezockt hab noch Uncharted 3 als Spiel mit sehr gutem Pacing im Gedächtnis.
Genreübergreifend würde ich noch die beiden Arkham Titel nennen.
Insbesondere der Zweite hat, für ein semi Openworld-Game, ein fantastisches Pacing.