Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

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Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

Oldholo hat geschrieben: Es braucht keine Glaskugel, um den ziemlich gut sichtbaren, vordefinierten Pfad zu erkennen, den solche Systeme in Zukunft gehen werden. Unternehmen sind insgesamt weitaus mehr reaktionär als aktionär; sie probieren etwas aus, warten das Feedback ab und bauen aus, wenn erfolgreich. Wenn Mikrotransaktionen in AC3 erfolgreich sind, wird es in AC4 konsequenterweise mehr davon geben, denn der Markt nimmt es an und es wirft mehr Profit ab. Irgendwann wird Ubisoft dann austesten, ob optionale Spielerweiterungen nicht auch zu obligatorischen Erweiterungen werden können, denn es wirft mehr Profit ab. Mit jedem kleinen Ausbau des Systems sinkt auch die Hemmschwelle für Konsumenten, mehr davon zu akzeptieren (s. Frosch im heißen Wasser), und im Endeffekt ist das (von Entwickler, Publisher, Investoren, etc. mal abgesehen) für niemanden eine positive Entwicklung.
Heute gibt es sicherlich noch genügend Spieler, die mit ein paar Micropayments im AC3-Multiplayer keine Probleme haben, aber es entwickelt sich in eine Richtung, an deren Ende es letztlich niemandem mehr "egal" sein kann. Wieso also nicht direkt jetzt stoppen, wo sich Hemmschwelle und Verlust noch in Grenzen halten?
Ich denke auch, dass die Entwicklung in eine bestimmte Richtung recht wahrscheinlich ist. Cloudgaming wird ausgebaut und irgendwann sitzen wir dann vor dem Fernseher, schmeissen unsere Set-Top-Box an und kaufen uns für Kleingeld (das sich schnell summiert) einen Level eines bestimmten Spiels oder schliessen ein Abo mit unbegrenzter Nutzungsdauer ab.
Das mag man verfluchen und ganz fürchterlich finden, weil es ein ganz anderes Modell ist als das, was wir kennen. Ich sehe darin aber auch eine Chance, eine Möglichkeit, dass es für uns als Konsumenten dadurch zu besseren Spielen kommt.
Wenn Spiele nur noch in kleinen Häppchen angeboten werden, die über microtransactions gekauft werden müssen, werden sich am Markt nur noch qualitativ hochwertige Spiele halten können, denn schliesslich müssen wir nicht mehr die Katze im Sack kaufen, sondern nur noch das, was uns wirklich gefällt.
Gummirakete
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Gummirakete »

Nanimonai hat geschrieben:Mir stößt nur einfach immer sauer auf, dass Spieler, die da Abzockmethoden unterstellen nicht nur für sich sprechen, sondern es als etwas allgemeingültiges hinstellen. "Wer sowas kauft, muss hirnverbrannt sein."

Wenn sich ein Spieler in keinster Weise daran stört, dass es Onlinezwang und Season Pässe gibt, wenn er sich durch DLC und microtransactions nicht abgezockt fühlt, dann ist das sein gutes Recht.
Wären diese ganzen Aktionen der Publisher/Entwickler von der Mehrheit der Spieler so verhasst, würde sich das drastisch im Umsatz bemerkbar machen.

Timesaver sind vielleicht für viele dummdreiste Abzocke, aber es gibt wohl offensichtlich auch viele Freunde dieser kleinen Helferlein.
Ich kann für mich auch nicht nachvollziehen, warum man sich XP-Booster bei Guild Wars 2 oder Autopakete bei Need for Speed kaufen sollte, die man sowieso im Laufe des Spiels freischaltet, aber ganz nüchtern betrachtet, kann mir das doch auch scheissegal sein, denn ich persönlich habe dadurch ja keinerlei Einschränkungen in meiner Spielweise. Also warum sollte ich mich daran stören? Ich spiele Guild Wars 2 und habe noch nicht einmal das Auktionshaus benutzt und mir für bares Geld Edelsteine gekauft. Aber soll ich jetzt jedem, der dieses System nutzt unterstellen, dass er mir mein Hobby kaputt macht?
Natürlich kann jeder sein Geld ausgeben, wofür er will. Aber wenn jemand mit seinem Kauf eine für den Verbraucher negative Entwicklung unterstützt, muss er damit rechnen von anderen nicht für voll genommen zu werden.

Und wenn im Multiplayer Spieler gegen Geld Autos, Waffen oder Level schneller als andere bekommen und man deshalb erst mal Tage oder Wochen u.U. verliert, bis man die gleiche Stufe erspielt hat, tangiert das sehr wohl die Nichtkäufer.
Oder wenn man z.B. in Risen 2 ständig mit der Nase auf Questreihen gestoßen wird, die man zusätzlich kaufen soll. Ganz schlimm ist es bei MP-Shootern, wo man von vielen Servern praktisch ausgeschlossen/gekickt wird, weil man Map Nr. 17 nicht gekauft hat.

Bei Computerspielen werden seit einigen Jahren zunehmend die Gesamtkosten durch Vorbestelleraktionen, speziellen Editionen, DLCs usw. gezielt verschleiert. Wie man das als Kunde verteidigen kann, ist mir ein Rätsel.
Bambi0815
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Bambi0815 »

PanzerGrenadiere hat geschrieben:
Bambi0815 hat geschrieben:wad ist B2P ?
buy to play.
Kenn nur F2P (Free2Pay).
B2P (Buy2Play) ist also das ganz normale Model (you get what you see) ?
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

M_Coaster hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Demnach sind nicht die meisten Menschen dumm, sondern alle.
So ist es! Und versuche ich mich zumindest in jeglicher Hinsicht zu verbessern, habe aber genug Demut um zu wissen das ich nicht alles richtig mache. Ich stelle mich hier nicht hin und sage das ich es richtig mache - vor allem nicht immer richtig. Ich prangere aber an - und viele Menschen machen sich eben gar keine Gedanken. Sieht man hier ja auch sehr schön. Als Käufer beeinflusst man immer etwas - und das meine ich mit mündig. Wer kauft ohne Gedanken, nur weil er es kann, ist in meinern Augen noch ein tick dümmer als der Rest. Dumm im Sinne des kaufens, das heißt nicht das dieser Mensch dumm ist. Und wenn ich hier lese, ich kann kaufen was ich will und das ist okay, krieg ich die Krise. Und wenn die Leute mehr denken würden vor dem Kauf und sich hinterfragen was sie wirklich brauchen, dann hätten wir heute keine Microtransaktionen in AC3. Vielleicht hätten wir nichtmal DLC... wer weiß das schon....
Naja, Du hast ja vorhin das drastische Beispiel mit der Kinderarbeit und der Verantwortung von uns Verbrauchern genannt. Ich behaupte einfach mal, dass ich ein mündiger Käufer bin, der sich so seine Gedanken macht, aber trotzdem weiß ich, dass ich wie jeder andere hier auch indirekt Kinderarbeit unterstütze. Das Gold in unseren Microchips kommt halt nun mal sehr wahrscheinlich aus einer Mine irgendwo in Afrika, die von Kindern zu menschenunwürdigen Bedingungen beackert wird. Das Silicium auf diesen Chips wird vermutlich irgendwo in China von Arbeitern zusammengeklöppelt, die man mehr als Sklaven, als als Arbeiter bezeichnen sollte.
Also ja, jeder einzelne von uns trägt dafür einen Teil der Verantwortung.

Aber ob DLC, microtransactions und Co. jetzt wirklich verantwortungsloser als die ganzen anderen Dinge sind, die so mit unserem Geld angestellt werden, darf durchaus berechtigt bezweifelt werden.
marschmeyer
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von marschmeyer »

SectionOne hat geschrieben:
Der XP-Boost im Cashshop ist noch nicht mal das Problem, Kritisch sehe ich eher Boosts wie bei Karma oder Magiefund! Diese helfen dir sehr wohl früher an bessere Items zu kommen!
Und was macht man dann mit denen?
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

Gummirakete hat geschrieben:Aber wenn jemand mit seinem Kauf eine für den Verbraucher negative Entwicklung unterstützt, muss er damit rechnen von anderen nicht für voll genommen zu werden.
Und das ist der Unterschied. Eine für Dich negative Entwicklung muss nicht zwingend eine negative Entwicklung für den Verbraucher an sich sein. Ich sehe z.B. auch positive Aspekte in dieser Entwicklung und blicke nicht ausnahmslos pessimistisch in die Zukunft.
deathproof
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von deathproof »

Oldholo hat geschrieben:
deathproof hat geschrieben::roll:
Reinste Milchmädchenrechnung.
Wenn die Mathematik so funktionieren würde, müssten Filme in Zukunft auch > 50€ im Kino kosten, viel Spaß dann damit.

P.S.: Welche Hose braucht denn 10 Arbeiter, die 2 Wochen lang ganztätig nur an dem einen Ding arbeiten? :o
Stimmt warscheinlich sind es weniger als 2 Tage für 10 Leute und wenn die glück haben bekommen die 4€ für einen 14std Tag, Kinder natürlich weniger.
Wenn du jetzt damit sagen willst das wir bereit sind für Lohndumping mehr Geld bezahlen als für gut ausgebildete Leute muss ich dir natürlich recht geben. :twisted:
Gummirakete
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Gummirakete »

Nanimonai hat geschrieben:
Gummirakete hat geschrieben:Und das ist der Unterschied. Eine für Dich negative Entwicklung muss nicht zwingend eine negative Entwicklung für den Verbraucher an sich sein.
Du weißt schon, dass du seit Steam kein Spiel mehr kaufst, sondern nur noch mietest?
Der Gesamtpreis der Spiele wird verschleiert. Oder kannst du mir sagen, was das komplette AC3 am Ende kosten wird? Die Spielepreise explodieren, ohne das die Kunden es merken.
Wo siehst du Vorteile beim permanenten Onlinezwang?
Wo ist dein Vorteil, wenn du als nicht Premiumkunde wegen einer fehlenden Map aus dem Spiel fliegst?
...
Bambi0815
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Bambi0815 »

Gummirakete hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Gummirakete hat geschrieben:Und das ist der Unterschied. Eine für Dich negative Entwicklung muss nicht zwingend eine negative Entwicklung für den Verbraucher an sich sein.
Du weißt schon, dass du seit Steam kein Spiel mehr kaufst, sondern nur noch mietest?
Der Gesamtpreis der Spiele wird verschleiert. Oder kannst du mir sagen, was das komplette AC3 am Ende kosten wird? Die Spielepreise explodieren, ohne das die Kunden es merken.
Wo siehst du Vorteile beim permanenten Onlinezwang?
Wo ist dein Vorteil, wenn du als nicht Premiumkunde wegen einer fehlenden Map aus dem Spiel fliegst?
...
seit wann miete ich bei steam ein spiel? lol

vorteile sind spiel wird automatisch auf dem neusten stand gehalten. exploids können in spielen effektiv verhindert werden. ahh wenn ich an steam denke sind da einige sachen. community, runterladen anstatt schwerwiegend installieren von cd und dann patches suchen. cloud für savegames.
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M_Coaster
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von M_Coaster »

Nanimonai hat geschrieben:
M_Coaster hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Demnach sind nicht die meisten Menschen dumm, sondern alle.
So ist es! Und versuche ich mich zumindest in jeglicher Hinsicht zu verbessern, habe aber genug Demut um zu wissen das ich nicht alles richtig mache. Ich stelle mich hier nicht hin und sage das ich es richtig mache - vor allem nicht immer richtig. Ich prangere aber an - und viele Menschen machen sich eben gar keine Gedanken. Sieht man hier ja auch sehr schön. Als Käufer beeinflusst man immer etwas - und das meine ich mit mündig. Wer kauft ohne Gedanken, nur weil er es kann, ist in meinern Augen noch ein tick dümmer als der Rest. Dumm im Sinne des kaufens, das heißt nicht das dieser Mensch dumm ist. Und wenn ich hier lese, ich kann kaufen was ich will und das ist okay, krieg ich die Krise. Und wenn die Leute mehr denken würden vor dem Kauf und sich hinterfragen was sie wirklich brauchen, dann hätten wir heute keine Microtransaktionen in AC3. Vielleicht hätten wir nichtmal DLC... wer weiß das schon....
Naja, Du hast ja vorhin das drastische Beispiel mit der Kinderarbeit und der Verantwortung von uns Verbrauchern genannt. Ich behaupte einfach mal, dass ich ein mündiger Käufer bin, der sich so seine Gedanken macht, aber trotzdem weiß ich, dass ich wie jeder andere hier auch indirekt Kinderarbeit unterstütze. Das Gold in unseren Microchips kommt halt nun mal sehr wahrscheinlich aus einer Mine irgendwo in Afrika, die von Kindern zu menschenunwürdigen Bedingungen beackert wird. Das Silicium auf diesen Chips wird vermutlich irgendwo in China von Arbeitern zusammengeklöppelt, die man mehr als Sklaven, als als Arbeiter bezeichnen sollte.
Also ja, jeder einzelne von uns trägt dafür einen Teil der Verantwortung.

Aber ob DLC, microtransactions und Co. jetzt wirklich verantwortungsloser als die ganzen anderen Dinge sind, die so mit unserem Geld angestellt werden, darf durchaus berechtigt bezweifelt werden.
Da hast du Recht. Aber trotz allem, die Diskussion ging eben darum das es egal ist und jeder kaufen kann was er will - im Prinzip ohne Konsequenz. Und das ist auch bei DLC einfach falsch. Die meisten Spieler nehmen aber viel hin, um ihre Perle spielen zu können. Die Vernuft ist kleiner als die dann doch, sagen wir, große Sucht. Ich habe wirklich viele Hobbies, von richtig nerdigen Sachen bis hin zu Mainstream, und ich kenne nur wenige Sparten wo Kunden soviel mitmachen. Daher finde ich es nicht falsch auch mal mit krassen Beispielen zu zeigen, das es eben nicht sein muss jeden scheiß mitzumachen oder aber zumindest mal drüber nachzudenken. Aber der Hype, der nächste fette Trailer und PR Geblubber lässt das Hirn dann wieder aussetzen.
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

Gummirakete hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Gummirakete hat geschrieben:Und das ist der Unterschied. Eine für Dich negative Entwicklung muss nicht zwingend eine negative Entwicklung für den Verbraucher an sich sein.
Der Gesamtpreis der Spiele wird verschleiert. Oder kannst du mir sagen, was das komplette AC3 am Ende kosten wird? Die Spielepreise explodieren, ohne das die Kunden es merken.
Wann ist ein Spiel komplett? Wenn in ein paar Monaten Zusatzmissionen für AC3 erscheinen, war das Spiel dann vorher nicht komplett? War Dark Souls nicht komplett, weil es da jetzt eine Erweiterung gibt? Hat Skyrim die Gesamtkosten verschleiert, weil es mir nur Content für 200 Stunden, statt für 250 Stunden mit Erweiterung geliefert hat? War denn früher Giana Sisters ein komplettes Spiel? Ich hatte es doch in 90 Minuten durch. Doom, Turrican, Shadow of the Beast... so wirklich umfangreich war das alles nicht.
Woran machst Du den explodierenden Spielepreis fest? Bekommen wir heute "weniger" für unser Geld als früher? Wenn ja, in welcher Hinsicht "weniger"?
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Exedus
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Exedus »

Bambi0815 hat geschrieben: seit wann miete ich bei steam ein spiel? lol
Lass mal dein Acc Speeren und dann reden wir noch mal darüber das du die Spiele nur mietest.
Ich sehe z.B. auch positive Aspekte in dieser Entwicklung und blicke nicht ausnahmslos pessimistisch in die Zukunft.
Und die wären?
Wie kann man aber auch nur verlangen das man als Programmierer auch mehr verdienen will
Blöd nur das der Programmierer von der Kohle mit Sicherheit nicht viel sehen wird
marschmeyer
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von marschmeyer »

Nanimonai hat geschrieben: Wann ist ein Spiel komplett? Wenn in ein paar Monaten Zusatzmissionen für AC3 erscheinen, war das Spiel dann vorher nicht komplett? War Dark Souls nicht komplett, weil es da jetzt eine Erweiterung gibt? Hat Skyrim die Gesamtkosten verschleiert, weil es mir nur Content für 200 Stunden, statt für 250 Stunden mit Erweiterung geliefert hat? War denn früher Giana Sisters ein komplettes Spiel? Ich hatte es doch in 90 Minuten durch. Doom, Turrican, Shadow of the Beast... so wirklich umfangreich war das alles nicht.
Woran machst Du den explodierenden Spielepreis fest? Bekommen wir heute "weniger" für unser Geld als früher? Wenn ja, in welcher Hinsicht "weniger"?
Wenn ein Ass Creed Sprünge hat, weil man die Missionen später per DLC nachkauft, wenn ein Human Revolution an einer Stelle nur einen Blackout hat und später erlebt man das dann total out of Context, dann war das Spiel bei Release nicht komplett, so einfach ist das. Wenn ein Spiel ein abgeschlossenes Erlebnis bietet, ohne derlei Firlefanz, und mir später eine Erweiterung (wobei mir lieber wäre, die würden statt 5 DLC lieber eine komplette Story abliefern und daraus ein Sequel machen) in Aussicht stellt, die nur sekundär mit dem Hauptspiel zusammenhängt, ist das okay.
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VirusTI
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von VirusTI »

Ich habe AC 1-2 und Brotherhood gerne gespielt, wobei beim 2ten teil es schon grenzwertig war, da das 13 Kapitel fehlte und man es nur durch kauf eines DLC's spielen konnte.Grenzwertig deshalb weil dieses Kapitel nichts mit der eigentlichen Story zutun hatte.

Aber jetzt ist die Grenze überschritten, schade das man als Fan so gemolken wird und ich kann mich noch daran erinnern das ich einmal geschrieben habe das man sich die Spiele bald Pixelweise zusammen kaufen muss!Tja danke dafür ihr vollidioten, die für jeden Müll Geld hinlegen!
Nanimonai
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Re: Assassin's Creed III: Scheinbar mit Mikrotransaktionen

Beitrag von Nanimonai »

Anla'Shok hat geschrieben:
Ich sehe z.B. auch positive Aspekte in dieser Entwicklung und blicke nicht ausnahmslos pessimistisch in die Zukunft.
Und die wären?
Es geht in eine ähnliche Richtung wie Fernsehserien. Es werden ein paar Folgen abgedreht und wenn sie vom Publikum als gut befunden wurden, gibt es Nachschub.
Analog dazu werden bei Spielen (besonders in Hinblick auf Kickstarter und Crowdfunding) die Spieler deutlich stärker einbezogen. Spiele werden während der Entwicklung begleitet und in kleinen Teilen veröffentlicht. War es gut, gibt es Nachschub.
Ich denke, die Kommunikation zwischen Entwickler und Spieler wird dadurch direkter.
Die Konsequenz daraus ist, dass für schlecht befundene Produkte sehr schnell den Markt verlassen und sich auf lange Sicht nur Qualität durchsetzen wird.

Die rechtlichen Aspekte lasse ich dabei jetzt erst mal außen vor, denn die sind ja noch nicht so wirklich geklärt (Anspruch auf Rückerstattung etc.), aber das wird sich noch regeln.

Die Zukunft wird sehr wahrscheinlich so aussehen, denn es ist eine logische Konsequenz, aus immer teurer und aufwändiger produzierten Inhalten. In Zukunft werden keine Blockbuster Titel mehr mit 200 Millionen Dollar vorfinanziert in der Hoffnung, dass es genug Käufer geben wird. Die potentiellen Käufer werden dann schon während der Entwicklung maßgeblich mit einbezogen, denn so kann man sicherstellen, dass man sich auf einem guten und lukrativen Weg befindet.

Sicherlich wird es auch immer wieder Ausreißer nach unten geben, aber die grundsätzliche Tendenz könnte durchaus positiv sein.

Wenn wir immer nur von der für uns Spieler schlimmstmöglichen Entwicklung ausgehen, können wir unser Hobby auch direkt an den Nagel hängen. Also sei ruhig ein bisschen optimistischer. :-)